Autor Thema: Magnetischer Stein mit hoher Dichte  (Gelesen 2693 mal)

Offline ironsforever

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #60 am: Juni 25, 2019, 12:23:31 nachm. »
Zitat
So, meine werten Herren!
Ich habe mal wieder Fortschritte gemacht in meinem Lernprozess. Da mir hier nur die Offensichtlichkeit der Tatsache, dass es sich um Schlacke handelt, mitgeteilt wurde, aber das offensichtliche nicht näher erläutert wurde, musste ich mal wieder selber rausfinden, warum es den so offensichtlich ist.

Och nö, mussteste Du Dir doch tatsächlich noch was selbst erarbeiten, richtig lange suchen für, richtig recherchieren?
https://www.youtube.com/watch?v=1coEIN7safI

Es ist sehr einfach, prinzipiell gegen jede Norm zu sein. Das wirklich Geniale ist hingegen nicht so einfach, wie manch Einfacher denkt.  :einaugeblinzel: (Bekannt)

Offline Mettmann

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #61 am: Juni 25, 2019, 13:43:30 nachm. »
Meteorist ist kein Lehrberuf und Du willst Hebamme für Männer werden.

Zitat
Nichts desto trotz gebe ich meine Bemühungen nicht auf, werde nach und nach weitere Verdächtige einstellen, bei denen es sich ganz sicher nicht um Eisenmeteoriten handelt. Ich werde auch nur Steine einstellen, die mehr als drei der mir bekannten Kriterien erfüllen,

Die wir uns nur anschauen werden, wenn Du fest versprichst, das nächste Stadium Deiner Krankheit auszulassen,
das - empirisch gut belegt - so aussieht:

Meine Steine sind Meteorite, doch böse Mächte wollen mich um Finderruhm und Reichtum bringen.

Zitat
Nichts desto trotz gebe ich meine Bemühungen nicht auf,

Was mich in tiefe Depression ob meines offensichtlichen didaktischen Unvermögens stürzen wird,
denn gestern hab ich mir besondere Mühe mit Dir gegeben.
Lege die Feile und den Magneten für einen Moment zur Seite:  Nach Abwägung der Dir von mir dargebrachten Fakten,
erkläre mir bitte, warum Du glaubst, in SH Meteorite finden zu können.

 :crying:
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Offline Buchit

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #62 am: Juni 25, 2019, 14:10:11 nachm. »
Du willst Hebamme für Männer werden.
Proktologe?  :lacher: (Sorry, das passte einfach zu gut...)

Offline Mettmann

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #63 am: Juni 25, 2019, 14:19:51 nachm. »
Ja etwas anderes tragen wir Männer nicht unter dem Herzen.....als.....

 :talk:
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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #64 am: Juni 25, 2019, 18:56:05 nachm. »
@ Gibeon2010:
Ich weiß nicht, wie der genau benannt wurde, aber hier ist der Link zu dem Bericht, der darüber in der Zeitung war. Und um es vorweg zu sagen, hierbei handelt es sich um einen bestätigten und nicht um einen vermeintlichen Meteoriten.
https://www.pnp.de/mobile/?cid=1452324

@ Stollentroll:
Du verweist auf blasige Hohlräume. Ich vermute, du meinst die dezenten porenartigen Öffnungen. Da diese z.T. mit einer hellen, gelblichen Substanz gefüllt sind, war ich davon ausgegangen, dass es sich um Trollit handelt, was ja in Eisenmeteoriten vorkommt. Die Beschreibungen, die ich darüber gelesen habe, schienen mir ziemlich zutreffend darauf.
Gehe ich recht in der Annahme, dass dies hier deine Homepage ist:
https://tw.strahlen.org/meteorite.html ? Wenn ich da auf den Link zu den Fotos klicke, erscheint der Hinweis, dass die angegebene URL auf dem Server nicht gefunden wurde. Kann aber auch an meinem iPhone liegen, mit dem ich hauptsächlich arbeite...

@ironsforever:
Wenigstens haste nen guten Musikgeschmack...

@Mettmann:
Erstmal möchte ich mich für deine Mühe bedanken.
Dann möchte ich nochmal in aller Deutlichkeit betonen, dass ich kein Problem damit haben werde, wenn sich meine Funde als Meteorwrongs erweisen sollten. Ich bin realistisch genug, um zu wissen, dass sich wahrscheinlich sehr viel irdisches Gestein bei meinen Verdächtigen befindet. (Wobei irdisches Gestein im Prinzip aus der selben Materie bestehen müsste, da der Asteroidengürtel ja auch als ein Planet betrachtet wird, der in der Phase der Planetenbildung gestört wurde... ich weiß, ich habe ein verqueres Denken...‍♂️)  Ich bin bei Facebook in einer sehr lehrreichen Gruppe über Geologie, wo ich schon sehr viel lernen konnte und demzufolge auch schon so einiges aussortiert wurde. Wenn ich also eure wohlwollende Kritik hinterfragen sollte, dann dient das nicht dem Zweck euch zu ärgern, sondern dazu, zu verstehen, wieso die von mir angeführten Begründungen für meinen Verdacht nicht korrekt sind...
Du hast mich gebeten, dir zu erklären, warum ich denke, dass hier im schönen Schleswig-Holstein liegen und gefunden werden können.
Also, dann wollen wir mal...

