Autor Thema: Wohin geht der Trend?  (Gelesen 1941 mal)

H5P6

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Wohin geht der Trend?
« am: November 15, 2007, 13:31:18 Nachmittag »
Hallo, :winke:

kann jemand sagen,ob von den Sammlern mehr vollständige Meteoriten oder mehr Stücke davon für eine Sammlung gekauft werden?
Gibt es da im Kaufverhalten kontinentale Unterschiede? Wohin geht der Trend?

Gruß Jürgen :smile:

Offline MetGold

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Re: Wohin geht der Trend?
« Antwort #1 am: November 15, 2007, 16:46:01 Nachmittag »
Hallo Jürgen,

das liegt wohl eher an den Meteoriten, als an den Sammlern, denn vollständige Stücke kann man wohl nur von den Meteorten sammeln, wo es mehr oder weniger große Streufelder gibt und so furchtbar viele sind das nun auch nicht, kannst sie ja mal anfangen aufzuzählen, wir ergänzen dann.
Für alle anderen muß man oft froh sein, wenn man überhaupt was abbekommt und da ist ein Scheibchen schon premium. Als ich anfing wollte ich eigentlich von Jedem Meteoriten ein Endstück oder Komplettscheibe und ein Individual haben.  :auslachl:  Wahnwitz !!!  Aber nur bei einem geschnittenen Met kann man nunmal richtig sehen was los ist !!! (Naja eigentlich wirklich nur beim Dünnschliff, außer bei Eisen.)

 :winken:   MetGold   :alter:
Ein ereignisreicher Tag ist mehr als namenlose Jahre - (Spruch aus einem chinesischen Kalender)

H5P6

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Re: Wohin geht der Trend?
« Antwort #2 am: November 15, 2007, 17:24:42 Nachmittag »
Hallo Peter, :winke:

sollte sich die Umgangsweise mit Meteoriten einmal ändern,weil man sie etwa als Naturdenkmäler betrachten könnte,läßt sich der Splitt wieder schlecht zusammenkleben.
Mich würde schon einmal interessieren,wie die heutigen Zerkleinerungsaktionen in der Zukunft beurteilt werden könnten.  :nixweiss:

Gruß Jürgen :smile:

Offline Mettmann

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Re: Wohin geht der Trend?
« Antwort #3 am: November 15, 2007, 18:28:42 Nachmittag »
 :belehr: Der Trend geht zum Zweitmeteoriten.

Schmäh, die Vorlieben gehen ob ganze Stücke, Fragmente, Scheiben, Vollscheiben, Dünnschliffe, Endstücke oder alles gemischt,
geht bunt durcheinander. Erlaubt ist, was gefällt und die Preferenzen sind überall gleich verteilt.

Und recht hat der Mettgold, beim überwiegenden Teil der Meteorite kann man es sich gar nicht aussuchen, da muß man nehmen, was man eben kriegen kann.

Zitat
Mich würde schon einmal interessieren,wie die heutigen Zerkleinerungsaktionen in der Zukunft beurteilt werden könnten. 

Mit großem Verständnis.
Meteorite sind in allererster Linie Gegenstand der Forschung. Space exploration par excellence.
Um ihnen ihre Geheimnisse zu entlocken, müssens die Wissenschaftler eh zerschnipseln. Guxx müssen Dünnschliffe gemacht werden, gibt auch destruktive Tests, wo ein bisserl was verbraucht wird und bspw. ein Kilotrumm bringt man ned in die Mikrosonde rein.

Na und wenn man nu endlich schon soviele ausgefeilte Techniken zur Verfügung hat,
da wärs doch schad, wenn man den 3kg-Stein im Gelände ließe, nur damit ein paar Neuheiden drumrum tanzen können.
Vom bloßen Draufglotzen findet man ja nix raus, und mit der Zeit nimmt er eh Schaden durch die Verwitterung.
Ich glaub der NeuschwansteinI wurde als Bodendenkmal beurteilt und vom bayr. Kultusminister feierlich als Kulturgut Ersten Ranges tituliert.
Beim NeuschwansteinII indes, mit Abstand der schönste der 3 Neuschwansteinsteine, da er eine orientierte Seite mit radialen flow-lines hatte,
da wollten die Finder, daß er ganz bleiben dürfe, wollten sogar sich um Sponsoren kümmern, die dem Freistaat ihre Hälfte spendieren, dasser ganz bliebe.
Tja, hat nix geholfen, die Oberrübe der Bayer. Staatssammlung hat darauf bestanden, daß der Stein zersägt werden müsse. Egal ob er zur gänze beim Freistaat lande oder nicht. Denn man müsse hineinschauen.  Vollkommen redundante Untersuchungen, den vom 1.Stein waren ja schon genügend Proben genommen - bzw. hätte man es schonender machen können, wie bspw. die Polen mit Baszkowka und ähnlich Fälle, indem man einfach eine Bohrung gemacht hätt, ein Kernstück entnommen, und das Loch wieder verschlossen hätt...

aber so helle simmer in Bayern eben nicht bzw. laufen hier anscheinend besonders krude Banausen herum.

Möge die Nachwelt sie gerecht richten.

PSsst, Jürgen, und so dicke Klötze, ala Hoba oder Armanty, die also ein gscheits Denkmal abgäben, derer gips ja nur ganz wenige.

Piep
"If any of you cry at my funeral,
I'll never speak to you again."
(S.Laurel 1890-1965)

Offline gsac

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Re: Wohin geht der Trend?
« Antwort #4 am: November 15, 2007, 21:45:12 Nachmittag »
:belehr: Der Trend geht zum Zweitmeteoriten.

...bei den Ehefrauen der Sammler! Also meine zum Beispiel hat auch schon so einen Zweiten
(Meteoriten natürlich, was denn sonst?)! Chronische Sammler hingegen neigen eher zur
Vielmeteoriterei, was hierzulande nur durch den Geldbeutel und dessen chronische Leere
bestraft wird, aber das Thema hatten wir schon im Münchenthread, in welchem festgestellt
wurde, daß es dort sogar Verkaufsstände für leere Geldbösen gegeben haben soll, gell...?

Meinjamannur, sachjamalbloß,
Alex


H5P6

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Re: Wohin geht der Trend?
« Antwort #5 am: November 16, 2007, 11:56:27 Vormittag »
Hallo Martin, :winke:

das war gut geschrieben.
Es hat mich aber betroffen gemacht,wegen der vermeidbaren Meteoritenzerstörung.
Ich hatte ja einmal beschrieben,wie ich ein Gestein eingereicht habe,was ,wenn es ein Meteorit gewesen wäre,als orientiert gegolten hätte.
Man hatte einfach auf der Kopfseite einen Keil herrausgeschnitten.Nicht etwa auf der Rückseite oder gar eine Kernbohrung.
Wenn es was gewesen wäre,dann wäre es dadurch versaut.Das hatt mir schwer zu denken gegeben.
Ja ohne eigene Säge kommt man nicht aus.Damit habe ich den Finger am Abzug.
Es wäre wohl besser gewesen,wenn die Nr.2 bei denen geblieben wär,die ihn gefunden haben.An anderen verantwortungsvollen Jnteressenten
hätte es sicher nicht gefehlt.
Sollte noch die Restmasse gefunden werden,so sollte man die Schlußfolgerungen aus dem Verhalten ziehen und es dann besser machen.
Was ich nicht weiß,macht mich nicht heiß.

Gruß Jürgen :smile:

 

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