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Autor Thema: Cancrinit - Verwitterungsbeständigkeit  (Gelesen 627 mal)

Offline Sprotte

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Cancrinit - Verwitterungsbeständigkeit
« am: März 11, 2016, 14:17:18 nachm. »
Hallo,

bekanntlich verwittert Nephelin sehr leicht, so dass es auf der Außenseite von Geschieben z.B. von Nephelin-Syeniten oft zu einer gelblichen bis bräunlichen Masse verwittert ist, teilweise aber auch bereits ganz herausgewittert ist. Bzgl. der Einordnung eines schwer bestimmbaren Geschiebes würde ich gern wissen, ob Cancrinit ähnlich leicht verwittert oder nicht.

Viele Grüße
Sprotte (Ralf)

Offline karlov

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Re: Cancrinit - Verwitterungsbeständigkeit
« Antwort #1 am: Januar 21, 2017, 20:46:39 nachm. »
Hallo Sprotte,
bin gerade auf diese Bildfolge gestoßen. Sie zeigt schön den Cancrinit in verschiedenen Gesteinsverbänden. U.a. ist abgerollter Cancrinit aus Russland dabei.
http://www.spessartit.de/cancrin.html
Grüße,
karlov

Offline Sprotte

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Re: Cancrinit - Verwitterungsbeständigkeit
« Antwort #2 am: Mai 12, 2017, 10:07:00 vorm. »
Hallo Karlvov,

ja diese Seite ist ein Muss, wenn man sich mit Cancrinit beschäftigt.

Zur Frage der Witterungsbeständigkeit von Cancrinit hat sich eine unerwarte Neuigkeit ergeben: Der Fund eines ca. 7 cm x 3 cm x 2 cm großen Cancrinitsyenit-Geschiebes (vorläufige Bestimmung, siehe unten) am 7. Mai 2017 in Nordwestmecklenburg (dieses Geschiebe stammt mit Sicherheit NICHT vom Raum Särna - als kein Särnait, eher von Alnö oder einem noch unbekannten Alkaligesteinsvorkommen). Die ca. 1-2 mm großen partiell annähernd idomorphen Cancrinit-Kristalle (positive Reaktion mit Salzsäure) sind teils leicht herausgewittert und zum Teil oberflächlich braun verfärbt. Im Anschliff zeigt sich Cancrinit von gelblicher Färbung. Das Gestein enthält weiterhin idiomorphen Orthoklas (Länge der Kristalle ca. 1-2 mmm), +/- idomorphen Magnetit (ein Schulmagnet haftet leicht am Stein), viel hochglänzende Apatit-Nadeln (auch idomorph) und xenomorphe dunkle Minerale (wohl auch Pyroxen). Die Zwickel werden durch etwas farblosen bis weißen Calcit ausgefüllt (teils mit bloßem Auge erkennbar). Das Gestein ist makroskopisch äußerst unaktrativ. Erst die mikroskopische Betrachtung des wasserbenetzten Anschiffs zeigt die wahre Schönheit ...

Viele Grüße
Sprotte

PS: Foit und Feldspat halten sich mengenmäßig etwa die Waage (die genau Ermittlung der Anteile steht noch aus). Ab einem  Verhältnis Foit:Feldspat von 60:40 wäre das Gestein ein Foidolith (im vorliegendem Fall ein Cancrinitolith).

Offline Sprotte

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Re: Cancrinit - Verwitterungsbeständigkeit
« Antwort #3 am: Mai 12, 2017, 13:45:31 nachm. »
Ich sehe gerade, es gibt einige Schreibfehler. Richtig muss es z.B. heißen: "idiomorph" und "unaktraktiv".

Viele Grüße
Sprotte

Offline karlov

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Re: Cancrinit - Verwitterungsbeständigkeit
« Antwort #4 am: Mai 12, 2017, 19:17:23 nachm. »
Moin Sprotte,

Zitat
"unaktraktiv"
Endlich Wochenende!  :einaugeblinzel:
Hast Du mal ein Foto von dem Anschliff?

Grüße,
karlov

Offline Hydroxylapatit

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Re: Cancrinit - Verwitterungsbeständigkeit
« Antwort #5 am: Mai 16, 2017, 21:40:18 nachm. »
Hallo Sprotte,  hast du auch Bilder von dem Fund ?

 


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