Autor Thema: Einschluss im Kalkstein  (Gelesen 333 mal)

Offline opal

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Einschluss im Kalkstein
« am: Juli 26, 2020, 10:55:32 vorm. »
Hallo miteinander,

gestern stand mein Jüngster mit einem Stück Kalkschotter in der Hand. In dem Stück ist ein tiefbrauner/ schwarzer scharf abgegrenzter Brocken eingeschlossen.

Was könnte das sein und wie könnte dieser Brocken in das Sediment gelangt sein?

Danke für Eure Einschätzung und Grüße aus Mittelfranken!

Paul

Offline Buchit

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Re: Einschluss im Kalkstein
« Antwort #1 am: Juli 26, 2020, 11:04:59 vorm. »
Hallo Paul,

und: Willkommen im Forum :hut:

Das sieht - angesichts des "rostigen" Randes - nach einer Markasit/Pyritknolle aus. Derartige Gebilde entstehen als Konkretionen innerhalb des Sediments nach seiner Ablagerung durch Prozesse von Stofftransport und -konzentration.

Sind in der dunkelbraunen/schwarzen Masse evtl. "goldene" Flecken zu sehen?

Gruß,
Holger

Offline Met1998

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Re: Einschluss im Kalkstein
« Antwort #2 am: Juli 26, 2020, 11:41:35 vorm. »
 :wc: opal-Paul!

Guck mal hier, Punkt 3:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=10417.msg127678#msg127678
(Dein Foto hat eine Größe wie ne Briefmarke)  :wow:

Da könnte etwas "goldenes" schimmern?  :gruebel:

Gruß Ehrfried
Der Mensch hat die Fähigkeit zur Vorahnung und er reift mit Geduld, wie Whisky, Käse und Wein!

Offline opal

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Re: Einschluss im Kalkstein
« Antwort #3 am: Juli 26, 2020, 17:36:27 nachm. »
Danke für Eure Einschätzung!

Ja da schimmert es an ein paar Stellen "goldig". Das würde also auf Pyrit hindeuten.
Wie muss man sich den Vorgang vorstellen wenn sich an einer Stelle mitten im Gestein plötzlich Stoffe zu einer Knolle konzentrieren.
Ist da ein Kristallisationskeim, der den Auslöser darstellt?

Anbei nochmal ein Foto, wo die 200kB fast vollständig ausgeschöpft sind.

Gruß

Offline Gibeon2010

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Re: Einschluss im Kalkstein
« Antwort #4 am: Juli 26, 2020, 18:02:25 nachm. »
Anbei nochmal ein Foto, wo die 200kB fast vollständig ausgeschöpft sind.

An der Bildgröße hat sich aber kaum was geändert. Man kann auch mit 800 px das Limit (übrigens sind es 255 kB) einhalten. Man muss nur die jpg-Qualität etwas niedriger einstellen. Ein Wert von 80 liefert meist gute Ergebnisse.
Viele Grüße
Jens

Offline Suevit

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Re: Einschluss im Kalkstein
« Antwort #5 am: Juli 28, 2020, 22:28:51 nachm. »
Hallo,

Wie muss man sich den Vorgang vorstellen wenn sich an einer Stelle mitten im Gestein plötzlich Stoffe zu einer Knolle konzentrieren.
Ist da ein Kristallisationskeim, der den Auslöser darstellt?
Ja genau. Zum Entstehungszeitpunkt ist das Sediment noch unverfestigt. Mineralhaltige Lösung wird dem Keim über das Porenwasser zugeführt, und der Kristallisationsdruck des entstehenden Mineralaggregats verdrängt das Sediment. Im Prinzip kann das Aggregat so lange wachsen wie einerseits der Stoffnachschub gewährleistet ist und andererseits das Sediment noch hinreichend duktil ist, um dem Wachstumsdruck des Aggregats auszuweichen. Der Keim kann alles mögliche sein, meist ist er mikroskopisch, entweder ein zufällig entstandener Kristall desselben Minerals, oder ein Sandkorn oder ein Schalen- oder Knochenfragment, etc. Es lohnt nicht, eine solche Knolle auf der Suche nach einem repräsentativen Fossil zu zerdeppern - die gibt es nur in extremen Ausnahmefällen darin, und dann zeigen sich meist äußere Anzeichen dafür.

Grüße,
Rainer

 

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