Autor Thema: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....  (Gelesen 6150 mal)

Pittiplatsch

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #15 am: Januar 30, 2009, 21:50:46 nachm. »
Hallo Herr Detels,

gerade weil es so ein schwieriges und vielschichtiges Thema ist, von dem Sie selbst wie Sie sagen kein Ahnung haben, hätten Sie vielleicht eine Authorisierung Ihres Artikel von Ihren Interviewpartnern einholen sollen, zumal Sie die ja angeblich wörtlich zitieren. Sie sehen ja selbst an den Reaktionen hier, dass das Ergebnis nicht zufriedenstellend bzw. sogar ärgerlich für zumindest einen Ihrer Interviewpartner ist. Und dieser Ärger ist durchaus berechtigt, wie ich finde. Jetzt aber einen Ihrer Interviewpartner öffentlich als Lügner darzustellen, verlangt meines Erachtens nach einer Richtigstellung bzw. Entschuldigung.

Beste Grüsse,
Stefan

Peter5

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #16 am: Januar 30, 2009, 21:57:49 nachm. »
Hallo Mirko,

mag ja sein, dass es noch reißerischere Artikel gibt - mit noch mehr entstelltem Sinngehalt aber genau dieses Zitat von Andi kann ich nur unterstreichen ..

Zitat
Meines Erachtens liegt näher, dass Sie die Ihnen genannten Fakten bunt zusammengewürfelt haben Und/ oder dass Ihre Redaktion Kürzungen vornahm, und dadurch Aussagen verfälscht wurden. Vielleicht wäre auch angesagt gewesen, Herrn Altmann nach einem Telefoninterview einen Entwurf Ihres Artikels zur Abstimmung zuzuleiten.

Ihren Interviewpartner hier als Lügner darzustellen ist starker Tobak! Dadurch bestätigen Sie nur den Ruf Ihres Berufsstandes in der Allgemeinheit: Hauptsache reißerisch! Und das auch noch in diesem Blatt! Mich wundert nix mehr!

.. zeigt es doch, w i e die Medien; hier die "Zeitungswelt" sei aus der Finanzwelt, aus den Tagblättern oder aus anderen Sparten tagtäglich Nachrichten verbreiten.
Da ich beruflich selbst Datenmaterial an die Medien gebe, kenne ich mich da auch aus.. da werden Zahlen noch nachträglich mit z.B. dem Dollar-Tageskurs umgerechnet und dann noch behauptet, wir hätten diese Zahlen so erstellt und veröffentlicht. Ich werde jetzt aber nicht konkreter werden, weil ich das nicht will und auch nicht muss. Von dem täglichen "Bildzeitungsgewäsch", den teilweise Unterstellungen und Lügen in den Zeitschriften "Stern", z.B. damals über Heinrich Schliemann mit dem ich direkt in erster Linie verwandt bin (!!) und der Verteufelung der Tamilen aus Sri Lanka durch den "Spiegel"  - mal ganz zu schweigen! Und das ist nur die Spitze des Eisbergs!

Der Gipfel an Unverfrorenheit der "Zeitungswelt" ist aber, dass die selbst "mit Steinen nach uns schmeißen" (sinnbildlich gesprochen), sei es gegen uns Mineraliensammler (Beispiele hierzu kann ich auch gerne noch neu herausssuchen) oder diesmal gegen die Meteoritenjäger und Sammler - es ist immer dasselbe - erst machen sie einen nieder, kürzen bewusst Passagen damit reißerische Effekte besser erzielt werden und dann schreien sie obendrein noch nach der Pressefreiheit oder regen sich auf, wir wollten ihre Pressefreiheit beschneiden, obwohl das GG bzw. der damalige Gesetzgeber die "allgemeine" Meinungsfreiheit aus einem ganz klaren Grund über die der Meinungsfreiheit untergeordneten Pressefreiheit gestellt hat! Und: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen schmeißen, lieber Herr Redakteur - diesmal eines Finanzblattes, dass mit dem heutigen Tage für mich auch nicht mehr gekauft wird, weil ich Ihre Verfälschungen und Übertreibungen satt habe, wie seinerzeit die von Spiegel und Stern. Auch diese Zeitungen kaufe ich nicht mehr, nachdem ständig Unwahrheiten verbreitet wurden.

