Autor Thema: Dronino unter dem Stereomikroskop  (Gelesen 2126 mal)

Offline paragraf

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Dronino unter dem Stereomikroskop
« am: März 19, 2007, 02:37:30 vorm. »
Hallo,

Dark Vader lässt grüßen:


Oder besser hier: http://www.berru.de/SM-XX40Dronino2.jpg

Spass muss sein, oder?

Gruß
Bernd

Speci-Man

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Re: Dronino unter dem Stereomikroskop
« Antwort #1 am: März 20, 2007, 01:03:04 vorm. »
Hallo Paragraph!

Deine Bilder finde ich Klasse! Mich würde interessieren, wie du beim Fotografieren vorgehst. Gibt es zu deinem Mikroskop einen Kameraaufsatz oder sehen wir hier nur einen Kanal vom Stereo? Welche Eigenschaften muß eine Kamera aufweisen, um diesen Ansprüchen zu genügen?
Ich trage mich mit dem Gedanken, mir eventuell in näherer Zukunft auch mal ein ähnliches Modell zuzulegen. Hab halt mal - oberflächlich - für ein halbes Stündchen in Ebay geschmökert: Der Markt wird hier stark von den "Sofort-und Neu"-Angeboten dominiert. Dennoch sind auch eine Menge echter Klassiker für recht kleines Geld zu haben.

Neben der mechanischen Verarbeitung und der Qualität der optischen Komponenten (Zeisss...!!!) gibt es für unserereinen sicher auch noch einige praktische Gesichtspunkte:

...eine großzügig ausgelegte Auflichtanlage. Es gibt aber - wie ich gesehen habe - auch kombinierende Modelle. Durchlicht kann den Pallasit-Fan hier sicher in Entzücken versetzen.

...eine großzüg verstellbare Betrachtungshöhe. Wir wollen uns doch sicher nicht nur Scheiben und Marbles angucken.

... eine gute Kompatibilität zu den aktuellen digitalen Kamerastandards.

Da ich in diesen Belangen leider nur ein - bestenfalls - Halbgebildeter bin, wäre ich dir und dem Forum für aufklärendende Tipps außserordentlich dankbar. Hab halt im zarten Jugendalter mal ein Objektträger-Mikroskop besessen und manche Zeit daran verbracht. Das ist aber auch schon meine ganze Erfahrung...   

Grüße
Speci-Man

Offline paragraf

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Re: Dronino unter dem Stereomikroskop
« Antwort #2 am: März 20, 2007, 02:24:31 vorm. »
Hallo Speci-Man,

die Bilder habe ich alle quasi aus der Hüfte durch ein Okular mit meiner Fuji 40i, die schon einige Jahre auf dem Buckel hat, fotografiert. Das ist ein wenig heikel, weil der beste Augenabstand vom Okular ca. 1 bis 2 cm beträgt. In dieser Entfernung muss auch die Kamera gehalten werden und zwar so, dass das runde Abbild so hell und gleichzeitig auch so rund wie möglich ist. Das ist sehr schwierig, eben war es noch helll und der nächsten Sekunde hast Du nur eine Art Halbmond mit Schatten. Man muss eben für eine halbwegs gute Aufnahme einige Versuche machen- aber: kost ja nix, is ja digital...

Ich rate unbedingt zu einem Zeiss oder Leitz, mag es auch noch so alt sein. Den Plastikgläsern, selbst in 450,- EUR teuren Geräten, trau ich nix zu. Vor ein paar Tagen ging ein Zeiss, Bj. 1902 für 199,- EUR bei Ebay weg - naja 1896 wurde Carl Zeiss bei seinen regelmäßigen Zusammenkünften mit Wissenschaftlern an der Humboldt-Uni überhaupt erst von einem Wissenschaftler der Vorschlag gemacht, ein Stereomikroskop zu bauen. Das hat dann noch einige Zeit gedauert, so dass das Ebayangebot ein wirklich echtes Schnäppchen war, jedenfalls aus historischer Sicht.

