Autor Thema: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?  (Gelesen 948 mal)

Offline Spaziergänger

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Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« am: Mai 03, 2020, 16:36:48 Nachmittag »
Hallo Leute!  :winke:
Diesen Stein habe ich vor einiger Zeit beim Pilzesuchen in der Nähe von Hamburg in einem Waldstück gefunden.
Der Stein lag auf dem Waldboden und war der einzige Stein in dem Waldstück, der dort so offensichtlich herumlag,
weswegen ich ihn direkt mitgenommen habe. Nach einiger Recherche bin ich zu der Erkenntnis gelangt,
dass es sich möglicherweise um einen brekziierten polymikten Eucrit handeln könnte; ich habe jedoch kein
Vergleichsmaterial und konnte mein Fundstück nur mit Bildern aus dem Internet abgleichen.
Danke schonmal für eure Meinungen und Einschätzungen!  :hut:

MfG Torben / Der Spaziergänger  :super:

P.S.: Der Stein ist minmal magnetisch und wiegt ca. 400g

Offline JFJ

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #1 am: Mai 04, 2020, 19:01:19 Nachmittag »
Moin Spaziergänger,

mach doch mal den Salzsäuretest.
Die Einschlüsse sehen für mich eher nach Quarz aus, aber vielleicht täusche ich mich auch.

Gruß
Jörg
Ich mag Geschiebe, weil sie die entgegenkommendsten Gesteine sind.

Offline Muschgard

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #2 am: Mai 04, 2020, 22:23:34 Nachmittag »
Hallo Spaziergänger,

eine Frage zu den Fundumständen - hattest Du einen Hund dabei und lag der Stein in der Nähe von Wurzeln umgestürzter Bäume?

Wie kann man eigentlich nach zwei Semestern Geowissenschaften auf die Idee kommen dass es sich bei den hier vorgestellten Fundstücken um Meteoriten handeln könnte? Was lernt man heutzutage eigentlich bei so einem Studium? Es macht mir Angst...

Grüße,
Michael

Offline Spaziergänger

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #3 am: Mai 06, 2020, 12:33:50 Nachmittag »
Hallo Muschgard: Nein ich habe keinen Hund und nein der Stein lag auch nich in der Nähe umgestürzter Bäume...
Im Geowissenschaftsstudium ging es in erster Linie um verschiedene Minerale und Kristallstrukturen in dem Zeitraum, in dem ich noch anwesend war.
Wie komme ich darauf, dass es sich um einen Meteoriten handeln könnte?
1. In der Nähe lagen keine vergleichbaren Steine
2. Die Einschlüsse sind unregelmäßig und es befinden sich keine längsförmigen Kristalle im Gestein
3. Der Stein ist leicht magnetisch
4. Alle Bruchflächen sind unregelmäßig --> keine offensichtlich irdischen Minerale, wie Amphibole etc.
(5. Ich habe schon dutzende Brekzien aus der Umgebung mit diesem Stein vergleichen können und dieser Stein sieht (für mich) signifikant 'anders' aus...)
Wie würde denn ein verwitterter Eucrit, bei dem keine Schmelzkruste mehr vorhanden ist, aussehen?  :gruebel:
Danke schonmal im Vorraus für die Antwort!  :super:

Hallo JfJ - werde ich tun! Danke für den Tip!
« Letzte Änderung: Mai 06, 2020, 13:02:56 Nachmittag von Spaziergänger »

Offline Spaziergänger

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #4 am: Mai 06, 2020, 13:39:05 Nachmittag »
So, ich habe mal ein paar Vergleichbilder aus dem Internet herausgesucht, damit ihr seht, was ich meine:

Quellen:
https://assets.catawiki.nl/assets/2019/9/9/7/d/0/7d0befb4-ddd7-42af-af65-14592145a0c0.jpg
http://www.nightsky.dk/Astronomi/Meteorites/NWA4473/NWA4473-02-temp.jpg
https://www.polandmet.com/wp-content/uploads/2019/03/P1720075.jpg
https://www.polandmet.com/wp-content/uploads/2019/03/000f-768x513.jpg

MfG Torben  :smile:


edit.: Falls man hier keine Links oder Bilder aus anderen Quellen reinstellen darf, dann bitte ich um Verzeihung und dass man mich korrigiert!

