Autor Thema: 1001 Gestein - Geschiebe von den norddeutschen Küsten  (Gelesen 6277 mal)

Offline Met1998

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Re: 1001 Gestein - Geschiebe von den norddeutschen Küsten
« Antwort #45 am: Mai 01, 2018, 12:41:17 nachm. »
Damit das Forum weiter lebt:
Moin Geschiebefreunde,                        
boborit (Michael‘s) Thread 1001 Gestein...wird schlecht bedient, woran liegt es?
Wo die Küste ist, weiß doch jeder, und einen Fotoapparat/Handy, usw. hat man im Urlaub doch immer dabei!
Über den Daumen gepeilt  fehlen noch über 900 schöne Bilder, also die sinnvolle Alternative zur mengenmäßigen „Privatisierung“.

Ich gebe mir ja die größte Mühe, aber alleine schaffe ich 1001... nicht! Wo bleiben die Rügen Fotos von boborit, dem Thread-Eröffner – seine Antwort #13 ?

Nr. 8: Steinmännchen, Schwerkraft und Eigengewicht zeigen die Verbundenheit zur Küste!

Nr. 9: Nach nassen, schönen Strandsteinen bückt man sich doch ganz automatisch!

Nr. 10 „Verarmung der Strände“, kann man bei den 4 km langen „Massen“ sicherlich nicht sagen. Da weiß man gar nicht, wo man zuerst gucken/suchen soll!

Deshalb von mir demnächst noch einige Gesteine-Fotos nach den Winterstürmen im April 2018.
Falls Bezeichnungen geändert werden müssten, wäre ich den anwesenden Geologen und Geschiebe-Profis verbunden.   

Schönen 1. Mai wünscht  :prostbier:
Ehrfried   
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Offline Met1998

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Re: 1001 Gestein - Geschiebe von den norddeutschen Küsten
« Antwort #46 am: Mai 03, 2018, 11:20:53 vorm. »
Nun geht‘s los, Geschiebe gucken:  (ca. 21 Stck)

Nr. 11: 10 cm, Rätan Granit, grobkörniger, porophyrischer Granitoid mit großen,
rosa Kalifeldspäten und grünlichem Plagioklas.

Nr. 12: 7 cm, Porphyrischer Rapakiwi - Mischgefüge mit Übergang zum Pyterlit.
Wie Antwort #30, Bild 88_4 ???, oder „Unbekannte Geschiebe“,  Antwort 89 und 90
 
Nr. 13: 6 cm, Porphyrit??, mit weißen Plagioklaseinsprenglingen in feiner grau/grüner, Grundmasse.
Minerale sind mit der Lupe nicht zu erkennen.
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Offline Met1998

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Re: 1001 Gestein - Geschiebe von den norddeutschen Küsten
« Antwort #47 am: Mai 08, 2018, 09:23:25 vorm. »
Nr. 14: 14 cm, Gangporphyr -Typ Emarp?
Der sieht durch die zweifarbigen, rosa-roten Feldspäte, dem vergrüntem Plagioklas und dem blau/grauen, milchigen Quarz schön bunt aus.
Der wird im Herbst zum Handschmeichler passend gesägt und poliert.

Nr. 15: 6 cm, Aland Quarzporphyr

Nr. 16: 6 cm, Flivik Granit

Ehrfried  :winke:
« Letzte Änderung: Mai 08, 2018, 15:26:20 nachm. von karmaka »
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Offline karlov

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Re: 1001 Gestein - Geschiebe von den norddeutschen Küsten
« Antwort #48 am: Mai 08, 2018, 12:07:48 nachm. »
Moin Ehrfried,

Deine Beobachtungen sind teilweise zutreffend, manche Folgerungen problematisch.

11: "grobkörniger, porophyrischer Granitoid mit großen,
rosa Kalifeldspäten und grünlichem Plagioklas"
Genau, aber warum Rätan-Granit? Diese Gesteine, ich vermute mal Granodiorit oder Quarzmonzdiorit, gibt es an allen möglichen Ecken in Schweden, z.B. in NE-Smaland. Warum sollte das ein Rätan-Granit sein?

