Autor Thema: Wie weiter?  (Gelesen 4664 mal)

Offline gsac

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Re: Wie weiter?
« Antwort #15 am: Mai 24, 2008, 00:45:33 vorm. »
Martinuschka,

gut, das eine sind die, die bei Bonhams und Butterfields, bei Macovich usw mitbieten und die
Sahnestücke für (sehr) teures Geld heimfahren, weil es womöglich eh nur Portokassengelder für
sie sind, das andere ist aber Haschr Aschwads Aussage, ein Teil der russischen Händler verkaufe
inzwischen ein Großteil des vorhandenen Sortiments an das neue Klientel dort - oder so ähnlich ist
es jedenfalls sinngemäß bei mir angekommen. Also nicht eine Frage, ob der neureiche Goldkettchen-
Rumäne daheim bei Dir in Calarasi den Ferrari auf seinen eigenen gepflasterten 24-42 Auffahrt-qm vor
der öffentlichen Schlaglochpiste zur Schau stellt, sondern eine Frage nach einer insgesamt aufstrebenden
neuen Klientel in den ehemaligen oder Noch-Immer-Schwellenländern, die man jetzt vielleicht noch milde
belächeln mag, aber nur in wenigen Jahren schon nimmer. Und die Frage nach der Einschätzung der
Händler dazu - das war es eigentlich von meiner Seite...

Nicht die Frage nach dem tumben Individuum mit Kohle, sondern die Frage nach einem aufstrebendem
begüterten Mittelstand, der sich auch ein wenig Kultur in diese Richtung hin zu leisten imstande und auch
willens ist. In den von Haschr Aswad genannten Regionen schlummert da doch ein riesiges Potenzial...

Schau mal auf den Titel des Threads ---> "wie weiter!" Das geht ja in die Zukunft und ist nicht nur
auf den aktuellen Stand geschaut. Dieser ist doch weitestgehend bekannt (...sollte man jedenfalls
meinen). Na klar habts ihr da den oben beschriebenen Typen in Calarasi, wie sie auch hier im "Hummer"
und mit Designersonnenbrille auf der Nase beim Lidl vorbrunzen und abends "DSDS" in der Glotze schauen,
um mal ein gar nicht so verkehrtes Vorurteil zu bedienen. Aber von denen rede ich gar nicht, die sind eh
nicht diskutabel fürs hiesige Grundthema, weil ihnen die Thematik wohl fremd und verschlossen bleiben
wird und sie andere Interessen haben für ihr Dasein. Ich meine den neuen, aufstrebenden und durchaus
auch zahlungskräftigen Mittelstand, den Haschr Aswad in seinem lesenswerten Aufsatz erwähnt hat, und
der (inzwischen) nicht mehr nur in U.S.A, Kanada, der Schweiz, Österreich, Deutschland, Frankreich
usw.... lebt. Und mögen dies in den aufstrebenden Ländern prozentual derzeit auch nur wenige sein
gemessen an der Gesamtbevölkerung, die dazu gehören: ich glaube, der "globale Wohlstandsvektor"
zeigt langfristig sowieso eher weg vom alten Europa, wo künftig allenfalls viele üppige Inseln verbleiben
werden, aber das ist wiederum ein ganz anderes Thema, was wir nicht weiter vertiefen müssen. Bleibt
die Frage "wie weiter?" konkret für die Meteorite...