[Links sind erlaubt, fremde Fotos als Dateianhang nicht. Der Admin]
« Letzte Änderung: Mai 06, 2020, 13:47:23 Nachmittag von karmaka »

Offline Pinchacus

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #5 am: Mai 06, 2020, 14:06:47 Nachmittag »

1. In der Nähe lagen keine vergleichbaren Steine
2. Die Einschlüsse sind unregelmäßig und es befinden sich keine längsförmigen Kristalle im Gestein
3. Der Stein ist leicht magnetisch
4. Alle Bruchflächen sind unregelmäßig --> keine offensichtlich irdischen Minerale, wie Amphibole etc.
(5. Ich habe schon dutzende Brekzien aus der Umgebung mit diesem Stein vergleichen können und dieser Stein sieht (für mich) signifikant 'anders' aus...)


Hallo Torben,

vor langer Zeit gab es mal eine Zeit, die heute als Pleistozän oder umgangssprachlich als Eiszeit bekannt ist. Hast Du davon in der Schule oder bei Deinem Studium schon mal gehört?

Falls nein:

Diese sogenannte Eiszeit hatte als Besonderheit, dass insbesondere auf hohen Bergen und in Regionen in höheren nördlichen und südlichen Breiten ab und an viel Eis vorhanden war. Diese großen Massen Eis nennt man heute Gletscher, hast Du von diesen ganz ganz großen Eiskörpern schonmal gehört? Die sind wiegeschrieben groß, und schmutzig blau-weiß (und stören beim Essen wenn einer mittig auf dem Teller liegt, erkennt man dann ganz leicht).

Diese sogenannten Gletscher waren auch sehr schwer, und bewegten sich zudem auch noch. Bei dieser Kombination aus Bewegung und Druck haben sie Gesteinsmaterial vom Untergrund aufgenommen und teilweise über weite Strecken transportiert. Diese Gesteine sind je nach Einzugsgebiet der sogenannten Gletschers (das ist das Gebiet, aus dem diese sogenannten Gletscher herkommen) sehr vielfältig. Weil diese Gletscher zudem das Ordnungsempfinden eines Studierenden der Geologie im 1. Semester haben, haben sie diese Gesteine (die sogenannten Geschiebe) völlig unordentlich zusammengewürfelt hinterlassen, nachdem sie geschmolzen sind.  (also die Gletscher, nicht die Geschiebe :fluester:)

Und jetzt der erzählerische Höhepunkt: Wenn Du aus dem Hamburg in Deutschland kommst (da gibt es noch eines jenseits des großen Wassers), genau diese schöne Stadt liegt an einem Ort, wo mal vor langer langer Zeit solche sogenannten Gletscher waren und jede Menge sogenannte Geschiebe liegengelassen haben. Völlig durcheinander, so dass dort ein Gestein was man dort in der Nähe findet nicht zwingend ein ähnliches innerhalb der näheren 3 Raumdimensionen haben muss.

Ich bin etwas bestürzt, dass solches Wissen nicht mehr in der Schule oder spätestens in den ersten 2 Semestern Geologie vermittelt wird. Aber da kannst Du ja nix für.  :gruebel: Jedenfalls macht dieser komplizierte und nahezu geheime geologische Hintergrund Deine Argumente 1 und 5 völlig obsolet.

Zu den Punkten 2, 3 und 4 antworte ich Dir auch noch gerne, falls ihr in den ersten beiden Semestern Geologie in Hamburg nicht nur keine Erdgeschichte und keine Physische/Allgemeine Geologie hattet, sondern auch noch von Mineral-und Gesteinsbestimmung, Mineralogie und Petrologie verschont wurdet. Meine Hamburger Kollegen in der Geologie frage ich das mit Verweis auf diesen Beitrag auch gerne demnächst mal an...  :fluester:

Besten Gruß & Glück Auf!
So lange Fiktionsapparaturen latente Illusionen nicht manifestieren können, ist eine Realisation des Illusionären latent Fiktiv!

Be more specific! http://www.youtube.com/watch?v=PusCpQIbmCw

Offline locastan

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #6 am: Mai 06, 2020, 14:45:48 Nachmittag »
Ah, da ist der unverblümte apolda Forenhumor wieder am brodeln. (Wieso haben wir kein Popcorn essendes Smiley?)

