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Meteoriten => Meteorite => Thema gestartet von: metcollector am Februar 09, 2007, 21:37:00 nachm.

Titel: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: metcollector am Februar 09, 2007, 21:37:00 nachm.
Hallo,
ich bin hier neu und wünsche einmal allen alles Gute, und habe auch gleich ein Diskussionsthema, welches vielleicht für uns Sammler interessant ist.
Was haltet Ihr davon in eiszeitlichen Schottern (z.B. im Wiener Raum) nach Meteoriten zu suchen, z.B. in Schottergruben. Wäre doch vom Prinzip her ähnlich gelagert wie die Meteoritenfunde in der Antarktis. Dort müßte es doch eine Anreicherung von meteoritischen Material geben. Ich weis schon ist wie das suchen nach der berühmten Nadel im Heuhaufen, aber es könnte gehen.
Danke
lG
Christopher
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: Plagioklas am Februar 09, 2007, 22:58:26 nachm.
Hallo,
ja gehen könnte es, aber du wirst wohl nur Limonitkugeln finden, und welche davon mal ein Met war, können nicht mal die Wissenschaftler rausfinden. Nur selten sind die Schotter konserviert, um empfindliches Material zu erhalten. Hier in bremen in extrem sulfidhaltigen Sanden an einer einzigen Fundstelle (Wo auch heut noch pyrit an bzw. kurz unter der erdoberfläche wächst) ist einer der wenigen Fundorte, wo primäres eiszeitlich transportiertes Erz mit glück zu finden ist. Ich hatte aber nur einmal das glück etwas Galenit (Stark verwittert) mit fluorit in Quarz zu finden. Ein Meteorit dürfte aber komplett vom metallischen Eisen befreit sein  dh. eisen findet man sicher nicht, und steinmeteoriten müssten durch fette rostkrusten oder gar massive betonharte durch rost fixierte sandklumpen umgeben sein.
Gruß
Plagioklas
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: metcollector am Februar 09, 2007, 23:12:09 nachm.
Hallo,
ja gehen könnte es, aber du wirst wohl nur Limonitkugeln finden, und welche davon mal ein Met war, können nicht mal die Wissenschaftler rausfinden. Nur selten sind die Schotter konserviert, um empfindliches Material zu erhalten. Hier in bremen in extrem sulfidhaltigen Sanden an einer einzigen Fundstelle (Wo auch heut noch pyrit an bzw. kurz unter der erdoberfläche wächst) ist einer der wenigen Fundorte, wo primäres eiszeitlich transportiertes Erz mit glück zu finden ist. Ich hatte aber nur einmal das glück etwas Galenit (Stark verwittert) mit fluorit in Quarz zu finden. Ein Meteorit dürfte aber komplett vom metallischen Eisen befreit sein  dh. eisen findet man sicher nicht, und steinmeteoriten müssten durch fette rostkrusten oder gar massive betonharte durch rost fixierte sandklumpen umgeben sein.
Gruß
Plagioklas

Ich habe dies natürlich schon einmal probiert und meine Frau und ich haben nach langem suchen zwei Steine gefunden, einer davon zeigt unter dem Mikroskop so etwas wie Chondren (ob es welche sind kann ich nicht eindeutig sagen), der Stein ist leicht magnetisch, hat ein spezifisches Gewicht von 3.5.   (http://met1.jpg) Bin mal gespannt was ihr zu diesem Stein sagt, hat im übrigen ein Gesamtgewicht von ca. 5g. Das spezifsche Gewicht habe ich mittels Wasserverdrängung und Eppendorfpipette festgestellt.
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: Mettmann am Februar 10, 2007, 01:09:07 vorm.
Der Konzentrationsmechanismus in der Antarktis ist höchst eigentümlich,
ich seh da nicht, was jener mit eiszeitlichen Geschieben gemein haben könnt:
http://geology.cwru.edu/~ansmet/why_ant/index.html

(Apropos Wasserverdrängung, uuuuh nicht auszudenken, wenn man einen frischen Fall ins Wasser schmeißt....iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieh!!!)

