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Fundstücke => unbekannte Gesteine, auch meteoritenverdächtige => Thema gestartet von: Socksdryer am August 22, 2010, 12:48:47 nachm.

Titel: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 12:48:47 nachm.
Meine Uroma hat mir einen Meteoriten vermacht der 1956 in Kaltenborn (ein Dorf nähe Cottbus/Guben) gefallen ist.

Ist wohl ein Eisenmeteorit da er magnetisch ist und an einen Stellen, vor allem da wo er aufliegt (in einem Setzkasten) noch sehr schön silbrig glänzt.

Ich habe hier nun viele Meteoriten gesehen und alle sind Schwarz überzogen.
Meiner ist allerdings eher Messingfarben.

MfG Socks
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: MarkV am August 22, 2010, 13:04:53 nachm.
Hallo Socks,
stell am besten mal ein Bild davon ins Forum.

Aus 1956 ist aber kein Meteoritenfall bei Cottbus bekannt. Von daher wurde deiner offenbar nie wissenschaftlich untersucht und solange er das nicht ist, ist es auch kein offizieller Meteorit. Zudem sind Eisenfälle extrem selten. Von daher halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass es sich um einen Meteoriten handelt. Aber du kannst ja mal ein Bild einstellen.

Grüsse,
Mark
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 13:38:39 nachm.
So, hab mal ein paar Bilder von meinem Steinchen gemacht.

Oben, unten und die Brustelle.

Mir wurde erzählt er ist zerbrochen als man ihn fand und mein Uropa hat als bester Freund die zweite Hälfte bekommen.

http://img696.imageshack.us/gal.php?g=dsc00353pf.jpg

Die Bilder sind recht groß, könnte also eine Minute dauern.

MfG Socks

edit: Meine Besserwissende Mutter meint das ist nicht Messingfarben sondern eher Gräulich silbern... ;)
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Mettmann am August 22, 2010, 14:00:07 nachm.
Holla,

das ist mal etwas besseres, im Vergleich zu dem, was wir im Forum sonst vorgesetzt bekommen.

Auf den ersten Blick sieht es schon sehr nach Sikhote-Alin aus.
Etwas störend sind allerdings die Löchlein und Poren.
Ein Plus sind die kleinen Lienchen aussendran, die wie Flow-Lines ausschauen.

Dem Stück wurde an einer Seite Gewalt angetan, wo es abgebrochen ist.
Dieser Bruch scheint nicht frischer zu sein, also wenns ein Meteorit ist, dann von einem größeren Schauer.

Meine Vermutung wäre daher, ein typischer Sikhote-Alin,
der, wenn die Geschichte einen wahren Kern enthält, seinen Weg nach Cottbus gefunden hat,
und um den allerdings im Laufe der Zeit und über die Personen eine kleine Familienlegende gesponnen wurde.

Warnhinweis:  Den Du absolut nicht persönlich nehmen sollst, aber leider wird es halt doch immer wieder versucht:
Daß Leute bekannte und billige Meteorite kaufen und behaupten, sie seien in Deutschland gefunden worden oder gefallen,
da deutsche Meteorite wesentlich teurer gehandelt werden.
Solche Versuche fliegen stets auf bei den routinemäßig vorgeschriebenen Analysen und Messungen, die die spezialisierten Institute vornehmen, bevor und damit ein Meteorit offiziell anerkannt wird. Diese Untersuchungen sind sehr teuer und kosten einige Tausend Euro Steuergeld. Daher ist von solchen Versuchen tunlichst abzusehen.

 :prostbier:
Mettmann
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Plagioklas am August 22, 2010, 14:11:47 nachm.
Beim ersten Bild hab ich auch an Flowlines gedacht, jedoch die anderen beiden Bilder haben mich umgestimmt.

Es scheint wohl doch eher Schlacke zu sein, wobei diese, wie gekochte und abkühlende Milch, ein Häutchen bekam, welches sich beim fließen geknittert hat und so die Flowlines bildete.

Ein paar weitere Bilder könnten da schon mehr aufschluss geben.
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 14:12:52 nachm.
Könnr ihr mir vielleicht noch sagen, oder mir einen Link geben was ein Sikhote-Alin ist?
Auf Wikipedia werde ich nur auf ein chinesisches Gebirge weitergeleitet :)

So, also die Geschichte darum glaube ich persönlich, meine Uroma wird sich sowas ja wohl nicht einfach ausgedacht haben.

Wie gesagt, der Stein war bei seinem Fund im Garten des Freundes (ist übrigens tagsüber heruntergegangen) in zwei Stücke zerbrochen und ein Teil befindet sich jetzt in meinem Besitz.

Verkaufen werde ich ihn eh nicht, da der idelle Wert den materiellen Wert mit Sicherheit um einiges übersteigt ;)

MfG Socks

edit: was für Bilder wären denn noch Aufschlussreich? Ich habe ihn ja schon von den markantesten Seiten fotografiert
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: MetGold am August 22, 2010, 14:20:50 nachm.
Hallo Socks,

auch von mir ein Willkommen. Hilfreich wäre es, wenn du die Löcher etwas größer und scharf abfotografieren könntest. Mal ein Querschläger ist zwar selten aber so viele an einem Stück.  :gruebel:

Wenn du   Meteorite Sikhote-Alin   bei Google eingibst kommt eine Flut von Antworten und Bildern!


 :winken:   MetGold
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Mettmann am August 22, 2010, 14:25:10 nachm.
Sikhote-Alin ist der größte Eisenmeteoritenfall in der Geschichte,
der sich in dem gleichnamigen Gebirge 1947 in Sibirien zugetragen hat.

Zugleich ist er der massereichste Fall überhaupt, rund 100 Tonnen sind runtergekommen, darunter unzählige kleine Stückchen, die so aussehen wie Deines.
Von der Masse hergesehen, ist praktisch jeder zehnte-fuffzehnte Meteorit auf Erden in den Sammlungen ein Sikhote-Alin
und diese sind sehr leicht und billig käuflich zugänglich und zu erwerben.

Schmeiß einfach mal in die Bildersuche beim Google "Sikhote-Alin" rein.

Ich sehe der Erfahrung nach zwo Möglichkeiten.
Entweder es ist kein Meteorit - denn diese kleinen Löchlein drin findet man eigentlich nicht bei Eisenmeteoriten
(in dem Fall aber großes Lob, denn er sieht wirklich sehr wie ein Meteorit aus)
oder es wird ein Sikhote-Alin sein.

 :prostbier:
Mettmann
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: MarkV am August 22, 2010, 14:36:18 nachm.
Hallo,
na das sieht doch auf den ersten Blick schon mal nach Meteorit aus. Auf den zweiten Blick gibt es allerdings einige Schönheitsfehler:

- die schon erwähnten kleinen Löcher in der Kruste (sind auf dem Bild leider unscharf), sind für Meteorite untypisch
- die Kruste ist für einen Eisenmeteoriten ungewöhnlich. Normalerweise haben Eisenmeteorite nicht so eine deutliche Kruste. An einer Stelle sieht es fast so aus als könnte sie abblättern.
- in einigen Vertiefungen findet sich keine Kruste
- für einen Sikhote ist die Kruste zu bräunlich (ich hab allerdings einen Ziz mit so einer leicht bronzefarbenen Kruste)

Von daher glaube ich nicht, dass es ein Sikhote ist. Vermutlich ist es gar kein Meteorit. Aber ich denke hier würde sich ein genauerer Blick (anschneiden, anätzen) lohnen. Mal schauen was die Eisenexperten im Forum dazu sagen.