Um es nochmal mit einem verweis auf die Webseite der Washington University St. Louis zu behandeln (https://sites.wustl.edu/meteoritesite/items/some-meteorite-realities/):
Zitat
7B:     “Maybe the fusion crust got worn off.”
 - If she’s wearing a pretty dress and playing a grand piano on a stage with a symphony orchestra behind her, then she’s probably a concert pianist. If she’s jogging down the beach with her dog, then she might be a concert pianist, but probably not. How can you tell?

Gruß Mario.

Offline KarlW

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #7 am: Mai 06, 2020, 14:57:17 Nachmittag »
Wer grad nichts Besseres zu tun hat, kann ja mal die relative Häufigkeit von Konzertpianistinnen und Meteoriten im Norden der Republik recherchieren.

Offline Sikhote

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #8 am: Mai 06, 2020, 15:32:00 Nachmittag »
Hallo Torben,

du vermutest einen Achondriten, genauer einen polymikten Eukriten gefunden zu haben? Das vermutet hier niemand, dafür gibt es keine Anzeichen. Brekziiert ist er auch nicht. Geh mal davon aus, dass dein Fund irdisches Gestein ist. Ich vermute es ist Granit.

Im Prinzip sind alle irdischen Gesteine "achondritischer" Natur, da sie ja keine Chondren besitzen. Er war in der Form aber nicht im All. Deshalb ist dein Stein kein Meteorit. Ich finde sein Inneres auch nicht besonders bemerkenswert. Deine Vergleichsexemplare sehen jedenfalls ganz anders aus.

Grüße
Sigrid

Offline lithoraptor

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #9 am: Mai 06, 2020, 18:48:04 Nachmittag »
Moin!

Nun kühlt mal ALLE wieder etwas runter!

Torben hat nicht zwei Semester Geologie studiert, sondern Geowissenschaften. Die Ausrichtung ist da etwas anders und man hat neben geologischen auch andere naturwissenschaftliche Grundlage zu lernen. Sicher wird er makroskopische Gesteinsbestimmung gehabt haben und auch so einführende Veranstaltungen wie "Allgemeine Geologie" oder "Einführung in die Petro" oder so. Es kommt aber auch immer darauf an, was man aus solchen Lehrveranstaltungen mitnimmt oder wie leicht einem das Verstehen der Zusammenhänge fällt (und natürlich auch wie lange das her ist). Das gilt umso mehr, wenn einem ggf. die anschließenden weiterführenden Lehrveranstaltungen (die ja auch immer zu Wissensfestigung beitragen), wie etwa mikroskopische Kurse etc. fehlen.
Ich kann mich noch gut erinnern, dass es nicht allen meiner damaligen Kommilitonen/-innen im Studium leicht gefallen ist Minerale und Gesteine sicher anzusprechen. Für mich war es leicht, aber ich hatte mich ja auch schon vor dem Studium über eine Dekade mit Mineralien und Fossilien beschäftigt. Meteoriten bekommt man übrigens in solchen Kursen nicht zu sehen.

@ Torben:
Du musst meine Forums-Kollegen auch etwas verstehen, denn Leute, die meinen Meteorite gefunden zu haben, die gibt es hier ständig immer wieder (um nicht zu sagen haufenweise). Meist sind dies nur Eintagsfliegen und man ist als Hilfe-Steller und Fragen-Beantworter schlicht irgendwann mit den Nerven am Ende, wenn man immer wieder und ständig aufs Neue das Gleiche schreibt (von dem roten Tuch nach der Info über deine zwei Semester Geowissenschaften ganz zu schweigen) - zumal man dann vielfach von diesen Leuten nicht mal eine so schöne und vollständige Vorstellung, wie Du sie geschrieben hast, oder auch nur ein schlichtes Dankeschön bekommt. Diese zwei Punkte kann man Dir zumindest zugute halten.
Ich bin schon der Meinung, dass Du, nach deinen zwei Semestern, bei deinen Meteoriten-Verdächtigen mehr hättest ausschließen können, aber ich sehe auch, dass Du dir zumindest Gedanken darüber gemacht hast, was Du hier präsentierst.

