Autor Thema: Meteorwrong - aber welches Gestein?  (Gelesen 858 mal)

[gelöschter Benutzer]

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Meteorwrong - aber welches Gestein?
« am: August 15, 2016, 15:26:03 nachm. »
Hallo werte Experten und Freunde des Minerals,

habe mit großer Spannung und Interesse die aktuelle Diskussion ( lat.diskutare = abhacken, abschneiden ), um die eventuellen neuen Deutschen verfolgt.

Das erwähne ich nur deshalb weil mich dieses Ereignis und die sachliche und notwendige Skepsis sensibilisiert haben.

Grundsätzlich gehe ich nicht davon aus einen zu finden, aber wie sagte schon der gute alte Einstein:

"Man muss das Unmögliche wagen, um das Mögliche zu erreichen?"

Das ist mein Antrieb, mein Traum ein erfolgreicher Finder zu werden.

Mit größtmöglichster Vorsicht und in der Ahnung, das Ihr hier schon so manches Mal erlebt habt, das eine gesunde Skepsis nährt...möchte ich denoch versuchen isoliert davon meine Fragen zu stellen und will Euch nicht von den wichtigen Funden ablenken oder mit einem weiteren Maybe anstrengen.

Denoch interessiert mich Eure Erfahrung mit bereits gefallenen Eisen-Stein, Stein Meteoriten,
bezüglich der Verwitterung von Schmelzkrusten.

Mit der Bitte um ein paar gute Beispiele und oder Links zu mehr Information wie sich die Metamorphose und Nachkristallisation des Materials auf unserem Geoiden liegenden Besucher verhält. Wie schnell und wie eine Schmelzkruste errodiert, wäre sehr wertvoll hier, darrüber mehr zu lernen.

Hier wollte ich Euch einen Meteorwrong zeigen der mich aufgrund seiner Form und Farbe ansprach.

Fundort: südlicher Taunus - Wiebaden, Gewicht: ca 2.1 Kg - reagiert auf schwachen Magneten

Was mich interessiert ist welches Gestein / Gemenge kann das sein? Ich tippe auf ein basaltisches Gestein.

Danke erstmal für Eure Zeit und Aufmerksamkeit und eine gute Woche
uns allen das Beste
[gelöschter Benutzer]
















« Letzte Änderung: Juni 26, 2019, 10:56:10 vorm. von karmaka »

Offline Buchit

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Re: Meteorwrong - aber welches Gestein?
« Antwort #1 am: August 15, 2016, 18:43:51 nachm. »
Hallo [gelöschter Benutzer]

wenn mich mein Auge nicht täuscht, dann sieht man auf den Bildern der Schnittfläche einige stark verwitterte ("verrostete") Olivinkristalle in einer dunklen, recht feinkrnigen Matrix.

Das spricht imho für ein vulkanisches Gestein, das im weitesten Sinne ein "Basalt" sen könnte.

Auch der schwache Magnetismus steht damit in Übereinstimmung - viele Basalte enthalten in erheblichen Mengen, aber in sehr feiner Verteilung, das Eisenerz Magnetit, was ihnen genau diese Eigenschaft verleiht, die Du beschrieben hast: Sie werden von starken Magneten schwach angezogen.

Zwar sind im Taunus primäre Vorkommen von Basalt recht selten, aber da Basalt recht häufig als Straßenschotter, Gleisschotter oder Pflasterstein eingesetzt wurde, kann er auch an Stellen gefunden werden, wo man nicht damit rechnet...

By the way: Kannst Du "südlicher Taunus" etwas genauer spezifizieren? (Als Frankfurter im Exil kenne ich mich in der Gegend etwas aus... :einaugeblinzel:)

Gruß,
Holger
« Letzte Änderung: Juni 26, 2019, 10:56:23 vorm. von karmaka »

gelöschter Benutzer

  • Gast
Re: Meteorwrong - aber welches Gestein?
« Antwort #2 am: August 16, 2016, 14:50:08 nachm. »
Hallo Holger, danke für Deine Antwort...

Da war ich ja wieder mal ganz nah dran mit basaltisch. Jeddoch ist es was den Magnetismus betrifft, andersherum gelagert,
Das "Gestein" reagiert stark auch auf einen schwachen Magneten.

Desweiteren, Ja Wiesbaden und seine Peripherie, die Ausläufer bzw.der Fuß des Taunus sind meine Suchgebiete. Besonders an Stellen die entweder einen tiefen Einschnitt, durch eine gewisse Erdgeschichtliche Mächtigkeit aufweisen
oder Flächen welche möglichst lang ( ja, ich weiß ), möglichst wenig bewirtschaftet wurden.

Komme mir schon auch ein bisschen blöd vor, weil ich etwas Unmögliches wage um ein Mögliches zu erreichen.
Habe auch mitbekommen das es hier knallhart zugeht.

Will noch einmal versuchen, mich etwas deutlicher zu erklären.

