Autor Thema: Taza unter dem Stereomikroskop  (Gelesen 1841 mal)

Offline paragraf

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Taza unter dem Stereomikroskop
« am: März 18, 2007, 03:06:15 vorm. »
Hallo,

Hier eine Tazascheibe, die ich aus der Hüfte mit meiner Fuji 40i durch das Okular endlich mal in voller Schärfe erwischt habe, vom Meisterätzer Mirko...Man wartet richtig auf die Premiere des neuen Edgar Wallace-Film: "Der Ätzer!"

Wo kommen diese gekrümmten Linien her? Welche Kräfte haben da wann gewirkt? Alle Eisnadelartigen Linien sind ansonsten - auch am Rand der Vollscheibe - gerade. Aber warum da nicht?:

Carl Zeiss SM-XX, 25fache Vergrößerung


Oder besser hier: http://www.berru.de/SM-XX25_Taza1.jpg

Gruß
Bernd

Offline Aurum

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Re: Taza unter dem Stereomikroskop
« Antwort #1 am: März 18, 2007, 06:43:19 vorm. »
Morgen Bernd

Für mich sieht das so aus als wenn der Taza genau mit der Ecke irgendwo gegen geschlagen wäre , warscheinlich beim Aufschlag auf die Erde passiert .
Was meinen die Experten  :gruebel:

Super Photos  :super: die Anschaffung hat sich gelohnt ! :applaus:

Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

ironmet

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Re: Taza unter dem Stereomikroskop
« Antwort #2 am: März 20, 2007, 03:16:32 vorm. »
Hallo Bernd,

sehr nette Aufnahme!
So genau hatte ich mir das Stück nun auch nicht angesehen!
Da dies aber ein orientierter Meteorit war,fällt also der Aufschlag auf den Boden absolut aus!
Ich könnte mir vorstellen,da es aussieht,als wenn es die frisch gebrochene Rückseite zu sein scheint,das diese Linien beim auseinanderbrechen des Stücks entstanden sind.
Also noch bei zerreißen in der Luft!
Hast Du noch mehr Detail Bilder von dem Stück??
Viele Grüße Mirko

Plagioklas

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Re: Taza unter dem Stereomikroskop
« Antwort #3 am: März 26, 2007, 21:22:10 nachm. »
Hallo,
wenn man metall zerbricht, dann bilden sich gekrümmte "haken", genauso passiert es bei Eisenmeteoriten. Das Stück zeigt, dass die abtragung an Material an dieser Stelle nicht sehr hoch war.
Gruß
Plagioklas

Offline paragraf

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Re: Taza unter dem Stereomikroskop
« Antwort #4 am: März 27, 2007, 01:33:16 vorm. »
Hallo,

diese Krümmungen sind nur an dieser Stelle, alle anderen Linien sind kerzengrade. Kann da beim Aufschlag nicht doch etwas herausragendes abgebrochen sein, welches dann diese Krümmung der Linien verursacht hat? Obwohl.. wenn da etwas abbricht, haben dann die Linien überhaupt noch Zeit, sich zu krümmen?

Gruß

Bernd

Offline MetGold

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Re: Taza unter dem Stereomikroskop
« Antwort #5 am: März 27, 2007, 06:35:25 vorm. »
Hi, hi, Bernd,

wenn was bricht, wird es doch vorher immer erst elastisch verformt, bis eben die Elastizitäsgrenze erreicht ist und dann gibts halt ne bleibende Gefügeveränderung(plastische Verformiung ?) die letztendlich zum Bruch führt ... oder so ähnlich. Das kann sicher jemand wissenschaftlicher erläutern. Wenn es nicht durch Aufschlag entstanden ist, dann ist beim Bruch dies jedenfall vorher passiert.

Ha, :google: weiß das natürlich wiedermal besser:  http://de.wikipedia.org/wiki/Verformung

 :winke:  MetGold   :alter:

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