Mettmann
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: MetGold am Februar 10, 2007, 06:19:51 vorm.
Hallo Christopher,

ich habe bei Chondriten immer das Problem die Chondren von außen zu erkennen.  :dizzy:  Im Schnitt sollten sie jedoch bei einem "anständigen" Chondriten zu sehen sein, oder/und ein paar Eisenpixel - zumindest die Rostflecken der ehemaligen Pixel. (siehe unten, Bilder aber nicht unbedingt typisch) 
:fluester: Andererseits ist dein Bild etwas zu klein, um genaueres sehen zu können.
Dann kommen noch die Zweifel über Chancen bei aktiver Suche in solchen Gebieten dazu. Haben wir hier an anderer Stelle schonmal tief beleuchtet, weiß aber momentan nicht genau wo. Vielleicht von der Startseite unter dem Suchwort "Eiszeit" auffindbar !?

 :winke:  MetGold   :alter:

P.S. vor und nach Smileys immer ein Leerzeichen !!!
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: metcollector am Februar 10, 2007, 10:01:07 vorm.
Hallo Christopher,

ich habe bei Chondriten immer das Problem die Chondren von außen zu erkennen.  :dizzy:  Im Schnitt sollten sie jedoch bei einem "anständigen" Chondriten zu sehen sein, oder/und ein paar Eisenpixel - zumindest die Rostflecken der ehemaligen Pixel. (siehe unten, Bilder aber nicht unbedingt typisch) 
:fluester: Andererseits ist dein Bild etwas zu klein, um genaueres sehen zu können.
Dann kommen noch die Zweifel über Chancen bei aktiver Suche in solchen Gebieten dazu. Haben wir hier an anderer Stelle schonmal tief beleuchtet, weiß aber momentan nicht genau wo. Vielleicht von der Startseite unter dem Suchwort "Eiszeit" auffindbar !?

 :winke:  MetGold   :alter:

P.S. vor und nach Smileys immer ein Leerzeichen !!!
------------------------
P.S. habe hier dein gelöschtes "Ende Zitat" wieder eingefügt !!!

Ich versuche es mit etwas größeren Bildern, leider macht es mir hier die KB Größe und meine Digi Kamera im Nahbereich auch nicht gerade leicht. Im übrigen mit Salzsäure beträufelt schäumt der Stein nicht auf. Wie gesagt bin gespannt ob ihr mehr herauslesen könnt.

Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: MetGold am Februar 10, 2007, 11:03:09 vorm.
Hallo Christopher,

wenn du deine Dichtemessung von 3,5 auf 5,3 korrigieren könntest, würde ich definitiv auf Hämatit plädieren. Mach doch mal eine Strichprobe: Am rauhen unteren Rand eines weißen Porzellantellers reiben .... Hämatit hat eine braunrote Strichfarbe .....  Die Bruch- oder Schnittfläche müßten wir groß und scharf sehen, wenn sie allerdings, wie mir scheint genauso dunkel ist wie die Außenseite siehts schon ziemlich mau aus. Die Außenfläche kann wenn terminlich-eiszeitlich sowieso keine Schmelzkruste mehr sein.

 :winke:  MetGold   :alter: 
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: MeteoritenanundVerkauf am Februar 10, 2007, 12:43:52 nachm.
Hallo, Hab mir mal erlaubt was vom Met Bul heraus zu kopieren:    :fluester:

DISCOVERY OF THE LANGWIES, SWITZERLAND, STONY METEORITE

Name: LANGWIES

Place of find: 500 meters south of the village of Langwies, canton Graubunden, Switzerland.

46°49'N., 9°43'E.

Date of find: 19 May, 1985

Class and type: Stone. Olivine-bronzite chondrite (H6). Olivine Fa18_6.

Number of individual

specimens: 1

Total weight: 16.5 g

Circumstances of find: Found in a glacial moraine by W Zeitschel. The specimen is partly crusted and weathered.

Source: N. and W Zeitschel, P.O. Box 2340, D-6450 Hanau 1, West Germany.