Den Meteoritensammlern und -jägern werfen Sie mit Ihrem Artikel quasi Geldgeilheit vor aber Sie selbst schämen sich überhaupt nicht, mit reißerisch aufgemachtem Unfug ihren eigenen Reibach zu machen! Unseriös und noch dazu verabscheuungswürdig, nenne ich so etwas!
Mir kommt schon alleine die Galle wieder hoch, wenn ich an bestimmte Zeitungsausschnitte denke, wo Ihrereins jeden Mineraliensammler "in eine Schublade gesteckt hat" und auch quasi alle als illegale Schatzgräber vorverurteilt haben, obwohl in Wirklichkeit nur eine Handvoll von Millionen von Mineraliensammlern zu den "schwarzen Schafen" zählen.
Solange die Menschheit existiert, wird sich die Presselandschaft leider auch nicht ändern. Es wird weiterhin durch die Medien verfälscht, übertrieben, gelogen und verallgemeinert - und immer schön alles durch den Kakao gezogen - auf Teufel komm raus!!  :fingerzeig:.. nur nicht länger mit mir! Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Sie eines Tages gar keine Leser mehr haben werden!

Gruß Peter

Offline herbraab

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #17 am: Januar 30, 2009, 22:18:17 nachm. »
Da finde ich den Artikel der Bild viel,viel schlimmer!

Die FTD spielt aber in einer ganz anderen Liga als die Bild. Da sollte man zumindest davon ausgehen können, dass die genannten Zahlen, was den Wert der Meteorite betrifft, einigermassen was mit der Realität zu tun haben - was beim genannten Phantasiepreis von 20.000 Euro im Gramm für unterstellte dänische Schmuggelware aber nicht der Fall ist.

Grüße, Herbert
"Daß das Eisen vom Himmel gefallen sein soll, möge der der Naturgeschichte Unkundige glauben, [...] aber in unseren Zeiten wäre es unverzeihlich, solche Märchen auch nur wahrscheinlich zu finden." (Abbé Andreas Xaverius Stütz, 1794)

Peter5

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #18 am: Januar 30, 2009, 22:19:12 nachm. »
Zitat
Nun, de facto ist nichts mehr zu ändern. Aber: wie wäre es zumindest mit einer Richtigstellung von erwiesenermaßen Fehlangaben/Irrtümern qua knapper redaktioneller Note oder zeitnahe in der FTD veröffentlichten Leserbriefes?

Hallo Matthias,

ich habe noch nie erlebt, dass eine Zeitung völlig freiweillig, d.h. ohne nachdrückliche Aufforderung eine Gegendarstellung gebracht hätte.. immer erst wenn man mit dem Anwalt droht, kommt dann ganz plötzlich doch eine Gegendarstellung - welch ohh.. Wunder. Aber nur diese Sprache verstehen die.

und noch etwas ..es gibt einige Zeitungen, die sich offenbar auch auf Rufmord spezialisiert haben. Ich kenne solche Fälle aus eigener Erfahrung (einige Freunde von mir sind Opfer von Rufmord geworden). Leider ist Rufmord nicht strafbar weil es mit keinem Wort in irgendeinem Gesetzbuch steht..da gibt es nur dieses harmlose Wort der Verleumdung. Ich plädiere dafür, Rufmord als gesteigerte Form der Verleumdung ins Gesetz festzuschreiben und mit Haftstrafen nicht unter 5 Jahren zu "belegen", sofern dieser Tatbestand jeweils nachgewiesen wird!

Gruß Peter5

Offline pallasit

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #19 am: Januar 30, 2009, 22:28:55 nachm. »
Über die FTD habe ich mich schon einmal geärgert, als sie die Wahlkampfspielregeln hier in Deutschland bewusst Missachtet hat! Seither habe ich diese Zeitung nicht mehr wahrgenommen.