Oheim
« Letzte Änderung: Mai 24, 2008, 01:45:34 vorm. von gsac »

Pittiplatsch

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Re: Wie weiter?
« Antwort #16 am: Mai 24, 2008, 11:02:31 vorm. »
Privet Alexej;-)

also ich weiss nicht ob Maddinuschka da andere Infos hat, aber bei mir ist bisher keine russische Kundschaft aufgelaufen. Ich bin mir aber sicher, dass es in Russland auch Meteoritensammler gibt. Wie gross der Markt für Meteoriten in Russland tatsächlich ist, wird aber schwer in Erfahrung zu bringen sein. Da könnte man vielleicht mal versuchen die russischen Händler in Ensisheim auszuhorchen, inwieweit sie Ihre Mets in ihrer Heimat verkaufen. Oder vielleicht hat Haschr Aswad auch noch genauere Infos zu diesem Thema für uns? :fluester:

Übrigens macht es für mich nicht allzuviel Sinn, sich mit der Frage "wie weiter mit Meteoriten" schwindlig zu machen. Noch ist der Notstand ja nicht ausgebrochen und die Party wird erstmal noch ein Weilchen weitergehen. Wie gesagt, das Angebot ist noch gut und die Preise erschwinglich, auch wenn die Preise vielleicht hier und da ein wenig angezogen haben. Und zu den NWA´s nochmal, auch wenn die Meteoritenangebote in Marokko immer rarer werden, so ist ja auch noch einiges NWA-Material ausserhalb Marokkos im Umlauf bei diversen Händlern.
In diesem Thread wurde ja über div. Beobachtungen geschrieben und jeder kann ja selbst für sich entscheiden, was er für bare Münze nimmt und seine Sammelaktivität dementsprechend darauf einstellen. Und welche Zukunftsprognose sich am Ende bestätigt, kann nur die Zeit zeigen.

Dosvidanja,
Pitti

Offline gsac

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Re: Wie weiter?
« Antwort #17 am: Mai 24, 2008, 11:35:20 vorm. »
Spaciba, Pitti - gute Antwort! Sehen wir es also grundgelassen! :einaugeblinzel:

Wie sät dä Kölsche Jung:

"Et is wie et is,
et kütt wie et kütt - und
et hätt noch immer jotjejange!"

:prostbier: Alex

Offline Mettmann

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Re: Wie weiter?
« Antwort #18 am: Mai 24, 2008, 12:00:10 nachm. »
Herrjeh Oheim,

dann müssen wirs eben quantifizieren, um zu schauen, wo das Potential der russischen Mittelschicht liegen könnte,
wie zahlungskräftig die sind:

Russland hat 142 Mio Einwohner.
Zur Mittelschicht zählt man dort die Bewohner eines Haushaltes, der über ein Einkommen von mehr als 30.000$ ~ 19.000Euro verfügt.

Das sind gegenwärtig in Russland 5 Millionen Haushalte. Der durchschnittliche Haushalt zählt dort 2,7 Köpfe, das heißt 13,5Mio Russen gehören der russischen Mittelschicht an, also 9,5%.

Jetzt blicken wir auf Deutschland.
Deutschland hat 82 Millionen Einwohner. Das Durchschnittsnettoeinkommen pro Haushalt liegt bei um die 33000 Euro.

Befindet sich das verfügbare Einkommen eines deutschen Haushalt auf dem Niveau eines russischen Mittelstandshaushalt, so zählt er hierzulande bereits zur Armutsriskogruppe bzw. nimmt man die übliche Definition von Armut unter 60% des Durchschnittshaushaltseinkommen her, bereits als arm. Knapp unter den russischen Mittelstandseinkommensgrenze liegen in D die Rentnerhaushalte, nicht aber die Pensionäre, wobei allerdings das durchschnittliche ersparte Vermögen in der Altersgruppe kurz vor Eintritt in die Rente bei 60.000Euro liegt und sonst noch die Haushalte, die Arbeitslosengeld beziehen und am End die HarzIVler.


In Deutschland, was werden wir da an eingefleischten Meteoritensammlern haben?

Geht man noch zusätzlich davon aus, daß der russische Mittelstand eher in größeren Städten zu finden ist, kann man davon ausgehen, daß etliche vollkommen wegfallen, denn die Lebenshaltungskosten sind dort höher als bei uns.

