Autor Thema: Nachlese Börse in Hall/Tirol 2019  (Gelesen 365 mal)

Offline winmin

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Nachlese Börse in Hall/Tirol 2019
« am: November 17, 2019, 19:57:09 nachm. »
Hallo Sammlerfreunde,
nachdem ich auf einen alten Beitrag aus 2008 zu o.g. Börse keine Reaktion auf meine Anfrage erhalten hatte, möchte ich Euch trotzdem meine Erfahrung von der diesjährigen Veranstaltung weitergeben, falls doch mal jemand auf die Idee kommt, dort mal mitmachen zu wollen.
Zunächst einmal stand die Börse diesjährig terminmäßig unter keinem guten Stern, da zeitgleich die ja nur ~15km entfernte Börse in Innsbruck stattfand und in Hall selbst ein Mittelalterfest.
Die Teilnehmerzahl war mit ca. 30 bis 40 Sammlern überschaubar, die meisten kamen natürlich aus dem Umkreis, ansonsten waren auch einige Südtiroler und Bayern anwesend, ich als Thüringer, ein "Exot". Die Örtlichkeit war gut erreichbar und für das Aus- und Einladen von Material und Technik war der Vorplatz des Kurhauses, in dem die Börse stattfand, nutzbar; Parkmöglichkeiten in der Nähe verfügbar. Die Räumlichkeiten verteilten sich auf 2 Etagen (siehe Bilder), die Tischfläche (140 x 80cm, auch mehrere buchbar) war aus meiner Sicht ausreichend, wenn auch für Fremde mit 38EUR nicht gerade günstig (wobei ich durch lange Börsenabstinenz allerdings keine aktuelle Vergleichsgröße habe).
Entgegen meiner Erwartung war auch eine Verköstigung (bis gegen 14Uhr) eingerichtet, ich hatte mit Selbstversorgung für alle Fälle vorgesorgt.
Da ich nicht wusste, was mich erwartet und was Besucher erwarten würden, hatte ich ein Querschnitt meiner Sammelgebiete mitgenommen (Fluorit, Calcit, Baryt, einige Erzstufen, Achate und MM's aus aller Welt). Leider lag ich trotz der Bandbreite mit meinem Angebot völlig daneben - insgesamt konnte ich nur 1 Stück verkaufen und 3 weitere tauschen. Gemildert haben diesen Misserfolg aber die sehr angenehmen und interessanten Gespräche mit anderen Verkäufern. Angeboten wurden neben Schmuck und Massen-Händlerware vor allem Regionales aber auch einiges Internationales, von meinem Tischnachbarn z.B. Material aus Bolivien und von meinem Schräg-Gegenüber China-Eigenfunde jenseits des üblichen Materials (beide haben jeweils in diesen Gebieten gearbeitet bzw. sind fast jedes Jahr dort). Im EG gab es an einem Tisch schöne Bergkristalle und Rauchquarze aus Österreich, Südtirol und der Schweiz, Kleinstufen schon ab etwa 5EUR. Ein Börsenteilnehmer aus Jenbach bot hochinteressante, zu Schalen und anderen Objekten geschliffene Gesteine an, ein absolut ungewöhnliches und reizvolles Angebot mit, wenn man den Arbeitsaufwand bedenkt, aber auch, ich denke gerechtfertigt, höherem Preis.
Der Besucheransturm hielt sich, aus den ja schon o.g. Gründen, in Grenzen (lt. meinem Tischnachbarn noch schlechter als im Vorjahr) und nach 15Uhr kam kaum noch einer, so dass schon vor offiziellem Ende (16Uhr), der Abbruch begann.
Da ich das Ganze mit einem nachfolgendem Urlaub kombiniert habe, konnte ich in den Folgetagen dann auch die Umgebung noch erkunden (wenngleich diesmal ohne weitere mineralogische Exkursion) - wer mal hier herfahren will, es gibt genügend zu entdecken und zu erwandern, wenn das Wetter mitspielt - ich hatte auch da leider ein bisschen Pech, aber auch einige Super-Tage. Gewarnt sei vor dem Besuch der Kristallwelten Wattens (ich hatte vorher im Werk nach einem Werksverkauf gefragt und wurde dorthin verwiesen - dort war aber nix außer einem mickrigen 50m²-Souvenirladen), die mittlerweile wuchermäßigen 28EUR Eintritt verputzt man besser für 2x Mittagessen.
Glückauf!
Winfried
 
 

 

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