Meine Lieblingszeitung ist die NZZ!!!
Ein Beispiel: http://www.nzz.ch/2004/07/30/vm/article9rcix_1.285740.html

Grüsse Willi  :prostbier:

Pittiplatsch

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #20 am: Januar 30, 2009, 22:30:42 nachm. »
Hallo Mirko,

also ich ärgere mich nicht besonders über diesen Bild-Zeitungs-Bericht. Er ist halt in typischer Bild-Manier geschrieben, aber zumindest wurden mir da keine Aussagen untergeschoben. Schmeichelhaft ist er aber mit Sicherheit nicht, zumal mein Name falsch geschrieben war. Ich hoffe einfach, dass es bei diesem kurzen Online-Bericht geblieben ist, den wahrscheinlich eh kein Schw... liesst.

Aber zurück zur FTD (Zitat):
"Angenommen, man würde es schaffen, ihn außer Landes und in den Handel zu bringen", sagt Martin Altmann, "dann könnte man ihn portionieren, was durchaus üblich ist, und sicher mehrere Stücke à 20.000 Euro pro Gramm verkaufen."
Also wenn Martin sagt, er habe das nie so gesagt, dann glaube ich ihm das 100%ig. Diese Aussage wäre nämlich absolut schwachsinnig. Und da wir ja den Martin alle gut kennen, würd ich sagen  :fingerzeig:

Diese ganzen Artikel aus der letzten Zeit haben eben auch alle eines gemeinsam, nämlich dass sie in einigen Details maßlos übertrieben sind, insbesondere was das Finanzielle betrifft. Wie einige von Euch ja schon vermuteten, vielleicht ists ja wirklich die Finanzkrise. Jetzt wo man mit irgendwelchen Finanz-Derivaten keinen Reibach mehr machen kann, rücken so Aussenseiter wie eben die Methändler in den Blickpunkt, wo´s angeblich noch funktionieren soll mit dem Reibach. Aber es ist ja nicht so, wie es in den Hochglanzmagazinen dargestellt wird, der Methandel ist nämlich ein Geschäft, bei dem kaum jemand wirklich zu Geld kommt, es sei denn er hatte schon vorher Geld. Der heutige Methändler ist eher ein Kleingewerbetreibender hart am Existenzminimum, der es mehr aus Liebhaberei macht, als aus Geldgier. Jeder Hundefriseur verdient vermutlich mehr als ein erfolgreicher Meteoritenhändler...

Grüsse,
Stefan

Offline ganimet

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #21 am: Januar 30, 2009, 22:31:19 nachm. »

Meine Meinung dazu............:steinern:  :groll:


Gruß;

Andreas
Daß alles vergeht;weiß man schon in der JUGEND;
aber wie schnell alles vergeht,erfährt man erst im ALTER.

Offline ironsforever

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #22 am: Januar 30, 2009, 22:40:46 nachm. »
Hallo Metties,

Peter5, was soll eine Gegendarstellung? Wem ist damit gedient? Sollen die Kunden der FTD doch glauben, was sie da zu lesen kriegen. Uns Sammlern kann das doch egal sein, unseren Händlern nur recht :lacher:.
Herr Detels sollte sich schlicht und einfach dafür entschuldigen, dass er einen uns allen bekannten Intervievpartner hier als "Lügner" bezichtigt, während er gleichsam einräumt, dass sein Artikel sinnentstellt "gekürzt" wurde. Geht´s eigentlich noch?

Gruß,
AndiK

Offline Mettmann

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #23 am: Januar 30, 2009, 23:03:28 nachm. »
Nun gut,

mir persönlich schadet der Artikel wenig - Buhl, Altmann ect. - die Namen sind ja in den Fachkreisen so gut bekannt,daß mans dort schon einzuschätzen wüßte, wenn den Artikel einer läse;
und mich amüsiert er daher eher.

Und es gibt ja auch schlechtere Artikel.
Bin ja schon zufrieden, daß Eingang gefunden hat und richtig wiedergegeben wurde, daß durch die privaten Aktivitäten, sich die Anzahl der Meteorite vervierfacht hat, daß nur sehr wenige der Funde relevant (und materiell gesehen, wertvoll sind)
und daß das meiste zu geringen Summen gehandelt wird.
Das ist schon mehr, als man in gleichartigen Artikeln finden kann.