(Ein Phänomen, was übrigens Oheim, auch in Rumänien auftritt. Wohnungspreise und Mieten in Bukarest sind höher als im teuren München und in dem Drecksnest, wo ich mich oft aufhalte, werden stark renovierungsbedürftige 40qm 2-Zimmerwohnungen inzwischen 35.000 und 50.000Euro gehandelt und die Kaltmieten betragen 200-400Euro + 100-150Euro Nebenkosten. Das Gehalt eines Lehrers liegt bei 200Euro, eines Schuldirektors bei 350Euro, eine Verkäuferin, Näherin, Kranenschwester verdient 100Euro Netto im Monat).

Das bedeutet insgesamt, daß die russische Mittelschicht noch nicht sonderlich attraktiv ist für Meteoritenhändler.
Ihr gehören zu wenig Leut an und es steht weniger Geld zu Verfügung als der Mittelschicht in den meisten Europäischen Ländern, in Nordamerika, Japan und Australien.

Daher ist bislang in Russland nur die Schicht der Wohlhabenden und Reichen interessant, egal welchem Klischee sie genügen, Oheim.
Einkommensmillionärsfamillien gibt es in Russland mittlerweile 160.000, 12.000 davon mit einem Jahreseinkommen von mehr als 5 Mio $.
In D gibt es rund 13.000 Leut, die mehr als 1 Mio Euro jährlich verdienen, man beachte also hier das Mißverhältnis zu Russland. Derer, die nicht über ein Einkommen aber über ein Vermögen von mehr als 1 Mio Euro in D verfügen, zählt man 800.000.

Also Oheim, die Gefahr für den Sammler geht nicht von neuen Mittelschichten aus, die Gefahr besteht darin, egal wo sie wohnen, daß auch nur einige wenige Vermögende oder Reiche gar, Gefallen an Meteoriten finden, denn es gibt nunmal nur sehr sehr sehr wenig Material und das zu relativ geringen Beträgen. Nicht?  Z.B. das, wasde bereits in Deiner Diktion als Highroller- oder -endtum bezeichnest, das sind ja Stücke zum Preis von Kleinwägen und bereits, das, was nen Ferienwohnungspreis erzielt, gilt als jenseits von Wurst und Käse - dabei sind das nun Summen, die sich zu allerlei anderen Highendsammelgebietsprunkstücken, wenn man diesen Sektor anschaut, eher bescheiden ausnehmen.

Und Du hast ja teilweis schon das Problem, daß seltene Stücke, besonders wenns um Mars und Mond geht, bereits von einzelnen Sammlern mehr oder weniger direkt gekauft werden, und zwar die Funde komplett, noch vor der Klassifikation, sodaß sie schon gar nicht mehr der Sammlergemeinde zugänglich sind. (Und was z.B. auch ein Faktor ist, daß diese Sorten sich verteuert haben).

 :eek: :eek: :dizzy:
Neffe




"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

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Re: Wie weiter?
« Antwort #19 am: Mai 24, 2008, 12:35:04 nachm. »
Nunja Pitti,
die Informationen, die ein Hinweis darauf geben könnten, warum die russischen Kollegen ev. sogar ein bisserl gezwungen sind, sich nach russischer Kundschaft umzuschauen, hat ja jeder im Internet sehen können, nämlich daß in den letzten, daß ich nix Falsches sag, 2-3 Jahren?, mindestens 5x Meteorite an der Grenze bei der Ausfuhr beschlagnahmt worden sind, sodaß man ohne die Hintergründe zu kennen, spekulieren mag, daß es eventuell mit Schwierigkeiten verbunden sein könnte, Meteorite aus Russland zu verbringen.
Ferner war der wichtigste russische Händler 2 Jahre lang nicht mehr im Internet aktiv, über die Gründe müßt ihr ihn selbst befragen.

Für westliche Händler besteht bei dem Handel mit russischen Sammlern, so wie sie ihn gewohnt sind, schlicht und ergreifend das Problem, daß es immer noch nicht möglich ist, per Post nach oder aus Russland zu schicken, da die Schwundrate grotesk ist.

So genug geklatscht.

