Autor Thema: Eine Basalt/Knolle ? und ein rostender Stein mit  (Gelesen 4435 mal)

Stibitzi

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Re: Eine Basalt/Knolle ? und ein rostender Stein mit
« Antwort #15 am: Oktober 02, 2013, 08:55:39 vorm. »
Hier die anderen Bilder
Gruß Stibitzi

Offline Suevit

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Re: Eine Basalt/Knolle ? und ein rostender Stein mit
« Antwort #16 am: Oktober 02, 2013, 09:30:27 vorm. »
Hallo Stibitzi,

jetzt muss ich erst mal mit Dir schimpfen, denn wenn Deine 3 kg Bücher den Stein auf Bild DSCN1283.JPG nicht kennen, dann taugen sie entweder nichts, oder Du hast nicht richtig nachgesehen. Kleiner Hinweis: "Feldspat, Quarz und Glimmer, die vergess' ich nimmer".  :belehr:

Zu DSCN1278.JPG: Schöner Flokati, aber der unscharfe Stein entzieht sich jeder Identifikation.

Wie sollen wir denn eigentlich nun weiter vorgehen? Immer neue Bilder von Gesteinen einstellen und die alten darüber vergessen, oder erst mal das zu Ende diskutieren was schon gezeigt wurde?

Gruß,
Rainer

Offline lithoraptor

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Re: Eine Basalt/Knolle ? und ein rostender Stein mit
« Antwort #17 am: Oktober 02, 2013, 09:33:40 vorm. »
Moin!

Gut, fangen wir mit der Basisarbeit an:

1. Bring den Dremel in den Keller und schnappt Dir (d)einen Hammer. Mit dem erzeugst Du an jedem Stück, welches Du von uns bestimmt haben möchtest eine frische Bruchfläche. Das ist das A und O bei der Gesteinsansprache. Denn: Nur daran lassen sich wichtige mineralspezifische Eigenschaften erkennen. Eine irgendwie mit einem Dremel erzeugte Fläche, ein Schnitt oder was auch immer Du sonst noch anstellst taugt dafür nicht und ist für die Tonne.

2. Auf deiner nächsten Tour suchst Du dir A) einen möglichst reinen Quarzkiesel und B) einen Kiesel der deiner Meinung nach nur aus Kalifeldspat besteht sowie mind. 5 Gesteine die deiner Meinung nach beide Mineralien enthalten. Diese Stücke werden die Basis deiner Bestimmungs-/ Referenzsammlung. An allen Stücken wollen wir frisch erzeugte Bruchflächen sehen...

3. Du googelst nach den Begriffen Streckeisendiagramm bzw. QAPF-Doppeldreieck (am besten ausdrucken und lernen) im Bezug zu Begriffen wie "Plutonit" und "Vulkanit". Bei deiner nächsten Gesteinsvorstellung kennst Du den Unterschied zwischen beidem (auch was die Diagramme betriff) und kannst Fragen dazu beantworten.

Wenn Du dies alles nicht machen möchtest, sondern lieber in Büchern und im Netz hübsche Bildchen vergleichst, dann ist alles für die Katz und deine Helfer werden sich hier nach und nach ausklinken - angefangen bei mir.

Gruß

Ingo

Stibitzi

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Re: Eine Basalt/Knolle ? und ein rostender Stein mit
« Antwort #18 am: Oktober 02, 2013, 10:50:41 vorm. »
Hallo,
das ist ein Missverständnis :bid:, ich bin immer noch beim Magnetismus/Eiseneinschlüsse.  :nixweiss:Tatsächlich sind die Bilder mies. Aber ich muss die Größe reduzieren dann bleibt nicht mehr viel. Die Probe ist nur ca.3 x 3 x 3cm groß. Auch der verwitterte Granit enthält magnetische Partikel (Glimmer-Biotit?) und ist rostig. :confused:
Und ja (lithoraptor)ich werde deinen Rat befolgen mit dem Quarz und dem Kalifeldspat und dem Lernauftrag.
Lernbegierige Grüße
Stibitzi :winke:

Stibitzi

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Re: Eine Basalt/Knolle ? und ein rostender Stein mit
« Antwort #19 am: Oktober 02, 2013, 10:52:11 vorm. »
Und hier die magnetischen Teilchen aus dem Granit.

