Autor Thema: Reise zum Pingualuit Krater  (Gelesen 1385 mal)

Offline grobibaer

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #15 am: September 05, 2018, 22:23:36 nachm. »
Hallo zusammen,

es geht schon weiter ! Ab jetzt abseits der üblichen Touristenpfade.

Die nächste Station ist Kuujjuaq.

Von Montreal sind es 2,5 Stunden Flugzeit in einer kombinierten Fracht-/Passagiermaschine Typ 737 der First Air.
Dieses Städtchen mit ca. 4000 Einwohnern ist das Verwaltungszentrum und Flugdrehkreuz für die Region Nunavik.
Landschaftlich sieht es sehr skandinavisch aus. Mücken gibt es auch reichlich.
Außerdem ein guter Platz um sich mit Reisemitbringseln (Steinschnitzereien etc.) einzudecken.
 

Offline grobibaer

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #16 am: September 07, 2018, 07:58:18 vorm. »
Die Tour habe ich übrigens bei der Parkverwaltung eingebucht:
http://www.nunavikparks.ca/en/parks/pingualuit
Von den Unabwägbarkeiten mit dem arktischen Wetter abgesehen,
hat auch alles sehr gut funktioniert.

Bald kommen mehr Bilder !

Offline grobibaer

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #17 am: September 12, 2018, 07:57:33 vorm. »
und weiter geht es....

Nächster Stopp und die dem Krater nächstgelegene Ansiedlung: Kangiqsujuaq (ehemals Wakeham Bay)
Flugtechnisch ganz ordentlich erreichbar, das Frachtschiff kommt 2-3 Mal im Jahr.
Im Winter kann man von hier aus auch mit dem Snowmobile zum Krater fahren.

Der Ort ist eine kleine, gut funktionierende Inuitgemeinde.
Der Sommer dauert hier etwa 4-5 Wochen vom letzten zum ersten Schneefall.

Ein paar Impressionen:

Offline grobibaer

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #18 am: September 12, 2018, 07:59:36 vorm. »
und noch mehr....

Offline JFJ

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #19 am: September 12, 2018, 19:39:34 nachm. »
Vielen Dank für den sehr interessanten Bericht.
Ja, man sollte sich öfter mal was gönnen ...

Beste Grüße
Jörg
Ich mag Geschiebe, weil sie die entgegenkommendsten Gesteine sind.

Offline grobibaer

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #20 am: September 12, 2018, 22:33:26 nachm. »
Hallo zusammen,

jetzt wird es langsam meteoritisch mit einem Besuch im erstaunlich modern gestalteten Museum des Pingualuit-Parks.
Es gibt sogar Souvenir-T-Shirts etc. mit Kratermotiv....

Neben den völkerkundlichen Themen ist die Vitrine mit den Impaktgesteinen natürlich für mich hochinteressant.
Was haltet ihr davon ? Jetzt wusste ich, was ich zu suchen hatte.  :super:

Viele Grüße,
Robert

Offline grobibaer

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #21 am: September 15, 2018, 10:51:12 vorm. »
Nach 3 Tagen Aufenthalt in Kangiqsujuaq (wegen Sturm und kleinem Hydraulikschaden an der gecharterten Twin Otter)
folgt jetzt die letzte halbstündige Flugetappe zum Pingualuit Krater.
Im Tiefflug geht es über das wetterexponierte Ungava-Plateau zu der 300 Meter langen Schotterpiste direkt beim Camp.



Offline grobibaer

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #22 am: September 15, 2018, 11:00:25 vorm. »
Ankunft am Traumziel !  :wow:
Das Wetter sollte sich in den nächsten 5 Tagen als weniger kooperativ herausstellen.
Von den abgelösten Campbewohnern haben wir erfahren, dass sie es wegen Schlechtwetter nicht zum
Kraterrand geschafft haben, der in gerade 3 Kilometern Entfernung liegt.  :eek: :eek:
Der Kraterwall ist im Hintergrund des gelandeten Flugzeugs gut zu erkennen.

Demnächst mehr.

Offline ironsforever

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #23 am: September 16, 2018, 21:11:58 nachm. »
Hallo grobibaer,

beeindruckende mystische Landschaft! :super:

Zitat
Von den abgelösten Campbewohnern haben wir erfahren, dass sie es wegen Schlechtwetter nicht zum
Kraterrand geschafft haben, der in gerade 3 Kilometern Entfernung liegt.

Das wär doch DIE Herausforderung für Dich gewesen, oder nicht? Du wärst, soweit ich Dich kenne, notfalls im Tiefgang auf allen Vieren losgezogen! :einaugeblinzel:

Gruß
Andi :prostbier:
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Offline grobibaer

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #24 am: September 17, 2018, 07:47:45 vorm. »
Hallo Andi,

stimmt schon. So kurz vor dem Ziel hätte ich nicht aufgegeben.
Auch wenn es auf allen Vieren weitergeht.  :platt:

Die Wanderungen sind allerdings schon fordernd.
Es ist eine felsige Marslandschaft über die jemand noch einen Sumpf geschüttet hat.
Eine nette Beschreibung wäre "Mars nach missglücktem Terraforming".
Im Schnitt kommt man mit ein paar Photostops mit gerade 1 km/h voran.

"Mystische Landschaft" trifft es auch sehr gut.
Jetzt kann ich mir unter "Tundra" wirklich etwas vorstellen.

Viele Grüße,
Robert

Offline grobibaer

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #25 am: September 20, 2018, 21:41:11 nachm. »
Nun einige Bilder zur Beschäftigung bei Starkregen (einheimischer Indoor-Sport)  :smile:

Offline grobibaer

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #26 am: September 20, 2018, 21:45:21 nachm. »
Auch ein Strandspaziergang zu einem Karibu-Kadaver bei Sturm hat seine Reize.
Mit dem Bootausflug + Wanderung zum Zweitcamp wurde es nichts.
Das hat auch in der ganzen Sommersaison niemand unternommen.

Man beachte den Kraterwall bei den Panoramen im Hintergrund.

Offline grobibaer

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #27 am: September 20, 2018, 21:51:01 nachm. »
und noch ein Blick auf eine archeologische Stätte (Sommerlager) sowie die Tierwelt.

Nachts hat es dann kurz aufgeklart und ein hüsches Polarlicht war zu sehen.
Bis ich die Kamera rausgeholt hatte, war es wieder bedeckt.  :traurig:

Offline ironsforever

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #28 am: September 21, 2018, 10:55:13 vorm. »
 :super:, Robert, bei diesen Bildern freut man sich schon auf den Winter  :einaugeblinzel:
Haben die Einheimischen das verendete Karibu mitgenommen? Hoffentlich nur für die Hunde...

Gruß
Andi
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Offline JFJ

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Re: Reise zum Pingualuit Krater
« Antwort #29 am: September 21, 2018, 18:21:15 nachm. »
Spannender und klasse Bericht.
Danke Dir  :hut:
Haben es selbst noch nie höher als bis in den Algonquin geschafft   :crying:.
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