Autor Thema: "ungelöste Meteoritenrätsel"  (Gelesen 6706 mal)

MeteoritenanundVerkauf

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"ungelöste Meteoritenrätsel"
« am: Mai 27, 2008, 09:30:43 vorm. »
In Fortführung meiner Gängelei nach Wissen jetzte mal ein neuer Treat, „ungelöste Meteoritenrätsel“....

Nach meinem wenig erfolgreichen Versuch    :platt:  die Geheimnisse der Brekzienentstehung zu lüften (http://www.jgr-apolda.eu/index.php?PHPSESSID=sgr7ob1cpunc2kkoamkmfvv2v7&topic=2353.0 ) - heute mal eine andere, faszinierende Frage (wie ich finde).

Gibt es eurem Wissen nach Meteorite, die außerhalb unseres Sonnensystems einzuordnen sind ? Bekanntermaßen gibt es ja etliche ungruppierte Meteorite, welche die Wissenschaft keinem Asteroiden  oder keiner Quelle zuordnen kann. Diese Meteorite unterscheiden sich chemisch stark von den bekannten Ressourcen und sind chemisch keiner ähnlichen (meteoritischen) Quelle zuzuordnen. Da das Sonnensystem bei einem Umlauf um die Galxie (Dauer etwa 200 Millionen Jahre) auch durch die Ebene der Galaxis osziliert (auf- und ab- Bewegung), währe es doch durchaus denkbar, dass das Sonnensystem hierbei nicht nur anderen Sonnensystemen sehr nahe kommt, sondern auch durch deren Einflussgebiet wandern – und hierbei Fremdes Systemmaterial mitreißt. Gut – aller Wahrscheinlichkeit nach betrifft dies vermutlich mehr die Halogebiete der beiden durchdringenden Planetensysteme (Kuipergürtel / Oortsche Wolke),  aber es währe dennoch denkbar, dass ein geringer Anteil an fremdem – Sonnennahen Material – vergleichbar unseres Asteroidenmaterials dabei  „mitgenommen“ würde. Also meine Frage: ist ein solcher Mechanismus rein physikalisch überhaupt denkbar ? Und zum weiteren: Werden nicht zuordnungsfähige Meteorite auch auf ihre Entstehungsalter überprüft ? Zwar entstehen oft mehrere Sterne in weitläufigem Umfeld zeitgleich ( „Zwilling der Sonne“ )– dennoch währe eventuell ein Anachonismus in den Entstehungszeitaltern  nachweisbar, da die Planetenbildung bekanntermaßen relativ rasch abläuft. 

Physik - Gurus – Feuer frei !    :user:

Offline Mettmann

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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #1 am: Mai 27, 2008, 11:47:03 vorm. »
Salü Micha,

zwar sehen wir ja selber an den Kometen, daß Körper aus dem Sonnensystem herausgeschleudert werden,
allein der Raum auch wenn er so voll wirkt auf den Milchstraßenbildern, ist doch ziemlich leer.
Nun könnt ja trotzdem sein, daß Brocken von außerhalb das Sonnensystem durchqueren (beobachtet worden ist soetwas noch nie), nun selbst wenn das der Fall wäre und selbst wenn der noch viel unwahrscheinlichere Fall einträte, daß so ein Brocken dann noch die Erde träfe,
täts trotzdem keine Meteorite geben.

Denn die Geschwindigkeiten solcher Brocken wären einfach zu hoch.
Die Sonne läuft ja mit 220km/s ums Milchstraßenzentrum.

Alle Meteorite, die wir so haben, haben die Erde aber mit Geschwindigkeiten von so grob um 15-20km/s getroffen.
Sindse schneller, überlebens den Atmosphärenflug nicht bzw. wenn se größer sind, tätens spätestens beim Einschlag durch die Explosion vollständig vernichtet werden.
Daher haben wir ja auch keine Meteoriten von Kometen, z.B. keinen Perseiden in der Vitrin, obwohl der Strom uns pünktlich jedes Jahr Boliden en Masse beschert,
weil die Kometaren Brocken schneller sind als die Meteoride aus dem Asteroidengürtel.