Grüsse,
Mark

Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 14:42:48 nachm.
Also, wenn mit Kruste das weiße gemeint ist, es ist tatsächlich an manchen Stellen nicht sehr fest drauf.

Allerdings denke ich das es auch eine nachträgliche chemische Reaktion sein könnte. Wie der Stein vor 2000 (da habe ich ihn bekommen) gelagert wurde weiß ich nicht.

Ich habe noch zwei Fotos gemacht aus anderen Winkeln, schärfer gehts leider nicht, da spielt die Digicam nichtmehr mit.

http://img690.imageshack.us/gal.php?g=dsc00362bm.jpg

Auf jeden Fall danke für alle Antworten, ist wirklich spannend :)

MfG Socks

Edit: Ganz wichtig, ich hab mich oben mit dem Datum vertan, es war 1958, nicht 56.
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: MetGold am August 22, 2010, 14:55:01 nachm.
Hallo Socks,

haben wir eigentlich schon über die magnetische Anziehung gesprochen?

Wenn du einen einfachen Kühlschrankmagneten nimmst, wird er da stark, geradeso oder gar nicht angezogen ???
Oder hab ich das überlesen?

 :winken:  MetGold
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 14:59:21 nachm.
Hast du überlesen, wird stark angezogen, also genauso wie bei jeder anderen metallischen Oberfläche (habs mal an nem Hammerkopf mit dem gleichen Magneten verglichen)
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: MarkV am August 22, 2010, 14:59:29 nachm.
Hallo Socks,
also deine Bilder sind super.

Hier sieht man oben diese vielen kleinen Löcher. Sowas hab ich noch nie bei einem Meteoriten gesehen. Hab eben nochmal einige Sikhotes und andere Eisen aus meiner Sammlung angeschaut. Von daher spricht das eher nicht für einen Meteoriten.
http://img830.imageshack.us/img830/9530/dsc00366wo.jpg

Mit Kruste meine ich schon die messingfarbene Oberfläche mit den Fliesslinien drin. An den Bruchstellen und um einige "Vertiefungen" sieht man einen krassen Unterschied zwischen der Kruste und dem Inneren, als wenn die Kruste eine millimeterdünne Schicht ist, die man fast abblättern könnte. Das ist für Eisenmeteorite auch eher untypisch. Aber rein vom Bild her könnte ich nicht ausschliessen, dass es vielleicht doch ein Meteorit ist. Von daher meine ich, dass es sich lohnt, den mal anzuschneiden. Aber mal abwarten was unsere Eisenexperten Mirko und Andi dazu sagen.

Grüsse,
Mark
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: MetGold am August 22, 2010, 15:09:13 nachm.
Hallo,

warum traut sich eigentlich heute keiner das Wort "Eisen-Schlacke" mit in die Waageschale zu werfen ??? - Ich weiß schon, wegen der willkommenen Ähnlichkeit mit einem Sikhote,


 :winken:   MetGold
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 15:12:31 nachm.
Also der Eindruck täuscht, die Messingfarbene Oberfläche ist fest drauf, aber wie du schon meintest nur einige Mikrometer dick (Millimeter ist übertrieben)

Was mir mehr Sorgen bereitet sind die kleinen Poren. Sie sind nicht sehr ausgeprägt und auch nicht sooo viele aber eben vorhanden.
Genau deswegen ist Schlacke ebenso wahrscheinlich, was natürlich äusserst Schade wäre.

Einen Anschliff oder eine Ätzung werde ich erstmal wohl nicht machen ;)

MfG

Edit: Die Poren sind sehr klein (<1mm) und treten nicht überall auf
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: gsac am August 22, 2010, 15:14:43 nachm.
Mmmh, schwer zu sagen: wenn ich mich auf Anhieb entscheiden müsste, würde
ich eher contra als pro schätzen, wenn es um die Frage geht: ist es ein Meteorit?

Wenn es ein Sikhote wäre, woher kommen dann die Löcher? Nun gut, es gab mal
eine lange Diskussion über sekundäre Mikrometeoriteneinschläge beim S-A während
einer der letzten Bruchphasen kurz vor dem Einschlag (Mikroteilchen schlagen auf
den noch am Rand aufgeschmolzenen Meteoriten ein, kurz vor Ende der Ablation),
aber es gibt meines Wissens nur sehr wenig Belegstücke, die dies dokumentieren,
und dies auch nicht durch derart häufig auftretende Löchlein/Vertiefungen.

Ansägen und testen (lassen) wäre jetzt wohl der nächste konkrete Schritt, um
überhaupt erst einmal festzustellen, ob es ein Meteorit oder ein irdisches Produkt
aus einem Verhüttungsprozess ist o.ä....

Mit einem Meteoritenfall aus 1958 hat es ganz sicher nix zu tun. Der Meteorit von
Ramsdorf ist in jenem Jahr in NRW gefallen, aber das war ein Typ-L6-Steinmeteorit.

Alex
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Mettmann am August 22, 2010, 15:20:36 nachm.
Zitat
warum traut sich eigentlich heute keiner das Wort "Eisen-Schlacke" mit in die Waageschale zu werfen ???


Weil das endlich mal ein Fundstück ist, daß einem Meteoriten richtig ähnlich sieht,
wennde bedenkst, wasmer üblicherweise für einen Krempel vorgesetzt bekommen,
dann ist das wirklich mal etwas, wo man mit Fug und Recht fragen kann, obs was sein könnt  :winke:

...phh erst gestern hat mir einer 27MB-Bilder unaufgefordert gemailt,
wo aber rein gar nix dabei ist, wo man überhaupt auf die Idee kommen könnt, daß es ein Mett ist.

Nja schneiden - würde man in diesem Fall nicht herumkommen, wenn man rausfinden wöllte, was es ist.
Vielleicht an der einen Bruchseite..

 :prostbier:
Mettmann
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 15:24:27 nachm.
Wie oder wo könnte man ihn denn ansägen lassen und was würde mich das kosten?

Mein Interesse ist auf jeden Fall geweckt :)

MfG Socks
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: gsac am August 22, 2010, 15:29:57 nachm.
Das wäre, wenn Du keine eigene Säge oder Testmittel hast, eine Frage an
die Eisenspezialisten hier im Forum, von denen einer sich ja vielleicht bereit
erklärt, das für Dich kostenlos durchzuführen. d. h. natürlich schon gegen
Erstattung der Versand- und sonstigen Rohkosten, die so etwas verursacht.

Ich kann´s nicht, aber vielleicht meldet sich hier jemand, der es kann.
Ansonsten müsstest Du es an eines der Institute schicken, die sich mit
solchen Dingen beschäftigen (Münster, Berlin..). Aber auch Rückporto
beilegen für den Rückversand, ehe sie es dort ganz fix auf dem Müllhaufen
entsorgen, wenn es sich als nichtmeteoritisch herausstellen sollte.

Alex
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: MetGold am August 22, 2010, 15:32:36 nachm.
Hallo Socks,

viele von uns Met-Leuten haben eine Diamantsäge, wo sie ohne große Schnittverluste einen Teil deiner Wahl abschneiden könnten. Am besten du findest einen in deiner Nähe, da bin ich aber etwas überfragt.