Also: Das mit der Gletschersuche ist zumindest erfolg versprechender als sonstwo rum zu turnen. Vielleicht findet wer ja mal n richtigen Oschi !?  Der hätt dann mit Sicherheit auch noch gutes Material drinnen...      :super:
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: MeteoritenanundVerkauf am Februar 10, 2007, 12:53:26 nachm.
Langwies war im übrigen der 6. Schweizer Meteorit.....
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: MetGold am Februar 10, 2007, 14:04:09 nachm.
Hallo Michael,

bist du etwa der Glückliche, den Walter das Stück verkauft hat - er will/darf es ja nicht verraten ?

 :winke:  MetGold   :alter:
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: metcollector am Februar 10, 2007, 15:30:05 nachm.
Hallo Christopher,

wenn du deine Dichtemessung von 3,5 auf 5,3 korrigieren könntest, würde ich definitiv auf Hämatit plädieren. Mach doch mal eine Strichprobe: Am rauhen unteren Rand eines weißen Porzellantellers reiben .... Hämatit hat eine braunrote Strichfarbe .....  Die Bruch- oder Schnittfläche müßten wir groß und scharf sehen, wenn sie allerdings, wie mir scheint genauso dunkel ist wie die Außenseite siehts schon ziemlich mau aus. Die Außenfläche kann wenn terminlich-eiszeitlich sowieso keine Schmelzkruste mehr sein.

 :winke:  MetGold   :alter: 

Danke
für Deine Anwort, die Dichte ist definitv bei 3.5, die Strichprobe ergibt einen hellbraunen Strich, jedoch ergibt sich die auch bei einem echten Meteoriten ein dunkelbrauner Strich. Eine SaU001-Teilscheibe ergibt im übrigen an der verwitterten Außenseite einen hellbraunen Strich, habe ich gerade ausprobiert. Im übrigen werde ich noch ein paar Fotos versuchen und sie in das Forum stellen. Wenn es Euch recht, ich habe noch 2 ungeklärte Meteoriten/wrongs (die zwei sind aber gekauft und nicht gefunden) in meiner Sammlung (von 450 Meteoriten) von denen ich nicht genau weis wo ich sie einordnen soll, auch dort werde ich noch Fotos machen und sie einstellen.

Danke auf jeden Fall für die Hilfe.
lG
Christopher

So lustigerweise erlaubt meine Digicam Fotos vom Binokular, Nahaufnahmen vom Objekt sind aber nicht möglich. Habe nun die Schnittfläche durch das Binokular fotografiert und stelle es hier ein. Der Bildausschnitt ist ca. 8mm im Durchmesser. Schaut schon verdammt einem verwitterten Chondriten ähnlich, aber bitte um Meinungen.
lG
Christopher
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: pallasit am Februar 10, 2007, 19:52:10 nachm.
Hallo Christopher,

Zuerst mal auch von meiner Seite herzlich Willkommen im Forum.  :winke:

Es wäre schön auch in unseren Breiten Stellen zu finden wo Meteoriten etwas häufiger auftreten.

Bei deinen ersten Bildern hab ich eigentlich nichts erkannt. Bei deinem letzten Bild, durchs Binokular, finde ich auch kein Ausschlußkriterium. Ich für meinen Teil kann deshalb sagen, es könnte einer sein.  :eek:

Wenn du öfters in Schottergruben suchst, kann ich dir eventuell einen Tipp geben. Ich habe fast 7 Jahre Qualitätsüberwachung auch in Kies- Splitt- und Schotterwerken gemacht. Dabei habe ich die Werke gut kennengelernt. Es wird oft mit Kegelbrechern gearbeitet. Die sind zwar recht robust, jedoch mit Eisenstücken kommen sie nicht zurecht. Deshalb haben diese Werke, oft sogar am Hauptförderband, einen großen Magneten. Er soll den ganzen Eisenschrott abfangen. Dieser Magnet wird natürlich gereinigt. Meist steht ein Eimer mit diesen Schrottteilen neben dem Förderband. Ich selbst habe leider keinen Eisenmeteoriten gefunden, jedoch mehrere Früheisenzeitliche Schwertklingen mit diversen Kleinteilen, Kanonenkugeln (die Panzergranate haben die Profis mitgenommen an der hatte ich kein Interesse). Brav wie ich bin, habe ich das meiste am Landesdenkmalamt abgegeben.
Die großen Kieswerke am Oberrhein haben im Jahr 600 – 800.000 t Materialdurchsatz. Da kann schon mal was hängenbleiben. Damals habe ich dummerweise nur die größeren Stücke genauer angesehen. Es lohnt sich sicher auch das ganze feine Kleinzeug mitzunehmen um dann zu Hause auf Nickel zu testen.

