Autor Thema: Antarktis: Rätsel der fehlenden Eisenmeteoriten gelöst  (Gelesen 977 mal)

Offline lithoraptor

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Antarktis: Rätsel der fehlenden Eisenmeteoriten gelöst
« am: März 04, 2016, 19:03:35 nachm. »
Moin!

Bin mir nicht sicher, ob wir das Thema schon hatten, aber: Wie euch ggf. bekannt ist, ist das Verhältnis zwischen den Funden von Steinmeteoriten und solchen von Eisenmeteoriten in den antarktischen Blaueisfeldern im Vergleich zu Wüstenfunden deutlich in Richtung der Steinmeteorite verschoben.
Da dies nicht durch Fallunterschiede erklärbar ist, muss es dafür eine andere Ursache geben. Eine Überlegung dazu (die ich sehr logisch finde) gründet auf dem Umstand, dass die Eisenmassen eine höhere Wärmeleitfähigkeit besitzen und im Gegensatz zu silikatischen Materialien bei starker Sonneneinstrahlung stärker aufheizen, so dass sie dann wieder stärker in das Eis absinken oder gar nicht erst bis zur Oberfläche kommen.

Mehr dazu hier:  http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19856-2016-02-17.html

Na dann: Ab in die Arktis und ung große Detektoren hinter den Motorschlitten spannen - aber Spitzhacken nicht vergessen... :fluester:

Gruß

Ingo

Offline karmaka

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Re: Antarktis: Rätsel der fehlenden Eisenmeteoriten gelöst
« Antwort #1 am: März 04, 2016, 20:16:08 nachm. »
Moin, Ingo!

Den Hinweis auf das interessante paper A potential hidden layer of meteorites below the ice surface of Antarctica hatte ich in den ANSMET-Thread geschmuggelt und er ist mit dem Link zum PDF HIER zu finden.
« Letzte Änderung: März 04, 2016, 20:31:34 nachm. von karmaka »

Offline karmaka

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Re: Antarktis: Rätsel der fehlenden Eisenmeteoriten gelöst
« Antwort #2 am: Dezember 05, 2017, 18:27:54 nachm. »
Nach neuen Informationen vom 1st British Planetary Science Congress sind
erste Ausflüge eines britischen Teams in die Antarktis für Dezember 2018 und Dezember 2019 geplant.

Die Theorie der 'beerdigten Eisenmeteorite' soll überprüft werden.
Weiterhin sollen neue potenzielle Meteoriten-Eisfelder erkundet werden.

 

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