Bei mir wären die Bedingungen:  Einschreibebrief (damit bei Verlust nicht behauptet werden kann, ich hätte ihn mir unter den Nagel gerissen und beigelegtes Rückporto!
Scheidekosten = 0  wird unter Hobby abgerechnet.  :einaugeblinzel:


 :winken:   MetGold
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: gsac am August 22, 2010, 15:41:08 nachm.
Na, Socks, das ist doch ein wirklich sehr feines Angebot unseres Forumsgründers und -chefs!  :super:
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 15:41:52 nachm.
In meiner Nähe ist etwas relativ, ich pendele zwischen den Städten Guben (alternativ Cottbus), Dresden und Nürnberg sehr häufig.

Ansonsten per Brief wäre auch kein Problem.

MfG Socks
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: MetGold am August 22, 2010, 15:51:53 nachm.
Hallo,

in unserer Karte, wo jeder der will, seinen Standort eintragen kann, ist bei Guben nur unser "Endmoränenausbeuter" H5P6 eingetragen - vielleicht versuchst du es mal mit ihm ???

:angst:   MetGold
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 15:57:22 nachm.
Sry, bin wie gesagt sehr neu und hab dieses Feature noch nicht entdeckt *g*

Danke für den Hinweis!
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: DCOM am August 22, 2010, 20:50:02 nachm.
Unwahrscheinlich, dass es sich bei Eisen mit gasblasenartigen, porösen Strukturen um einen Meteoriten handelt. IMAO deutet dies eher auf Schlacke hin.

Weitere Auskünfte könnte die Dichte geben. Die sollte bei einem Eisenmeteoriten bei 7,5-8 g/cm³ liegen. Wenn es sich um Schlacke handelt, müsste die Dichte deutlich niedriger (vielleicht so um die 3-4 g/cm³) liegen.

 :prostbier:
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: DCOM am August 22, 2010, 20:59:48 nachm.
Und immer wieder aufs Neue empfehlenswert: der Nickeltest...

Nickel wird üblicherweise nur in anspruchsvollen Edelstählen verarbeitet (z.B. V2A, "Superlegierungen"), aber so gut wie nicht in Industriestählen. Wenn man also Nickel findet, liegt mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Meteorit vor.  
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 21:52:10 nachm.
Also, ich hab ihn mal ausgemessen und bin auf ~8cm³ gekommen. 50 - 60 gramm sind meiner Schätzung nach im rahmen des möglichen (hab leider keine Küchenwaage da, das Material ist aber recht schwer)

Das mit dem Nickelschnelltest ist eine super Idee. Werd morgen früh gleich mal in die Apotheke gehen.
Da werd ich die Damen auch gleich mal überreden den zu wiegen, sowas machen die bestimmt auch nicht alle Tage :)

Vielen Dank dafür

MfG Socks

Übrigens: Wenns jetzt nur Schlacke sein sollte ist es auch nicht so schlimm, hab ich wenigstens ein schönes Stück davon ^^
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: lithoraptor am August 22, 2010, 21:58:53 nachm.
Moin Socksdryer!

Beim ersten Bild hab ich auch an Flowlines gedacht, jedoch die anderen beiden Bilder haben mich umgestimmt.
So ist es mir im Übrigen auch ergangen! Bin mal gespannt, was die Dichtebestimmung ergeben wird.

Gruß

Ingo
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 22:02:49 nachm.
Das ist genau der Punkt, ich brauch ja zum bestimmen der Dichte das ungefähre Volumen. Das habe ich mir schonmal errechnet bzw. ausgemessen für morgen wo ich den Stein wiege.

Ein positiver Punkt ist das ich das Gewicht mit einer 33g Gewürzpackung verglichen habe und der Stein deutlich schwerer ist (bei einer Dichte von 4g/cm³ würde er ~30g wiegen), evtl. sogar schwerer als 66g (2 Packungen)

Allerdings ist das natürlich wieder subjektiv, morgen krieg ichs genau raus.
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: ironsforever am August 22, 2010, 22:04:23 nachm.
Hallo Socksdryer,

bis auf die kleinen Löchlein und den weißen Belag sieht das Teil schon verdächtig nach Met aus, wenngleich die Wahrscheinlichkeit, dass es ein deutscher Fall ist, äußerst gering ist. Hast Du noch eine Geschichte dazu in Petto? Du schreibst, es sei von einem Fall die Rede gewesen. Gibt es einen Zeugenbericht, von dem Du gehört hast? Wenn ja, was genau hat der Zeuge beobachtet? Wurde von akustischen Ereignissen berichtet?

Gruß,
Andi :prostbier:
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: lithoraptor am August 22, 2010, 22:06:23 nachm.
Moin!

Ja, Sorry! Hast ja nix von Dichte geschrieben, sondern nur eine Schätzung des Volumens gegeben. Hatte ich erst nach dem Drücken des "Senden-Knopfes" gesehen bzw. habe ich mich vorher verlesen. Habs aber schon korrigiert!

Gruß :prostbier:

Ingo
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 22:22:50 nachm.
Also was Zeugenberichte angeht kann ich da nur auf eine Handgeschriebene "Urkunde" zurückgreifen die mir meine Uroma zusammen mit dem Stein vermacht hat.
Ist ein bischen auf Alt und Mysteriös gemacht (Blatt mit verbrannten Seiten und Wachssiegel), weswegen ich da nicht weiß ob die Beschreibung des Falls 100% akkurat ist.
Auf jeden Fall ne schöne Geschichte für mich damals ein Super Geschenk!

Geschrieben hat sie:
"Es war ein wolkenloser sonniger Tag des Jahres 1958, um die Mittagszeit. Der Besitzer, [lass ich weg], genoß die Mittagsruhe als plötzlich ein greller Blitz mit einem Donnerschlag niederging. Erschrocken ging er nach draußen, um zu sehen ob ein Gewitter am Himmel zu sehen ist. Er sah zu seinem Erstaunen, dass vom Dachfirst bis zur Erde eine verkohlte Spur lief. Neugierig grub er an der Einschlagsstelle nach und fand mich, die Sternschnuppe, als edles Metall, silberhell glänzend und in 2 Stücke geteilt. ..."

Wie gesagt weiß ich nicht was an der Geschichte beschönigt wurde, aber eine witzige Idee auf jeden Fall.

MfG Socks
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: MetGold am August 22, 2010, 22:37:26 nachm.
Hallo Socks,

am meisten mißfällt mir das "silberhell glänzende", denn die dunkle Schmelzkruste entsteht ja während des Fluges und nicht nach dem Aufheben!

 :winken:   MetGold
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: ironsforever am August 22, 2010, 22:43:02 nachm.
Zitat
"Es war ein wolkenloser sonniger Tag des Jahres 1958, um die Mittagszeit. Der Besitzer, [lass ich weg], genoß die Mittagsruhe als plötzlich ein greller Blitz mit einem Donnerschlag niederging. Erschrocken ging er nach draußen, um zu sehen ob ein Gewitter am Himmel zu sehen ist. Er sah zu seinem Erstaunen, dass vom Dachfirst bis zur Erde eine verkohlte Spur lief. Neugierig grub er an der Einschlagsstelle nach und fand mich, die Sternschnuppe, als edles Metall, silberhell glänzend und in 2 Stücke geteilt. ..."