Grüße Willi
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: Aurum am Februar 10, 2007, 20:59:56 nachm.
Hallo Willi

Dein Beitrag über die Kiesgruben hat mich irgendwie Elektrisiert . hier in meiner Umgebung sind mehrere Kisgruben aber dort habe ich noch keinen Schreder gesehn .

Was meinst du wie die readgieren würden wenn ich dort mal nachfragen würde ob ich mir hin und wieder mal den Eisenabfall ansehen dürfte ?

Viele Grüsse Lutz  :winke:
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: metcollector am Februar 10, 2007, 21:24:27 nachm.
Hallo Christopher,

Zuerst mal auch von meiner Seite herzlich Willkommen im Forum.  :winke:

Es wäre schön auch in unseren Breiten Stellen zu finden wo Meteoriten etwas häufiger auftreten.

Bei deinen ersten Bildern hab ich eigentlich nichts erkannt. Bei deinem letzten Bild, durchs Binokular, finde ich auch kein Ausschlußkriterium. Ich für meinen Teil kann deshalb sagen, es könnte einer sein.  :eek:

Wenn du öfters in Schottergruben suchst, kann ich dir eventuell einen Tipp geben. Ich habe fast 7 Jahre Qualitätsüberwachung auch in Kies- Splitt- und Schotterwerken gemacht. Dabei habe ich die Werke gut kennengelernt. Es wird oft mit Kegelbrechern gearbeitet. Die sind zwar recht robust, jedoch mit Eisenstücken kommen sie nicht zurecht. Deshalb haben diese Werke, oft sogar am Hauptförderband, einen großen Magneten. Er soll den ganzen Eisenschrott abfangen. Dieser Magnet wird natürlich gereinigt. Meist steht ein Eimer mit diesen Schrottteilen neben dem Förderband. Ich selbst habe leider keinen Eisenmeteoriten gefunden, jedoch mehrere Früheisenzeitliche Schwertklingen mit diversen Kleinteilen, Kanonenkugeln (die Panzergranate haben die Profis mitgenommen an der hatte ich kein Interesse). Brav wie ich bin, habe ich das meiste am Landesdenkmalamt abgegeben.
Die großen Kieswerke am Oberrhein haben im Jahr 600 – 800.000 t Materialdurchsatz. Da kann schon mal was hängenbleiben. Damals habe ich dummerweise nur die größeren Stücke genauer angesehen. Es lohnt sich sicher auch das ganze feine Kleinzeug mitzunehmen um dann zu Hause auf Nickel zu testen.

Grüße Willi


Danke Willi,
für die aufmunterenden Worte, ich habe zwar beim Kieswerk keinen Kegelbrecher gesehen, sondern Siebanlagen, die den Schotter in den diversen Korngößen herausfiltern, aber die Idee ist absolut ausgezeichnet. Werde einmal dort vorstellig werden und denen meine Idee unterbreiten (die werden sich am Anfang sicher wundern, welcher Verrückte schon wieder was will  :einaugeblinzel: ). Der Schotter, der auch das gesamte Wiener Becken in einer Mächtigkeit bis zu ca.100 m ausfüllt, dürfte eine Ablagerung der Donau und der Gletschermoränen der letzten Eiszeit (um 10000 v.Chr) sein. Bei einer geschätzten Lebensdauer von Meteoriten von maximal ca. 30000 Jahren könnten tatsächlich in den Schottern so etwas vorkommen und zwar angereichert, so meine Überlegung, wobei natürlich die Suche einem Suchen der Nadel im Heuhaufen ähnelt. Wenn wer bessere Suchideen hat, ich habe mit Nd-B Magneten gesucht und viel Serpentinit und ähnliches gefunden und unter anderem diesen Stein.
lG
Christopher
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: pallasit am Februar 10, 2007, 21:59:31 nachm.
Hallo Christopher,

Wenn die Leute für solche Sachen aufgeschlossen sind, wäre schön. Von diesen Nd Magneten habe ich jetzt schon öfter gehört. Muss mir wohl auch mal einen zulegen.