Was indes gelungen ist, ist winzige Staubkörner aus Meteoriten zu isolieren, die bei deren Bildung einverleibt wurden, die tatsächlich einen extra-solaren Ursprung haben. Derer gibt es schon mehrere Hundert Stück.

 :prostbier:
Mettmann
"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

Pittiplatsch

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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #2 am: Mai 27, 2008, 11:49:53 vorm. »
Hi Micha,

bin leider kein Physiker und erlaube mir kein Urteil, ob das möglich ist. Bisher ist von interstellaren Meteoriten nichts bekannt geworden. Weiter unten habe ich einen Link zu einem Artikel, in dem wohl zumindest eine theoretische Möglichkeit eingeräumt wird.

http://www.lpi.usra.edu/meetings/lpsc2001/pdf/2022.pdf

Aaaaaber, es gibt durchaus interstellare Bestandteile in einigen Meteoriten, vor allem in kohligen Chondriten. Hier einige Links zum Thema:

http://www.carnegieinstitution.org/meteorites/default.html
http://www.nature.com/nature/journal/v311/n5986/abs/311544a0.html
http://www.pnas.org/cgi/content/full/101/25/9182

Einen interstellaren Meteoriten zu finden, wäre wahrscheinlich eine der bedeutendsten Entdeckungen überhaupt. Aber die Wahrscheinlichkeit ist vermutlich sehr, sehr gering. Aber wer weiss, in irgendeiner NWA-Kramkiste ist vielleicht ein unscheinbares interstellares Steinchen. Wobei die nächste Frage wäre, wie man es erkennen könnte. Die wenigsten Meteoriten werden ja von der O-Isotopie her untersucht, so dass der interstellare Meteorit schnell durch die Lappen rutschen könnte.

Na denn viel Glück bei der Suche nach dem heiligen Gral!

Offline lanthemann

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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #3 am: Mai 27, 2008, 11:57:11 vorm. »
Holdrio

Uii Martin, könnte es  sein, dass das Tunguska-Ereignis auf sowas zurückzuführen sein könnte?  :nixweiss:


Offline Aurum

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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #4 am: Mai 27, 2008, 17:01:12 nachm. »
Hallo alle ,

das einfachste und sicherste Zeichen das ein Meteorit nicht aus unserem Sonnesystem stammen kann dürfte ein alter von deutlich über 5 Milliarden Jahren sein.
Einfache Rechnung ,das Universum soll so um die 14-15 Milliarden Jahre alt sein , unser System ist aber erst um die 4,6 Milliarden alt .

Sollte also ein Meteorit mit einem Alter von über 5 Milliarden Jahre gefunden werden muss der Zwingend außerhalb des Solarsystems entstanden sein .

Bis dann Lutz  :winke:
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Offline MetGold

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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #5 am: Mai 27, 2008, 18:25:47 nachm. »
Hallo Lutz,

von der Logik her hast du aber nur einseitig recht. Warum sollen bei der größe des Universums nicht noch andere Sonnensysteme etc. das gleiche Alter wie unseres haben, denn wir sind doch auch nur ein Teil des Universums. Die Wahrscheinlichkeit läßt es zumindest zu.  :dizzy:

 :winken:   MetGold   :alter:
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Offline aknoefel

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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #6 am: Mai 27, 2008, 18:31:46 nachm. »
Hallo MetGold,

ich verstehe Lutz so, das es bei einem Met mit einem Alter von >5Mrd Jahren ziemlich sicher ist, das er 'von draußen' stammt. Bei allen anderen weiss man es nicht so genau...