Die Oberfläche der Erde wird durch verschiedene Einflüsse ständig verändert. Dazu gehören neben geologischen Prozessen und Erosion meines Erachtens nach auch noch andere Einflüsse wie zb Krieg und die Bebauung durch den Menschen. Dadurch wandert das, was oben liegt, natürlich zwangsläufig nach unten. Nichts desto trotz kommt auch Material nach oben. Dies geschieht durch verschiedene Ursachen wie die Bewegung der Erdplatten oder so banale Dinge wie Maulwürfe. Ich habe zum Beispiel den Hals einer Glasflasche gefunden, der sehr merkwürdig aussah. Bunt schillernd wie ein Öl- oder Benzinfilm. Ein Archäologe erklärte mir, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass die Scherbe lange Zeit unter der Erde war. Auf die Frage, ob es ein Molotowcocktail aus dem Krieg gewesen sein könnte, sagte er, dass der Zeitraum zu kurz sei, da dieser Effekt erst nach ca 150 Jahren einsetzt. Ich habe Teile dieser Flasche quer durch die Stadt verteilt gefunden. An einer Stelle habe ich noch eine andere große Scherbe gefunden, deren Aussehen darauf schließen lässt, dass sie noch viel länger als die Flasche unter der Erde lag. Das diese Scherben nach so langer Zeit jetzt wieder an die Oberfläche kommen, zeigt das der Grundgedanke stimmt, wenn ich sage, dass das was mal nach unten ging auch wieder hinauf kommt. Und was mit Scherben funktioniert, sollte im Prinzip auch mit jedem anderen Festkörper funktionieren...
Das Meteoriten verwittern ist mir bekannt, ebenso die Tatsache, dass sie dann sehr große Ähnlichkeit mit irdischem Gestein haben. Das ist eines meiner größten Probleme. Die Frage, auf die ich noch keine gute Antwort gefunden habe, ist, in welchem Zeitraum die Schmelzkruste so sehr verwittert, dass sie nicht mehr als solche zu erkennen ist. Mir ist bekannt, dass es verschiedene Stadien der Verwitterung gibt, nur die Zeiträume sind mir nicht bekannt, die nötig sind dafür.
Auch das Phänomen namens Witterungsrinde/Witterungskruste ist mir bekannt. Der Unterschied zur Schmelzkruste ist so naheliegend wie offensichtlich. Die Schmelzkruste weist im Gegensatz zur Witterungsrinde so genannte Fliesslinien auf, die durch den kurzen aber intensiven Trip durch unsere Atmosphäre aufgrund der Aerodynamik entstehen, wenn sich die Schmelzkruste bildet.
Soweit es mir bekannt ist, ist es bei irdischen Gesteinen unüblich, dass sich Fliesslinien auf ihnen bilden. Mir ist bekannt, dass durch Erosion Linien/Adern/Zeichnungen/whatever entstehen können, die man leicht mit Fliesslinien verwechseln kann. Die Unterschiede versuche ich zur Zeit zu definieren. So denke ich zb dass Erosionsspuren egal welcher Art sich nicht über Erhebungen/Grate hinweg fortsetzen sollten. (Ich hoffe, dass das halbwegs verständlich formuliert war )
Zu den Lagerungsbedingungen. Es werden Regionen für optimale Lagerungsbedingungen genannt, die durch extreme glänzen und unterschiedlicher nicht sein könnten. Als Koch ist mir das Prinzip des einfrierens geläufig, weshalb ich der Lagerung in der Antarktis nichts entgegen zu setzen habe. In der Wüste sind die Bedingungen jedoch extrem anders. Erosion durch Sand und extreme Temperaturschwankungen sind die wohl stärksten Unterschiede. Zudem kann es unter den richtigen Umständen zur Bildung von Wüstenlack kommen (nur bei Meteoriten?) In Anbetracht dieser Tatsachen sehe ich bei meinem Kenntnisstand keine Gründe, die dagegen sprechen, dass Meteoriten in einem gemäßigtem Klima lange Zeiträume relativ unbeschadet unter der Erde liegen können.