Da ich die Hoffnung nie aufgebe, dass zumindest hin und wieder aus einem Erstschreiber hier mehr wird, als die typische Eintagsfliege, gebe ich Dir noch schnell ein paar Tipps:

1. Löse Dich von Bildvergleichen.
Wenn Du dir vor Augen hältst, dass ein Mineral (aus unterschiedlichen Gründen) in einem Gestein unterschiedliche Farben haben kann und dass unterschiedliche Prozesse zu ähnlichen Ergebnissen führen können (etwa zu einer Brekzie), dann hilft es Dir nicht, wenn Du die Farbe und das Gefüge von Meteoriten auf Bildern mit deinen Funden vergleichst. Du musst Dich dazu mit den Mineralien befassen und diese bestimmen. Jeder Meteorit, den Du auf irgendeiner Seite im Netz findest (und der auch wirklich einer ist) hat eine wissenschaftliche Begutachtung und chemische Analyse hinter sich! Man muss auf Details achten. Details, die sich vielen Leuten nicht sofort erschließen. An dieser Stelle nutze ich zur Verdeutlichung immer ein simples und infantiles Beispiel: Wenn Du einen braunen Hund hast, aber nicht weißt, was das für ein Tier ist, dann nutzt es Dir kaum etwas, wenn Du im Netz nach braunen, vierfüssigen Tieren mit Schwanz suchst, denn da gibt es viele von (Ziegen, Kühe, Katzen, Ratten, Fischotter etc. pp.). Schaust Du Dir aber die Form des Kopfes, die Zähne und die Pfoten deines Tieres an, dann wird deine Suche zielführender.

2. Löse Dich von dem Gedanken zufällig (etwa auf einem Spaziergang) einen Meteoriten finden zu können.
Das ist so gut wie unmöglich bzw. die Wahrscheinlichkeit spricht klar dagegen. Das Zeug liegt nicht in rauen Mengen draußen rum. Es gibt in Deutschland weit mehr Lottogewinner, die zufällig richtig getippt haben, als Leute, die behaupten können, dass sie zufällig und losgelöst von einem beobachteten Fall-Ereignis einen Meteoriten gefunden haben. Viele solcher "Zufalls-Finder" haben sich in der Vergangenheit auch schlicht als Betrüger herausgestellt und solche Leute sind in der Sammlerszene nicht nur nicht gern gesehen, sondern Reizthema Nr. 1.
Halte Dich bei deinen Suchen an Gebiete, die nachweislich schon Meteoriten geliefert haben und bei denen die Chancen bestehen, dass man noch etwas finden kann. Heißer Tipp für deine Suche, schau mal hier rein: https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=12474.0
(Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Jeder hier im Forum bückt sich immer mal wieder nach einem merkwürdigen Stein, der ihm/ihr in Wald und Flur begegnet. Daran ist nichts auszusetzen. Jeder hier weiß aber auch, dass es viele Meteoritenjäger gibt, die selbst an höffigen Orten jahrelang gesucht haben bis sie fündig wurden.

3. Lege Dir gute Meteoriten-Literatur zu um tiefer in die Thematik einzutauchen und dein Verständnis dazu zu erweitern.
->3.1. Lese viel in diesem Forum!!!

4. Lege Dir für deine Suche eine Vergleichssammlung an.
- Kauf Dir ein paar authentische Meteorite. (Tipps dazu findest Du hier um Forum!)
- Baue Dir eine kleine Sammlung an gesteinsbildenden Mineralien und irdischen Gesteinen auf, die Du stetig erweiterst um Stücke deiner Wrongs erweiterst.

=> Nur so kommst Du irgendwann ans Ziel!

Gruß

Ingo

P.S. Zum Trost, Torben: Ich habe auch noch nie einen gefunden! :fluester: :crying:

Offline ironsforever

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #10 am: Mai 06, 2020, 19:21:55 Nachmittag »
Zitat
.S. Zum Trost, Torben: Ich habe auch noch nie einen gefunden! :fluester: :crying:

Nein, Ingo, wenigstens den Hoba hast Du auch mal gefunden  :einaugeblinzel:

@ Torben: Wenn Dich das Thema Meteoriten interessiert, kauf Dir den (gebrauchten) "Bühler", hier nur für 5,79 €: https://www.amazon.de/Meteorite-Urmaterie-aus-interplanetaren-Raum/dp/3893505180