Gruß
  André (frisch aus dem Urlaub zurück...)
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Offline Aurum

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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #7 am: Mai 27, 2008, 20:07:41 nachm. »
Hallo Andre´& Peter ,

Andre´genau so habe ich das auch gesehen  :super:
Peter , irgendwo hast du natürlich recht , aber du Hast auch etwas vergessen , die Entfernungen im Weltraum das uns Nächste " System" ist Alpha Centaurie , mit 4,4 LJ Entfernung und bei 220 Km/sec bräuchte so ein Brocken über 3 Milliarden Jahre hier her ( wenn ich mich nicht verrechnet habe , bitte um Prüfung habe es nicht so mit den Nullen  :laughing:) das würde zu einem deutlichem Altersunterschied führen .

Bis dann Lutz  :winke:
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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #8 am: Mai 27, 2008, 20:38:25 nachm. »
Zu allererst mal danke für die rege Beteiligung.  Dachte schon ich "rieche", weil keiner auf meine Treats antworten mag   :fluester:

Hier einige Gedanken zu euren Gedanken:

Lutz:  Alpha Centaurie , mit 4,4 LJ Entfernung und bei 220 Km/sec bräuchte so ein Brocken über 3 Milliarden Jahre...

Hallo Lutz: es geht mir eigentlich "nur" um Innergalaktische Vagabunden. Von "ausserhalb" - da hast du 100% Recht - kamma fast vergessen. Obwohl eine geringe Wahrscheinlichkeit bestünde, da Spiralsysteme wie das unsere in Verdacht stehen - aus mehreren kleinen Galaxien und Kugelhaufen - die sich nach und nach vereinigt haben - gewachsen zu sein. Schlag mich - abert ich hab irgendwo gelesen, dass Andromeda auch Kurs auf die Milchstraße hält - und irgendwann mit "uns" kollidieren bzw. die Milchstraße durchdringen wird. Aber nichts desto Trotz; es geht hier primär um Intergalaktische Materie. Alleine DAS ist glaube ich weit genug gegriffen...

Martin: Die Sonne läuft ja mit 220km/s ums Milchstraßenzentrum.

Hallo Ma: Wohl wahr. Aber die Auf und Ab - Oszillation durch die Ebene ist ja das entscheidende Kriterium ! Und die dürfte um einiges langsamer sein. Vielleicht find ich Zahlen....

Lanthemann: Uii Martin, könnte es  sein, dass das Tunguska-Ereignis auf sowas zurückzuführen sein könnte?

Muss ich dich leider enttäuschen. Hab gelesen, dass Arktis - Bohrkerne die These stützen, dass es ein chondritischer Asteroinden- Brocken gewesen sein soll, der in ca. 8 KM Höhe explodiert ist. Durchmesser soll schätzungsweise zwischen 30 und 80 Meter gewesen sein.

Mei, wenn ich an die alten "PM" Zeiten zurückdenk; da hamse noch spekuliert (ernsthafte Wissenschaftler) ob Tunguska vielleicht ein schwarzes Loch gewesen ist !    :einaugeblinzel:

Aber bitte dranbleiben. Vielleicht findet ja jemand mal eine Quelle.    :super:

 
« Letzte Änderung: Mai 27, 2008, 21:04:34 nachm. von MeteoritenA&V »

Offline Aurum

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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #9 am: Mai 27, 2008, 20:46:23 nachm. »
Hallo MeteoritenA&V  Micha  :gruebel: sorry bin nicht gerade auf der Höhe , habe frühschicht  :laughing:

Nun wenn es dir um Intergalaktische Meteorriten geht dann hier eine schlechte Nachricht , auch wenn sich Andromeda , wie du richtig geschrieben hast auf uns zu bewegt dürfe von dort bestimmt noch kein Brocken bei uns angekommen sein das dürfte noch Hunderte von Milliarden Jahre dauern bis davon auch nur einer den Hallo unserer Galaxy erreichen sollte . Innergalaktich schaut es da schon anderes aus da besteht die Möglichkeit wenn sie auch verschwindend gering ist .