12: porphyrischer Rapakiwi-Granit mit idiomorphen Quarzen (s. Diskussion zum Begriff "pyterlitisch")

13: Porphyrit? Ohne Bruchfläche zur Feldspat/Mineralbestimmung würde ich da keine Ausage treffen. Die grünlichen Färbungen geben ein Hinweis darauf, dass es sich bei den kleinen Einsprenglingen um Plagioklas handeln könnte. Vielmehr als die Aussage: da ist wohl Plagioklas drin, ist denke ich vom Bild nicht möglich. Das ist dann nicht zwingend ein Porphyrit.

14: Dala-Porphyr Typ Emarp???  :eek: Ja, Smaland-Porphyr vom Typ Emarp.

15: Rapakiwi-Granit Typ "Aland-Granit" Genaue Herkunft aber unklar. Sind es in der Mehrzahl gerundete Alkalifeldspäte ohne Plagioklasringe, spricht man von Pyterlit. Das ist auf dem Bild nicht richtig zu erkennen. So richtig rund sie die meistens nicht.

16: mit fetten Titanit-Kristallen! Ist eher ein Granit vom Kinda-Typ mit den unvollständigen orangenen Plagioklas(?)-Ringen. Oder allgemeiner: titanithaltiger NE-Smaland-Granit.

 :hut:
karlov



Offline Met1998

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Re: 1001 Gestein - Geschiebe von den norddeutschen Küsten
« Antwort #49 am: Mai 08, 2018, 19:14:23 nachm. »
Hallo karlov,
danke für die Bestimmungen!  :super:
Zu Nr. 16:
Auf  http://www.kristallin.de/gesteine/minerale_12.htm
kann ich die fetten Titanit-Kristalle erkennen.
(braune bis dunkelbraune Kristalle, schlanke und spitz-rhombenförmiger Kristalle)
Aber bei mir - ich sehe mal wieder nix!
Außer:
Manchmal kommt Titanit weißlich zersetzt vor. Dann ist es allein seine Form, die auf das Mineral verweist,...

Der Stein lag schon im Kiesbett und ist stark „magnetisch“, deshalb hatte ich ihn, wie meine anderen zwei Flivik Granite, so benannt und nicht evtl. als Granit vom Kinda-Typ.
Deshalb werde ich den auch mal mit zur Spaltung und Politur nehmen, und nenne ihn nur noch Smaland Granit.

Und nächste Woche kommt wieder Nachschub!  :steinern:

Ehrfried  :hut:
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Offline karlov

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Re: 1001 Gestein - Geschiebe von den norddeutschen Küsten
« Antwort #50 am: Mai 09, 2018, 11:02:52 vorm. »
Genau, es sind diese gelblichen, spitz rhombenförigen Kristalle. In dieser Form ist Titanit ohne Lupe erkennbar. Ist er braun und unalteriert, erkennt man ihn viel schwieriger. Du kannst ihn ruhig Kinda-Granit nennen, solche Granite habe ich dort gefunden. Das neue Bild ist noch eindeutiger. Und wenn Smaland-Granit, dann ruhig NE-Smaland-Granit, weil dieses Erscheinungsbild, zumal mit viel Titanit, typisch für den Nordosten Smalands ist.

 :hut:
karlov

Offline Met1998

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Re: 1001 Gestein - Geschiebe von den norddeutschen Küsten
« Antwort #51 am: Mai 15, 2018, 20:05:52 nachm. »
Neue Woche, neue Gesteine:

Nr. 17: 10 cm, Bredvad Porphyr - ignimbritischer Typ, oder nur ein schlieriger Rhyolith? Dunkelrote Einsprenglinge in feinkörniger, schlieriger Grundmasse.

Nr. 18: 15 cm, Åland Ring-Quarzporphyr, die findet man recht häufig am Strand im Landkreis Rostock.

Nr. 19: 7 cm, Sandstein Fossil/Algen?. Mit 25%iger Essigsäure kein Aufschäumen. Ob die Ablagerungen unter der Oberfläche weiter verlaufen, wird sich beim Schnitt zeigen.   

 :hut:
Ehrfried
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