Laut der gängigen Lehrmeinung wurde während der letzten Eiszeit eine Menge Material durch wachsende Gletscher transportiert. Schleswig-Holstein liegt an der Gletschergrenze. Also wurde hier Material verteilt, dass von einer ziemlich großen Grundfläche stammt. Was wiederum eine Erhöhung der Chance auf einen Fund bedeuten müsste. Ein anderer Transportmechanismus ist mir nicht bekannt. (Wobei mir da ein Gedanke kommt: da Meteoriten ja oftmals Magneten anziehen, und die Erde ein Magnetfeld hat, könnte es doch rein theoretisch sein, dass sich Meteoriten dort häufen, wo das Erdmagnetfeld am stärksten ist? ‍♂️)
Impaktstrukturen entstehen bei einem Impact. Meinem Verständnis nach ist ein Impact etwas anderes als ein Meteoritenfall. Damit Impaktktstrukturen entstehen muss ein relativ großes Objekt quasi ungebremst einschlagen. Die Impaktstrahlen vom Ries sind ein gutes Beispiel dafür. Ich weiß ja nicht, wie die Herrschaften hier zum umstrittenen Chiemseeimpakt stehen, aber zu dem dort gefunden Chiemit gibt es einen peer-review Artikel in ein Fachmagazin. Darin werden die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen präsentiert. Da das Material dem Bimsstein sehr ähnlich ist, geht man davon aus, dass der Einschlag in sehr feuchtem Gebiet und die Hitze, die sich hinter der Druckwelle gebildet haben muss, die bestmöglichen Bedingungen für dessen Entstehung gebildet haben. Auch die Bildung von Brekzien mit scharfkantigen Komponenten ist eine Folge eines Impaktes. Bei Brekzien, die durch andere Ursachen entstanden sind, sind die einzelnen Komponenten normalerweise eher abgerundet statt scharfkantig.
Bei einem Fall hingegen findet solch ein mächtiger Impakt nicht statt. Der Meteorit prallt „nur“ mit maximaler Fallgeschwindigkeit auf die Erde auf. 
Es kommt ja nun auch vor, dass ein Meteorit in der Luft zerspringt. Wenn dies in gewisser Höhe passiert, dann bildet sich auch an den Bruchstellen eine Schmelzkruste, die nicht so stark ausgeprägt ist wie an der ursprünglichen Außenseite...

Merkmale, die ich an meinen Steinen zu sehen bzw festgestellt zu haben meine, die auf Meteoriten schließen lassen:
- eine glatte Oberfläche ohne scharfe Kanten (was auch auf          Geschiebe zutrifft, ich weiß...)
- eine (teilweise nur partiell vorhandene) Schmelzkruste
- Fliesslinien
- Magnetismus
- soweit überprüft eine Dichte, die größer ist als 3,1

Sollten sich bei den geposteten Steinen noch andere Merkmale zeigen, werde ich explizit darauf hinweisen, versteht sich...

Ich hoffe, dass ich deinem Wunsch nach einer halbwegs vernünftigen Begründung entsprechen konnte. Wenn sich darin mal wieder offensichtliche Dummheiten befinden, ist dies meiner Unkenntnis zu schulden.

So, nu ist es Zeit, den Roman zu beenden.

Off-Topic
Aber vorher noch eine kurze Anmerkung:
Ich glaube, dass hier eine allgemein falsche Vorstellung von dem Gedanken des Kreationismus herrscht. Kreationisten glauben nicht, dass die Erde eine Scheibe ist, die den Mittelpunkt des Universums markiert. Genauso wenig glauben sie, dass das Universum nur ein paar tausend Jahre alt ist. Vielmehr vertreten sie die These, dass das Leben auf der Erde deutliche Anzeichen für ein intelligentes Design aufweist. Es gibt viele Anzeichen, die dafür sprechen. Wer sich gerne mit hoher Mathematik befasst kann sich ja mal mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung auseinander setzen. Dann wird er sehen, wie gering die Chance ist, dass ein so perfekt aufeinander abgestimmtes Ökosystem rein zufällig hätte entstehen können.
Der Kritiker steht stets in der Pflicht, die Thesen der Gegenpartei selbst zu überprüfen. Das haben Kreationisten getan und dabei massenhaft Belege gefunden, die die Evolutionstheorie nach Darwin widerlegen. Im Gegensatz dazu wurde von Seite der Evolutionisten nicht ein einziger Beweis erbracht, dass Darwin‘s Theorie richtig ist. Selbst Darwin himself war nicht komplett von seiner Theorie überzeugt. Statt dessen wurden Evolutionisten bereits mehrfach der Fälschung von angeblichen Beweisen überführt... Bis heute ist der berühmte „missing Link“ nicht gefunden worden. Aber gefunden wurde zb Dinosaurier DNS. Dr. Schweizer hieß die gute Frau, glaube ich. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen wurden mehrfach von verschiedenen Laboren bestätigt... aber das würde jetzt zu weit führen und gehört nicht hierher..  es sollte bloß als Anstoß dienen, sich näher mit den Themen auseinander zu setzen.

