Autor Thema: Planetariums-Manager/in am Naturhistorischen Museum Wien gesucht  (Gelesen 1834 mal)

Offline karmaka

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Planetariums-Manager/in am Naturhistorischen Museum Wien gesucht
« am: April 16, 2014, 17:40:49 nachm. »
Planetariums-Manager/in am Naturhistorischen Museum Wien gesucht

Ich denke, es gibt hier im Forum eventuell einige Mitglieder bzw. Mitlesende, die diese Information interessieren könnte.

Das Naturhistorische Museum Wien (NHM) eröffnet im September dieses Jahres ein neues digitales Planetarium.
In diesem Zusammenhang sucht das Museum einen Planetariums-Manager und bietet eine unbefristete Vollzeitstelle an.

Genaueres zum Anforderungsprofil und den stellenspezifischen Aufgaben kann unter dem Link unten eingesehen werden.

LINK

Eine sicherlich sehr reizvolle Aufgabe an einem sehr prestigeträchtigen Ort!

Bewerbungsschluss ist der 14. Mai 2014 !

Viel Erfolg!!!

Offline gsac

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Re: Planetariums-Manager/in am Naturhistorischen Museum Wien gesucht
« Antwort #1 am: April 16, 2014, 18:00:30 nachm. »
Ist sicher ein Superjob für jemanden, dem sowas Spaß bringt! Mir fielen
natürlich sofort auch namentlich zwei idealtypische Kandidaten dazu ein,
sogar einigermassen vor Ort, aber ist eh nur ein Gedanke und ich werde
mich hüten, auch nur ein Jota davon freizulassen.  Ansonsten: ist viel zu
schlecht dotiert! Wenn auch recht luxuriös klingende "14 x" im Jahr, aber
dann nur! 2800 brutto/Monat für so eine doch auch verantwortungsvolle
Position? Macht 39.2 kEUR/anno! Geht eigentlich gar nicht. Nu ja, es wird
sich schon wer finden, vielleicht noch jung an Jahren und enthusiastisch,
so daß es dann auch nicht als besonders unterbezahlt empfunden wird..
Immerhin ein Stellenangebot des NHM, das ist an sich schon sehr viel wert!
Insofern ein interessanter Arbeitsplatz und hoffentlich auch nette Chefs...

Offline Mettmann

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Re: Planetariums-Manager/in am Naturhistorischen Museum Wien gesucht
« Antwort #2 am: April 19, 2014, 12:53:25 nachm. »
Pssst, Oheim, die Steuer- und Abgabenlast in Felissima Austria ist geringer als im Piefköland.
Insbesondere der 13. und 14. Monat im Jahreslauf sind steuerbegünstigt, dazu kein Aufbau-Ost-Obolus & weniger Katholikenablaßabgabe, sodaß alles in allem dort ca. 20% mehr Netto vom Brutto bleibt als bei Dir.
Dafür sind die Lebenshaltungskosten in Weeeean teiricht, so teuer oder teurer gar als in den teuren Städten der BRD.
(Allerdings mag der Job als k&k-Primus/-a Mobile ev. weniger stressig sein, wo doch bei uns in den Kommunen der Schnitter McKinsey reiche Ernte einfährt und Festangestellte gegen befristete Verträgler, Leiharbeiter und Niedriglöhner ausgespielt werden).
Und wie der von mir verehrte Ägid Geschwendtner schon wußte:  "Man muß ein Einkommen haben, daß man ein Auskommen hat".

Dein alter
Holzmartin
"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

Offline herbraab

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Re: Planetariums-Manager/in am Naturhistorischen Museum Wien gesucht
« Antwort #3 am: April 19, 2014, 22:34:43 nachm. »
Pssst, Oheim, die Steuer- und Abgabenlast in Felissima Austria ist geringer als im Piefköland.

Schön wär's... Die Abgabenquote liegt 2014 in Österreich bei 45,2% des BIP, in Deutschland bei 40,1%, siehe hier.

Die genannten 2800 Brutto ergeben (inklusive 13./14. Bezug) ein Jahresgehalt EUR von EUR 26.156,48 netto. Dazu kommen Dienstgeber-Beiträge in der Höhe von EUR 12.225,92 jährlich.

