Autor Thema: NWA 5243 L3 Dünnschliff  (Gelesen 3331 mal)

Offline gsac

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Re: NWA 5243 L3 Dünnschliff
« Antwort #15 am: Juni 15, 2008, 12:49:43 nachm. »
Der berühmte "Dünnschliffmeister aller Klassen" (...der seinen Namen öffentlich nicht gern
lesen will, deshalb halte ich mich auch daran...) hat im wesentlichen aufgehört, Dünnschliffe
zu produzieren. Von der Seite ist also nicht mehr viel zu erwarten, außer die Verteilung von
Restbeständen, die noch zu haben sind (z. B. von Anne Black, John Kashuba, Jürgen Nauber).
Ein altbekannter Name in der Meteoritenszene ist Steve Schoner. Steve hat nun wohl auch
damit begonnen, Dünnschliffe zu erstellen. Mir wurde berichtet, die seien von sehr guter
Qualität, aber ich kann es nicht beurteilen, da ich sie noch nicht gesehen habe. Hanno und
Marcin haben Dünnschliffe im Sortiment, die sie aber meines Wissens nicht selber herstellen.
Falls inzwischen doch, Hanno, korrigiere mich bitte. Wenn Mirko mit seinen Schliffen nun noch
als Anbieter hinzukommt, haben wir Sammler ja alle eine Perspektive mehr...

Sich mit Dünnschliffen zu beschäftigen ist eine feine Sache! Sie sind schön anzuschauen,
wenn man das richtige Mikroskop hat, man kann viel daraus lernen über Meteorite und deren
Zusammensetzung (...also auch über Minerale), sie rosten nicht, man kann sie platzsparend
aufbewahren und leicht transportieren. Sie verdichten auf kleinstem Raum einen ganzen Kosmos
an Information über die präparierte Probe, wenn man so will, wobei der gemeine Dünnschliff-
sammler sich mangels weiterer teurer Ausrüstung zumeist auf die reine Optik beschränken wird.
In den klassifizierenden Instituten gehört das Erstellen und Spektroskopieren ungedeckelter Schliffe
hingegen zum Standardverfahren eines Klassifikationsprozesses.

Alex

[...der immer noch keinen neuen Compi hat und sich also derzeit hier rar macht]


Offline dellenit

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Re: NWA 5243 L3 Dünnschliff
« Antwort #16 am: Juni 16, 2008, 13:47:24 nachm. »
Hallo Mirko,

ich oute mich als einer der "heimlichen" Dünnschliff Hersteller...
Ich produziere nun seit mehr als 15 Jahren Dünschliffe (sowohl von Meteoriten als auch von Impakt Gesteinen....). Ich hatte das große Glück bei Profis in die Schule zu gehen - die auch die Dünnschliffe der Apollo Mondproben hergestellt hatten. Es ist wirklich ein mühsamer Weg - voller Rückschläge...
Aber ein guter Schliff entschädigt lange für die Mühe. Aber selbst heute gibt es Ausschuss - leider, meist ist es aber auf Ungeduld und Unachtsamkeit zurückzuführen. Mein Resümee : bei Dünnschliffen muss man sich wirklich Zeit nehmen ! Und wenn man den Aufwand samt Material berechnet - die sind wirklich wertvoll  :smile:
ich mach aber nur für mich Dünnschliffe - sowohl als Hobby als auch für wiss. Arbeit... (z.B. PDF Suche in geschockten Quarzen, Imakt Nachweise, Schelzen Suche in Impakt gesteinen etc.)

Zu der Polarisations Einrichtung: man kann sich günstig mit Pol Folien einen Filter leicht selbst herstellen. Michael Blood aus den USA hatte, denk ich mich zu erinnern, mal so eine Anleitung, und hat auch günstig solche verkauft...

viele Güße dellenit

Offline gsac

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Re: NWA 5243 L3 Dünnschliff
« Antwort #17 am: Juni 16, 2008, 14:44:46 nachm. »
Zu der Polarisations Einrichtung: man kann sich günstig mit Pol Folien einen Filter leicht selbst herstellen. Michael Blood aus den USA hatte, denk ich mich zu erinnern, mal so eine Anleitung, und hat auch günstig solche verkauft...

Hallo Harald,

das kann ich bestätigen. Die einfachste Polarisationseinrichtung, die ich bisher gesehen habe, sah aus wie ein Dia: zwei Polfolien, zwischen denen man einen Dünnschliff zur Grobbetrachtung einbetten kann.

An meinem russischen MBC-10, welches ich vor Jahren mal sehr günstig auf einem Flohmarkt in Hamburg erworben habe und welches mir immer noch gute Dienste leistet, nutze ich die Polfiltereinrichtung der Tobins. Mag sein, daß die immer noch via Michael Blood vertrieben wird. Kostet nicht die Welt und funktioniert problemlos, wie alle einfachen Dinge.

Alex


ironmet

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Re: NWA 5243 L3 Dünnschliff
« Antwort #18 am: Juni 16, 2008, 22:54:48 nachm. »
Hallo Harald,

ja,ich habe schon von Deiner heimlichen Leidenschaft gehört.
Du kommst doch sicher nach Ensisheim,oder?
Wäre es vielleicht möglich,das Du mal ein paar von Deinen handgefertigten Dünnschliffen
mitbringst?
Da würde ich sehr gern mal ein Auge drauf werfen wollen.
Und wir müssen zu diesem Thema unbedingt ein paar Worte wechseln.

Viele Grüße Mirko

 

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