In diesem Sinne noch allen Lesern einen schönen Abend...
"Das wirklich Geniale ist ganz einfach." Unbekannt

„Wer überhaupt nichts von der Existenz einer Hölle weiß, läuft auch nicht Gefahr, dort zu schmoren. Was erklärt, warum es so wichtig ist, alle Missionare zu erschiessen." Terry Prattchet

Offline stollentroll

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #65 am: Juni 25, 2019, 20:11:50 nachm. »
Die von dir angegebene Adresse meiner Homepage ist die alte, seit mehr als 2 Jahren nicht mehr gültige. Die Seite musste umziehen, da der Webhoster seinen Betrieb eingestellt hatte. Ein paar Fragmente der alten Seite sind aber irgendwie noch im Netz zu finden.

Die aktuelle Adresse ist:
https://www.strahlen.org/tw/index.html
Auch wenn man auf das Homepage-Symbol unter dem Avatarbildchen klickt, kommt man dorthin ....


Offline karmaka

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #66 am: Juni 25, 2019, 20:19:23 nachm. »
Übrigens seit langer Zeit eines der besten deutschsprachigen Webangebote zum Thema! Sehr zu empfehlen! :super:

Offline Mettmann

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #67 am: Juni 25, 2019, 23:44:17 nachm. »
 :crying: ich wein, ich wein,  :eek: ich weine..
Weil wir im Forum alle sooo dumm und blind waren und es daher so wenige deutsche Meteorite gab. Dabei lagen sie die ganze Zeit direkt vor unseren Füßen!
Und ich weine für die Völker der Welt, die Steuern zahlen, damit die Gelehrten in der Antarktis die Meteorite einsammeln, wo diese doch nur bei der Gartenarbeit etwas aufmerksamer sein müßten.

Intelligent Design gibt es nicht, denn mein Oheim gsac und ich sterben grad aus, wemmer uns nicht bald ranhalten.

Zitat
Nichts desto trotz kommt auch Material nach oben.
Kapier ich nicht. Nehmen wir an, es wäre so - es kämen doch dann auch alle andern Steine wieder nach oben, daher würde sich am Verhältnis Meteorite versus Steine gar nichts ändern. Warum sollten Meteorite bevorzugt nach oben kommen?
Gleiches für die Gletscher....

 
Zitat
wie die Herrschaften hier zum umstrittenen Chiemseeimpakt stehen
Du hast aber auch ein Talent für Informationssuche...
Die meisten im Forum werden NIX davon halten (Manch Oberbayern wirds ev. peinlich sein). Gibt drei, vier einfache Nachweise für Impaktstrukturen. Die muß man finden, einsammeln, veröffentlichen - feddich ist der Krater. Dös ham die im Chiemgau anscheinend noch nicht gemacht. Krateranerkennung geht auch recht schnell, braucht man nicht jahzehntelangen Kreuzzug zu führen. Halt Dich derweil besser an die anerkannten Krater, gibt ja genügend davon.

Zitat
- eine glatte Oberfläche ohne scharfe Kanten (was auch auf          Geschiebe zutrifft, ich weiß...)
- eine (teilweise nur partiell vorhandene) Schmelzkruste
- Fliesslinien
- Magnetismus
- soweit überprüft eine Dichte, die größer ist als 3,1

Na ob das ein geeigneter Satz an Kritierien ist.....       gebe zu Bedenken:

 :belehr: Nicht alles, was vier Beine hat, ist ein Kuh.
              Manchmal ist es auch ein Stuhl.

Zitat
Wer sich gerne mit hoher Mathematik befasst kann sich ja mal mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung auseinander setzen.
EIN TRAUM! - der meine Zähren trocknen könnte. Tu das doch bitte auch mit den Fundwahrscheinlichkeiten für Meteorite in D!!!

Junge, die Zahlen sagen, es ist über EinTausend Mal wahrscheinlicher vom Blitz getroffen zu werden, als in D einen Meteoriten aufzuheben.
Bitte folge dem Gedankenexperiment:
Wie würdest Du dich fühlen (außer wohlhabend), wenn Du hier im Forum mehrere Klumpen schieren Goldes, größer als die abphotographierten Stücke oder einen entsprechenden Beutel mit schleifwürdigen Diamanten, als bei Dir im Wald und in der Heide gefunden vorstellen müßtes.
Albern, nicht?
Nun erschrecke nicht, für uns hier wäre das aber prinzipiell plausibler, als das, was Du mit Deinen "Meteoriten" grad machst.
Weil die Zahlen es sagen.