Pitti hat das rechte Schlußwort gefunden, finde ich.

Es ist noch Suppe da!  :wow:

Zwar wird man sich darauf einstellen müssen, daß in Zukunft, aus den hier dargelegten und diskutierten Gründen, Meteorite nicht mehr in diesen Quantitäten, wie wir sie aus den Kulminationsjahren des Wüstenrausches von 2002-2004 gewohnt sind, nachkommen werden. Was das für Auswirkungen auf die Preise haben kann, mag jeder für sich selbst schließen.

Torschlußpanik will niemand verbreiten und ist auch nicht angebracht.
Wer sich für die Thematik interessiert, möge eben Meinungen von möglichst vielen Seiten zu Rate ziehen.
Wer selbst die Preise nur der letzten 2 Jahre verfolgt hat, wird wohl erkennen, wenn man nun mal die Extremausschläge wegläßt, daß sich viele Meteorite und Klassen alles in allem etwas verteuert haben.
Ob man daraus einen Trend ablesen kann, daß sich diese Entwicklung verstetigt, ob man darin bereits einen Umschwung sehen kann oder ob es nur eine temporäre Geschichte ist, bleibt jedem selbst überlassen.

Was man, und ich glaub, das wär ein Konsens, wohl sagen könnte,
ist:

Daß man nun nicht gerade in einen Kaufrausch verfallen muß, es dennoch nicht die schlechteste Idee ist, mit Bedacht und sofern man die Möglichkeit hat, sich zumindest bei den raren und semiraren Wüstlingen gütlich zu tun, sofern es im Interessenbereich liegt,
denn daß die nochmal billiger werden könnten, da simmer uns wohl alle einig, ist doch recht unwahrscheinlich.

Schönen Sonntag noch!
Martin

"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

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Re: Wie weiter?
« Antwort #20 am: Mai 25, 2008, 22:44:34 nachm. »
Herrjeh Oheim .... (undsoweiterraufundrunter)

Vorsicht, Mettmann, mit Deinen schnellspitzen Zuweisungen aus heißer Feder!  :fingerzeig:

Das Argument stammte doch nicht von mir, und ich mache es mir auch nicht zu eigen,
sondern es war in dem Aufsatz vom Haschr Aswad zu finden, auf den ich mich auch bezogen
habe, ohne Partei zu ergreifen! Ich fand das Argument dort einfach neu und interessant und
wollte Meinungen dazu hören - no more, no less...

Mußt Du halt den Haschr Aswad selber fragen, vielleicht in Ensisheim und hier nicht gleich die
Verschwörungstheorien bei Deiner "unmittelbaren Verwandschaft" ruochen. Der Pitti hat es im
übrigen doch schon ruhig und schön und völlig ohne Nudelholz (*) auf den Punkt gebracht....
 
Meinjamalnur,
:prostbier: Alex

(*)  :ehefrau: gilt das "Ehefrau" genannte Smilie auch unter sonstigen An- und Artverwandten?  :einaugeblinzel:

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Re: Wie weiter?
« Antwort #21 am: Mai 26, 2008, 03:54:44 vorm. »
Aber Oheim, Du hast doch explizit nach meiner Meinung gefragt?

Und da hab ich ganz einfach die aktuellen Zahlen hervorgekramt,
um zu für jedermann nachvollziehbar zu zeigen, daß die russische Mittelschicht weeeeeeesentlich kleiner und wesentlich weniger zahlungskräftig ist
als die deutsche,
und daß daher nicht zu erwarten ist, daß die Mittelschicht in Russland in nennenswertem Umfang Meteorite erwerben wird
und daher auch keine "Gefahr" von ihr ausgeht,
sondern bestenfalls von der Oberschicht, die in Relation zur deutschen Verhältnissen in der Tat stark überproportional ausgeprägt ist (was i.Ü. einiges aussagt über das, was dort so nach der Wende abgelaufen ist) und daß sich Meteorite im Vgl. zu den Gütern, die sich diese Oberschicht leistet, im Preis eher bescheiden ausnehmen, dafür ungleich weniger davon verfügbar ist, sodaß man, wenn man eine Gefahr für die Preisentwicklung heraufbeschwören will, höchstens barmen muß, daß die möglichst nicht irgendwann mal auf die Idee kommen, das Meteoritesammeln anzufangen.

