Autor Thema: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)  (Gelesen 5678 mal)

Offline paragraf

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Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« am: Juli 14, 2008, 03:00:03 Vormittag »
Hallo,

hier kann man sehr gut das Naturgesetz von Angebot & Nachfrage studieren:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=190234763864&ssPageName=STRK:MEWA:IT&ih=009

ich habe nur sechs seiner Auktionen, von 88 g bis 3,5 kg beobachtet, kein einziger wurde verkauft. Und er hat nach eigenen Angaben noch 5 Tonnen vorrätig... tja...

Gruß
Bernd

Offline MetGold

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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #1 am: Juli 14, 2008, 06:34:15 Vormittag »
Hallo Bernd,

eigentlich prima, :wow: für die Sammler. Leider ist der Preisverfall nur bei bestimmten Meteoriten deutlich sichtbar. Ich will mir ja immer noch einen >50kg Campo zulegen, aber mein Sparschwein kränkelt seit Jahren etwas:

http://www.ideefactory.de/wp-content/uploads/2006/01/sparschwein2.jpg

Wenn der  :auslach: Preisverfall bei Shergotty :auslachl:  angekommen ist, schlage ich zu, da hab' ich nur Krümel.  :laughing:

 :winken:   Metgold   :alter:
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Offline Mettmann

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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #2 am: Juli 14, 2008, 22:04:10 Nachmittag »
Nunja,
nun ist Campo mit größtem Abstand der Meteorit, der in den letzten Jahren am Häufigsten angeboten worden ist.
Das heißt, jeder der einen wollte, hat schon einen und anders als zu den Zeiten, als Gibeon wie Campo angeboten wurde,
wird Campo eben wegen seiner Rostproblematik geschmäht.

Und wie immer hat man ja auch hier das sammlertypische Verhalten, daß ein Meteorit, weil er so häufig angeboten wird, nicht gekauft wird, obwohl er seinen Tiefstpreis erreicht hat, da die meisten meinen, es habe keine Eile damit.
Das konnte man ja auch mit vielen anderen Meteoriten beobachten - gerade auch bei den Massenfunden.
Nehmen wir Gibeon her - auf Jahrzehnte der häufigste Eisenmeteorit, eben was Campo heute ist, da hat man vor ein paar Jahren für große Stücke bester Qualität seine 150$/kg gezahlt, nun im Neunten Jahr des Exportverbots ist der Markt leergefegt, man bekommt fast überhaupt keine großen Stücke mehr, nur noch aus Altbeständen, und die werden eben nun mit 600$/kg und mehr bezahlt.
Gleiches beim Sikhote - vor 3-4 Jahren noch der Stadardpreis für die beste Qualität, egal ob kleine Individuals oder 30kg-Whopper 300$/kg. Nun ist nix mehr da, man bekommt überhaupt keine guten großen Stücke mehr, nur noch Schrapnelle und die kleinen Individuals werden einzeln zu 1-2$/g verkauft und die orientierten, die man sich früher zum selben Preis wie die andern aus den Kisten wühlen konnt, bringen teilweis 5-10$ im Gramm
und nun Kullern die Tränlein.
Selbe hast mit dem NWA 869, wo die gesamten 7 Tonnen nun praktisch durch sind.
Und bei vielen andern Meteoriten auch, bei Nichtmassenfunden gehts schneller, seht Euch nur die Märse an, die ham sich auch in 2 Jahren verdoppelt und verdreifacht im Preis oder die Kohligen.
Und so kann es gut gerne auch mit den Campos gehen, denn Argentinien hat ja nun eine scharfe Exportregulierung ins Auge gefaßt.

(Was ned heißt, daß mir ein Campo ins Haus kommt, I mag ned dauern putzen).

Naja und dann mags speziell bei dem Seller nicht nach jedes Geschmacks sein, daß er eben seinen Gaul auf dem Fischmarkt zu Tode reitet - alles, selbst die ganz normalen Campos, sind stunning und wow und museumsqualität und die besten dies gäbe; ferner tischt er das Märlein auf, von den "New Campos", die nicht rosteten
und ganz besonders krass wirkt, daß man natürlich nur bei ihm Nirosta-Campos bekäme und man sich vor den andern Sellern hüten solle mit ihren Rosters,
und dann,  :laughing:, und dann  :auslach:,
dann hält er so ein Stück in die Kamera
http://cgi.ebay.de/EXPERTLY-ETCHED-NEW-CAMPO-METEORITE-END-CUT-6-41-LB_W0QQitemZ200238272463QQihZ010QQcategoryZ3239QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem

wo man schon sieht, wie der Klumpen arbeitet und rostet!   :lacher:

Mei aber sonst, wer Campo mag und mit denen umgehen kann, billiger wird er sicher nimmer.