Hallo Socks,

das klingt gut, denn i.d.R. ist ein Met-Fall auch von Donnergrollen oder Knattern begleitet. Bin gespannt, wass uns der Nickeltest offenbart. Gleichwohl ist´s doch eher unwahrscheinlich, dass es ein Met ist angesichts der wenigen anerkannten deutschen Mets, die es gibt (49 sinds, zumindest lt. Metbull: http://tin.er.usgs.gov/meteor/metbull.php?sea=&sfor=names&ants=&falls=&valids=&stype=contains&lrec=50&map=ge&browse=&country=Germany&srt=name&categ=All&mblist=All&rect=&phot=&snew=0&pnt=Normal table&dr=&page=2).

Gruß,
Andi :prostbier:
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: lithoraptor am August 22, 2010, 22:43:10 nachm.
Moin Leute!

Also für mich klingt das Ganze doch eher so, als hätte die Uroma nach einem tollen und originellen Geschenk gesucht und dieses in (einem evtl. authentischen) Meteoriten gefunden. Um der Sache aber noch etwas Würze zu verpassen, hat sie dann diese Geschichte erfunden und auf einem (auf alt getrimmten) Dokument verewigt. Das Geschenk ist demnach wohl sehr gut angekommen und nur das zählt doch wirklich.

Nur leider kann man schon an der Geschichte erkennen, dass es sich so niemals wirklich zugetragen haben kann (eine verkohlte Spur kann so ein Stück nicht hinterlassen haben) und das Geschenk, so gut es gemeint war, trägt jetzt ungeahnte Früchte der Verwirrung, da es nun zu ernst genommen wird.

Gruß

Ingo
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 22, 2010, 22:55:44 nachm.
Ich glaube mittlerweile auch nichtmehr so wirklich daran das es sich um einen Met handelt, allerdings kann man ja noch ein paar einfache Tests machen die ich mir natürlich nicht entgehen lasse!

Der Text kann auch eher peotisch gemeint sein, denn a) war meine Oma da auch schon um die 90 und b) enthält er doch mehr Sätze die von Ewigkeit und Gedenken handeln.

Ich hatte auf jeden Fall nen spassigen/spannenden Tag und danke euch für eure Hilfe :)
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 23, 2010, 11:31:06 vorm.
Update:
Also das Gewicht liegt, wie ich schon vermutet hatte, bei 55,53g

bei 8cm³ wäre das eine Dichte von 6,94g/cm³

Allerdings habe ich das Volumen nur grob berechnet.

Heute kommen noch die Nickel Teststreifen, welche leider nicht vorrätig waren und evtl. wird mein Steinchen noch aufgesägt.

Hier schonmal einen großen Dank an H5P6 der sich sofort bereiterklärt hat mich zu treffen!

MfG Socks
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: ben.g am August 23, 2010, 12:48:26 nachm.
Hallo Socks

Das Volumen kannst du ziemlich genau bestimmen, indem du die Wasserverdrängung misst.
Den Stein in ein randvolles Gefäß legen, das überlaufende Wasser auffangen und dann in einem Messbecher mit feiner Skala das Volumen ablesen. Oder alternativ das übergelaufene Wasser wiegen und auf Volumen umrechnen (1g=1ml)

...an H5P6 der sich sofort bereiterklärt hat mich zu treffen!
Dazu sag ich jetzt mal nix...

Gruß
Ben
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Mettmann am August 23, 2010, 13:53:40 nachm.
Zitat
Das Volumen kannst du ziemlich genau bestimmen, indem du die Wasserverdrängung misst.

Und wenn man das mit einem frisch gefallenen Steinmeteoriten macht, kommt man umgehend in die Meteoritenhölle.
Da nimmst statt Wasser Alkohol und da niemand soviel Alkohol daheim zur Hand hat,
dreht man den Stein in einen wasserdichten Plastikbeutel ein, darauf achtend, daß keine Luft mit eingeschlossen ist.

>als plötzlich ein greller Blitz mit einem Donnerschlag niederging

Schallphänomen ist immer gut.
Gar nicht gut ist der Blitz, da die Leuchterscheinung stets in noch etlich km Höhe endet und die Steine nicht mehr leuchtend noch viele Dutzend km weit fliegen, bevorse einschlagen.

 :prostbier:

Mettmann
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: ben.g am August 23, 2010, 14:19:33 nachm.
Zitat
Das Volumen kannst du ziemlich genau bestimmen, indem du die Wasserverdrängung misst.

Und wenn man das mit einem frisch gefallenen Steinmeteoriten macht, kommt man umgehend in die Meteoritenhölle. [...]
...dreht man den Stein in einen wasserdichten Plastikbeutel ein, darauf achtend, daß keine Luft mit eingeschlossen ist.

Selbstredend. Das vergaß ich zu erwähnen.
Frischhaltefolie geht erfahrungsgemäß auch. Ist dünn, lässt sich passend kürzen, passt sich dem Met an, haftet aneinander und lässt kein Wasser durch. Allerdings beim Wiederauswickeln etwas frickelig. Da muss man dann etwas aufpassen, dass das gute Teil nicht doch noch nass wird. Wenn es allerdings tatsächlich ein Sikhote ist, dann beeindruckt den das Wasser sowieso nicht besonders.

Gruß
Ben

Dumm ist jetzt, dass ich keine rechte Idee habe womit ich gleich meinen tausendsten Beitrag würdig füllen könnte...   :gruebel:
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: gsac am August 23, 2010, 14:51:51 nachm.
Dumm ist jetzt, dass ich keine rechte Idee habe womit ich gleich meinen tausendsten Beitrag würdig füllen könnte...   :gruebel:

:fluester: Würdig könnte z. B. eine Bereitschaftserklärung sein, auch nach Wien zu reisen....  :wow:
[Und wenn das erst Dein 1001. Beiträg wäre, auch gut, weil Deine Beiträge immer gut sind!]
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: ben.g am August 23, 2010, 15:58:09 nachm.
Hallo.  :winke:

Na, vielleicht passt das ja für die Nr. 1000:
Falls sich der Stein hier dann doch als nichtmeteoritisch herausstellen sollte, bekommt "Socks" von mir als Trostplaster zwei, zwar kleine, aber dafür dann garantiert echte Meteorite geschenkt und portofrei zugeschickt. Ich denke da evtl. an einen kleinen Sikhote zum Vergleich und an ein geschnittenes Steinscheibchen für den Blick ins Innere.

Gruß
Ben

Zitat
Würdig könnte z. B. eine Bereitschaftserklärung sein, auch nach Wien zu reisen....
[Und wenn das erst Dein 1001. Beiträg wäre, auch gut, weil Deine Beiträge immer gut sind!]
Oh, ein hohes Lob aus berufenem Munde. Das habe ich aber garnicht verdient.
Leider wird das nix mit Wien. Seit ich vor drei Jahren meine "Berufung" gewechselt habe, kann ich keinen Urlaub mehr nehmen. Heisst nicht, dass ich keinen Urlaub mehr habe. Der heisst jetzt halt nur anders: Ferien. Und die liegen nun mal fest.

Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: lithoraptor am August 23, 2010, 16:18:54 nachm.
Moin!

 :super: Ben! :applaus:
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 23, 2010, 16:52:55 nachm.
Sooo, leider hab ich immernoch keine Nickeltests.. :/
Dauert noch bis 18 Uhr sagt die Apotheke.