Das war mein teuflischer Plan: Du erkennst die Wahrscheinlichkeiten - den Aalseefund haben Dir Muschgard et al. identifiziert; der zwote, von dem Du sprachst - ist das der von Deinem Freund? - hättst hier schnell hergezeigt und wir hätten ihn abgelehnt - und damit wär alles erledigt, weils keinen Anlaß mehr gäbe, weiter nach Mets zu fahnden.

Und Du wärst endlich frei, freiiiiiiiiiiiiiiii    und könntest an der frischen Luft Sinnvolleres suchen als ausgerechnet Mets und müßtest Deine Frustrationstoleranz nimmer auf ein unmenschliches Maß trainieren...

Sooo gut bin ich in Wahrheit zu den Menschen.
Ich wein, ich wein, ich weine...

 :crying:
Mettmann


PS: Wegen des Magnetfeldes trage ich auch keine Armbanduhr.
Ich will nicht in den schauerlichen Norden gezogen werden und als zweiter Ötzi auf dem riesigen Eisenberg am Nordpol enden,
den der Seebär kennt, weil seine Kompaßnadel immer auf ihn zeigt.
Southern by Comfort!
« Letzte Änderung: Juni 25, 2019, 23:59:43 nachm. von Mettmann »
"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

Offline gsac

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #68 am: Juni 26, 2019, 09:45:04 vorm. »
....denn mein Oheim gsac und ich sterben grad aus, wemmer uns nicht bald ranhalten.

Wo Du Recht hast, hast Du Recht - allermeistens hast Du Recht, das stimmt so!

PS: in meinem Beitrag von Juni 24, 13:28:59, ganz oben, schrieb ich: "Dein
Neffe". Jottojott, soweit isses schon gekommen mit dem ollen Hirn. Ich muss
das verständnishalber zu "Dein Oheim" korrigieren, einverstanden?

"Manchmal ist es auch ein Stuhl" (Zit. Mettmann)
Und wenn man an dem sägt, hat er nur noch drei oder weniger Beine und man
kippt dann damit um.

"Ich will nicht in den schauerlichen Norden gezogen werden" (Zit. Mettmann)
Ich bin in den ganz und gar überhaupt nicht schauerlichen Norden gezogen und
fühle mich hier ganz wohl, es könnte derzeit allerdings gern etwas kühler sein.

"Southern by Comfort" (Zit. Mettmann)
Das meinst Du jetzt nicht wirklich ernst, oder etwa doch? Also ich empfehle
da viel eher einen Lagavulin, oder die rauhere Maltversion Laphroig.

Egal, wie auch immer, wir müssen on topic bleiben: der Glauben (Intelligent
Design etc) gibt es viele, es gibt aber auch Fakten, glasklar bewiesen, und das
hat Neffe Mettmann noch mal gut dargestellt, da mag man noch so sehr ein
persönliches Meteoritenwunschprogramm mit sich herumtragen: Meteorite kann
man auch hier finden, mit äusserst geringer Wahrscheinlichkeit allerdings, es sei
denn, es handle sich um einen frischen beobachteten Fall, dem sich ein Suchgebiet
zuordnen lässt. Und selbst dann ist es ziemlich schwierig. Ich war 3x im Gebiet des
Neuschwanstein-Meteoriten und habe nichts gefunden, andere waren in grosser
Gruppe mal in Geislingen an der Steige und haben nichts gefunden. Und nicht jede
Schlacke, die auch nur entfernt suggerieren könnte, sie sei ein Meteorit, ist auch
einer, da kann man (...was man nicht tun sollte) noch so viele Labore aufsuchen,
die einem das letztlich wunschgemäss bestätigen mögen.

Weiß eigentlich wer, was aus dem Fall südlich von Berlin neulich geworden ist,
wurde da was gefunden? Ich habe dazu nichts mehr gelesen. In der Tat ein sehr
schwieriges bzw. gefährliches Gelände, obwohl es flach ist und man dort eigentlich,
von da her, bequem suchen könnte. Da liegen aber noch viele WKII-Bomben im
Boden und vielerorts wird auf Schildern vor dem Betreten des Geländes gewarnt.

:hut: Alex

PS: eine Kuh macht muh, viele Kühe machen Mühe!