 :prostbier:
Mettmann
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Offline gsac

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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #3 am: Juli 14, 2008, 22:54:31 Nachmittag »
Mei aber sonst, wer Campo mag und mit denen umgehen kann, billiger wird er sicher nimmer.

Also praktisch noch interessant für denjenigen, denk ich mal, der sich einen
großen, fetten, ungeschnittenen Klotz davon zulegen möchte, auf dem es
höchstens außen nach und nach ein wenig wegbröselt, ohne daß der ganze
Klotz während eigener Menschenerlebenszeit schlimmen Schaden erleidet....???

Für eher kleine Scheibchen würde ich jedenfalls die Finger von sowas lassen,
meine Sammlung ist also bisher und bleibt sicher auch weiterhin campofrei...

Alex

Offline MetGold

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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #4 am: Juli 14, 2008, 23:22:23 Nachmittag »
Hallo,

Alex hat da vollkommen recht !!!

Leute, meidet den Campo, damit ich bald billigst zu einem Großen komme !!!  :lacher:

 :winken:   MetGold   :alter:

Hier mein Campo (sorry, zum wiederholten Male), den ich 1999 erstanden habe
ein älteres Foto und
ein aktuelles
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Offline Mettmann

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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #5 am: Juli 15, 2008, 00:00:03 Vormittag »
Ähm MetGold, auf was wartst dann eigentlich noch?

Campo für 30Euro/kg und darunter, Preis vonnem Laib Parmesan,....also billjer wirds nimmer.
Ich wage vorherzusehen, Kristallkugelsmiley, daß Campo in 3 Jahren merklich teurer sein wird.

Am besten Du kaufst bei dem ebay-seller dort,
mit seinen Versprechungen muß er dann alle paar Monate einfliegen, um bei Dir die Bröseln unter dem Campo aufzukehren  :laughing:

Martin

Muoniona ist ja auch schweinsbillig zurzeit als Rohstücke, und daß da soviel geerntet werden wird wie von Campo...wer weiß.
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Offline lunar_surfer

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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #6 am: Juli 17, 2008, 09:08:35 Vormittag »
Hallo Mettmann,

(Was ned heißt, daß mir ein Campo ins Haus kommt, I mag ned dauern putzen).

Mein Campo-Problem habe ich gelöst.
Ich habe nur einen kleinen Campo, der einer Tüte voller Rost ankam. Ich habe dann den Rost überall mit einem kleinen Hammer abgeschlagen, bis nichts mehr runterkam und ihn dann mit einer Drahtbürste unter fließendem Wasser nachgereinigt.
Danach in den Ofen gelegt und bei 200° eine gute Stunde durchgebacken. Eine Kerze eingeschmolzen und den Campo in das flüssige Wachs gelegt. Dann rausgeholt und abkühlen lassen.
Wichtig: Den Campo noch heiß ausm Wachs nehmen, denn das ist bei hoher Temperatur dünnflüssig und tropft vollständig ab. Was bleibt, ist eine dunkle, matt glämzende Oberfläche, an der sich seit drei Jahren kein Milligramm Rost mwehr gebildet hat!

Walther

Offline DCOM

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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #7 am: Oktober 27, 2010, 19:38:05 Nachmittag »
Um zur Abwechslung einen älteren Thread wiederzubeleben: Mein Campo ist schon über 1 Jahr alt und wirklich sehr gutmütig. Der Metti würde sagen: "Ogott, man sieht wie der arbeitet und rostet!" Aber er sieht nach einem Jahr noch genau so aus wie auf dem Bild. Alles, was ich ihm gegönnt habe, war eine dünne Schicht Silikonfett. Und obwohl es billiges Masseneisen ist, ist er doch gerade wegen seiner Größe und den netten Regmaglypten noch immer eine Zierde in meiner Vitrine...  :super:

Was die Preisentwicklung anbelangt, so scheint sich seit einem Jahr auch nicht viel getan zu haben. Mit durchschnittliche 10-15 ct/g ist man, denke ich, gut bedient. 30,- $ fürs Kilo war wohl ein einmaliges Schnäppchen, von Preisverfall kann man da bestimmt nicht reden. Aber wir werden ja sehen, auf der Münchner Messe.

D.U. :hut:

P.S.: Welche Erfahrungen habt Ihr mit Campos gemacht? Habt Ihr überhaupt alle einen?

Offline gsac

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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #8 am: Oktober 27, 2010, 20:18:51 Nachmittag »
P.S.: Welche Erfahrungen habt Ihr mit Campos gemacht? Habt Ihr überhaupt alle einen?

Bei mir hat sich in den letzten gut zwei Jahren seit dem Beitrag (siehe oben) nix geändert.
Will sagen: ich hab noch immer keinen! Werde mir auch keinen zulegen. Dennoch gilt auch
dies: wer einen wirklich grossen Eisenmeteoriten sein eigen nennen möchte zu einem sehr
günstigen Preis, der möge sich doch ein rrriiiieesiges Exemplar davon zulegen - dann macht
er nix falsch! Da bröseln aussen halt im Laufe der Zeit Teile ab, aber was solls schon, wenn
allein die Masse es bringt, die er sich ursprünglich gewünscht hat, der Sammler! Auf ein paar
hunderte Gramm mehr oder weniger kommt es dann doch nicht an, finde ich. Was man bei
diesem Meteoriten und anderen Kandidaten der gleichen Spezies halt schon vermeiden sollte,
sind sehr kleine Exemplare oder erst recht geschnittene/bearbeitete Scheiben: da hast dann
nur "Driss" damit, grenzenlose, tiefste Enttäuschung sozusagen, as time goes by...

Man darf es allerdings nicht mit einem Sikhote Alin oder Gibeon oder Henbury gleich setzen,
schon gar nicht in der Grösse bzw. erst recht nicht für spektakulär ausgeprägte Stücke, aber
das gehört zum ABC des Sammelns von Eisenmeteoriten und muß hier wohl nicht weiter erklärt
werden.

Alex

Offline MetGold

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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #9 am: Oktober 27, 2010, 20:24:51 Nachmittag »
Ähm MetGold, auf was wartst dann eigentlich noch?
 ...

Jo, i hob do anen seid 2009!  Aber das wißt ihr ja schon. ... Und er ist ganz brav!


:prostbier:   MetGold


der kleine Dicke ganz unten in der Mitte isses:
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Offline gsac

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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #10 am: Oktober 27, 2010, 20:27:10 Nachmittag »
...und das war ja auch ein hervorragender Kauf, und mit dem hast Du imho ganz gewiss nichts
falsch gemacht in dieser Grösse, lieber Admin! Aber wem sage ich das, das weisst Du natürlich
selber am allerbesten! Schöner Klotz, und der Boden scheint noch immer nicht durchgebrochen...  :einaugeblinzel:

:super: Alex :prostbier:

Offline MetGold

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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #11 am: Oktober 27, 2010, 20:34:50 Nachmittag »
  
 :laughing:  da kann nix passieren, denn ich habe doch den "Setzkasten" einen Backstein-tief in die Wand eingesetzt, sodaß alles größtenteils auf der darunterliegenden Wand ruht.


 :winken:   MetGold
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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #12 am: Oktober 27, 2010, 20:42:33 Nachmittag »
Ähm MetGold, auf was wartst dann eigentlich noch?
 ...

Jo, i hob do anen seid 2009!  Aber das wißt ihr ja schon. ... Und er ist ganz brav!


:prostbier:   MetGold


der kleine Dicke ganz unten in der Mitte isses:

Irre, was wiegt denn der?  :lechz:

Auch das 5-kg-Teil ist eine Augenweide. Wo kriegt man nur so schöne, mit ausgeprägten Regmaglypten übersähte Campos her?

Offline MetGold

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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #13 am: Oktober 27, 2010, 20:45:16 Nachmittag »
    
85,5 - aber die Maßeinheit hab'ch verjessen!  :lacher:


Meinst du mit 5kg den darüber ?  ... der wiegt 20,2 kg und ist ein Gibeon.


 :winken:   MetGold
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Re: Preisverfall eines Meteoriten (Campo)
« Antwort #14 am: Oktober 27, 2010, 20:47:26 Nachmittag »
   
85,5 - aber die Maßeinheit hab'ch verjessen!  :lacher:


 :winken:   MetGold

Achso, der, für den man den Sackkarren brauchte...

Der 2. von links im 3.-obersten Fach sieht aus wie Daves Kamazitfinger. Was ist denn das für einer? Und der ganz linke im 2. Fach, ist das ein Seymchan-Scheibchen? Ach, das beste wird sein, Du stellst sie alle der Reihe nach vor...  :laughing:

 

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