Sie sind da draußen. Sie liegen da draußen. Mit einem außergewöhnlichen Engagement und einer stoischen Leidensbereitschaft ist es möglich unsere Metkarte zu erweitern.
Und ich weiß nach zwei Jahren was das heißt.
Bitte nehmt mich ernst, auch wenn man geneigt ist zu denken und oder zu sagen - ach ja, schau der Steinmetz, der Neue - der sucht in D bereits gefallene :D...

Wie gesagt ich distanziere mich nochmal von der aktuellen Diskussion mit dem Kollegen Ingitin - da es hier die wissenschaftliche Auswertung bewerkstelligen wird für Klarheit zu sorgen.

In den letzten zwei Jahren habe ich bestimmt eine halbe Tonne ausgesuchtes Material gesammelt, sortiert, gereinigt, geschliffen - entsorgt. Auch auf der Suche nach Bruchstücken und Fragmenten, um grundsätzlich unter Beweis zu stellen das es gelingen kann so zu einem guten Anfang zu kommen - mehr erstmal nicht.

Klar will ich Euch jetzt nicht mit allen Wrongs auf den Nerv gehen - aber bitte Euch nochmal mich ernst zu nehmen - weil es mir ernst ist und nicht nur reines Hobby.  Im Zentrum steht für mich die wissenschaftliche Frucht - die Erkenntnis
und der Genuß einer köstlichen Frucht, in Gemeinschaft von Gleichgesinnten.

Meine Frage - wie fängt man an, und wen brauchen Menschen auf ihrem Weg?

Bitte lasst mich eine Sache noch verdeutlichen:
Alles was ich Euch hier zeige ist von mir selbst gefunden. Das gebietet mir schon die handwerkliche Ehrbarkeit - und selbst wenn es erstmal nur irdisch sei. Es ist die Frucht einer aufrichtigen und ehrlichen Bemühung.

Deshalb ist es mir auch so wichtig - ich weiß das ich nie auslerne, ein Talent habe ich doch schon immer - Beharrlichkeit und was man braucht um etwas gesuchtes zu finden.
Unter besseren örtlichen Vorraussetzungen und in einem wissenschaftlichen Händeschluss wäre ich der perfekte Mann bereits jetzt, zur Suche. Das kann ich - finden.
Ausserdem bin ich der Junge der draußen jagen will. Hoffe das einer, vielleicht zwei unserer Stammesälteren das erkennt und ein wenig mehr über disen Steinmetzmeister wissen will - noch mehr seiner vermeindlichen wrongs sehen möchte - weil er ja zumindest das rechte Herz zum strahlen hat.

Ebenso kann ich von Berufswegen sehr gut schleifen, schneiden und polieren, was ich als einen weiteren Broterwerb ausbauen möchte.

Aller Anfang ist schwer - ich kämpf mich weiter ab und hoffe jemand erkennt mich nicht als vermeindlicher Träumer, oder wie der Franke sagt: " Lass den, .. issa Depp."

Und damit meine ich nicht die freundlichen Kollegen die mir bereits toll geholfen und grundsätzlich geantwortet haben. Danke hierfür noch einmal.

Das mit den Verwitterungsbildern von Schmelzkrusten ist mir tatsächlich ein wichtiges Anliegen
und ich merke das es für die allermeißten, die meinen Thread gelesen haben wohl total uninteressant ist,
auf so eine inkompetente Frage überhaupt nur einen Satz zu bemühen.

Das wundert mich allerdings auch nicht, denn das liegt wohl in der Natur einer Sache, welche ich auch aus dem Handwerk kenne.

Das mit der guten alten Tradition.
Das tradere, das weiterreichen, weitergeben. Vielen geht das in diesen Tagen ab - und das ist keine Kritik an werten Kollegen - auch Euch, vielmehr eine traurige Feststellung.

In der Dichte von theoretischen, notwendigen Wissens ging die Frische einer kühnen reinen Feldarbeit, in Fleiß und körperlicher Anstrengung verloren.

Oder lasst es mich so sagen und ich richte mich besonders an die Stammesältesten.

"Die Jungen können rennen und Ihr kennt die Abkürzungen."  Nehmt Euch meiner an bitte.

Es gibt da einen wissenschaftlichen Assistenten, der für die Archäologie seit Jahrzehnten mit Kamelen durch die Sahara streift, auf der Suche nach... .
Das will ich auch machen überall auf der Welt wo es noch terrae incognita gibt.


Vielen lieben Dank immer wieder..
Euer [gelöschter Benutzer]

Und egal wie banal Euch einfallende Antworten auf meine Fragen selber erscheinen,
sie sind mir wie Tropfen auf einen saugenden Schwamm
Danke Danke Danke


" Zuerts fragen sie: Warum macht er das? - später fragen sie dann: Wie macht er das? "  (Steve Jobs)
« Letzte Änderung: Juni 25, 2019, 15:28:07 nachm. von karmaka »

 

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