Wo soll da ein Nudelholz versteckt sein?
 :gruebel:

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Offline Haschr Aswad

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Re: Wie weiter?
« Antwort #22 am: Mai 26, 2008, 10:20:43 vorm. »
Aufgrund des "besonderen öffentlichen Interesses" nachfolgend ein paar weitere Ausführungen. Was die russischen Prospektoren angeht, so gibt es meiner Kenntnis nach im Moment mindestens sechs Teams, die nach wie vor die bekannten Jagdgründe in Russland aber auch im Oman absuchen und mit ihren Funden handeln.

Allein in diesem Frühjahr haben, bzw. suchen derzeit, mehrere Teams an den Lokalitäten Brahin, Markovka, Seymchan, Chinga, Muonionalusta, Kainsaz und Tsarev. Alleine bei Brahin wurden 2007 u. 2008 über 180kg gefunden. Ein 900kg Seymchan Individuum wechselte ebenfalls vor einigen Tagen in Russland den Besitzer. Von dem geborgenen Material erreicht nur ein Bruchteil den westlichen Markt, wo es, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in der Regel von Wiederverkäufern gehandelt wird (z.B. aktuell Pallasovka, Chinga).

Wenn man nachfragt, erhält man die Auskunft, dass der Verkauf in Russland für die Anbieter wesentlich interessanter ist, da die Käufer hier hohe Endhandelspreise zahlen, die mit den europäischen Preisen vergleichbar sind, bzw. bereits darüber liegen. Und zwar unabhängig davon, ob es sich um den Petersburger Olligarchen handelt, der sein Vorstandsbüro mit einer Tonne Seymchan dekorieren will oder ob es sich um den Widerverkäufer aus Kazan handelt, der mit kleinen Chinga-Abschnitten den russischen Esoterikmarkt bedient. Die russischen Händler berichten unabhängig voneinander, dass die Zahl der einschlägigen Foren und Websites ständig zunimmt und das das Thema Meteoriten auch über Astronomie- und Mineralogiezeitschriften und -Internetplattformen weiter multipliziert wird.

Man muss keine soziologischen Studien aufstellen, um daraus schließen zu können, dass es sich bereits um einen etablierten Markt mit entsprechenden Strukturen handeln muss, wenn dieser in der Lage ist, einen wesentlichen Teil der Ernte der genannten Teams nahezu vollständig zu absorbieren.

Was den Postversand nach und aus Russland angeht, so gibt es übrigens durchaus sichere Verbindungen. Russische Händler versenden in der Regel zuverlässig aus Finnland. Und nach Russland möge man sich eines On-time Kurierdienstes bedienen, die Sendungen können voll versichert versendet werden und sind vergleichbar zu DHL Premium Sendungen tarifiert.


« Letzte Änderung: Mai 26, 2008, 10:47:30 vorm. von Haschr Aswad »

Offline gsac

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Re: Wie weiter?
« Antwort #23 am: Mai 26, 2008, 11:48:44 vorm. »
Ja, das ist doch interessant. Mal schauen, wie sich das nun fortentwickelt, egal ob
die Abnehmer Oligarchen, Esotheriker oder die sogenannte mittlere/obere Klasse sind...

Alex

[PS: ...der aus beruflichen Gründen leider, leider nicht nach Ensisheim reisen kann!]

