Autor Thema: Frage: Geschiebe vom Lumparn-Krater?  (Gelesen 941 mal)

Offline Sprotte

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Frage: Geschiebe vom Lumparn-Krater?
« am: Oktober 11, 2012, 13:19:32 nachm. »
Hallo,

im Allgemeinen gelten bekanntlich Geschiebe von Impaktiten als selten und nur anhand der Merkmale, die durch die, dem interessierten Laien zur Verfügung stehenden Untersuchungsmethoden (inkl. Auflichtmikroskopie) erkannt werden können, reichlich schwer (wenn überhaupt) identifizierbar. In diesem Zusammenhang sollten doch eigentlich mögliche Impaktit-Geschiebe vom Lumparn-Krater eine gewisse Ausnahme machen. Verschiedene petrografischen Typen der Aland-Rapakiwi sind als Leitgeschiebe leicht kenntlich und in ostbaltischen Geschiebegesellschaften teils ausgesprochen häufig. Sie weisen aufgrund ihrer anorogenen Entstehung keine metamorphe Überprägung auf, sodass durch den Impakt hervorgerufene Veränderungen (Brekzierung, Scatter Cones) leicht erkannt sollten. Meine Fragen sind nun dahingehend, ob Impaktit-Geschiebe von Lumparn in Norddeutschland wirklich zu erwarten sind oder ob bereits Funde vorliegen und ob mögliche Geschiebe von Lumparn auch tatsächlich hinreichend leicht erkennbar wären.

Viele Grüße
Sprotte

Offline speul

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Re: Frage: Geschiebe vom Lumparn-Krater?
« Antwort #1 am: Oktober 11, 2012, 16:04:59 nachm. »
Moin Sprotte,
Deine Überlegungen sind erstmal prinzipiell richtig. Aland-Geschiebe gibt es zu Hauf, aber wie sieht es mit den Lumparn-Impaktiten aus.
Um ehrlich zu sein, richtig schlecht, weil: Auch im Krater findet man kaum etwas an Impaktmaterial. Ich habe vor Ort ein Großgestein mit Shutter cones gesehen, ich glaube findest Du auch irgendwo im Forum ein Bild davon, an "handlichem" Material gibt es eigendlich nur eine Stelle an Land wo man etwas, und die Betonung liegt hier doch sehr auf "ETWAS" finden kann, will heißen einen möglicherweise Impaktinduzierten brekzinierten Granit, vielleich aber doch nur tektonisch und etwas Shutter cone artiges Material, besser als "Striation" zu bezeichnen, und das wars. Ist halt zu alt, zu tief errodiert (und das nicht erst seit der letzten Eiszeit)
Sieht man auch daran, dass es nahezu keine Literatur dazu gibt
Grüße
speul
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