Autor Thema: Gedanken zur wissenschaftlichen Untersuchung  (Gelesen 1402 mal)

H5P6

  • Gast
Gedanken zur wissenschaftlichen Untersuchung
« am: August 08, 2007, 16:09:19 nachm. »
Hallo, :winke:
was mich einmal interessieren würde.
Der theoretische Fall:
man findet einen Meteoriten,der in zwei Teile gebrochen ist.
Ein großes und ein kleines Stück,was sich aber paßgenau zusammensetzen läßt.
Reicht es nun für eine wissenschaftliche Untersuchung und gegebenenfalls für die Hinterlegung 20% von der kleinen Masse einzureichen oder 20% von der Gesamtmasse?
Muß die Gesamtmasse überhaupt erwähnt werden,wenn doch die Paßgenauigkeit der Bruchfläche die Zugehörigkeit beweist?
Sollte man weitere Bruchstücke bei einer Nachsuche finden,stimmt die angegebene Gesamtmasse doch auch nicht.
Soweit meine Überlegung.

Gruß Jürgen :smile:

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Re: Gedanken zur wissenschaftlichen Untersuchung
« Antwort #1 am: August 08, 2007, 17:39:31 nachm. »
Hallo Jürgen,

 :belehr:  es zählt immer das Gesamtfundgewicht, also in deinem Beispiel beide Hälften. Ansonsten müßten man dir klar und deutlich Betrugsabsichten unterstellen.

Jedoch ist das für die meisten Finder ohne Bedeutung, da die Formel ja nicht nur 20% heißt, sondern 20% oder 20g. Bei Stücken mit einem  Gesamtfundgewicht von über 100g müssen immer nur 20 Gramm als Hinterlegungsprobe und zur Untersuchung abgeliefert werden. Die 20% kommen nur bei Kleinfunden mit unter 100g zum tragen. Ansonsten wären ja auch die Daten, die dann von der Meteoritical Society publiziert werden von vornherein falsch und du wärest etwas in Erklärungsnot, wenn du mehr als die restlichen 80% verkaufen wolltest, dann müßtest du schon ein Hintertürchen mit späteren "Nachfund" öffnen.

 :winke:   MetGold   :alter:

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H5P6

  • Gast
Re: Gedanken zur wissenschaftlichen Untersuchung
« Antwort #2 am: August 09, 2007, 10:25:26 vorm. »
Hallo Peter, :winke:

danke für Deine ausführliche Darlegung.
Ich gehe davon aus,daß bei einem Nachfund die Zugehörigkeit ebenfalls durch Untersuchungen bestätigt werden muß und das würde sicher auch wieder Materialverlust bedeuten.
Wenn ein Meteorit erst bei der Bergung zerfällt,vermute ich,daß ja nicht von jedem Bruchstück eine Probe genommen wird.
Wie stellt man die Zugehörigkeit der einzelnen Bruchstücke zu den klassifizierten Fund dar?

Gruß Jürgen :smile:

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Re: Gedanken zur wissenschaftlichen Untersuchung
« Antwort #3 am: August 09, 2007, 10:37:07 vorm. »
Hallo Jürgen,

wenn die Steine offensichtlich zu einem Ganzen zusammenpassen, wird kein Institut sie einzeln untersuchen wollen !!! Was sollte das bringen ???

Wenn es ein interessanter Fund ist, der einen separaten Eintrag im Bulletin erhält, würde vielleicht folgendes dort stehen: "A single broken stone ....two pieces..."

Ist es ein "Langweiler" der nur in tabellarisch gelistet wird:   "No. of pieces:     2"

Schau doch einfach mal selbst nach:  http://tin.er.usgs.gov/meteor/docs/mb91.pdf

 :winke:   MetGold   :alter:
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H5P6

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Re: Gedanken zur wissenschaftlichen Untersuchung
« Antwort #4 am: August 09, 2007, 16:48:24 nachm. »
Hallo Peter, :winke:

habe Deine Anwort mit Dank gelesen. :super:
Aus welchen Informationen leitet die " Meteorite Price Guide " ihre Preisgestaltung ab?
Die meisten Händler scheinen sich aber mit ihren Preisen am unteren Ende der Preisskala zu bewegen.

Gruß Jürgen :smile:

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Re: Gedanken zur wissenschaftlichen Untersuchung
« Antwort #5 am: August 09, 2007, 17:10:35 nachm. »
         
                 
                                :nixweiss:
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