Offline lithoraptor

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Re: Eine Basalt/Knolle ? und ein rostender Stein mit
« Antwort #20 am: Oktober 02, 2013, 11:14:09 vorm. »
Moin!

das ist ein Missverständnis :bid:, ich bin immer noch beim Magnetismus/Eiseneinschlüsse. 

Wie Du (hoffentlich) bald feststellen wirst, spielen die Bestandteile eines Gesteins, welche sich von einem Magneten anziehen lassen, für die Gesteinsbestimmung kaum eine Rolle. Ich verstehe völlig, dass du von diesem Material fasziniert bist und ich kann (im Hinblick auf Meteorite bzw. den Wunsch so einen zu finden) auch dein Interesse für "Rost-Flecke" verstehen. ABER: All das wird Dich im Hinblick auf das von Dir ebenfalls angesterebte Verständnis für Gesteine und die damit in Verbindung stehende Fähigkeit der Gesteinsbestimmung nicht weiter bringen. Diese Verständnis ist aber DIE Grundlage dafür, ein Meteoriten (bzw. einen möglichen Kandidaten dafür) sicher von irdischen Gesteinen unterscheiden zu können. Es macht keinen Sinn das Pferd von hinten aufzuzäumen bzw. man muss erst das Laufen lernen bevor man mit dem Fliegen anfangen kann. :einaugeblinzel:

Gruß

Ingo

Stibitzi

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Re: Eine Basalt/Knolle ? und ein rostender Stein mit
« Antwort #21 am: Oktober 02, 2013, 11:34:39 vorm. »
Hallo lithorapor,
es geht mir nicht um Meteorite (kann man aufgrund der Witterungsverhältnisse hier sowieso nicht finden), sondern um Magnetismus. :gruebel: Es ist wie die neue Katze im Haus, die geht auch immer erst ums Haus in kleinem Radius später vergrößert sich der Radius. Steine habe ich schon immer gesammelt, aber da ging es mir um(für mich) aussergewöhnlich schöne Funde. Durch Zufall habe ich herausgefunden das auch Ostsee-Kiesel magnetische Anteile besitzen. Darüber hangele ich mich in die Materie (Vulkanismus, Geschiebe, Steinbestimmung). Es ist einfach an der Ostsee/Harz schöne "Steine" zu finden. Etwas anderes ist es "schöne" Steine auf dem Acker zu finden (sind sowieso alle erstmal Braun). Auch hier wie am Anfang beschrieben, findet sich ungewöhnliches, selbst einen mit Quarzkristallen durchsetzten oder einen braunen mit absolut glatter Oberfläche und einer Delle drin (Arbeitsstein?) habe ich gefunden.
Aber irgendwo muss man ja anfangen.
Also bitte nicht missverstehen.
Stibitzi :winke:

