Autor Thema: Sibirien - Sieht aus wie ein Einschlagkrater, ist aber wohl leider keiner.....??  (Gelesen 1233 mal)

Offline ganimet

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Daß alles vergeht;weiß man schon in der JUGEND;
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Offline Markus

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Hey :einaugeblinzel:

Sieht für mich nicht nach einem Einschlagkrater aus. Zu wenig (gar kein Auswurf?)Auswurf am Seitenrand. Am Seitenrand zu kantiger Übergang. Und die Innenseiten sehen zu gleichmäßig "geschürft " aus. Was meinen die Profis?

LG
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Offline Hungriger Wolf

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Hallo Zusammen!

Sieht für mich, auf den ersten Blick, nach einer sehr großen Doline oder bedingt durch die ungewöhnliche vorhandene Randstruktur ev. doch eher nach einem sehr großen Schlammdiapir aus!

Referenz-Beispiel Doline:

http://2.bp.blogspot.com/_lOd4OP_v0FM/SdLwn5FOiBI/AAAAAAAAAGw/ATQIRjeb_kA/s1600-h/050_Oli%2Bg_Doline%2Bim%2Bentstehen_M%25C3%25A4rz_2009_blog.jpg

Grüsse  :hut:
Achim
« Letzte Änderung: Juli 16, 2014, 20:16:30 nachm. von Hungriger Wolf »

Offline JFJ

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Hallo,

sieht für mich eindeutig nach einem Schlammdiapir aus.
Das sind quasi Schlammvulkane, aus denen anstatt Laven, methanreicher, wassergesättigter Schlamm unter Druck austritt.
Doline eher nicht, bei denen gibt es keinen Rand, da sie Einsturzlöcher darstellen (gibt es bei uns in der Gegend einige).
Für einen Diapir würde auch die Beschaffenheit des inneren Randes sprechen (Fließspuren nach Austritt).

Nachtrag:
Wird vermutlich mit dem Baikalrift in Zusammenhang stehen.

Gruß
Jörg 
« Letzte Änderung: Juli 16, 2014, 20:15:31 nachm. von JFJ »
Ich mag Geschiebe, weil sie die entgegenkommendsten Gesteine sind.

Offline ganimet

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Offline JFJ

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Hallo,

auf dem Video ist sehr schön zu erkennen, dass das Wasser nach dem Austritt über den Rand geflossen ist (auf dem Bild nach oben hin).
Im Text wird an einigen Stellen auf den tauenden Permafrostboden hingewiesen.
Wo das Methan  über lange Zeit in Boden gefangen war, kann es jetzt unter Druck austreten.
Hat aber nichts mit Mensch gemachter "globaler Erwärmung" zu tun - wir befinden uns in einem ganz natürlichen Interglazial, da wird es noch ein wenig wärmen werden.
In den nächsten 2 Jahren um ca. 1 - 2°C, auch gekoppelt an den Sonnenzyklus.
Die Diapire werden gerade in der Gegend in Sibirien noch zunehmen, da dort einiges an Gasen vorhanden ist.
Dabei wird vor allem Methan als Bestandteil des Erdgases frei.
Ist auch nicht auf die böse Gasförderung dort oben zurück zu führen, sondern ein normaler geologischer Prozess, der sich in Zukunft noch etwas verstärken wird.
Wir können uns auf weitere Schlammdiapire freuen.

Gruß
Jörg
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