Pittiplatsch

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Re: Wie weiter?
« Antwort #24 am: Mai 26, 2008, 15:59:39 nachm. »
Danke Haschr Aswad für die Infos. Neugierig geworden, hab ich auch mal ein bisschen im Internet recherchiert. Auf russischen und ukrainischen Internetauktionsseiten sind in der Tat zahlreiche Sikhote´s, Campos sowie einige historische russische Fälle gelistet. Die Sofortkauf-Preise für Sikhote z.B. bewegen sich so zwischen 0,60 bis 4 Euro/g, also auf westeuropäischem Niveau oder darüber wie es Haschr Aswad ja schon geschrieben hatte. In russischen Foren gibt es auch rege Diskussionen über Meteoriten. Meteoriten werden dort als gute Wertanlage gepriesen, deren Wert sich zukünftig erhöhen wird - aha, ist ja ganz was Neues.. :einaugeblinzel:
Leider wird auch berichtet, dass immer mehr Meteoriten aus Museen und Planetarien geklaut werden. Desweiteren wird über "Meteoritenschmuggel" und Beschlagnahmungen an Flughäfen und Grenzen berichtet.
Zwar sieht es für mich momentan nicht so aus, als wenn es in Russland den grossen Meteoriten-Kaufrausch gibt, also kein Grund zur Sorge, dass die Euch kurzfristig alles wegkaufen könnten. Und der 900kg Pallasit für den Schreibtisch des Oligarchen scheint mir eher die Ausnahme zu sein. Aber das Interesse ist auf jeden Fall da mit zunehmendem Wohlstand wird sich in Russland sicher ein stabiler Markt für Meteoriten entwickeln.

Pssst Maddin, vielleicht wirds mal Zeit für eine russische Edition der Monddöschen. :super:

Offline Mettmann

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Re: Wie weiter?
« Antwort #25 am: Mai 26, 2008, 18:18:47 nachm. »
Genau, die alte Kosmonautenglorie aufleben lassend, in krasser Lunochod-Optik!

Natürlich Mars, der Rote Planet!

Und absofort wird der Sägestaub in Gochbrasendjem konserviert:  Chladninskaya

Давайте выпьем за милых дам!

PS: Russland hat übrigens auch die schönsten Planetarien der Welt, architektonisch gesehen.

Wenn nur nicht das leidige Versandproblem wär...
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Offline Aurum

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Re: Wie weiter?
« Antwort #26 am: Mai 26, 2008, 18:31:35 nachm. »
Hmmmm Martin ,

ich denke das Jetzt im Zusammenhang mit der geglückten Landung von Phönix eine Neuauflage von Marsboxen in Russicher Schrift vileicht nicht die schlechteste Idee wäre  :gruebel:

Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

Offline Mettmann

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Re: Wie weiter?
« Antwort #27 am: Mai 26, 2008, 18:56:31 nachm. »
Ausgerechnet der Rote Planet war nicht gut zu den Russen, und hat fast alle deren Sonden gefressen!
"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

Offline Aurum

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Re: Wie weiter?
« Antwort #28 am: Mai 26, 2008, 19:01:15 nachm. »
Stimmt Martin ,

aber so haben sie doch dann mal die Gelegenheit ein Stück vom bösen Roten Planeten in den Händen zu halten  :laughing:

Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

Offline gsac

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Re: Wie weiter?
« Antwort #29 am: Mai 26, 2008, 21:08:08 nachm. »
Ausgerechnet der Rote Planet war nicht gut zu den Russen, und hat fast alle deren Sonden gefressen!

Красная планета не была хорошо к русским, и питалась почти всеми
русскими зондами!

Dann aber gilt immer noch, wenn man nur vom richtigen Pol aus schaut:
---> Земля поворачивается слева!

Das ist auch der Titel einer alten Amiga(?)-Schallplatte, die ich einem hier
nicht näher genannten Sammlerkollegen mal aus einem (ost)berliner Antiquariat
besorgt habe...

Im übrigen:  :auslach: Солнце всходит на востоке!
Und so "geht´s auch weiter", um on-thread zu bleiben!

:prostbier: Alex

« Letzte Änderung: Mai 26, 2008, 21:24:00 nachm. von gsac »

 

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