Autor Thema: Wasn das?  (Gelesen 7263 mal)

Plagioklas

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Re: Wasn das?
« Antwort #15 am: Dezember 02, 2007, 20:42:50 Nachmittag »
Hallo,
das "Ufo" ist eine sehr schöne Konkrektion, die sich in 2 Phasen gebildet hat. Ggf musste der innere Teiul erst durch Verwitterung frei werden, aber ich glaube eher, dass es sich so gebildet hat. Wenn ihr mehr solcher UFOs auftreiben könnt, ich währe an ein solches wie ganz oben  interressiert.
Gruß
Plagioklas

Offline pallasit

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Re: Wasn das?
« Antwort #16 am: Dezember 12, 2007, 00:35:01 Vormittag »
In seinen unveröffentlichten Entwürfen zu einem „Deutschen lagerstättenkundlichen Wörterbuch“ beschreibt H. MAUS den Begriff Konkretion.

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Konkretion

(f.; pl.: die Konkretionen; adj.: konkretionär)

en. concretion; fr. conctetion; it. concrezione; sp. conrecion

1. Etymologie

Lat. Concretio = Verdichtung, Körperlichkeit

2. Erstdefinition

HAUY (1804: 198) fasste Mineralaggregate ohne Kristallisationsgestalt zu einer Gruppe zusammen: „Alle solche Modifikationen vereinigen wir unter dem allgemeinen Namen Concretionen, welches in der gewöhnlichen Bedeutung des Wortes eine geronnene, verhärtete Substanz bezeichnet“. Der Begriff  ‚Konkretion’ fand nur zögernd Eingang in die deutsche Sprache, da beschreibende Bezeichnungen wie Knolle, Niere usw. verwendet wurden.

3. Heutiger Gebrauch

Konkretionen sind rundliche, auch traubig-nierige oder unregelmäßige Mineralaggregate, die sich vorwiegend im sedimentären Bereich, besonders während des Frühstadiums der Diagenese bilden z.B. Feuersteinknollen, Bohnerze, Pyritknollen, Phosphoritknollen, Sandrosen usw.

Im Gegensatz zu den rein beschreibenden Bezeichnungen enthält ‚Konkretion’ die genetische Aussage, „ … dass Stoffwanderungen stattgefunden haben, die zur Ausscheidung von Kristallen oder kristallinen (auch amorphen, Ref.) Aggregaten geführt haben. Diese letzteren werden unter dem Namen Konkretionen zusammengefasst, der ausdrücken soll, dass das Wachstum so erfolgt ist, dass der Kern der Knolle zuerst und die äußere Schale zuletzt gebildet wurde“ (CORRENS 1939: 256).

4. Bemerkungen

Bei der Konkretionsbildung findet stets eine Konzentration von Stoffen aus der Umgebung statt (Konkretionsprinzip). Diese Anreicherung führt häufig zur Bildung von Lagerstätten (z.B. Manganknollen, Bohnerze).
In der älteren Literatur findet man zur Beschreibung besonderer Konkretionen Bezeichnungen und z.T. Lokalnamen wie Adlerstein, Imatrastein, Klapperstein, Kunkur, Krystalloid, Lößkindel, Lößpuppe, Marlekor, Morpholith u.a.

5. Stichworthinweise

Bohnerz, Manganknolle, Geode.

6. Literatur

CORRENS in BARTH, CORRENS & ESKOLA 1939, HAUY 1804.
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Grüße Willi  :prostbier:

Offline pallasit

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Re: Wasn das?
« Antwort #17 am: Dezember 13, 2007, 20:13:12 Nachmittag »
Auch nach längerem nachlesen über den Begriff "Konkretion", halte ich die obige Definition von Hansjosef Maus für eine sehr gelungene.

Grüße Willi  x-09

 

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