Also ich habe das Steinchen jetzt an der kleinen Bruchstelle Schleifen und Ätzen lassen.
Das sah dann so aus:
http://img841.imageshack.us/i/schleifstelle.jpg/ (http://img841.imageshack.us/i/schleifstelle.jpg/)

Leider sieht man garnichts ausser das Metall und kleinen Schleifspuren. Die Säure hat mit dem Metall garnicht erst reagiert (60%ige Salpetersäure).

Das lässt also jetzt auf sehr hoch legiertes Metall schließen  :gruebel:

Mal schauen ob ihr euch darauf was zusammenreimen könnt.

Hier nochmal die Fakten so far:
-magnetisch
-Dichte ca. 7g/cm³
-kleine Poren an der Oberfläche/Bruchstelle
-Der Bruch ist ein Gewaltbruch
-kleine Linien auf der Oberfläche -> höchstwahrscheinlich durch Spannungen beim erkalten entstanden

MfG Socks

edit: Danke nochmal an ben.g für die guten Tipps und das Angebot :)

Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: lithoraptor am August 23, 2010, 17:32:43 nachm.
Moin!

Ohh, schon geätzt - mit 60%iger Salpertersäure :dizzy: . Hmmm sieht aber merkwürdig aus. Ich sehe da zumindest keine Widmänner..., aber wenn es etwa ein Sikhote ist (was ich noch nicht so recht glauben möchte), dann sollte man die auch nicht erwarten - zumindest nicht bei einer so kleinen Fläche.

Gruß

Ingo
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: gsac am August 23, 2010, 18:13:44 nachm.
Na, vielleicht passt das ja für die Nr. 1000:
Falls sich der Stein hier dann doch als nichtmeteoritisch herausstellen sollte, bekommt "Socks" von mir als Trostplaster zwei, zwar kleine, aber dafür dann garantiert echte Meteorite geschenkt und portofrei zugeschickt. Ich denke da evtl. an einen kleinen Sikhote zum Vergleich und an ein geschnittenes Steinscheibchen für den Blick ins Innere.

Glückwunsch, Herr Generaldirektor - ein wahrhaft würdiger Einstand!  :super:

(PS: das mit dem Urlaub kenne ich nur zu gut! So unter der Woche funzt
das bei mir auch nur deshalb, weil ich dort zufällig beruflich bedingt bin..)


Alex
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: APE am August 23, 2010, 18:42:50 nachm.
Hallo Socks,

auf jeden Fall solltest Du es vom Fachmann ätzen lassen oder den Wissenschaftler für weitere Untersuchungen zur Verfügung stellen, auch wenn es kein Meteorit sein sollte, so kann man es aus der Ferne und nur per Foto wirklich nicht unterscheiden ob Top oder Flop. (Außerdem ist die Fläche viel zu klein ...)
Und Du siehst ja, wir sind alle ganz gespannt was das nun wirklich ist. Toll das Du Dich hier gemeldet hast, denn Langeweile verbreitest Du hier nicht! Das werden Dir die Mitarbeiter im Institut bestimmt auch sagen ...

Ganz abgesehen davon, ob Du uns da einen Meteoriten zeigst oder nicht, ist es nicht sehr wahrscheinlich, daß es 1958 zu einem Meteoritenfall dort bei Cottbus in dieser Gegend gekommen ist. Ein solches Ereingis ist so auffällig, daß es von so vielen Leuten bemerkt werden würde, daß Du selbst in den Tageszeitungen von damals eine Nachricht darüber finden mußt. Normalerweise verschwindet der Meteorit spurlos aber nicht der detonierende Meteor, den kann man nicht ignorieren, selbst wenn die meisten Leute schlafen ...

Socks, wer auch immer Du bist, Du muß immer an die Glaubwürdigkeit denken und dieser Wert ist für Dich und Deine Geschichte mit diesem Fundstück hier noch weit im Keller. Aber bitte verstehe mich nicht falsch, Du mußt ja nicht alles hier öffentlich in einem Forum ausdiskutieren. Aber wenn Du es machen möchtest, und das sieht für mich zumindest so aus, dann sei stets offen mit allem, denn wir machen ja keine fröhliche schätze mal Runde. Wir wollen ja zum Schluß eine Lösung bekommen und laut AHA rufen.

Also Fakten, Fakten, Fakten und ein paar Argumente mehr ...
Und ich fang jetzt lieber nicht an den Text der Omma genau zu diskutieren, ABER was wollen wir mit einer Geschichte, die nicht mal eine konkrete Zeit- bzw. Datumsangabe macht!
Wenn das alles ist, was zu berichten war, dann haste mit dem Zettel schon mal was für den Skat zum Drücken. Denn das glaubt Dir nicht mal die Merkel, obwohl ich bei ihr glaube, das die gegen Wissen immun ist ...

 :user:
Thomas
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 23, 2010, 19:20:29 nachm.
Soo,

erstmal danke APE für deinen Beitrag. Ich habe immer versucht so offen und ehrlich zu sein wie es nur geht. Ich wurde nach der Geschichte gefragt, nach Augenzeugenberichten, etc. Mir ist selber klar das die Geschichte nicht die glaubwürdigste ist, aber ich habe einfach alles darüber veröffentlicht was ich darüber weiß, bzw. ich habe jeden Fortschritt aufgeschrieben und mit mindestens einem Bild dokumentiert.
Die ehemaligen Besitzer kann ich leider nichtmehr fragen das sie leider nichtmehr unter uns weilen.


So, ich habe mich an den Nickeltest gewagt (squarix biotechnology - Nickel-Test sensitiv)

Mein erstes Stäbchen war leider nur... ähm braun, mag daran liegen das ich den Stein noch nicht wirklich gereinigt habe.

Das zweite Stäbchen ist allerdings weiß geblieben, nur an der Watte knapp über dem Stiel hat es sich leicht rosa gefärbt. Ist das normal? Also die Fläche womit ich gerieben habe ist weiterhin weiß, aber an einer anderen Stelle wird die rosa-Färbung immer deutlicher.
Leider kann ich davon keine Bilder machen weil das Licht mittlerweile beschissen ist und selbst Mittags würde ich bezweifeln das man das auf nem Foto anständig sieht.

MfG Matthias
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: gsac am August 23, 2010, 20:07:46 nachm.
Ich habe immer versucht so offen und ehrlich zu sein wie es nur geht. Ich wurde nach der Geschichte gefragt, nach Augenzeugenberichten, etc. Mir ist selber klar das die Geschichte nicht die glaubwürdigste ist, aber ich habe einfach alles darüber veröffentlicht was ich darüber weiß, bzw. ich habe jeden Fortschritt aufgeschrieben und mit mindestens einem Bild dokumentiert. Die ehemaligen Besitzer kann ich leider nichtmehr fragen das sie leider nichtmehr unter uns weilen.

Du hast das bisher ganz vorbildlich gemacht, "Sockentrockner"! Bei so manch Anderem, der
ein Exemplar zur Diskussion stellt, würde man sich diese Art von Kooperation wünschen!  :super:

:hut: Alex
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: ganimet am August 23, 2010, 23:30:58 nachm.
Hallo Socks,

......