:hut:
Herbert
"Daß das Eisen vom Himmel gefallen sein soll, möge der der Naturgeschichte Unkundige glauben, [...] aber in unseren Zeiten wäre es unverzeihlich, solche Märchen auch nur wahrscheinlich zu finden." (Abbé Andreas Xaverius Stütz, 1794)

Offline Mettmann

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Re: Planetariums-Manager/in am Naturhistorischen Museum Wien gesucht
« Antwort #4 am: April 20, 2014, 00:01:12 vorm. »
Naa ned Hörb, das BIP sagt ja nix über die Einkommen oder Löhne der Leute aus,
sondern etwas über die Produktivität der Oabeiter & Bauern.
Ein Arbeiter kann für ein Fixum von 3000 viel Gewinn zum BIP beitragen oder wenig. Guxx, ein Feuerwehrmann, Polizist, ein Lehrer, ein Beamter in der Selbstverwaltung des Staates atbeiten alle, aber tragen nix zur Meßgröße des BIPs bei. (und damit der Fetisch BIP noch größer wird, will man jetzt in D auch noch die Umsätze aus dem Drogenhandel u.ä. dazurechnen. Wie das praktisch gehen soll...).

Hier in D ists so, daß die Reallöhne die letzten 15 Jahre gesunken sind, ein Niedriglohnsektor, wie man ihn kaum in Westeuropa find, ist neu etabliert worden, und so sind die Lohnstückkosten in der Produktion bspw. gefallen, was bedeutet, daß der Quotient Lohnkosten/BIP kleiner geworden und damit automatisch der Anteil der Steuern und Abgaben am BIP.

Ausschlaggebend ist eher das, was einem vom tatsächlichen Brutto als Netto in der Tasch bleibt (wobei ich nie verstanden, warum da nicht auch die Verbrauchssteuern mit reinkommen, den faktisch, sobald der Euro wieder ausgegeben wird, geht ja gleich z.B. hier in D ein Fünftel wiedrum an den Staat, + Sondersteuern für alles was man braucht oder was schmeckt, wie der Julius Meinl Jubiläumsmahlkaffee z.B.)

Und da sagt die OECD, ja was sagt sie nur....
Da sagt sie für 2011..was schnellers find ich grad nicht..

Durschnittliche Belastung von Arbeitnehmern mit Einkommen-/Lohnsteuer und Sozialabgaben 2011 (in Prozent des Arbeitslohns):

Alleinstehend, ohne Kind, Durchsnittseinkommen:

D 39,9%

A 33,4%

Ujeh bei den EU-OECD-Staaten is nur noch Belgien teurer als D..., Irland, wasmer alle retten mußten:  18,9%, CH 16,1%

Verjeiratet, 2 Kinder, Alleinverdiener, Durchschnittseinkommen

D 21,0%
A 31,2%  Öha
uii Tschechien 6,2% !

Verheiratet, 2 Kinder, Ein Durchschnittseinkommen + ein weiterer Verdiener mit 33% des Durchschnitteinkommens.

D 26,8%
A 28,2%

Merke, lebe einsam in A, pflanze Dich nicht fort - oder heirate nach Tschechien und sei fruchtbar!

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2013-04-15-wichtigste-steuern-vergleich-2012.pdf?__blob=publicationFile&v=7

Ob da die Kirchensteuer berücksichtigt wird, weiß ich nicht, die ist in D länderverschieden aber mit um die 7-8% höher als in A.
Zahlt man sie nit, wird man nie das himmlische Jerusalem schauen.

Und eigentlich sagen solche Statistiken eh nichts aus, weils nicht berücksichtigen, was man in welchem Land alles steuerrechtlich vom Einkommen abziehen kann vor der Steuer.

(Nuja und die Selbstständigen, gar als Kleinselbstständiger, is man in D steuer- und abgabenmäßig sowieso hoffnungslos verratzt..)

Wiedemauchsei, üppig dotiert ist der Posten nicht,
aber es ist ja nicht das Zeiss-Planetarium im Prater, sondern mit 8,5m-Kuppel ein Kleinplanetarium und wo soll das Geld denn auch herkommen?


Wenn das Bier in Irland nur ned so laak wär..
 :os00:
Ostern!
Martin
"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

Offline herbraab

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Re: Planetariums-Manager/in am Naturhistorischen Museum Wien gesucht
« Antwort #5 am: April 20, 2014, 14:46:54 nachm. »
Naa ned Hörb, das BIP sagt ja nix über die Einkommen oder Löhne der Leute aus,
sondern etwas über die Produktivität der Oabeiter & Bauern.

In der verlinkten Tabelle ist die Abgabenquote angegeben, also wie hoch Sozialversicherung und Steuern im Vergleich zum BIP sind. Der Quotient ist von der Höhe des BIP (und damit von der Produktivität) unabhängig. Die Zahl sagt vielmehr aus, wie viel von dem, was die Menschen erwirtschaften, in Form von Sozialversicherung und Steuern wieder an den Staat zurüchfliessen.

Merke, lebe einsam in A, pflanze Dich nicht fort - oder heirate nach Tschechien und sei fruchtbar!

Das sagst Du mir jetzt, wo ich eine Frau und drei Kinder habe...  :os03:

:hut:
Herbert
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