Offline lithoraptor

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Re: Eine Basalt/Knolle ? und ein rostender Stein mit
« Antwort #22 am: Oktober 02, 2013, 11:59:58 vorm. »
Gut, vorerst mein letzter Beitrag hier: Denke nicht, dass ich Dich falsch verstehe: Du willst Steine verstehen bzw. bestimmen - richtig oder falsch? Du möchtest wissen, was da in deinen Steinen glitzert und funkelt und warum, oder? Du hoffst etwas besonderes zu finden, richtig (ob nun Meteorit oder was anderes ist dabei nicht so wichtig)? Mineralien die vom Magneten angezogen werden und die Beschäftigung mit eben diesen ist dafür ein schlechter Anfang. Punkt.
Damit kann man sich beschäftigen, wenn man die Grundlagen hat. Wer die Grundlagen versteht, versteht auch welche Mineralien die vom Magneten angezogen werden können (und warum) in welchen Gesteinen überhaupt vorkommen können bzw. welche nicht und warum das so sein muss. Es wäre müssig und für Dich auch nicht zielführend, wenn man Dir bei jedem Stein, der mit den Magneten anziebare Minerale oder Rost-Flecke enthält, erklärt welche Minerale es sind bzw. nur sein können. Es hilft Dir auch nicht, wenn ich ein glänzendes Mineral in einem Fall Glimmer im anderen Bleiglanz nenne oder eben Pyrit, Biotit, Kupferkies oder gar Gold nenne, wenn Du nicht verstehst, wie ich darauf komme, dass es nun das Eine oder Andere ist. Lernen wirst Du dabei nichts und es wird Dich und uns auf Dauer nur frustrieren.

Daher mein Tipp: Fange klein an, lerne Grundlagen und Du wirst sehen, dass es sich am Ende für uns alle (aber eben besonders für Dich) auszahlen wird.

Gruß

Ingo

Offline Suevit

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Re: Eine Basalt/Knolle ? und ein rostender Stein mit
« Antwort #23 am: Oktober 02, 2013, 12:24:50 nachm. »
Hallo Stibitzi,

viel Text seit meinem letzten Beitrag vorhin, aber ich habe nicht verstanden, worum es Dir bei dem Magnetismus nun konkret geht... Dass es Mineralien gibt, die man mit Magneten anziehen kann, und welche, mit denen das nicht geht? Das ist eine hübsche Spielerei, mit der man sich im eigenen stillen Kämmerlein vortrefflich über die langen dunklen Winterabende beschäftigen kann - aber was willst Du uns diesbezüglich konkret zeigen, demonstrieren, oder fragen? Bisher lese ich nur immer: "Seht her, da ist etwas magnetisch!". Nur, was sollen wir Leser jetzt damit anfangen?

Du kennst sicher den Spruch "Wer einen Hammer hat, für den ist jedes Problem ein Nagel"? So ähnlich kommt mir das gerade mit Dir und dem Magneten vor. Gesteine, Mineralien, Bratpfannen, Münzen, Autos, Hosenknöpfe - alles magnetisch, aber Du wirst mir sicher zustimmen, dass diese Erkenntnis allein noch keine Systematik in die Welt bringt?

Meine Empfehlung daher: Verabschiede Dich beizeiten von dem Magneten und begib Dich zu denjenigen Merkmalen von Mineralien und Gesteinen, die es Dir erlauben, sie zu bestimmen und zu verstehen, was es mit ihnen auf sich hat. Frischer Bruch + Lupe + gutes Fachbuch...

Ich muss Ingo zustimmen, dass dieser Thread bestimmungsmäßig nicht besonders nahrhaft ist; ich persönlich finde aber, er eignet sich gut dazu, einmal herauszuarbeiten, wie naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinn an sich überhaupt funktioniert, und woran man im Gegensatz dazu Pseudoforschung erkennt.

Gruß,
Rainer

PS: Smileys sind keine Herdentiere  :einaugeblinzel:

Stibitzi

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Re: Eine Basalt/Knolle ? und ein rostender Stein mit
« Antwort #24 am: Oktober 02, 2013, 14:46:20 nachm. »
Zum Abschluß,
ich bin durch den Magnetismus (Eisengehalt) in Gesteinen auf der Suche nach Antworten gewesen. Wahrscheinlich habe ich meine Fragen nicht deutlich genug rübergebracht. Schade finde ich das unsereins (Blödies) immer in die Ecke Meteoriten-Jäger gedrängt wird. Es gibt auch noch Menschen die einfach nur Fragen haben und die Antworten suchen. Ich bin absoluter Laie daher meine Fragen auch blöd. Pardon. Antwort für alle die denen es genauso geht.http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenoolith#Eisen_als_Mineral
Machts gut
Stibitzi


Offline Suevit

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Re: Eine Basalt/Knolle ? und ein rostender Stein mit
« Antwort #25 am: Oktober 02, 2013, 16:25:25 nachm. »
Hallo Stibitzi,

Zitat
ich bin durch den Magnetismus (Eisengehalt) in Gesteinen auf der Suche nach Antworten gewesen.
Zum zehnten Mal: Antworten auf welche konkreten Fragen?