Hallo Lutz,

Hier oben am Rhein zwischen Basel und dem Kaiserstuhl haben die Sedimentschichten oft weniger als 10 Prozent Sand. Der Bedarf an Material kleiner 32 mm, ist deutlich höher. Deshalb wird fast das gesamte Korn über 32 mm gebrochen. Das kann über 60 % sein.

Bis Karlsruhe und Mannheim steigt der Sandanteil drastisch an. Bei euch unten ist sicher nur sehr wenig Material mit Korngröße über 32 mm vorhanden. Es muss folglich sehr wenig gebrochen werden. Deshalb meine Vermutung, wahrscheinlich kein Magnet. Ich kenne die Bedingungen aber nicht. Fragen kostet nichts.

Wenn wir schon dabei sind, alter Goldwäscher  :einaugeblinzel:. Ich kenne ein Kieswerk mit Jahrestonnage von über 800.000 t. Der Rohkies (Schlick, Feinsand, Kies) wird nass gebaggert. Alles wird per Förderbänder ins Werk transportiert. Auf diesen Bändern läuft an manchen stellen das Wasser zurück. Der Kies auf den Transportbändern ist sehr nass und wird gerüttelt!!! :gruebel:  :fluester:  :wow:  Nach dem Abwurf des Materials am oberen Ende des Bandes säubern Sprühdüsen und ein Gummiabstreifer von unten das Band. Dieses so an mehreren Stellen anfallende Material wird mit Wasser abtransportiert. Dieses Wasser fließt durch eine schmale betonierte Rinne ca. 10 m Lang,  40 cm Breit. Diese Rinne wird nur einmal pro Woche gesäubert. Vielleicht solltest du diese Rinne einmal sauber machen!!!

Grüße Willi   :prostbier:
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: MeteoritenanundVerkauf am Februar 10, 2007, 23:39:57 nachm.
Hallo Michael,

bist du etwa der Glückliche, den Walter das Stück verkauft hat - er will/darf es ja nicht verraten ?

 :winke:  MetGold   :alter:

Hy Peter. Ne, leider nich. Langwies steht irgendwo im Museum. Wenn ich den Walter das nächste mal spreche - muss ich ihn noch mal fragen. Das ist eines der Dinge, die mir seit meinem Zeitschel - Besuch schon wieder entfallen sind. Aber erzählt hatte er es mir schon...  mei: 7 Stunden hadder mich maltretiert, der Daddy Zeitschel. Bis ich aus den Ohren geblutet...   :platt:   Aber war Klasse (- richtig goil´ sogar). Ich wünschte, er könnt nach Ensisheim kommen. Da hätt mer viel zu lachen !    :prostbier:

Aber dieser Fund macht definitiv auch Mut, in Geschieben / Kieswerken zu suchen, denke ich. Wer also die Chance oder Gelegenheit hat. Why not. Hat leider nicht jeder ne Wüste in der Nähe so wie die beneidenswerte Monika Weiblinger... Schnüf.... :crying:

Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: Aurum am Februar 11, 2007, 08:54:49 vorm.
Morgen Willi .

Deine Ideen werden immer besser was mich angeht !
Da es sich bei den Kiesvorkommen die hier liegen um ablagerungen des Rheins handelt und der auch hier unten immer noch Gold führt ist die Idee bestimmt nicht schlecht .