Offline DaⒶnarchist

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #69 am: Juni 26, 2019, 11:11:12 vorm. »
@ Mettmann
Du scheinst meine Ausführungen etwas großzügig zu interpretieren. Ich habe ja nicht davon gesprochen, dass nur Meteorite nach oben transportiert werden, sondern ganz im Gegenteil eingeräumt, dass auch jede Menge irdisches Material wieder mit an die Oberfläche kommt.
Den Chiemgau-Impakt habe ich ja auch als umstritten bezeichnet. Mir sind die Pros und Contras zu dem Thema bekannt. Ich wollte auch nur darauf hinweisen, dass das Chiemit als „Impakt-Bims“ angesehen werden kann. In der Zeitschrift Acta Geologica Sinica (English edition) ist ein von drei internationalen Gutachtern geprüfter Peer Review Artikel dazu erschienen, der die neuesten Untersuchungen präsentiert (Zusammenfassung: – Ungewöhnliche Kohlenstoff-Materie aus mehr als 90% C, hier Chiemit genannt, aus dem Alpenvorland am Chiemsee in Bayern, wurde mit optischer und Rasterkraftmikroskopie, Röntgenfluoreszenzspektroskopie, Raster- und Transmissionselektronenmikroskopie, hochauflösender Raman-Spektroskopie, Röntgenbeugung und Differentialthermoanalyse sowie mit δ13C und 14C Radiokohlenstoff-Isotopendatenanalyse untersucht. In den bimssteinähnlichen Fragmenten koexistiert schlecht geordnete Kohlenstoffsubstanz mit hochrangig monokristallinem α-Carbin und enthält submikrometergroße Einschlüsse komplexer Zusammensetzung. Diamant und Carbine tragen zur eigenartigen Mischung der Materie bei. Die für die Bildung von Carbinen erforderlichen sehr hohen Temperaturen und Drücke deuten auf ein Schockereignis hin, das wahrscheinlich auf den kürzlich vorgeschlagenen holozänen Meteoriteneinschlag im Chiemgau zurückzuführen ist. Es wird angenommen, dass sich das Kohlenstoffmaterial weitgehend aus stark geschockter Kohle, Vegetation wie Holz und Torf aus dem Einschlaggebiet gebildet hat. Der Hochdruck-/Hochtemperatur-Prozess der Karbonisierung/Inkohlung  kann auf einen starken Schock zurückgeführt werden, der sofort die vollständige Verdampfung und den Verlust von flüchtigen Bestandteilen und Wasser verursachte, die jedoch die ursprüngliche Zellstruktur bewahrten, die fossil in vielen Fragmenten zu beobachten ist. Relativ frisches Holz, das in der vorgeschlagenen stark geschockten Materie eingekapselt ist, weist auf abgeschreckte Komponenten einer Kohlenstoffschmelze hin, was für die Diskussion über das Überleben organischer Substanzen bei Meteoriteneinschlägen möglicherweise wichtig ist und eine astrobiologische Beziehung haben kann.) Der Artikel ist vom Dezember 2018... aber darum soll es hier ja auch gar nicht gehen....

Das du meine leidlichen Kenntnisse belächelst, kann ich nicht verübeln, denn ich bin ja nur ein Laie. Auch das die von mir genannten Kriterien für Experten etwas dürftig sind, bereitet mir keine Schmerzen, denn ich bin ja nur ein Laie. Aber auch als Laie weiß ich, dass nicht alles was vier Beine hat, eine Kuh ist. Neben dem von dir erwähnten Stuhl kann es selbstverständlich auch ein Tisch sein. Bett und Esel kommen vielleicht auch noch in frage...
Trotzdem denke ich, dass die genannten Kriterien einen guten Ansatz bilden.
Zu der Wahrscheinlichkeitsrechnung: sicherlich ist die Zahl der in Deutschland gefundenen Meteoriten verschwindend gering. Doch um die Zahl in einen realistischen Zusammenhang zu bringen, müsste man auch wissen, wieviele Menschen in Deutschland sich mehr als oberflächlich mit dem Thema auseinander setzen und wie diese sich über Deutschland verteilen. Ich denke nicht, dass es wirklich viele sind, die sich mit dem Thema beschäftigen. Deshalb erscheint es mir logisch, dass es wenige Funde gibt.
Etwas enttäuscht musste ich feststellen, dass du zu meinen Überlegungen bezüglich der Schmelzkruste und Fliesslinien nichts zu sagen hattest. Ich laufe täglich an der schleipromenade entlang, wo ich immer wieder Steine sehe, die sowohl das eine als auch das andere aufweisen. Wie kann den irdisches Gestein eine derart glatte/homogene Oberfläche aufweisen, auf der sich Fliesslinien abzuzeichnen scheinen? Erosion und Bruchstellen schließe ich bei diesen Steinen aus, weil die Strukturen sehr glatt sind, sprich keine scharfen Kanten vorhanden sind und die Strukturen sich auch über Erhebungen hinweg fortsetzen. Alle diese Steine weisen auch einen extrem starken Magnetismus auf. Und keiner von ihnen ist in meinem Büchlein über Steine an der Ostseeküste zu finden...
Auch meine Frage nach den Zeiträumen, die für eine Verwitterung der Meteoriten nötig sind, wurde leider nicht wirklich beachtet. Wenn da jemand der anderen mitleser eine verlässliche Auskunft geben kann, wäre ich dankbar...