Auch wenn das Buch schon etwas älter ist eine sehr gute Investition und 1A Einsteigerlektüre. Da wird leicht verständlich vermittelt, was Meteoriten sind, wie sie aussehen und man bekommt auch ein Gefühl dafür, wie selten sowas ist. Und wenn Du mal einen echten Meteoriten haben willst, dann bitte nicht bei Ebay, denn da gibt es viel Mist. Wir haben hier im Forum eine Rubrik Verkäufe/ Suche. Da bekommst Du mit ziemlicher Sicherheit etwas Authentisches für einen angemessenen und nicht überzogenen Preis. Selbst finden wirst Du als "Spaziergänger" hier in Deutschland mit ziemlicher Sicherheit keinen, zumindest keinen alten Fall...

Gruß
Andi

Offline gsac

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #11 am: Mai 07, 2020, 13:37:07 Nachmittag »

Nein, Ingo, wenigstens den Hoba hast Du auch mal gefunden  :einaugeblinzel:

@ Torben: Wenn Dich das Thema Meteoriten interessiert, kauf Dir den (gebrauchten) "Bühler", hier nur für 5,79 €: https://www.amazon.de/Meteorite-Urmaterie-aus-interplanetaren-Raum/dp/3893505180



Nee, anders herum: der Hoba hat den Ingo gefunden - he/it attracted him! Ich wollte da auch immer mal hin, schade, hat (bisher) nicht geklappt und jetzt bin ich ja schon ein ziemlich alter Knochen. Aber auch mich hat der Hoba gefunden, und mir ein solides Scheibchen von 25+ g abgegeben, zum Troste. Das hat er damals noch verschmerzen können, der Hoba, und bei 60 plusminus x Tonnen wohl kaum gemerkt, doch heute ist er so derart berühmt, dass man legal nix mehr absäbeln darf. Unerreichbar, wie der berühmte Wackelstein oben auf den Externsteinen in Ostwestfalen-Lippe, den ich früher immer irgendwie faszinierend fand, als ich noch (sehr) viel jünger war.

Der "Bühler": auf jeden Fall und unbedingt immer noch eine gute Empfehlung! Ein Klassiker von Format und Inhalt, zwar nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Dinge, aber wesentliche Wahrheiten stehen drin, und auf die kommt es an. Großformatig, Hardcover, immer mal wieder günstig im antiquarischen Einkauf oder bei Ebay. Damit habe ich damals vor Urzeiten auch losgelegt mit der Sammelei. Und auch Heides "Kleine Meteoritenkunde" verschlungen, von der jetzt drei Ausgabegenerationen im Schrank stehen. Sehr schön auch Boschke, "Erde von anderen Sternen", im irgendwie begeisternden Stil der 60er Jahre geschrieben, etwas aus der Zeit gefallen. Ich meine mich zu erinnern, das war überhaupt mein erster Buchkontakt mit Meteoriten:
https://www.amazon.de/anderen-Sternen-Friedrich-Ludwig-Boschke/dp/B0000BGQNT/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=boschke+meteorite&qid=1588851802&sr=8-2

Nicht entmutigen lassen, Torben - weitermachen, ohne Irrwege zu beschreiten! Meine Vorredner haben recht, man findet nicht mal eben einen Meteoriten hierzulande, jedenfalls kaum zufällig. Da machen Expeditionen zu Streufeldern schon eher Sinn, aber auch da gibt es keine Fundgarantie.

:hut: Alex

Offline gsac

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #12 am: Mai 08, 2020, 08:27:12 Vormittag »
Wer grad nichts Besseres zu tun hat, kann ja mal die relative Häufigkeit von Konzertpianistinnen und Meteoriten im Norden der Republik recherchieren.

Noch interessanter, lieber Karl: "nordische Konzertpianistinnen mit einer Meteoritensammlung!"

Ob Andy, Ingo oder Svend das wissen..???  :gruebel:

:hut: Alex

Offline Sikhote

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Re: Seltsamer Stein I, brekziierter polymikter Eucrit?
« Antwort #13 am: Mai 08, 2020, 14:27:30 Nachmittag »
Ich klimpere jedenfalls nicht. :einaugeblinzel:

 :winke: Sigrid

 

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