Autor Thema: Tektonische Brekzien (Ostsee und Lausitz)  (Gelesen 1342 mal)

Offline Met1998

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Tektonische Brekzien (Ostsee und Lausitz)
« am: November 11, 2018, 14:34:54 Nachmittag »
Eigentlich müssten die Bilder ja zu:
1001 Gestein - Geschiebe von den norddeutschen Küsten
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=9689.msg120586#msg120586

Marc,
weil ich den Geschiebe-Profi gerade in der Leitung habe (und hier heute sanfter Nieselregen fällt), noch zwei Fragen.
Frage 1.
Haut die Bezeichnung so hin?: (52a bis 52d)
Diese fast handballgroßen „Tektonischen Brekzien“ (Intrusions-Brekzien = Eindringen von fließfähigem Material in bereits existierende Gesteinskörper) findet man sehr häufig! an den polnischen und deutschen Stränden.
Deshalb dazu
Frage 2.
Sind die Eiszeiten ein Fake?  :einaugeblinzel:  :laughing:
An den Küsten tonnenweise von dem Zeug und in unseren Moränen kein „Krümel“! :gruebel: :gruebel: :gruebel:
Wo sind diese Gesteine in unserem „Mischmasch“ (Geschiebe Ostsee/Elbe Gerölle) der Tagebaue und Kiesgruben zwischen Berlin und Dresden zu finden?
Hast du auf  deinen geologischen Streifzügen durch die Lausitz solche gezeigten Stücke schon gesehen/gefunden?
http://geologische-streifzuege.info/category/allgemein/

Ich habe solche Gesteine hier! noch nicht privatisiert, aber evtl. andere Forumler (Achat- und Tektit-Sammler?, evtl. Bilder?)

Beste Grüße
Ehrfried  :hut:
« Letzte Änderung: November 11, 2018, 15:01:12 Nachmittag von Met1998 »
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Offline karlov

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Re: Tektonische Brekzien (Ostsee und Lausitz)
« Antwort #1 am: November 11, 2018, 15:00:08 Nachmittag »
Moin Ehrfried,

Als tektonische Brekzien kann man solche Gesteine bezeichnen, die in oberen Krustenbereichen Risse bekamen, und später wurden die Risse mit z.B. Quarz verheilt. Damit grenzt man sie von sedimentären Brekzien ab. Die Prozesse sind bestimmt hochkomplex, hier können auch evtl. Impakte (Uppland) eine größere Rolle spielen, aber 52d ist ein schönes Beispiel.
Die Tatsache, wie oft man etwas wo findet, unterliegt glaube ich stark dem subjetivem Empfinden. Diese Brekzien sind nicht besonders häufig, aber regelmässig anzutreffen. Lokal können sie natürlich auch mal angereichert vorkommen. Ein gewisser Teil stammt aus dem svekofennischen Bereich, diese Brekzien gibt es aber auch in anderen Gegenden: Smaland, Dalsland. Was meiner Meinung nach gar nicht geht, ist die Brekzien mit dem Namen "Forsmark-Brekzie" zu versehen.
Wundert mich, dass du sie in der Lausitz nicht findest, denn auch aus dem Erzgebirge kommen als südliche Schüttung jede Menge Gangbrekzien. Selten führen diese Amethyst, Jaspis, Achat ("Schlottwitzer Gangfolge").
Hier gibt es auch ein paar Brekzien:
http://geologische-streifzuege.info/grossgeschiebe-aus-der-niederlausitz-brekzien-und-konglomerate-pegmatite-und-aplite/
Nur die "bunten" sind nicht dabei, weil sie vermutlich kaum Großgeschiebe ausbilden.
 :winke: Marc

Offline karlov

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Re: Tektonische Brekzien (Ostsee und Lausitz)
« Antwort #2 am: November 11, 2018, 15:02:27 Nachmittag »
Hier mal ein Strandstein von Skansholmen SW Stockholm:

Offline Met1998

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Re: Tektonische Brekzien (Ostsee und Lausitz)
« Antwort #3 am: November 11, 2018, 16:18:59 Nachmittag »
Schönes Stück aus Camp Skansholmen.  :super:

Zitat
Nur die "bunten" sind nicht dabei,...
Aber genau diese „Bunten“ (rot, gelb, schwarz, grünen) Antwort #1, meine ich!
Sollte beim Transport auf den ca. 500 km zu uns etwa die Farbe verloren gegangen sein?  :einaugeblinzel: :nixweiss:

Die sehen am Strand fast aus wie Unakit (Epidot):
https://strand-und-steine.de/gesteine/metamorphite/andere/unakit/unakit.htm

Andersfarbige Brekzien aus der Lausitz habe ich schon in der Sammlung, kann ich ja demnächst mal zeigen.

Ehrfried
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Offline karlov

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Re: Tektonische Brekzien (Ostsee und Lausitz)
« Antwort #4 am: November 18, 2018, 20:12:59 Nachmittag »
Wie gesagt, Fundanhäufungen kann es überall mal geben. Die "bunten Brekzien" sind in Brandenburg auch nicht so selten, wenn auch immer nur vereinzelt zu finden.

Beispiele aus Hohensaaten und Falkenthal.

Offline Met1998

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Re: Tektonische Brekzien (Ostsee und Lausitz)
« Antwort #5 am: Juni 30, 2019, 14:40:02 Nachmittag »
 :wow:
Zitat von: Met1998
Wo sind diese Gesteine in unserem „Mischmasch“ (Geschiebe Ostsee/Elbe Gerölle) der Tagebaue und Kiesgruben... zu finden?
Na wer sagt‘s denn?
Nun habe ich doch noch beim Baden in einem unserer neuen Lausitzer Tagebauseen, diese tektonischen Brekzien gefunden.
Das 7 cm Stück hat jedenfalls große Ähnlichkeit mit den Ostseestücken aus Antwort #1!

Sie bleiben als Lausitzer Referenzobjekte so wie sie sind – kein Schnitt, keine Politur!

Ehrfried :winke:
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Offline Eckard

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Re: Tektonische Brekzien (Ostsee und Lausitz)
« Antwort #6 am: Juli 01, 2019, 12:38:10 Nachmittag »
Lieber Ehrfried,

wenn ich mir Deine Brekzien anschaue, dazu die bei 'Strand und Steine', dann noch ein paar andere im I-Net und meine paar eigenen, dann meine ich fast, dass man sich da eine sorgfältig aufzubauende Sammlung anlegen sollte. Die sind nicht nur interessant, sie sind auch oft sehr schön anzusehen.

Ich habe ja man gerade 'gestern' erst angefangen, aber planen sollte man, bevor man den Überblick verliert. (Habe da letztens ein Dilemma erlebt, wenn man mit der Planung sehr lange hinterherhinkt.  :crying:)

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Offline Eckard

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Re: Tektonische Brekzien (Ostsee und Lausitz)
« Antwort #7 am: Juli 08, 2019, 10:13:53 Vormittag »
Hallo Ehrfried,

hier eine Brekzie von der Flensburger Förde. Hübsch bunt, und sie zeigt ein Konterfei des Herrschers über alle Brekzien. - Das Glitzern darauf ist nur Feuchtigkleit.

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