Autor Thema: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse  (Gelesen 6267 mal)

ironmet

  • Gast
Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« am: November 18, 2009, 21:06:41 Nachmittag »
Hallo Met-Freunde,

angeregt von Alex seinem Foto des NWA 2900 auf dem letzten Zippel der Balkon-Umrandung,
dachte ich,vielleicht hätten einige von Euch auch schon ein paar schreckliche Erlebnisse gehabt?
Natürlich braucht es etwas Mut,seine eigene Dummheit hier niederzuschreiben.
Aber unterhaltsam kann es werden.

Leg ich gleich eine Geschichte vor.

Aus Ensisheim brachte ich mir von Marc Jost drei Vollscheiben eines wirklich sehr schönen CV3 NWA 5561 für
meine Sammlung mit nach Hause.
Zu Hause angekommen,dachte ich,vielleicht könne man gleich die Boxen nutzen,in der sich die Scheiben befanden.
Leider war auf der Aussenseite ein Aufkleber mit allen wichtigen Daten aufgeklebt.
..na gut,wenn dieser gutmütig abgehen mag,kann man die Dose gleich nutzen.
Gesagt getan,mit Fingernagel einen Anfang gepult,den Aufkleber gegriffen und gaaaanz langsam gezogen.
Hm,scheinen keine Klebereste auf dem Deckel zu bleiben,also weiter.
Auf einmal und mit einem Ruck,löst sich der Deckel von der Dose,die Scheibe rutscht aus der Dose,fällt auf den Fußboden und zerspringt in 5 gleichmäßige Teile!
Der Graus für jeden Sammler!!
Da war ich natürlich erstmal bedient!
Zum Glück hatte ich noch zwei....
Und die Moral von der Geschicht: kümmere dich immer erst um den Met und nicht um die Dose!!

Viele Grüße Mirko

...wer hat denn ein ähnlich schreckliches Erlebnis zu berichten??

Offline Dave

  • Privater Sponsor
  • Generaldirektor
  • *****
  • Beiträge: 1880
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #1 am: November 18, 2009, 21:24:13 Nachmittag »
Gut dann mal was von mir,

ich habe mal versucht einen meiner NWA´s in etwa einzuteilen, also ob es ein L oder H ist. Das alles mit einem recht starken Magneten. Ich hatte zum Vergleich eine kleine Scheibe eines L3 mit dabei. Als ich also schauen wollte wie stark der L3 angezogen wird, passierte es, irgend etwas anderes wurde auch vom Magneten angezogen, weiß nicht mehr genau was es war. Na auf jeden Fall, war die Scheibe zwischen Magnet und dem Objekt im weg, sodass durch die starke Anziehungskraft ein Stück der L3 Scheibe abgebrochen ist. Das abgebrochene Stück wurde so stark zerstört, das ich nichts mehr davon finden konnte. Wie gesagt war es eben nur eine kleine L3 Scheibe. :crying:


Offline DCOM

  • Generaldirektor
  • *
  • Beiträge: 1788
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #2 am: November 18, 2009, 21:33:06 Nachmittag »
Schrecklich wäre zu viel gesagt, aber ich habe - als ich mich noch im Experimentierstadium befand - einen kleinen 120-Gramm-Campo so ziemlich vermurkst...

Als ich meinen ersten Campo erwarb, dachte ich, erst mal die schwarze stinkende Rostschicht entfernen zu müssen, um ihn anschließend mit PUR-Lack zu überziehen. Gesagt getan kochte das gute Stück erst mal eine halbe Stunde lang in EDTA-Lösung und ließ sie dann 2 Tage lang stehen, bis der ganze Rost ab war. Dann entsalzte ich das Stück ein paar Wochen lang in dest. Wasser und rieb es mit der Drahtbürste blitzeblank.

Anschließend stellte ich zu meinem Entsetzen fest, dass eine ziemlich große Fläche mit einem grünlich-schwarzen Mineral überzogen war (vermutlich Eisenchlorid + Graphit oder was auch immer), das ich dann mit dem Dremel meinte, abschleifen zu müssen. Also schliff ich und schliff ich, bis ich merkte, dass gut und gerne 10 Prozent des Campos aus diesem Mineral bestand, was optisch nicht sonderlich gut aussah. Also schliff ich kurzerhand das ganze Eck weg, bis in dem Campo eine grauenvolle Kerbe klaffte. :platt:

Um die Widmannstädtschen Figuren zur Geltung zu bringen, polierte ich noch eine Seite und ätzte sie dann, aber das Ätzbild war nicht überragend - die ganze Astetik des Campos war versaut. :crying:

Naja, typisches Anfängerverhalten halt (bzw. der überschäumenden Experimentierwut eines Chemikers geschuldet). Inzwischen weilt das gute Stück nicht mehr unter uns - die 40,- € habe ich abgeschrieben. Da ich inzwischen einen 2-kg-Campo in meiner Sammlung beherberge, dessen schwarze Kruste ich jeden Abend hätschle und tätschle und regelmäßig brav einfette, kann ich den Verlust verschmerzen. :einaugeblinzel:

Offline Schönedingesammler

  • Privater Sponsor
  • Generaldirektor
  • *****
  • Beiträge: 1564
  • mit einem kleinen Eisen fing alles an ...
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #3 am: November 18, 2009, 22:06:03 Nachmittag »
Hallo Leute,

mein schlimmstes Erlebnis habe ich schon mal hier beschrieben.

http://www.jgr-apolda.eu/index.php?topic=3536.0

cu, Uwe
Dsds

ironmet

  • Gast
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #4 am: November 19, 2009, 00:42:49 Vormittag »
Hallo Leute,

 :lacher: :lacher: :lacher: :lacher: :lacher: :lacher: :lacher: :lacher:

na da sind doch schon ein paar schöne Geschichten zusammengekommen!

@Uwe: das Thema sehe ich heute zum ersten mal!
          ich bin geschockt!
          Du praktizierst ja die Massenvernichtung!! :crying:
          .....aber scheinbar hielt sich der Schaden ja in Grenzen..

Viele Grüße Mirko

Offline gsac

  • Foren-Legende
  • ******
  • Beiträge: 6314
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #5 am: November 19, 2009, 00:55:40 Vormittag »
Mein bisher "schrecklichstes Met-Erlebnis" war die hier schon mal
bekannt gemachte Brenham-Skelettierung! Da hat ein wunderschönes (!)
Brenham-Scheibchen ganz einfach die Frechheit besessen, sich quasi
vor meinen Augen und Ohren binnen weniger Wochen von selbst in seine
Einzelteile zu zerlegen: das übriggebliebene Eisengerippe halt und die
rausgeploppten Olivine.... All die Einzelteile habe ich noch in meiner
Kuriositätensammlung! Tja, das Scheibchen hat nicht sehr lange gehalten.
Daher werde ich mir nie wieder Brenham zulegen, auch wenn es durchaus
stabile Stücke davon geben soll.

Meine bisher "schrecklichste Met-Entscheidung" war die, mal ein sehr
schönes und auch frisches Mount-Baldr-Scheibchen aus der Antarktis
fortzutauschen, auch wenn der eingetauschte Meteorit ein Teutone war
(Steinbach). Einen Meteoriten aus der Antarktis ohne Not wegzugeben,
sowas tut man einfach nicht! Find sowas erst mal wieder, da kannst Du
ziemlich lange oder vielleicht/wahrscheinlich sogar vergeblich suchen....

Die zweitschrecklichste Met-Entscheidung war die, ein fantastisches
Sikhote-Alin-Individual nicht eingekauft zu haben, weil gerade das nötige
"Kleingeld" fehlte. Dafür hätte man sich sogar kurzfristig verschulden sollen
- es hätte sich längst schon wieder amortisiert. Und man hätte immer noch
seine Freude an dem tollen Schaustück. Ja, ich sag nicht, wem das jetzt
gehört, es ist wohl noch im Lande, aber nicht hier in preußischen Gefilden.
Steht bestimmt in irgendeinem Kanzleivorzimmer und beeindruckt sehr die
Mandanten, oder vielleicht sogar in einem begehbaren Kleiderschrank..??
Da sind der kühnen Phantasie des "Losers", der es leider nicht kaufte, als
ein Kauf fällig und angesagt gewesen wäre, kaum Grenzen gesetzt <heul>.

Alex

@ironmet: den "Balkontest" haben bisher noch alle Mets unbeschadet überstanden!  :einaugeblinzel:
« Letzte Änderung: November 19, 2009, 01:27:51 Vormittag von gsac »

Plagioklas

  • Gast
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #6 am: November 19, 2009, 01:51:54 Vormittag »
Mein zweitschrecklichstes Erlebnis waren Say al uhamir 001 und ghubara, die damals beide anfingen zu nässen. Kurz drauf fielen aus meinem Gibeon auch noch die Troilite raus und ein oder zwei andere exemplare bekamen auch erste feuchteflecken.

Kurz darauf erledigte es sich dann als ich meine Sammlung wegen Geldmangel und umzug verkaufen musste. Bis auf wenige stücke (2 Marskrümel, nen Mondkrümel und einen winzigen gibeonstück) ging alles irgendwo über ebay richtung schweiz.  :crying:

Ist aber schon ewigkeiten her (2001) und jetzt hab ich wieder eine neue schöne Sammlung.  :wow:

Offline DCOM

  • Generaldirektor
  • *
  • Beiträge: 1788
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #7 am: November 19, 2009, 21:40:59 Nachmittag »
Mein zweitschrecklichstes Erlebnis waren Say al uhamir 001 und ghubara, die damals beide anfingen zu nässen. Kurz drauf fielen aus meinem Gibeon auch noch die Troilite raus und ein oder zwei andere exemplare bekamen auch erste feuchteflecken.

Kurz darauf erledigte es sich dann als ich meine Sammlung wegen Geldmangel und umzug verkaufen musste. Bis auf wenige stücke (2 Marskrümel, nen Mondkrümel und einen winzigen gibeonstück) ging alles irgendwo über ebay richtung schweiz.  :crying:

Ist aber schon ewigkeiten her (2001) und jetzt hab ich wieder eine neue schöne Sammlung.  :wow:

Hi Plegioklas,

wie bringt man denn einen Gibeon dazu, so zu rosten, dass die Troilite herausfallen? Autoklavieren in konzentrierter Salpetersäure?  :gruebel:

Gruß, D.U.

Plagioklas

  • Gast
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #8 am: November 19, 2009, 21:55:06 Nachmittag »
Nein,.... ich geh von aus, dass esdaran lag, dass ich den gibeon 2 oder 3 mal mit der bloßen hand berührt hab.

Jedoch wurde er gut gepflegt und geölt (Ballistol).

Offline DCOM

  • Generaldirektor
  • *
  • Beiträge: 1788
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #9 am: November 19, 2009, 22:05:49 Nachmittag »
Nein,.... ich geh von aus, dass esdaran lag, dass ich den gibeon 2 oder 3 mal mit der bloßen hand berührt hab.

Jedoch wurde er gut gepflegt und geölt (Ballistol).

Was, das soll schon ausgereicht haben? Ich habe mein geschocktes Scheibchen, das jetzt im Besitz vom Konrad ist, hunderte Mal mit Dreckfingern angelangt, offen in der Vitrine gelagert (ohne Balistol) und nach 6 Jahren sah man darauf mit viel Phantasie gerade mal ein kleines Rostfleckchen, das ich locker hätte heraus polieren können.

Offline MarkV

  • Generaldirektor
  • *
  • Beiträge: 1386
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #10 am: November 19, 2009, 22:09:00 Nachmittag »
Hallo,
so richtig schlimme Erlebnisse hatte ich bisher noch nicht. Das schlimmste war wohl die 730g Seymchan Scheibe (sollte mein Pallasit für's Leben sein) http://www.parhelia.de/mets/seymchan05.jpg , bei der man zusehen konnte, wie sie rostete, obwohl sie lackiert war. Da Seymchan normalerweise nicht rostet wurde ich skeptisch, ob es überhaupt Seymchan ist. Der Verkäufer hat dann bei seiner Bezugsquelle nochmal nachgefragt und dann stellt sich heraus, dass es tatsächlich Brahin ist und nicht Seymchan. Ich habe den Kauf dann rückgängig gemacht, wobei die Rücküberweisung des Betrags via Paypal wieder massive Probleme brachte, weil ich bei PayPal plötzlich als Händler geführt wurde und aus steuerrechtlichen Gründen irgendwelche Angaben zu meiner "Firma" machen sollte. Diverse Mails an Paypal wurden wurden nur per automatischer Standard-Mail beantwortet. Ich habe schliesslich einen neuen PayPal-Account erstellt. Seitdem hab ich keinen Pallasiten mehr angerührt.

Ärgerlichster Nicht-Kauf war wohl ein schönes Murchison Individual, das es vor etwas über einem Jahr mal vergleichsweise günstig im Ebay gab. Inzwischen ist Murchison kaum noch unter 100$/g zu haben.

Grüsse,
Mark


Offline Mettmann

  • Privater Sponsor
  • Foren-Guru
  • *****
  • Beiträge: 4897
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #11 am: November 19, 2009, 22:16:15 Nachmittag »
Mein schrecklichstes Met-Erlebnis war, nicht Briefmarkensammler geworden zu sein....
"If any of you cry at my funeral,
I'll never speak to you again."
(S.Laurel 1890-1965)

Offline DCOM

  • Generaldirektor
  • *
  • Beiträge: 1788
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #12 am: November 19, 2009, 22:18:33 Nachmittag »
Mein schrecklichstes Met-Erlebnis war, nicht Briefmarkensammler geworden zu sein....

Dann würdest Du jetzt an mich den Sachsendreier oder die Blaue Mauritius verhökern  :w-gesch:

http://www.jacweltweit.de/images/ereignisse/prominenz/jac+blaue_mauritius.jpg

Offline Mettmann

  • Privater Sponsor
  • Foren-Guru
  • *****
  • Beiträge: 4897
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #13 am: November 19, 2009, 22:24:11 Nachmittag »
"If any of you cry at my funeral,
I'll never speak to you again."
(S.Laurel 1890-1965)

Offline DCOM

  • Generaldirektor
  • *
  • Beiträge: 1788
Re: Eure schrecklichsten Met-Erlebnisse
« Antwort #14 am: November 19, 2009, 22:26:47 Nachmittag »
...und dann nach Mauritius fahrn
http://www.bigtravelweb.com/images/mauritius_l.gif

statt nach Bad Kohlgrub.
http://www.gunnis-eisenbahnwelt.de/Bhf_Bad_Kohlgrub.jpg


Oh lala! Das ist doch gleich was anderes als der flotte Sachsen-Dreier, da ließe ich sogar den Rumuruti für sausen

:lechz:

Hier übrigens die seltenste Briefmarke der Welt (kommt auch noch aus Deutschland)!

http://www.briefmarken.de/allgemein/aktuelles_detail.php?pAlt=_alt&pId=89

 

   Impressum --- Datenschutzerklärung