Socks, wer auch immer Du bist, Du muß immer an die Glaubwürdigkeit denken und dieser Wert ist für Dich und Deine Geschichte mit diesem Fundstück hier noch weit im Keller. Aber bitte verstehe mich nicht falsch, Du mußt ja nicht alles hier öffentlich in einem Forum ausdiskutieren. Aber wenn Du es machen möchtest, und das sieht für mich zumindest so aus, dann sei stets offen mit allem, denn wir machen ja keine fröhliche schätze mal Runde. Wir wollen ja zum Schluß eine Lösung bekommen und laut AHA rufen.

Also Fakten, Fakten, Fakten und ein paar Argumente mehr ...
Und ich fang jetzt lieber nicht an den Text der Omma genau zu diskutieren, ABER was wollen wir mit einer Geschichte, die nicht mal eine konkrete Zeit- bzw. Datumsangabe macht!
Wenn das alles ist, was zu berichten war, dann haste mit dem Zettel schon mal was für den Skat zum Drücken. Denn das glaubt Dir nicht mal die Merkel, obwohl ich bei ihr glaube, das die gegen Wissen immun ist ...

 :user:
Thomas

Thomas !!!! Was ist Dir den heute über die Leber gelaufen  :gruebel: :unfassbar:

Gruß,

Andreas
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: DCOM am August 24, 2010, 01:09:51 vorm.
Hallo Socks

Das Volumen kannst du ziemlich genau bestimmen, indem du die Wasserverdrängung misst.
Den Stein in ein randvolles Gefäß legen, das überlaufende Wasser auffangen und dann in einem Messbecher mit feiner Skala das Volumen ablesen. Oder alternativ das übergelaufene Wasser wiegen und auf Volumen umrechnen (1g=1ml)

Viiiiiiel einfacher!  :einaugeblinzel:

Knotest an einem Bleistift einen Faden fest, wickelst den auf und knotest am anderen Ende das Eisen fest. Dann legst den Bleistift quer über einen Becher, der mit Wasser gefüllt ist. Den Becher stellst dann samt Bleistift + Eisen auf die Waage und drückst die Tara-Taste. Nun wickelst den Faden langsam ab, bis das Eisen komplett ins Wasser eintaucht. Die Waage zeigt nun direkt das Gewicht des verdrängten Wassers an, was unter Standardbedingungen dem Volumen des Eisens entspricht. Dann wiegst den Stein im trockenen Zustand und dividierst durchs Volumen. Voilà, hast die Dichte.

Allerdings brauchst dann schon eine kleine elektronische Waage, die auf 0,1 Gramm genau wiegt.

Grüße, D.U. :prostbier:
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: DCOM am August 24, 2010, 01:14:00 vorm.
Update:
Also das Gewicht liegt, wie ich schon vermutet hatte, bei 55,53g

bei 8cm³ wäre das eine Dichte von 6,94g/cm³

Allerdings habe ich das Volumen nur grob berechnet.

Heute kommen noch die Nickel Teststreifen, welche leider nicht vorrätig waren und evtl. wird mein Steinchen noch aufgesägt.

Hier schonmal einen großen Dank an H5P6 der sich sofort bereiterklärt hat mich zu treffen!

MfG Socks

Auf unseren Hanno ist halt Verlass!  :super:

Ansägen und ätzen ist der zuverlässigste Nachweis - Widmänner kann man nicht fälschen. Es sei denn, es ist ein Ataxit, dann sieht man wieder nix...  :einaugeblinzel:

Edit: Geh Schmarrn, des ist ja gar nicht der Hanno. Sorry, wie peinlich...  :schmollen:
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: DCOM am August 24, 2010, 01:21:35 vorm.
Socks, wer auch immer Du bist, Du muß immer an die Glaubwürdigkeit denken und dieser Wert ist für Dich und Deine Geschichte mit diesem Fundstück hier noch weit im Keller. Aber bitte verstehe mich nicht falsch, Du mußt ja nicht alles hier öffentlich in einem Forum ausdiskutieren.

Komisch. Wozu ist denn ein Meteoriten-Forum sonst da? Und was hat das mit Glaubwürdigkeit zu tun?  :gruebel:
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 24, 2010, 01:59:23 vorm.
Socks, wer auch immer Du bist, Du muß immer an die Glaubwürdigkeit denken und dieser Wert ist für Dich und Deine Geschichte mit diesem Fundstück hier noch weit im Keller. Aber bitte verstehe mich nicht falsch, Du mußt ja nicht alles hier öffentlich in einem Forum ausdiskutieren.

Komisch. Wozu ist denn ein Meteoriten-Forum sonst da? Und was hat das mit Glaubwürdigkeit zu tun?  :gruebel:

Ich glaube er bezog sich auf die mir zugetragene Geschichte vom Stein.
Wie gesagt, ich versuche hier niemandem einen Bären aufzubinden/jemanden von irgendwas zu überzeugen.

Ich habe lediglich der Vollständigkeit halber reingeschrieben was mir erzählt wurde zur Herkunft. Ich selbst habe keine Ahnung, ich weiß nur das er sich seit 15 Jahren in meinem Besitz befindet.

MfG Matthias

PS: mit den Nickel-Teststreifen kennt sich hier wohl keiner gut aus? :( Dazu hat noch garkeiner etwas geschrieben
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Andyr am August 24, 2010, 08:43:44 vorm.
Sooo, leider hab ich immernoch keine Nickeltests.. :/
Dauert noch bis 18 Uhr sagt die Apotheke.

Also ich habe das Steinchen jetzt an der kleinen Bruchstelle Schleifen und Ätzen lassen.
Das sah dann so aus:
http://img841.imageshack.us/i/schleifstelle.jpg/ (http://img841.imageshack.us/i/schleifstelle.jpg/)

Leider sieht man garnichts ausser das Metall und kleinen Schleifspuren. Die Säure hat mit dem Metall garnicht erst reagiert (60%ige Salpetersäure).

Das lässt also jetzt auf sehr hoch legiertes Metall schließen  :gruebel:

Mal schauen ob ihr euch darauf was zusammenreimen könnt.

Hier nochmal die Fakten so far:
-magnetisch
-Dichte ca. 7g/cm³
-kleine Poren an der Oberfläche/Bruchstelle
-Der Bruch ist ein Gewaltbruch
-kleine Linien auf der Oberfläche -> höchstwahrscheinlich durch Spannungen beim erkalten entstanden

MfG Socks

edit: Danke nochmal an ben.g für die guten Tipps und das Angebot :)



Bei höher legierten Metallen (z.B. hoher Ni-Gehalt) neigt konzentrierte Salpetersäure dazu, das Metall zu passivieren (sprich es bildet sich eine passivierende Oxidschicht; HNO3 ist schließlich auch ein Oxidationsmittel).
Probier es besser mal mit verdünnter Salpetersäure.
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Socksdryer am August 24, 2010, 19:04:40 nachm.
Soooo...

Also ich habe nochmal meinen Opa gefragt, der einzige lebende Zeitzeuge.

Er hat mir eine etwas andere Geschichte erzählt, allerdings ist dabei gleich geblieben das es ein Meteorit ist und bei einem Freund der Familie in Kaltenborn gefallen ist.

Bei der Zeit ist er sich nicht sicher, allerdings meinte er das es während des Krieges war, da sein Vater (mein Uropa/der Besitzer) damals in einem Rüstungswerk gearbeitet hat und es einmal dort testen lassen wollte.

MfG Matthias
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: APE am August 25, 2010, 02:33:14 vorm.