Ach ja, ich trage seit 26 Jahren keine Armbanduhr mehr und trotzdem hat es mich immer wieder in den hohen Norden zurückgezogen. Den Gedanken mit dem Magnetfeld der Erde fand ich einfach zu verlockend, da du ja darauf verwiesen hast, dass dir kein Transportsystem bekannt sei, dass eine Häufung von Meteoriten erklären würde. Ich sah meinen Magneten und Zack war sie da, die perfekte Transport Methode. Aber nu wollen wir das theoretisieren mal sein lassen und mal die weiteren harten Fakten prüfen....

@Stollentroll
Vielen Dank für den Link. Habe mir schon so einige angesehen von deinen Bildern. Leider musste ich feststellen, dass mich die Bilder dazu animiert haben, in dem Beitrag, den ich gleich erstellen werde, wieder mal ein kontroverses Stück zur Debatte zu stellen... ich denke, du wirst wohl im Ansatz zumindest nachvollziehen können, warum ich mich für dieses Exemplar entschieden habe...

Also, werde ich die Akte „Schlacke“ für mich mal schließen.. und freue mich auf weitere unterhaltsame Kritik bei den nächsten Beiträgen
"Das wirklich Geniale ist ganz einfach." Unbekannt

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Offline metnet

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #70 am: Juni 26, 2019, 11:47:07 vorm. »
EIN TRAUM! - der meine Zähren trocknen könnte. Tu das doch bitte auch mit den Fundwahrscheinlichkeiten für Meteorite in D!!!

Junge, die Zahlen sagen, es ist über EinTausend Mal wahrscheinlicher vom Blitz getroffen zu werden, als in D einen Meteoriten aufzuheben.

Wieder ein geistreicher Beitrag, Mettmann - man merkt, dass du ganz in deinem Element bist  :smile:

Nur der Blitzvergleich (wohl einer der beliebtesten Vergleiche weltweit!) hinkt vielleicht ein bisschen. Schließlich will niemand, der bei Verstand ist, ernsthaft vom Blitz getroffen werden, wogegen sich mit großem Einsatz die Chance auf einen Meteoritenfund durchaus steigern lässt. Ich hetze ja nicht übers freie Feld auf der Jagd nach der besten Gewitterzelle, auf das der Blitz mich erlege!

Ich kann mir vorstellen, dass wenn ich wirklich jeden einzelnen Tag meines Restlebens in der Umgebung beispielsweise des Obernkirchen-Meteoriten streifen würde, wenn mir Sozialbeziehungen, Gesetze (Metalldetektor) und meine geistige Gesundheit gleichgültig wären, dass ich dann irgendwann den passenden Eisennickel-Klumpen ausbuddeln würde. So gesehen ist es wohl einerseits eine Frage der Wahrscheinlichkeit, andererseits aber auch eine Aufwand-Nutzen-Abwägung.

Falls es mich irgendwann ganz unerträglich jucken sollte, werde ich einem Team aus Wüstenfüchsen in die Sahara folgen, den Leuten 10.000 Euro in die Hand drücken (ich hoffe, das reicht) und mir so den Traum eines Eigenfundes verwirklichen. Aber im Moment juckt es einfach nicht doll genug, für so eine Verzweiflungstat  :einaugeblinzel:

Viele Grüße
Jürgen

Offline DCOM

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #71 am: Juni 26, 2019, 12:46:16 nachm. »
reationisten glauben nicht, dass die Erde eine Scheibe ist, die den Mittelpunkt des Universums markiert. Genauso wenig glauben sie, dass das Universum nur ein paar tausend Jahre alt ist. Vielmehr vertreten sie die These, dass das Leben auf der Erde deutliche Anzeichen für ein intelligentes Design aufweist.

Bitte verzeih. Die Intelligent-Design-Debatte führe ich seit 20 Jahren, die Argumente wurden bis zum Erbrechen ausgetauscht, bei mir u. a. auch in Buchform. Und ich kenne beinharte Kreationsten(tm), die eine "junge Erde" vertreten, aber überwiegend auf der ID-Schiene argumentieren. Die werden nicht müde zu betonen, dass Intelligent Design etwas vollkommen anderes ist als der Kreationismus(tm). Letzterer nimmt die Bibel wörlich, postuliert also auch eine "junge Erde" sowie die simultane Schöpfung aller "Grundtypen" des Lebens. Auf Intelligent Design trifft das nicht notwendigerweise zu.