Zitat
Wahrscheinlich habe ich meine Fragen nicht deutlich genug rübergebracht.
Ja genau. Und statt das nach mehrfacher Aufforderung einfach mal zu tun, verabschiedest Du Dich jetzt beleidigt?

Zitat
Schade finde ich das unsereins (Blödies) immer in die Ecke Meteoriten-Jäger gedrängt wird.
Von "drängen" und "immer" lese ich in dem ganzen Thread nichts, sondern nur mal einen Hinweis, dass, falls bei Dir Interesse an Meteoriten bestehen sollte, Du dieses und jenes bedenken solltest.
Als Blödie hat Dich hier übrigens niemand bezeichnet.

Zitat
Es gibt auch noch Menschen die einfach nur Fragen haben und die Antworten suchen.
Das klingt ganz toll, aufgeklärt und aufgeschlossen und alles - ist aber völlig inhaltsleer.
Nochmal: Du hast ein paar Annahmen in den Raum gestellt (überwiegend Aussagesätze, sporadisch mit einem Fragezeichen garniert), und wir haben 1. Dir geantwortet, dass wir ohne weitere Informationen zu diesen Annahmen nichts belastbares sagen können, und 2. versucht Dir zu erklären, welche Informationen Du noch liefern müsstest, damit wir Dir weiterhelfen können. Auf beides bist Du nur insofern eingegangen, als Du einfach immer nur entgegnet hast, dass es nach Deinen Spielregeln zu gehen hat.

Wenn "Antworten suchen" für Dich bedeutet, dass man stur geradeaus rennt ohne nach links und rechts zu blicken und ohne die sich dabei auftuenden Umwege zu beachten, dann ist das schade, weil Du auf diese Weise wahrscheinlich weder bei wahrhaftigen Antworten ankommen, noch in der Breite dazulernen wirst. Gleiches gilt für Fragen, die so weit gefasst sind, dass die Antwort darauf Alles und Jedes ist. Jedenfalls hatte ich in der ganzen Diskussion das Gefühl, dass Du nicht mal wusstest, was Deine Fragen denn eigentlich konkret sind? Wenn dem so ist, dann lasse doch zu, dass andere Dich bei der Hand nehmen und leiten, warum fällt Vertrauen da so schwer?

Zitat
Ich bin absoluter Laie daher meine Fragen auch blöd.
Für einen absoluten Laien hast Du Dich aber mit bemerkenswerter Beharrlichkeit dagegen gewehrt, von denen etwas anzunehmen, die schon etwas fortgeschrittener sind. Davon abgesehen kannst Du uns diese Aussage nicht unterschieben. Du hast aber hoffentlich Verständnis dafür, dass es die Geduld schon ein wenig strapaziert, wenn man in der Hoffnung, dass man doch noch demnächst einen Schritt gemeinsam nach vorne gehen kann, eine ellenlange Nulldiskussion führt.

Zitat
Antwort für alle die denen es genauso geht.http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenoolith#Eisen_als_Mineral
Und das ist jetzt die Antwort auf genau welche Frage?

Ich wünsche Dir jedenfalls - und das aufrichtig und ironiefrei - dass Du noch die Anleitung findest, die Du benötigst, egal ob durch gute Literatur zum Thema oder durch einen Verein (oder beides), und sich Dir schließlich die faszinierende Welt der Geologie in ihrer ganzen Pracht erschließen möge.

Gruß,
Rainer

 

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