Thomas !!!! Was ist Dir den heute über die Leber gelaufen  :gruebel: :unfassbar:


Eigentlich habe ich überhaupt keine Zeit für eine Diskussion mit so weinigen Fakten, aber wenn ich so lese wie schwach diese hier geführt wird, da haben sich alle meine Nackenhaare aufgestellt. Da mußte ich was sagen.

Und wenn ich heute Nacht mit diskutieren anfange, dann geht es gar nicht in erster Linie darum die Situation für Socksdryer zu verbessern, sondern die in diesem Forum.

Zum Beispiel:
Nickeltest:  Leute, vor allem die, die hier zu allem was zu sagen haben und sich doch auskennen, es gibt eine Suchfunktion! Bitte warum sagt das hier keiner dem Neuling. Und wir haben nun wirklich schon so oft genau darüber gesprochen und Erfahrungen ausgetauscht, wie schlecht der Teststreifen für Nickel funktioniert.
weiter ...
Ich kann es nicht glauben, was war das den für ein Tip?!

in unserer Karte, wo jeder der will, seinen Standort eintragen kann, ist bei Guben nur unser "Endmoränenausbeuter" H5P6 eingetragen - vielleicht versuchst du es mal mit ihm ???


Es wurde von einem Laien um Hilfe gebeten, weil es möglicherweise um einen echten Meteoriten geht und dann das! Matthias, bei H5P6 findest Du keine Hilfe, wenn es um Meteorite geht!

Und ich kann auch MetGold und andere verstehen, die dieses Thema als nicht mehr so wichtig ansehen, weil dieses Fundstück und seine Geschichte aus Erfahrung sehr zum Zweifeln anregen. Die, die wirklich was verstehen, um zu entscheiden, ist es einer oder nicht, sind müde geworden jedes mal irgend welchen Leuten ausdauernd und genau zu erklären, das sie leider kein Meteoriten in der Hand haben. Es werden viele denken: Och nicht schon wieder! Schreiben kurz was oder gar nicht. Wie ICH!!! :groll: Und Matthias, dich trifft überhaupt keine Schuld an dieser Situation, es sei den Du willst uns absichtlich an der Nase herum führen. Aber darum geht es jetzt gar nicht. Ich glaube Dir, daß Du ehrlich bist und Hilfe suchst. Trotzdem mußte ich es hier deutlich ansprechen, denn Glaubwürdigkeit ist ein wichtiger Punkt, wenn es um angebliche Meteoritenfunde in Deutschland geht. Glaube mir, es gäbe die verrücktesten Geschichten zu erzählen ... die würden auch den Naivsten zum Nachdenken bringen.

Matthias was ich meine ist, das alle hier schon lange erkannt haben, das man aus der Ferne niemals Deinen Fund genau bestimmen kann. Du mußt Dich jetzt entscheiden, wie weit Du gehen willst, denn auch du allein wirst die Lösung nicht hervorbringen können. Du braucht jemanden der sich mit Eisenmeteorite auskennt und diese auch klassifizieren kann oder wenigstens einen Fachmann für Meteorite, der Deinen Fund untersuchen kann und zweifelsfrei erkennen kann ob Schlacke oder Meteorit. Alles andere bringt Dir und diesem Forum nichts. Und glaube mir, es gibt nur sehr wenige Leute die Dir in Deutschland helfen können und die wirst Du nicht in deiner Nähe finden. MetGold sein Vorschlag mit dem Einschreibenbrief und Rückporto abzulehnen, war eine schnelle Entscheidung.  Doch letztlich bleibt dir dann nur noch eine lange Fahrt nach Berlin, Göttingen, Münster, Mains, München ... puh wo noch? Helft mir mal ...

Socks, wer auch immer Du bist, Du muß immer an die Glaubwürdigkeit denken und dieser Wert ist für Dich und Deine Geschichte mit diesem Fundstück hier noch weit im Keller. Aber bitte verstehe mich nicht falsch, Du mußt ja nicht alles hier öffentlich in einem Forum ausdiskutieren.

Komisch. Wozu ist denn ein Meteoriten-Forum sonst da? Und was hat das mit Glaubwürdigkeit zu tun?  :gruebel:

Also bei dieser Antwort, wußte ich wirklich nicht ob ich jetzt lachen oder heulen sollte! Aber ich finde es ja schön das dir persönlich dieses Forum so viel Spaß macht und Du diese Diskussionen mit manchem Unbekannten vermissen würdest. Nur das Leben finden draußen statt und nicht ausschließlich in einem oder speziell in diesem Forum. Mag sein das ein Forum und seine Mitglieder auf neue Themen angewiesen ist (sind), aber das hat nichts damit zu tun, daß uns hier jeder alles erzählen muß was er gerade tut und denkt ...

Also mir würde es jetzt jedenfalls zu diesem Fundstück reichen, wenn nach den Untersuchungen eine Meldung von Matthias kommt: Habe es in diesem Labor untersuchen lassen und die meinen es war so etwas. Fertig aus. Der nächste bitte ...

Aber ich will Euch nicht vom schreiben abhalten. hihi so ein Irrglaube, das würde ich doch nie schaffen.
Wetten!?
 :user:
Thomas
:gnacht:
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: Mettmann am August 25, 2010, 03:19:04 vorm.
Hallo Matthias,

ich möchte mich für den Beitrag des Vorredners bei Dir entschuldigen.

Denk Dir nix. Die zwei Jahrhunderte bevor die heißen und kalten Wüsten für die Meteoritensuche erschlossen waren,
setzte sich das Weltinventar an Meteoriten zum größten Teil aus ebensolchen "Laienfunden" zusammen
und die Wissenschaft war in der Tat auf solche Funde angewiesen. Die großen Museen wären heute ziemlich leer,
ohne die meteoritischen Laien
und selbstredend ist auch heute noch Konsens in der Wissenschaft, daß man die Bevölkerung dazu anhalten solle,
mögliche Meteoriten aufzufinden.

Du hast es genau richtig gemacht,
Dich mit Deinem Stück hier an das Forum gewandt und uns alles darüber erzählt, was Du weißt.

Etliche hier im Forum, die Webseiten über Meteorite betreiben oder hauptberuflich mit Meteoriten befaßt sind,
sind es gewohnt, praktisch täglich Funde vermeintlicher Meteorite gezeigt zu bekommen
und sie werden übereinstimmen, daß der Deinige einer der ganz wenigen ist, der einem Meteoriten so ähnlich sieht,
daß es sich lohnt, genauer hinzuschauen.

An dem unreifen Posting meines Vorredners solltest Du Dich nicht allzu sehr stören,
es wäre ja widersinnig; wenn alle Fakten schon bestimmt wären, hättest Du Dich ja gar nicht an das Forum wenden müssen.
Auch sind die Begleitumstände und die Geschichte zu diesem Stück für die Frage, ob es ein Meteorit ist, völlig sekundär,
wenn es darum geht, dem Stück auf den Zahn zu fühlen. Dito interessiert erstmal die "Glaubwürdigkeit" des Präsentators nicht die Bohne, wenn es darum geht, einen Stein darauf zu prüfen, ob es ein Meteorit sein kann.

Vorbildlich hast Du die ersten einfachen Tests selbst durchgeführt,
die jeder Fachmann als erstes vornimmt,
denn anders als jener APE geht man am Anfang nach einfachen Ausschlußverfahren vor.