Hier, solche Propaganda-Artikel, wie von der BBC, sind viel schädlicher:
http://news.softpedia.com/news/Science-Is-Precious-Meteorite-For-Sale-52101.shtml

..da sie viel gravierendere Unrichtigkeiten enthalten.
Nicht, die gute Frau Smith war ja Mitausrichterin der Casablanca-Konferenz vor 2 Jahren,
auf der festgestellt wurde, daß es in Marokko keinerlei Gesetze zur Suche und zum Export von Meteoriten gibt.
Daher ists ein bisserl arg, wenn da von Schmugglern ect. geredet wird,
und die Politik des NMBH ist daher bigott. In der Vergangenheit haben sie die Sammlung aufgebaut hauptsächlich durch Ankauf, auch von Wüste,
und der Frau Smith müßte ja bekannt sein, was ihre Vorgänger für Summen ausgegeben haben,
insofern ist die neue Haltung nicht besonders förderlich für die Forschung und die Ziele des BMNH.
Bewußt sein müßte ihr auch, daß die Zahl der interessanteren NWA-Funde, die der Antarktis mittlerweile übersteigt,
jedoch nur einen Bruchteil der Kosten verursacht.

Insofern ist dieser Artikel noch erträglich, auch wenn der Mammon der Aufhänger ist, aber irgendeinen Aufhänger braucht es ja.

 :prostbier:
Mettmann
"If any of you cry at my funeral,
I'll never speak to you again."
(S.Laurel 1890-1965)

Offline Hungriger Wolf

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #24 am: Januar 30, 2009, 23:23:04 nachm. »
Hallo Forenmitglieder!

Den Artikel http://www.ftd.de/lifestyle/outofoffice/:Out-of-Office-Scheine-im-Weltall/467724.html?imgpopup=1&nv=Image0 (Bild) habe ich auch gelesen.

Aufgefallen ist mir ein Photo mit zwei kleinen Meteoriten.
Wo war dieser Meteoritenfund (Oman, Marokko etc.)?
:gruebel:
 
schöne Grüsse von :prostbier:
Achim
« Letzte Änderung: Januar 30, 2009, 23:45:04 nachm. von Hungriger Wolf »

Offline pallasit

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #25 am: Januar 30, 2009, 23:37:26 nachm. »
Hallo Achim,

Aufgefallen ist mir ein Photo mit zwei kleinen Meteoriten (Pfeil).
Wo war dieser Meteoritenfund (Oman etc.)?
:gruebel:

Siehe: http://www.ausgangspunkt-erde.de/Aktivitaeten/2004/spanienmai07.html

Offline Hungriger Wolf

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #26 am: Januar 30, 2009, 23:42:02 nachm. »
Hallo Pallasit!

Danke, für Info!

Fundort: -Spanien-; kleine Teilfragmente

schöne Grüsse von :prostbier:
Achim

Offline APE

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #27 am: Januar 30, 2009, 23:57:26 nachm. »
Aus diesem Grunde hat Tucholsky gemeint:

"Das bißchen was ich lese, das schreibe ich lieber selber!"

 :hut:

Naja, was soll ich noch sagen, für mich ist es immer ein Spagat, einmal möchte ich es den Wissenschaftlern recht machen, jedem Museum eine besondere Chance geben, doch letztlich holt mich die Realität ein. Ich kann keine Meteoriten verschenken! Ich habe aber immer mit den Wissenschaftler als erstes geredet. Es geht bei mir immer Schritt für Schritt. Erst Finden, dann kommt die Wissenschaft dran und danach können wir um die Preise feilschen. Auch in Dänemark wäre das nicht anders. Ich kenne Henning Haack und er kennt mich persönlich. Er weiß, ich würde als erstes nach Koppenhagen kommen, so wie es sich gehört. Es gibt immer eine Lösung für ein Problem, wenn eines auftauchen sollte. Ich kann nur aus Erfahrung sprechen, denn auch Neuschwanstein, Villalbeto oder La Mancha waren nicht ohne Probleme. Doch überlegt mal, wie es aussehen würde, wenn ein Finder ankommen würde, mit einem sensationellen Fund in den Händen und dann schickt man ihn mit einem feuchten Händedruck nach hause. Das würde sich rumsprechen! An diese Tür würde nie wieder einer klopfen und etwas vorbei bringen. Das weiß jeder Kurator! Und gerade Henning ist ein ausgesprochen netter Mensch ...

