Autor Thema: Blasentang - Symbiose mit Stein-Verschleppung  (Gelesen 337 mal)

Offline Met1998

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Blasentang - Symbiose mit Stein-Verschleppung
« am: Oktober 10, 2020, 13:50:24 Nachmittag »
(Noch einige Bilder für die Daheimgebliebenen)

Es hat mich schon immer fasziniert, dass vereinzelt kleinere Gesteine mit Seetang,
bzw. grünem Seegras an Sandstränden angespült werden. :wow:

Wie der schon 2017 im Bild 23 gezeigte, abgelöste Blasentang an einem 17 cm violett, rotem Feuerstein …
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=9689.msg141442#msg141442
… konnte ich dieses Jahr an verschiedenen Stellen der Ostsee wieder einige Beispiele von „Verschleppung“ ablichten ...
Der Mensch hat die Fähigkeit zur Vorahnung und er reift mit Geduld, wie Whisky, Käse und Wein!

Offline Met1998

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Re: Blasentang - Symbiose mit Stein-Verschleppung
« Antwort #1 am: Oktober 10, 2020, 13:58:24 Nachmittag »
… Die weißen „Vulkanhügel“, am 8 cm Stück im Bild 02, könnten Überreste abgestorbener Haftplatten sein?

Diese Großalgen nehmen jedes Gestein gern als „Ankerplatz“ an, egal ob Flint, Kreide, Rapakiwi, Gangporphyr oder Smaland Granit.
Je nach Gewicht/Größe des Steines und der Tragkraft der Braunalge, können die Symbiosen (Zweckbeziehungen) durch die Ostsee treiben.

So werden bei den gezeigten Stürmen Steine in andere Gebiete verschleppt.
(Gesteine aus Norwegen können vereinzelt an der Polnischen Ostseeküste, oder Rapakiwis an der Holländischen Küste auftauchen.)

Der Blasentang wächst hauptsächlich auf Steinen, Felsen oder Holz und assimiliert Mineralsalze und Spurenelemente.
Den Vorteil der Symbiose hat nur der Seetang, für die Gesteine sehe ich keinen Nutzen!
Außer, dass sie vielleicht in einer Vitrine, als Foto in einem Gesteinebuch, oder in einem Forum landen! :einaugeblinzel:

Schönes Wochenende wünscht
der „Steinfried“  :hut:
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Offline Eckard

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Re: Blasentang - Symbiose mit Stein-Verschleppung
« Antwort #2 am: Oktober 10, 2020, 15:22:37 Nachmittag »
Hallo Ehrfried,

Biologie und Geologie passen schon ganz gut zusammen. Interessante Geschichte. :super: Aber: Auf Bild 02_8 ist Dir ein seltener Schnappschuss gelungen. Damit hast Du nämlich ein Porträt des eigentlich in der Nordsee beheimateten 'Ekke Nekkepenn' auf die Platte gebannt. Dargestellt in dem Moment, wo er Gift und Galle speit, weil er die jungfräuliche Inge von Rantum nicht bekommen konnte.  Und warum nicht? Weil sie ihn mit seinem Namen ansprach. - Die Geschichte erinnert ein wenig an das Märchen Rumpelstilzchen

Die weißen Flecken sind übrigens keine Seepocken. Das sind die Augen vom Ekke Nekkepenn. - Ich frage mich nur, was der in der Ostsee wollte. Hatte er Stress mit seine Frau Rahn?  :nixweiss:  :gruebel: - Wir werden es nie erfahren. :traurig:

Besten Gruß nach SFB
 :winke:
Eckard
Ein Stein ist nicht allein nur Stein, ein Stein der kann erzählen.

Offline Met1998

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Re: Blasentang - Symbiose mit Stein-Verschleppung
« Antwort #3 am: Oktober 10, 2020, 20:16:37 Nachmittag »
Eckard, du bist ein wahrer „Pareidologe“:super:

Siehe auch hier, 7 Seiten!:  :wow:
https://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=8083.msg151882#msg151882
Der das Lebendige in toten Steinen sieht.
Der mit Fantasie und witzigen Worten ein Gedankenpuzzle erzeugt und mein Gestein zur norddeutsche Sagengestalt verwandelt.  :unfassbar:
(Gewissermaßen in einer anderen Erscheinungsform in der friesischen See darstellt!)

Gruß in die Wedemark  :hut:
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Offline Eckard

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Re: Blasentang - Symbiose mit Stein-Verschleppung
« Antwort #4 am: Oktober 10, 2020, 21:08:00 Nachmittag »
Hej Ehrfried,

nee, nee, bin kein Pareidologe. Der wäre ja ein Wissenschaftler; und einen solchen bin ik nich, so. -  Dann schon eher ein Pareidoliker. Endung -iker meint oft leidende Zeitgenossen wie  z. B. Allerg-iker, Polit-iker. . . .

Genug ge-ikert, sonst hat man mich bald auf dem Kieker; hier aber mit einem ‚e’ nach dem ‚i’, und den gibt's nicht nur als Redewendung, der ‚Kieker’ ist im Norden auch das Fernglas. Aber das weiß ja jeder, odr? :nixweiss:

So, nu kiekste, wa?

Schönen Abend noch.
 :winke:
Eckard
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