Autor Thema: Mellenbach Juli 2008  (Gelesen 8771 mal)

Offline MetGold

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #30 am: Juli 18, 2008, 19:34:18 Nachmittag »
Hallo Lutz,
das sind erstaunliche Mengen :applaus: , die wohl an keinem anderen Waschplatz in Thüringen normalerweise zu erreichen sind! Wobei Sandras Nugget alles rausreist und die ganze Norm versaut.  :laughing:

 :winken:   MetGold   :alter:
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Offline Aurum

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #31 am: Juli 18, 2008, 19:45:04 Nachmittag »
Wer weiss Peter,

man darf ja auch nicht vergessen das ich wirklich 5 Tage intensiv gewaschen habe und bei der Menge Material die ich bewegt habe, geschätzte 2-3 Tonnen , kann es durchaus möglich sein das es der Regel entspricht.
Außerdem habe ich die Gold haltigste Stelle nur 1.5 Tage bearbeitet , was da wohl herausgekommen wäre hätte ich da von Anfang an gearbeitet  :gruebel:

Nun für das kommende Jahr bin ich schlauer und weiss genau was ich machen muss , für mich war dieses Jahr eines wo ich mächtig viel über die Schwarza gelernt habe , vieles was ich mir Angelessen habe , konnte ich in diesem Jahr über Bord werfen und erkennen alle Theorie ist grau .
Nicht zu letzt haben Jochen und Achim dazu beigetragen mein wissen gewaltig zu erweitern , hier noch mal meinen Dank an die Beiden . :super:

Bis dann Lutz   :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

Achgold

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #32 am: Juli 18, 2008, 21:21:50 Nachmittag »
Gruß in die Runde der Goldwäscher
Schön ,daß der Lutz wieder ausführlich vom gemeinsamen Waschen in Mellenbach-Glasbach berichtet hat.So kann ich meine bezüglichen Erfahrungen und Beobachtungen kurz halten,besonders unter dem Aspekt,daß mir von der unsäglichen Plackerei in ständig gebückter Haltung nach dem dritten Waschtag nicht nur der Buckel krumm wurde,sondern auch noch die kleinste Sehne im Bereich der Ober-und Unterschenkel meiner Beine bis heute leicht gereizt ist.Aber ich erlebe gerade das  wunderbare Gefühl,wie der Schmerz so Stück um Stück nachläßt.

Doch Spaß beiseite,mein Ziel der Exkursion bestand in allererster Linie darin ,die Effektivität meiner selbstentwickelten Goldwaschvorrichtungen zu testen.Ich hatte den Siebwaschkasten,gefertigt aus zwei ineinandergeschachtelten DIN-A 4 -Ablagen mit untergehängter Goldfalle und das Rotationswaschgerät nach Art der Flotten Lotte mit am Waschplatz.Beide Vorrichtungen zeigten vorzügliche Goldsammelwirkung.Selbst kleinste Flitter und Stäubchen,die beim Pfannenwaschen oft verlorengehen, wurden problemlos festgehalten,sodaß mein Fundergebnis zwar recht befriedigend ausfiel,aber mit Lutzens Superergebnis keinesfalls  vergleichbar ist.Mein Gesamtergebnis ist nach Schätzung etwa um die 50 -70 mg und bestand zu 90 % aus flachen Mikronuggets im Zehntelmillimeterbereich.Alles "reifes"Seifengold ohne mineralischer Anhängsel,auf die meine Suche eigentlich gerichtet war.Einiger Zuwachs an Roteisenkieseln,die ich für die Winterzeit zur Schleifuntersuchung immer mitnehme,entschädigten mich aber für die dürre Goldausbeute.

Wenn ich,wie der Jens anregt,solche Vorrichtungen in Kleinstserie herstellen würde,wäre sicher in Werkstattarbeit mehr Gold gewinnbar als bei der Sklavenarbeit im Fluß.Aber wir wollen ja den unmittelbaren Kontakt mit der Natur und vor allem den Reiz des Findens der Nadel im Heuhaufen!Also,wer am Nachbau meiner "Technik"Interesse hat,kann von mir,falls die im Januar und Februar gezeigten Bilder nicht ausreichend aussagefähig sein sollten,jederzeit ergänzende Infos abfragen!!!

Der Siebwaschkasten hat seine Einsatzberechtigung an den Stellen im Fluß unter Beweis gestellt,wo am Ort der Sedimentgewinnung in Armreichweite eine Wassertiefe von 20 cm vorliegt.Das Rotationswaschgerät ist vorteilhaft nutzbar,wenn Sediment im trockengefallenen Flußbettbereich gewonnen wird und per Eimer in Wassertiefen von mindestens 25 cm Wassertiefe transportiert werden muß.

Achgold

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #33 am: Juli 18, 2008, 21:35:58 Nachmittag »
Mit den beiden Bildern stelle ich die von mir eben erwähnten Waschvorrichtungen nochmals vor.

Offline Aurum

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #34 am: Juli 18, 2008, 21:44:33 Nachmittag »
Hallo Jochen & Co.

für alle die es interessiert ich kann bestätigen das beide Vorrichtungen sehr Effektiv sind , die Flotte Lotte für Sand und kleine Steine , das Waschbrett für Wurzeln und und gröberen Sand .
Das Waschbrett ermöglicht es größere Mengen Material zu waschen bevor der Aufgangbehälter gelehrt werden muss ( ähnlich wie bei der Rinne ) aber , und das betone ich ausdrücklich , ist das Prinzip ein anderes und auch der Aufbau ist einfacher als bei der Rinne , außerdem schneller zu handhaben .


Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

Jens ohne z

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #35 am: Juli 18, 2008, 22:16:10 Nachmittag »
Hallo Jochen,

interessante Technik - besonders die "GOLDLOTTE (TM)"
Die könntest Du auch gleich dreifach vermarkten:als Goldwaschmaschine, als Entsafter und als Kloßmassenaufbereiter für original Thüringer Klöße!  :einaugeblinzel:

Spaß beiseite, hast Du mal das Restkonzentrat mit der Pfanne nachgewaschen? Ich meine ist bei der Lotte mit Verlusten zu rechnen?

Grüße
Jens

http://www.rotapan.com/
und ein Video: http://www.youtube.com/watch?v=fZxfD1N5pUg

Achgold

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #36 am: Juli 18, 2008, 22:21:54 Nachmittag »
Meine Waschergebnisse sehen etwa in dieser Art aus.Die Bildbreite der Mikroskopaufnahmen ist 1,4mm

Offline MetGold

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #37 am: Juli 18, 2008, 22:44:14 Nachmittag »
Hallo Jochen,

schöne Einzelstücke !
Der 4/4 ist aber nicht zufällig ein Stein ?  :gruebel:  Ick weß, wenn de ins Mikroskop juckst, is et immer ewas annersch als denn uff se Foto.

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Achgold

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #38 am: Juli 18, 2008, 22:59:44 Nachmittag »
Hello Jens,meine Beobachtungen beim Umgang mit der LOTTE deuten darauf hin ,daß keine Waschverluste auftreten.Nach 4 bis 5 Eimern Grobsedimentaufgabe habe ich clean up gemacht,es hätten auch eine größere Eimerzahl die Bodenfalle nicht überfordert.Der Waschrückstand in Menge vergleichbar mit einer gefüllten  Kaffeetasse ,wird abschließend in der Pfanne ausgewaschen.

Danke für die Links                                                 Gruß Jochen

Anbei ein Bild mit der Lotte im Wascheinsatz

Jens ohne z

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #39 am: Juli 18, 2008, 23:15:18 Nachmittag »
Hey Jochen,

da ich mein Sediment immer auf 10mm vorsiebe, habe ich festgestellt dass sich das meiste Gold am Eimerboden ansammelt - ist auch Logisch...
Bei Gelegenheit werde ich mal einen Akkuschrauber und einen Großen Quirl mitnehmen und antesten ob sich damit nicht alles Gold in Richtung Eimerboden bewegen lässt.
Aber wie ich Dich kenne, hast Du das auch schon versucht?  :einaugeblinzel:

Grüße
Jens

Offline Aurum

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #40 am: Juli 19, 2008, 08:36:10 Vormittag »
Jens,

das habe ich ähnlich mal versucht , habe einen Eimer mit Geröll genommen und diesen mit Wasser gefühlt , dann kräftig wie eine Pfanne geschüttelt , die oberen 20cm Geröll entfernt ( in einen anderen Eimer gegeben )
Diesen Vorgang so lange wieder holt bis sich unten nur noch eine feine Schicht von ca. 2cm hatte diese dann ausgewaschen.
Ich hatte wirklich Gold in der Pfanne was wie du ja schon geschrieben hast auch Logisch ist , ein nachwaschen des entfernten Gerölls ergab das dort kein Gold mehr vorhanden war.

Bis dann Lutz  :winke:
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Achgold

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #41 am: Juli 19, 2008, 19:07:38 Nachmittag »
Hello Jens,schau mal in den Thread "Estwing for ever" vom17.Januar 08,da hatten wir schon die hydraulische Goldseparation diskutiert.Gerade, wenn wie in deinem Falle ,das Sediment auf 8mm Korngröße klassiert ist ,hat dieses Verfahren sehr hohe Durchsatz-Effektivität.Nachteilig empfinde ich aber die Unbestimmtheit bei der Entnahme des sedimentierten (abzuschöpfenden) Überstandes wieder aus dem Eimer heraus.

Ich gebe mal noch zwei Bilder zu dieser Waschtechnologie bei .      Gruß Jochen

Offline Aurum

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #42 am: Juli 19, 2008, 19:11:32 Nachmittag »
Hallo Jochen ,


nun habe ich mal eine Frage zu deinem Rührgerät , wie lange hält der den durch wenn du ihn einsetzt  :gruebel:

Bis dann Lutz  :winke:
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Achgold

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #43 am: Juli 19, 2008, 19:18:36 Nachmittag »
Hey Lutz,der Akkuschrauber hält länger durch als du vorgesiebtes  Sediment in den Eimer bringst!!!!    Also mit einem Wort:DER AKKU wird bei dieser Betriebsweise so gut wie nicht beansprucht!!!!Jochen

Offline Aurum

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Re: Mellenbach Juli 2008
« Antwort #44 am: Juli 19, 2008, 19:24:07 Nachmittag »
Jochen ich bin entsetzt  :eek:

Das hätte ich nicht erwartet , ich dachte auf grund des Materials und desen verhalten ( macht sich ja manchmal so hart wie Beton im Eimer) würde er nicht länger wie 3 Stunden , natürlich nicht am Stück , durchhalten .

Bis dann Lutz  :winke:
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