Ein mal die Woche mal das ganze zeug über eine Rinne jagen und einfach mal  sehen was über bleibt ! Dann darf ich nur hoffen das das es nicht zuviel wird sonst wollen die das selber machen  :lacher:

Die Kiesgrube die ich da im Auge habe liegt in Dormagen das ist so 25-30 Km von mir Strom aufwärtz  entfehrnt und  so etwa 500 Meter vom heutigen Stromufer entfehrnt.
Die Bedingungen für eventuelles Gold sind gegeben , auch dort wird der Kies nass gebaggert im Sommer werde ich da mal vorstellig .
Hoffendlich löse ich hier dann keinen  Goldrausch aus  :baetsch:

Danke noch mal für den Tipp  :super:

Bis dann Lutz  :winke:
 
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: pallasit am Februar 11, 2007, 10:01:59 vorm.
Morgen Lutz,

Es ist schon sinnvoll Anreicherungsmechanismen auszunutzen. Ein Kieswerk kann auch so eine Goldfalle sein. Schau dir dort auf jeden Fall das Haupttransportband ins Werk an. Dieses Band ist häufig in mehrere aufgeteilt. Bei diesen Übergabestellen sind Gummiabstreifer angebracht. Unter diesen und Teilweise auch unter manchen Rollen findest du "dunkle"  Sandhäufchen. Wenn das Rohkies gut nass ist reichert sich die Schwerefraktion direkt auf dem Gummiband an und wird nicht vollständig Abgeworfen. Wird aber nachher abgestreift.  :super:

Ein Freund von mir hat diese Haüfchen eine Zeitlang ausgewaschen. Das erste Mal war ich auch dabei. Etwas hat mich dabei sehr erstaunt. Es war Sommer und diese "Vorkonzentrate" waren getrocknet. Als sie in einen Eimer mit Wasser gegeben wurden, sind eigenartigerweise die Goldflitter auf dem Wasser aufgeschwommen. Wir haben das nicht gleich gemerkt. Später hat er dann immer ein bischen Spülmittel dazugegeben.

Grüße Willi
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: MetGold am Februar 11, 2007, 11:10:09 vorm.
Hallo Leute,

 :fluester:  nun schweift mal in diesem Thema net gar zu sehr ab, der Christopher wartet immer noch auf ein paar hilfreiche Äußerungen zu seinem letzten Schnittfoto, was ja doch relativ scharf ist.

 :winke:  MetGold   :alter:
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: metcollector am Februar 11, 2007, 11:23:45 vorm.
Hallo Leute,

 :fluester:  nun schweift mal in diesem Thema net gar zu sehr ab, der Christopher wartet immer noch auf ein paar hilfreiche Äußerungen zu seinem letzten Schnittfoto, was ja doch relativ scharf ist.

 :winke:  MetGold   :alter:

Danke
ist aber eine trotzdem interessante Diskussion, da es Anreicherungsmethoden und Fundmöglichkeiten aufzeigt, die nicht alltäglich sind. Bin im übrigen gespannt auf die ersten Meteoriten/Goldfunde von den Transporbändern. Nur eines wird wahrscheinlich lustig, die Funde zu interpretieren (wahrscheinlich nicht beim Gold).
Aber trotzdem wäre ich auf Meinungen zu meinem Stück interessiert.
lG
Christopher
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schotte
Beitrag von: APE am Februar 11, 2007, 23:35:07 nachm.
Hallo Christopher,

bitte lege doch mal den doch recht flachen Stein einfach auf einen Flachbettscanner und scanne nochmal den Schnitt und eine natürliche Außenseite ...

Für mich könnte es auch ein Achat-Mandelstein sein ... doch so richtig nach Basalt oder so sieht der Stein auch nicht aus  :gruebel:

Gibt es denn überhaupt kleine Stellen mit gediegenem Eisen an der Schnittfläche zu sehen?

Gruß Thomas
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: pallasit am Februar 12, 2007, 00:11:09 vorm.
Hallo,

Das Gefüge das auf dem Binokularbild zu erkennen ist, erinnert mich an Rapakiwi-Granite. Diese gibt es auch feinkörnig. In dem großen, rundliche Einschluß ist eine rechteckige Struktur zu erkennen. Beim Rapakiwi wäre das ein Kalifeldspatkern, der später in einer anderen Farbe weitergewachsen ist und dann erst die rundliche Struktur ausgebildet hat.

z.B.
http://www.kristallin.de/rapakiwis/rap_dram.htm#Anker1rap_dram (http://www.kristallin.de/rapakiwis/rap_dram.htm#Anker1rap_dram)

Für diese Deutung muss aber deutlich Quarz vorhanden sein.

