Autor Thema: unbekannte Meteoritendünnschliffe  (Gelesen 1460 mal)

Offline Frank D.

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unbekannte Meteoritendünnschliffe
« am: Juli 17, 2016, 14:36:36 nachm. »
Hallo,

neben einem NWA 869 Dünnschliff sind dies meine einzigen Präparate meteoritischen Gesteins. Aus diesem Grund wäre ich für die Mithilfe zu deren Bestimmung sehr dankbar.
Das gleichzeitige Vorhandensein von Chondren (einigen Harfenchondren), Olivinkristallen, Metallflitter und, bei einem Schliff, Schockadern, verstärken meine Vermutung, dass es sich um Meteoritenmaterial handelt.
Ich habe jeweils drei Aufnahmen mit unterschiedlichen Blickwinkel pro Präparat eingefügt.

Viele Grüße
Frank

Präparat 1: Gravur auf dem Objektträger - KvW 16




Präparat 2: Gravur auf dem Objektträger - KvW 13




Präparat 3: Gravur auf dem Objektträger - KvW 14



Offline Buchit

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Re: unbekannte Meteoritendünnschliffe
« Antwort #1 am: Juli 17, 2016, 20:58:08 nachm. »
Hallo,

ähhmm - was für eine Bestimmung? Du hast ja schon richtig erkannt, dass es sich um meteoritisches Material handelt; aber Du erwartest hoffentlich nicht, dass jemand anhand der makroskopischen Abbildung eines Dünnschliffs irgend etwas Tiefschürfendes dazu sagen kann :confused: (oder gar anhand eines solchen Bildes eine Klassifikation vornehmen kann :gruebel:).

Ich habe in meiner Sammlung einige ähnliche Schliffe - aber selbstangefertigt, mit dem Ausgangsmaterial "NWA Gleisschotter-Qualitiät". Auch dabei sind STücke mit gut oder weniger gut erkennbaren Chondren, Schockadern, mehr oder weniger metallischem Eisen - alles gut und schön. Aber wenn ich die neben Deine lege, erkennst Du teilweise keinen Unterschied... Was also willst Du hören? :fluester:

Gruß,
Holger

Offline Frank D.

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Re: unbekannte Meteoritendünnschliffe
« Antwort #2 am: Juli 17, 2016, 23:09:06 nachm. »
Hallo Holger,

siehst Du, solche Antworten führen doch recht schnell ans Ziel. Keine weiteren Fragen!
Ich war der Meinung, dass man die Stücke anhand der Fotos in eine bestimmte Schublade stecken könne.

Naja, dahin wandern die drei jetzt auch wieder.

Viele Grüße
Frank

Offline JaH073

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Re: unbekannte Meteoritendünnschliffe
« Antwort #3 am: Juli 17, 2016, 23:50:41 nachm. »
Hallo Frank,

bei dem Kürzel das auf den Dünnschliffen steht, fällt mir nur ein, daß es evtl zu Kaspar von Wuthenau passen könnte.
Er hat gemacht - oder macht immer noch ein wenig mit Meteoriten.
Vor 2 Jahren war er in HH als Aussteller auf der dortigen Börse und an seinem Stand hatte er neben diversen Mineralien auch einige der typisch von Mineralienhändlern angebotenen Meteorite wie Gibeon und Sikhote, aber auch einige unklassifizierte aus dem Oman und NWA.

Daher würde ich jetzt mal vermuten, daß es vielleicht Dünnschliffe mit seiner "fieldnumber" gewesen sein könnten.
Wenn die evtl zur Klassifikation kamen und nun auch durch sind, dann hättest du die perfekte Info.

Ich kenne ihn nicht persönlich, habe aber auch sonst kaum Informationen über ihn.
Vielleicht können unsere Forenmitglieder aus dem nördlichen Raum Deutschlands da vielleicht etwas dazu sagen.
Forsche mal in dieser Richtung weiter.
Vielleicht kommt da etwas raus.

Beste Grüße

Hanno

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Offline lithoraptor

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Re: unbekannte Meteoritendünnschliffe
« Antwort #4 am: Juli 18, 2016, 16:29:46 nachm. »
Moin!

Ich teile die Einschätzung von Hanno, denn auch mir viel bei KvW sofort Kaspar ein. Ich kenne Kaspar seit vielen Jahren und werde mal versuchen, ob ich zu den Dünnschliff-Bezeichnungen Infos bekommen kann.

Gruß

Ingo

Offline JaH073

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Re: unbekannte Meteoritendünnschliffe
« Antwort #5 am: Juli 18, 2016, 19:50:44 nachm. »
Hallo Ingo,

freut mich zu sehen, daß ich vielleicht gar nicht so falsch lag mit meiner Einschätzung.
Bin mal gespannt was du über die Dünnschliffe in Erfahrung bringen kannst.

Beste Grüße

Hanno

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Offline Frank D.

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Re: unbekannte Meteoritendünnschliffe
« Antwort #6 am: Juli 18, 2016, 21:54:48 nachm. »
Einen Dank an euch beide!

Das eine Identifizierung über die Gravur näher rückt, hätte ich nicht gedacht. Eher, dass es sich mit den "Inschriften" so verhält, wie bei meinen Erzanschliffen (römische Zahl, gefolgt von arabischen Ziffern). Also keinerlei Hinweis auf den Präparator.

Ich brauche mich im Moment nicht zu kümmern?
Dann möchte ich die Wartezeit mit einem, vielleicht schon bekannten, Link zur Dünnschliffmikroskopie verkürzen.
Es handelt sich um den "Leitfaden zur Dünnschliffmikroskopie" von Michael M. Raith, Peter Raase und Jürgen Reinhardt / 2011
http://www.minsocam.org/msa/openaccess_publications/Thin_Sctn_Mcrscpy_2_rdcd_grm.pdf
-Ist aber sehr mikroskopisch angehaucht-

Viele Grüße
Frank

Offline JaH073

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Re: unbekannte Meteoritendünnschliffe
« Antwort #7 am: Juli 19, 2016, 22:53:13 nachm. »
Hallo Frank,

ich denke, sobald Ingo etwas wegen der Dünnschliffe in Erfahrung gebracht hat wird er sich hier im Forum melden.

Vielen Dank für den Link mit den Dünnschliffen.

Beste Grüße

Hanno
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Offline lithoraptor

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Re: unbekannte Meteoritendünnschliffe
« Antwort #8 am: Juli 20, 2016, 10:56:43 vorm. »
Moin!

Kasper hat mir heute mitgeteilt, dass er zu den Schliffen leider nur sagen kann, dass es sich um ordinäre Chondrite handelt, welche einer weiteren Untersuchung nicht wert erschienen - somit gibt es zu dem Material leider keine Klassifikation oder sonstige Daten. :user:

Gruß

Ingo

Offline Frank D.

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Re: unbekannte Meteoritendünnschliffe
« Antwort #9 am: Juli 20, 2016, 17:37:27 nachm. »
Danke für die Recherche Ingo!

Auf jeden Fall haben die Schliffe jetzt einen "irdischen Vater"bekommen.
Hier ein paar Fotos der Gesellen in polarisiertem Licht.

Viele Grüße
Frank














 

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