Ich habe mir jetzt erstmal eine USB-Stereomikroskop-Kamera 640X480 für 33,- EUR zum Testen bestellt. Eine solche ist sie zwar nicht, weil sie anstelle eines Okulars in den Tubus eingeführt wird. Mal sehen.

Dann ist die Beleuchtung der Objekte, besonders bei den 25x-Okularen (Bei 6,3x reicht ja quasi eine Kerze) sehr wichtig. Ringleuchten kosten ab 150,- EUR. Ich habe da in Honkkong was für 55,- EUR mit 48 LED eingekauft, mal sehen.

25fache Vergrößerung kann man mit den 6,3fachen Okularen erreichen, das reicht zwar für apnoeartiges Erstaunen, jedoch erst - sagen wir ab 40facher Vergrößerung kommt der Röcheleffekt, bei dem man das Atmen vergisst.!

Beste Grüße

Bernd

 

Speci-Man

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Re: Dronino unter dem Stereomikroskop
« Antwort #3 am: März 20, 2007, 03:10:25 vorm. »
Danke!
Wenn ich was Interessantes im Auge habe, werde ich ne Rückmeldung machen......
Speci-Man

Offline MetGold

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Re: Dronino unter dem Stereomikroskop
« Antwort #4 am: März 20, 2007, 06:28:50 vorm. »
Hallo Bernd,

ähnliche Kippeleien beim Knipsen habe ich auch gemacht, dann habe ich ein Stück PE-Rohr genommen und auf entsprechende Länge gesägt und dieses auf den Kameratubus gesteckt, sodaß ich die Kamera nur noch darauf drücken brauchte.
Ist natürlich für die  :auslach: "Verfechter der optischen Achse" ein technisches Desaster.

 :winke:  MetGold   :alter:
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Offline pallasit

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Re: Dronino unter dem Stereomikroskop
« Antwort #5 am: März 20, 2007, 11:11:52 vorm. »
Hallo paragraf,

Deine Bilder sind toll, noch mehr freue ich mich über deine Begeisterung mit der du an die Sache gehst.  :super:  :super:  :super:

Versuch doch mal Stereobilder zu machen wen du die Tubuskamera hast. Das selbe Motiv einmal links und dann rechts fotographieren. Wenn die beiden Bilder im richtigen Abstand betrachtet werden kann man durch "Schielen" einen räumlichen Eindruck gewinnen.

Grüße Willi  :prostbier:

PS Wie wärs mit einer Namensänderung?     paragraf --> petrograph

MeteoritenanundVerkauf

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Re: Dronino unter dem Stereomikroskop
« Antwort #6 am: März 20, 2007, 14:57:16 nachm. »
Ei Klasse; Mikroskop is ne feine Sache. Wer mag - ich würd gerne auch mal Bilder mit anderen tauschen wolln...?!  Hab einige sehr schöne von Gibeon und Sikhote...

http://service.gmx.net/mc/AqmxVQJaEs5So3yBkBN9lzv0kDGbNN

Einfach in Explorer reinkopiern´ und stöbern. Ich würd mich sehr über gelungene Mikroskopaufnahmen freuen, wer mir mal welche schicken mag...

Meine Adresse: MeteoritenAnundVerkauf@gmx.de

PS; Mein Postfach verkraftet bis zu 50 MB Anhang - mehr bitte nicht auf einen Rutsch. Wenn - dann in Teilen.

Offline paragraf

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Re: Dronino unter dem Stereomikroskop
« Antwort #7 am: März 21, 2007, 01:03:33 vorm. »
Hallo Michael,

sehr gute Bilder hast Du da, welches Stereomikroskop benutzt Du?

Willi: In Sachen Stereo habe ich im Laufe der Zeit fast alles durch, vom ViewMaster über die "Stereowippe", mit der man mit einer Kamera den 6,5 cm ''Augenabstand" hinbekommt, über die Blau-Rot-Filter bis hin zu den Polfiltern, mit denen man sogar ein Stereo-Farbbild hinbekommt (2 Projektoren mit  Polfiltern und eine entsprechend "gepolte" Brille). Das mit dem Schielen ist ein netter, verblüffender Effekt, ist m. E. auf Dauer aber etwas unangenehm.

Gruß

Bernd

 

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