Z.B. ist ein Objekt durch und durch metallisch, reagiert aber nicht auf einen Magneten,
so weiß man sofort, daß es kein Meteorit ist.
Sieht ein Stück nach einem Eisenmeteorit aus, so wie Deines, hat aber nicht die hohe Dichte wie ein Eisenmeteorit,
ist erwiesen, daß es keiner ist.

Nun die Ergebnisse sind der geartet, daß man trotzdem noch einmal genauer nachschauen sollte,
auch wenn es natürlich unwahrscheinlich ist, daß es ein Meteorit ist.

Dazu wäre es zunächst völlig übertrieben, das Stück aufwändig (und teuer) an den wenigen spezialisierten Unis in D untersuchen zu lassen.
Hier im Forum gibt es mehrere Mitglieder, die Eisenmeteorite regelmäßig fachmännisch präparieren und auch in der Lage sind, mögliche neue Eisenmeteorite zu erkennen (da es Teil ihres Berufes ist).

Diese würden Dein Stück fachgerecht schneiden, polieren, ätzen und ggfs. auch einen Nickeltest durchführen (die aus den Apotheken sollen keine besonders eindeutige Ergebnisse produzieren),
also genau das machen, was man als allererstes an den Fachinstituten auch machen würde,
und dann würde man schon sehen, ob eine weitere Untersuchung überhaupt notwendig ist.

Das, was der Vorredner eben auch nicht weiß, ist, daß die Meteoritensammler und der private Meteoritensektor eine wichtige Funktion ausüben, nämlich erste Anlaufstelle für vermeintliche Meteoritenfunde zu sein und die Vorsortierung vorzunehmen, was sich überhaupt zu einer detailiierteren Untersuchung qualifiziert und so von den eh schon überlasteten Instituten und Wissenschaftlern, das riesige Gros an höchst irdischen Funden abzuhalten.
Andernfalls würden sich in den Instituten die Kisten stapeln mit Erdensteinen, die die Leut für Meteorite halten.

Aus der eigenen Praxis gesprochen,
ich würds mir doch sehr wünschen, wenn es unter den "Laien"findern mehr gäbe, die so vernünftig und umsichtig sind
wie der Matthias.

 :prostbier:
Mettmann
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: ironsforever am August 25, 2010, 08:59:13 vorm.
Zitat
Zitat von: darwin upheaval am Gestern um 01:21:35
Zitat von: APE am August 23, 2010, 18:42:50 nachm.
Socks, wer auch immer Du bist, Du muß immer an die Glaubwürdigkeit denken und dieser Wert ist für Dich und Deine Geschichte mit diesem Fundstück hier noch weit im Keller. Aber bitte verstehe mich nicht falsch, Du mußt ja nicht alles hier öffentlich in einem Forum ausdiskutieren.


Komisch. Wozu ist denn ein Meteoriten-Forum sonst da? Und was hat das mit Glaubwürdigkeit zu tun?  


Also bei dieser Antwort, wußte ich wirklich nicht ob ich jetzt lachen oder heulen sollte! Aber ich finde es ja schön das dir persönlich dieses Forum so viel Spaß macht und Du diese Diskussionen mit manchem Unbekannten vermissen würdest. Nur das Leben finden draußen statt und nicht ausschließlich in einem oder speziell in diesem Forum. Mag sein das ein Forum und seine Mitglieder auf neue Themen angewiesen ist (sind), aber das hat nichts damit zu tun, daß uns hier jeder alles erzählen muß was er gerade tut und denkt ...

Hallo Thomas,

hattest Du uns hier nicht auch schon erzählt, was Du grade tust oder denkst? So an die 1.000 Mal? Ich fand die Diskussion um Matthias´Objekt sehr spannend, gerade weil er mal was Außergewöhnliches präsentierte. Dabei stellt sich m.E. auch nicht die Frage, wo das Leben stattfindet.

Ich bin mal kurz Weinen :crying:

Gruß,
Andi :prostbier:
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: gsac am August 25, 2010, 22:00:38 nachm.
Nur das Leben finden draußen statt und nicht ausschließlich in einem oder speziell in diesem Forum.
Mag sein das ein Forum und seine Mitglieder auf neue Themen angewiesen ist (sind), aber das hat
nichts damit zu tun, daß uns hier jeder alles erzählen muß was er gerade tut und denkt ...

Sorry, Thomas, wenn ich mich hier nun doch in diese Diskussion einmische als "Vielschreiber" in diesem
von mir sehr geschätzten Forum. Ich wollte das auf der persönlichen Ebene gar nicht tun, aber das ist
nun doch fällig: so ein Forum lebt doch davon, daß hier Leute erzählen, was sie denken und tun, also
genau die Dinge machen, die Du mit Deinem obigen Statement ganz klar infrage stellst.

Wäre dem nicht so, könnte man vielleicht ein "wissenschaftliches" Forum daraus machen, wo einzig und
allein etwas seelenlos über die Fortschritte in der Meteoriterei und am Rande noch über diejenigen berichtet
wird, die sich diesem Prozess verschreiben. Wäre das Dein Wunsch? War das die Intention des Admin, als er
dieses Forum gründete? Bitte investiere einen Gedanken daran, und vielleicht auch einen zweiten...

Zum konkreten Fall: ich habe es bereits weiter oben ausgedrückt und es stimmt auch - der Matthias hat,
als meteoritischer Laie, der sich hier eine Auskunft einholen wollte, wirklich alles richtig, und ich wie schon
schrieb, vorbildlich getan.

Man sollte dies nicht infrage stellen, wirklich nicht! Und zur Not sage ich dies, auch wenn mich sonst hier
viele nicht verstehen mögen hin und wieder, mit meiner bescheidenen Backpulver-power als Foren-Veteran!

Howgh!
:winke: Alex  :belehr:
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: MetGold am August 26, 2010, 07:06:25 vorm.
Thema wird in kürze zu "Unbekannte Gesteine" verschoben!

MetGold
Titel: Re: Laienfrage zu Schicht um Meteorit
Beitrag von: DCOM am August 26, 2010, 12:26:21 nachm.

Thomas !!!! Was ist Dir den heute über die Leber gelaufen  :gruebel: :unfassbar:


Eigentlich habe ich überhaupt keine Zeit für eine Diskussion mit so weinigen Fakten, aber wenn ich so lese wie schwach diese hier geführt wird, da haben sich alle meine Nackenhaare aufgestellt. Da mußte ich was sagen.

Warum, das ist doch vergeudete Zeit. Schließlich findet Leben draußen statt, nicht im Forum. Und es muss hier ja auch ein APE nicht alles erzählen, was er gerade tut und denkt ...

Ist schon fast amüsant, der Selbstwiderspruch: Sich über Diskussionen in Foren beklagen, aber selbst an die 1000 Postings schreiben. Wenn Du das Leben draußen viel spannender findest, dann frage ich mich, warum Du auf schwache Argumente noch schwächere Kommentare schreibst, statt Dich in Deinen Elfenbeinturm zurückzuziehen und Forenmitglieder, die ernst gemeinte Fragen stellen, in Frieden zu lassen.

So, dass musste ich auch mal loswerden (Just my 0,02 €)  :prostbier:

(Andi hat sich weitaus diplomatischer ausgedrückt, aber ich sage halt oft gerne mal direkt, was ich denke...)


SCNR  :weissefahne: