Ja hat er denn seine Schlüssel wiedergefunden?
Immerhin schaut der Stein hübsch hässlich und damit (für mich zumindest) glaubhaft aus.
Im Eintrag von Monte Costone steht ein schlimmer Term: "collector of minerals".
Der GAU wäre, wenn einem europäischen "meteorite collector" ein heimischer Zufallsfund gelänge.
Ich bin dafür, daß die Meteoritical Society eine neue Nomenklatur einführt: "WE", für Westeuropa, bei fallunabhängigen Funden und deren Fundlegenden abstreift. Gleichzeitig muß die IMCA per Dekret den Sammlerwert der europäischen Neu-Nurfunde auf NWA-Niveau festsetzen.
Die Frequenz der Neufunde bei beobachteten Fällen hat sich in den letzten Jahren in Europa ja deutlich erhöht, durch die Überwachungskameras, Handys, prompte und genauere Streufeldberechnungen und die Vernetzung.
Bei den Funden am Wegesrand weigere ich mich, eine solche Entwicklung zu akzeptieren
und wenn man die Geschichten im Forum durchgeht, übertrifft mittlerweile die Zahl der vorgeblichen Zufallsfunde die der beobachteten Fälle.
Ih, Costone ist W1/2, Hocheppan, ich hör Dir trapsen.
Und, kamarka, was soll man den heute noch glauben?
Da wird auf Etsy ein Quarz vom Mond als Quarz vom Mond für 18.000Euro angeboten.
Googelt man zur Information, ergeben die Trefferlisten vorrangig, daß Milchquarz gegen das 5G-Netz schütze und Rauchquarz bei Arsch-Chakra hilft. Will ich ein youtube-Video anschauen, wird mir zu erst ein Film eingespielt, in dem eine mit Gelehrtenattributen ausstaffierte Knallcharge das Menetekel der Fußamputation an die Wand malt, um sogleich die einzige Rettung zu verheißen, daß ein Medizinier ein Medikament gegen Nagelpilz entdeckt habe - und zwar im Buch Exodus.
(irgendwie hab ich eine Ahnung, daß es sich doch noch auszahlen könnt, daß ich mal Mittelalterkunde...)
Die Welt wäre ein weniger dummer Ort, wenn vorgebliche Meteoritenfinder sich darauf beschränkten, Katzenvideos mit KI zu fälschen.