Christopher, kannst du Quarz ausschließen?

Grüße Willi

Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: metcollector am Februar 12, 2007, 08:42:30 vorm.
Hallo,

Das Gefüge das auf dem Binokularbild zu erkennen ist, erinnert mich an Rapakiwi-Granite. Diese gibt es auch feinkörnig. In dem großen, rundliche Einschluß ist eine rechteckige Struktur zu erkennen. Beim Rapakiwi wäre das ein Kalifeldspatkern, der später in einer anderen Farbe weitergewachsen ist und dann erst die rundliche Struktur ausgebildet hat.

z.B.
http://www.kristallin.de/rapakiwis/rap_dram.htm#Anker1rap_dram (http://www.kristallin.de/rapakiwis/rap_dram.htm#Anker1rap_dram)

Für diese Deutung muss aber deutlich Quarz vorhanden sein.

Christopher, kannst du Quarz ausschließen?

Grüße Willi




Hallo Willi,
Hallo Thomas,
Danke für Euer Bemühen,
Quarz ist mit ziemlicher Sicherheit auszuschließen, metallische Einschlüsse sind nicht zu sehen,
der Stein ist jedoch magnetisch, wurde auch so gefunden. Wobei die Idee mit dem Rapakiwi Granit nicht schlecht ist, schaut dem sehr ähnlich, aber wahrscheinlich zu schwer und normalerweise nicht magnetisch.

Nocheimal kurz die Eckdaten :
spezifisches Gewicht 3.5
Gesamtgewicht 2.5 g (und nicht wie ursprünglich angeben 5g, habe mich da auf meinem Inventar verlesen)
gefunden im Schotter (ehemalige Donauüberreste oder Gletschermoränenrest)
leicht magnetisch mit Nd-B Magneten gut feststellbar.
sehr verwittert
kein Aufschäumen unter HCL

Vielleicht bringe ich eine Röntgenflurenszens zusammen, die allerdings auch nur sehr grob sein kann, da ich den Stein nicht zerstören will, vielleicht hat wer eine Idee wie man sonst eine zerstörungsfreie Überprüfung der chemischen Inhalte durchführen kann.

Danke
lG
Christopher
Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: MetGold am Februar 12, 2007, 13:02:17 nachm.
Hallo Christpher,

das mit dem festgestelltem Magnetismus solltest du nicht zu ernst nehmen. Vor allen Dingen, wenn er mit einem Neodymmagneten festgestellt wurde und nur schwach ist. Viele irdische Gesteine (Basalt ...) sind leicht magnetisch. Ich habe hier ein paar N50 Neodymmagneten, die ziehen fast alles an.

Entschuldige die Frage, aber bei der Dichtebestimmung hattest du mit 2,5g gerechnet und nicht mit den 5g !?

 :winke:  MetGold   :alter:

Titel: Re: Suche von Meteoriten in Österreich oder Deutschland im eiszeitlichen Schottern
Beitrag von: metcollector am Februar 12, 2007, 15:32:07 nachm.
Hallo Christpher,

das mit dem festgestelltem Magnetismus solltest du nicht zu ernst nehmen. Vor allen Dingen, wenn er mit einem Neodymmagneten festgestellt wurde und nur schwach ist. Viele irdische Gesteine (Basalt ...) sind leicht magnetisch. Ich habe hier ein paar N50 Neodymmagneten, die ziehen fast alles an.

Entschuldige die Frage, aber bei der Dichtebestimmung hattest du mit 2,5g gerechnet und nicht mit den 5g !?

 :winke:  MetGold   :alter:



Hallo,
danke für die Antwort, die Dichtebestimmung wurde natürlich mit den 2.5g gerechnet, habe mich an das Gewicht nicht mehr genau erinnern können als ich den Artikel geschrieben habe, habe nun aber nach geschaut. Ich weis ein Nd-B Magnet zieht fast alles an, ebenso Basalte, aber dieser Stein wurde eindeutig aus einem Steinhaufen mit dem Magneten gefunden. Ist also mehr als zufällig magnetisch.
lG
Christopher