Bis dann Lutz  :winke:
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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #10 am: Mai 27, 2008, 21:06:58 nachm. »
Hallo Lutz,
vielen Dank für den Hinweis; du hast es richtig erkannt; ich meine natürlich das innergalaktische Milchstraßenmaterial, dass als Spender für exotische Meteorite in Frage käme.

Und immer schön oszillieren... einatmen - ausssssatmen....

 :einaugeblinzel:

Offline gsac

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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #11 am: Mai 27, 2008, 21:21:14 nachm. »
Alles mehr oder weniger "Spekulatius", sorry, wenn ich es so nenne! Der von Stefan genannte Link gibt
immer noch die (derzeit wohl beste) Antwort: http://www.lpi.usra.edu/meetings/lpsc2001/pdf/2022.pdf
Und wo sollte denn ein galaktischer Irrläufer herkommen bei der derzeit gut bekannten Nachbarschaft? Im
übrigen läßt sich diese Frage vermutlich schon rein statistisch erschlagen, wenn man die richtigen Mittel
auf die empirischen Beobachtungen anwendet. Intragalaktisch oder ggf extragalaktisch geht es doch um
ganz andere Geschwindigkeiten, wie schon ausgeführt wurde, als hier im "kuscheligen" Sonnensystem. Wenn
überhaupt was zu uns findet, dann höchstens über einen Einfangmechanismus der großen Planeten (außer der
Sonne), aber wie gering sind allein die Chancen, daß es dann weiter hin zur Erde transportiert wird als potenzieller "Meteoroid"? Wie noch viel aberwitziger gering sind die Chancen eines direkten Treffers auf die Erde von intra-
oder gar extragalaktisch von einer reinen Querschnittbetrachtung her? Und die Geschwindigkeit würde den Rest
besorgen - da bliebe einfach nichts mehr übrig, was uns als Meteorit unter der atmosphärischen Glocke erreicht.
Nahezu rien, zero, null, nada, oder allenfalls in einem theoretischen Wahrscheinlichkeitssektor, der uns in dieser
Hinsicht wirklich sehr, sehr ruhig schlafen lassen kann...

Ansonsten ist es schon richtig, daß unsere Galaxie und der Andromeda-Nebel sich mit Relativgeschwindigkeit
im dreistelligen km/h-Bereich aufeinander zubewegen, aber das Kollisionsszenario wird erst dann interessant,
wenn die Sonne größenordnungsmäßig weitere 10 Male unseren Galaxiskern umrundet haben wird (...rund 20x
hat sie es schon geschafft), in Zeiten also, die mit menschlichen Evolutions-Maßstäben eher nix zu tun haben.
Selbst das, was dann passieren wird, darf man sich nicht so vorstellen wie das lokale Chaos in einer irdischen
Waschmaschine. Materie und Gas kann sich bei den sehr geringen Dichten im Kosmos viel besser gegenseitig
durchdringen, als wir uns das gemeinhin vorstellen. Aber auf einem globaleren Maßstab gibt es dann schon
dramatische Veränderungen durch gravitative Kräfte, wie uns bereits die frühen Berechnungen der Toomres
und die neueren sehr spektakulären Kollisionsaufnahmen von Deep Space Teleskopen und Satelliten zeigen.

"All´s well that ends well", gilt für uns Irdische schon viel, sehr viel früher, mit Betonung auf das "ends"..!  :einaugeblinzel:

Alex




Achgold

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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #12 am: Mai 27, 2008, 21:36:32 nachm. »
Hello in die Runde,
wie sieht denn eigentlich eine Meteoritenentstehung im Kosmos aus???     Ursprünglich wurde doch die Materie im Urknall derart gebildet,daß nur Wasserstoff als einziges Element entstand.Nach Zusammenballungen des Wasserstoffes und durch gravitativen Druck kam es doch dann zur Kernfusion im tiefen Inneren eines Sternes mit dem Ergebnis des "ERbrennens" der schweren Elemente.Nach dem Ausbrennen dieser Sonne trat der gravitative Kollaps ein und der Stern explodierte als Nova.Erst durch eine solche Sternexplosion entstand die bei Normaltemperaturen stabile feste Materie---also genau das,was wir in ALLEN Meteoriten an festen Elementen warnehmen.Das heißt doch nach meiner Lesart,daß,weil ja unsere eigene Sonne noch existiert sie das Erbrennen unserer gefundenen Meteorite nicht erledigt haben kann,und die Meteorite,falls sie nicht durch Sekundäreffekte gegenseitiger Kollisonen im Planetensystem entstanden sind,genau wie die festen Stoffe unseres Planeten ALLES galaktische Materie sein MUß !!!!
Der Argumentation über die viel zu hohen Einfanggeschwindigkeiten der "fremden Materie" würde ich entgegenstellen,das durch Gravitationswirkung jede denkbare Geschwindigkeitsbeeinflussung innerhalb des vom Meteoriten durchflogenen Planetensystemes möglich ist.(Siehe auch raumflugtechnische Anwendungen!!)Somit erreichen uns auch Meteoriten die im Kosmos vagabundierend unterwegs sind.       Meint jedenfalls Jochen :gruebel:

Offline MarkV

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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #13 am: Mai 27, 2008, 21:52:28 nachm. »
Zu allererst mal danke für die rege Beteiligung.  Dachte schon ich "rieche", weil keiner auf meine Treats antworten mag   :fluester:

Hier einige Gedanken zu euren Gedanken:

Lutz:  Alpha Centaurie , mit 4,4 LJ Entfernung und bei 220 Km/sec bräuchte so ein Brocken über 3 Milliarden Jahre...


Hallo,
ich habe es gerade nachgerechnet und komme auf eine Flugzeit von gerade mal
2.190.000 Jahren. Man müsste zunächst Meteore finden, die mit interstellarer Geschwindigkeit in die Atmosphäre eindringen. Das dürfte wesentlich einfacher sein als einen extrasolaren Meteoriten zu finden. Falls man feststellt, dass es solche Meteore gibt, dann kann man mit der Suche nach extrasolaren Meteoriten anfangen.

Grüsse,
Mark




Offline Mettmann

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Re: "ungelöste Meteoritenrätsel"
« Antwort #14 am: Mai 27, 2008, 22:30:51 nachm. »
Hui, da geht jetzt aber einiges durcheinander.
Extrasolar meint: Nicht im Sonnensystem entstanden = interstellar.
Galaxien sind riesige Sternsysteme, die unsere heißt Milchstrasse ist so ca 100.000 Lichtjahre im Durchmesser und hat mindestens 200 Milliarden Sterne. Diese Galaxien gruppieren sich zu Haufen, unsere Nachbargalaxie, der Andromedanebel ist 2,4 Millionen Lichtjahre weg. Von diesen Galaxien gibts auch wiederum so 100 Milliarden...
Ein Meteorit aus einer Galaxie tät uns nie erreichen, man müßte ihn extragalaktisch heißen.

Hmmm ich tät ja schon zufrieden sein, mal nen Stück vom Merkur, oder ein Kometenstück in der Vitrine zu haben, statt gelich einen aus einer anderen Galaxie....
Die Welt ist halt anders, als im Kino. Die Galaxien werden wir nie erreichen, ja nicht einmal zu den nächsten Sternen werden wir es schaffen. 
Letztes Jahr hat grad mal der Voyager 2 als eine Entfernung erreicht, die man als die Grenze zum interstellaren Raum betrachtet und der ist auch schon 30 Jahr unterwegs. In knapp 300.000 Jahren kommt in der Gegend am Sirius vorbei, der mit seinen 8.6 Lichtjahren Entfernung einer der nächsten Sterne überhaupt ist.

Dimensionen.....


"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

 

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