Andererseits nicht jeder Wissenschaftler, vor allem jene nicht, die auf meinen Erfolg neidisch sind, sehen die Arbeit eines Meteoritenjägers positiv! Ich fühle mich deshalb nicht immer wohl dabei, wenn ich als Meteoritenjäger betitelt werde. Andererseits ist es jawohl eine Jagt und ich habe schon 30 Europasterne gefangen. Was kann man tun? Ich kann nur jedem Meteoritenjäger empfehlen, immer offen und auf freundschaftlicher Basis mit den verantwortlichen Leuten (Kuratoren, Wissenschaftler) über alle Dinge sprechen, denn das sind auch nur Menschen. Ich habe mich immer einigen können und war zufrieden.

Wie gesagt, es ist ein Spagat, der manchmal auch dafür sorgt, das ich Euch hier nicht immer alles sagen kann. Gerade bei La Mancha bin ich mächtig zwischen die Stühle geraten. Was dabei leidet ist immer die Wissenschaft und das Ereignis an sich. Wenn ein Meteoritensucher und vor allem ein Finder immer versucht sich mit den beteiligten Wissenschaftlern des Landes zu arrangieren, dann kann auch der Titel Meteoritenjäger nur positiv klingen.

Was den Artikel angeht, habe ich nichts anderes erwartet, als das es bei der FTD um Gelt geht. Wie sollte man auch jene Zielgruppe, die sonst so diese Tageszeitung ließt, zum Thema Meteoritenkunde führen. Mit systematischer tagelanger Suche vielleicht? Siebenmal hoch und auch wieder runter, durch Wiesen und Wälder wo sonst keiner ist? Die Suche nach schwarzen Brocken, welche sie wahrscheinlich noch nie live gesehen haben, wird grauenhaft für sie sein, wenn es doch sonst in ihrem Leben (möglicherweise) um das schnelle Gelt geht ... was mehr oder weniger kommt und geht ...
( Der FTD-Leser  :gruebel: "puh, wie langweilig, steht hier nicht irgend etwas über Gelt oder so ..."

 :user:
Thomas
Grau ist alle Theorie ...

Offline APE

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Re: FTD-Reportage "Scheine Im Weltall"....
« Antwort #28 am: Januar 31, 2009, 01:21:46 vorm. »
Ach nochmal ich,

der Dr. Christian Pinter, der hat auch ganz gute Sachen auch über Meteoritenfälle und Funde geschrieben ... finde ich jedenfalls
http://himmelszelt.at/artikel/artiwz.htm

 :user:
Thomas
Grau ist alle Theorie ...

Offline gsac

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Re: Stellungnahme vom Autor des FTD-Artikels
« Antwort #29 am: Februar 01, 2009, 16:55:22 nachm. »
Ich als derjenige, der den Artikel in der FTD geschrieben hat, möchte mich nun auch mal äußern.

Herr Detels, aus Ihrer Sicht stellt sich das vielleicht im Nachhinein als "ungerecht beurteilt" dar.
Ich glaube das zu wissen, weil ich über einen sehr nahen Kontakt abschätzen kann, wie die
Dinge in Ihrer Branche ablaufen - d. h. unter welchen Zwängen sie stehen, allerdings auch,
welche Freiheitsgrade sie haben oder letztlich doch redaktionell hätten nutzen können. Sie
werden diesen Artikel ganz sicher nicht als persönliches Ruhmesblatt verbuchen wollen. Dazu
braucht es schon ein Quantum mehr Originalität/Wahrhaftigkeit in der Darstellung und auch
den Mut des Widerspruchs bei der Schlußkonferenz, und erst recht hätte es der Möglichkeit
bedurft, daß Ihre Informationsgeber rechtzeitig vorher nochmals mit Ihnen hätten Rücksprache
nehmen können, wie auch immer, um die Dinge letztlich abzustimmen und wenigstens die gröbsten
Schnitzer im Vorfeld der Veröffentlichung auszuräumen...

Nichts für ungut,
Alex Seidel


 

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