Autor Thema: Findlingskissen - ein mittelkörniger Dolerit?  (Gelesen 1063 mal)

Offline Met1998

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Findlingskissen - ein mittelkörniger Dolerit?
« am: September 01, 2017, 14:16:42 Nachmittag »
Moin Findlings-Fans,
hat jemand sein Kissen am Strand vergessen?  :wow:
An der Steilküste zwischen Bansin und Ückeritz (Usedom) liegt dieser ca. 80 cm große, kissenförmige Findling.
Der Findling sah von Strand aus, als wenn ihn jemand „künstlerisch“ bemalt hätte. Ich dachte so:
„Nur Narrenhände beschmieren Stein und Wände“. Dem war aber dann aus der Nähe nicht so!

Das Gestein neigt zu schaligen Abplatzen der Oberfläche, als Folge fortgeschrittener Verwitterung.
Die abgeplatzten Stellen zeigen mittelkörniges Gefüge.
Ich vermute weißes, etwas vorstehendes Plagioklas? und schwarzes Pyroxen (Augit)?, beide bauen das Gestein auf.
Ein kleiner Magnet haftet, aber nicht!  :gruebel:
Dann sind da auch noch gelblich, braune Körner mit rostigen Flecken zu sehen. Das könnte verwittertes Olivin sein, als Granat würde ich das nicht bezeichnen, (kein mafischer Granulit, oder Amphibolit)?

An Hand dieser Merkmale hat der interessierte Sammler den Findling als einen Diabas vom Typ Åsby-Ulvö eingeordnet. (R. Vinx, 2016, Seite 96)

Solch einen Findling habe ich bisher noch nicht gesehen!
Unsere Lausitzer, grobkörnigen Dolerite (Åsby-Ulvö-Dolerit) vom Buckwitzberg, oder Grünewalde, oder Nochten, sehen etwas anders aus – die haben deutlich ophitisches = leistenförmiges Gefüge. Siehe:
http://kanalmusik.de/wordpress%202/?p=7889
Bild 18 und 21

Gibt es an Hand der Fotos von den Profis Zustimmung/andere Meinungen zum Gestein?
Oder gehört er ins Reich der optischen Unbestimmbarkeit.

Gruß Ehrfried  :hut:
« Letzte Änderung: September 01, 2017, 14:52:15 Nachmittag von Met1998 »
Der Mensch hat die Fähigkeit zur Vorahnung und er reift mit Geduld, wie Whisky, Käse und Wein!

Offline JFJ

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Re: Findlingskissen - ein mittelkörniger Dolerit?
« Antwort #1 am: September 02, 2017, 17:46:59 Nachmittag »
Moin Ehrfried,

es ist schon ein interessantes Geschiebe.
Passen könnte Deine Vermutung schon.
Traue mir aufgrund nur der Fotos jedoch keine Aussage zu.

Ein schönes Wochenende in die Runde
Gruß
Jörg 
Ich mag Geschiebe, weil sie die entgegenkommendsten Gesteine sind.

Offline Met1998

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Re: Findlingskissen - ein mittelkörniger Dolerit?
« Antwort #2 am: September 02, 2017, 19:18:22 Nachmittag »
Moin Jörg, :hut:
leider war ausgerechnet das Foto von der schwarz, weißen Oberfläche/Kruste (ophitisches = leistenförmiges Gefüge),
total verschwommen!
Nur Fernaufnahmen und die helle Abplatzung war gelungen.
Auch der „Beste Fotograf“ hat mal einen schwarzen Tag.  :einaugeblinzel:

Somit ist ein sicherer Vergleich mit den Åsby-Ulvö-Dolerit der Lausitz, oder den Schweden im Netz (Ostsee),
oder Büchern, kaum möglich.

Aber vielleicht komme ich wieder mal an diese Steilküste, und Salzwasser!!!,
Sand, Wind und Wellen haben das gute Stück nicht „eingeäschert“.

Schönes Wochenende wünscht
Ehrfried
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