Wenn Du also vermeiden möchtest, dass man Dich in der falschen Schublade ablegt, solltest Du eine andere Selbstbezeichnung wählen. :einaugeblinzel:

Gruß, Martin  :prostbier:

Offline gsac

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #72 am: Juni 26, 2019, 14:22:51 nachm. »
Wenn Du also vermeiden möchtest, dass man Dich in der falschen Schublade ablegt, solltest Du eine andere Selbstbezeichnung wählen. :einaugeblinzel:
Gruß, Martin  :prostbier:


Hallo Dananarchist

Martin ist eine Autorität auf dem Gebiet, lies es und denke darüber mal nach...!!
Neeeeiiin, kein Meteorit! Chiem-Dingens auch Quatsch. Ich habe übrigens dieses
spezielle Teil dort schon umrundet. Es fanden sich interessante Belegexemplare,
aber nix Meteoritisches. Ein schöner Biergarten am Rande allerdings...

Alex

Offline Gibeon2010

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #73 am: Juni 26, 2019, 14:42:42 nachm. »
Zu der Wahrscheinlichkeitsrechnung: sicherlich ist die Zahl der in Deutschland gefundenen Meteoriten verschwindend gering. Doch um die Zahl in einen realistischen Zusammenhang zu bringen, müsste man auch wissen, wieviele Menschen in Deutschland sich mehr als oberflächlich mit dem Thema auseinander setzen und wie diese sich über Deutschland verteilen. Ich denke nicht, dass es wirklich viele sind, die sich mit dem Thema beschäftigen. Deshalb erscheint es mir logisch, dass es wenige Funde gibt.
Wenn man alle Steine Deutschlands, die unter den anderen vor Ort irgendwie auffällig aussehen, zusammenbringen würde, wären das irrwitzig viele Millionen, Milliarden oder so. Möglicherweise wäre dann auch zufällig ein Meteorit dabei. Aber wer möchte solch einen Aufwand betreiben? Da ist es wahrscheinlicher, einen Sechser im Lotto zu bekommen und zwar mehrmals nacheinander.

Etwas enttäuscht musste ich feststellen, dass du zu meinen Überlegungen bezüglich der Schmelzkruste und Fliesslinien nichts zu sagen hattest. Ich laufe täglich an der schleipromenade entlang, wo ich immer wieder Steine sehe, die sowohl das eine als auch das andere aufweisen.
Ich finde, du solltest mit den Begriffen etwas vorsichtiger umgehen. Schmelzkruste und Fließlinien gibt es nur bei Meteoriten. Indem du deinen Funden diese zugestehst, gehst du indirekt schon davon aus, dass es Meteoriten sind. Richtig wäre zu sagen, deine Funde haben Oberflächenstrukturen, die (in deinen Augen) Schmelzkruste und Fließlinien ähneln.
Viele Grüße
Jens

Offline Mettmann

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Re: Magnetischer Stein mit hoher Dichte
« Antwort #74 am: Juni 26, 2019, 15:53:15 nachm. »
Hi Danarchist,

das Chiemgau müssmer nicht breittreten, hammer in früheren Zeiten im Forum ausgiebig gemacht. Für Impaktstrukturen gibt es genügend Nachweise, die so eindeutig sind, daß man sie nicht großartig interpretieren/diskutieren muß. Also z.B. Strahlenkegel, planar geschockte Quarze, Meteorite..wenn man eins davon findet, weiß man öha!
Freilich kommt man beim Mensch-Ärgere-Dich auch ins Haus, wenn man rückwärts zieht - nur ists dann verständlich, daß die andern Kinder nimmer mit einem spielen wollen.

Schmelzkruste habe ich weggelassen, weil - das merken wir auch im Forum immer wieder - es letztendlich doch kein geeignetes Kriterium für Laien ist.

Eisenmeteorite haben im Felde sowieso fast nie eine Schmelzkruste - und das Kriterium ist unerheblich, denn mit ihnen hat man ja einen ganz massiven und schweren Eisenklumpen - sie unterscheiden sich dadurch schon von den Steinen der Umgebung genug (und es geht im Grunde nur um die Frage: menschengemacht oder nicht).
Und bei Steinen ists halt so - ein Laie hat in der Regel noch nie einen Steinmetoriten in der Hand gehabt und weiß nicht, wie eine Schmelzkruste beschaffen ist.
So nimmt er schon an, es wäre eine, wenn der Stein äußerlich durch Verwitterung oder Anlagerungen dunkel verfärbt ist, daß es eine Schmelzkruste sei - meist bricht er ihn auch nicht auf und weiß nicht, ob der gesamte Stein dunkel ist.
Fließlinien indes kommen bei Steinmeteoriten nun auch nicht sooo wahnsinnig häufig vor,
jedenfalls kann man im Verkauf für Stücke mit ausgeprägten flow lines deshalb einen Aufschlag zum Grundpreis verlangen, hihi.

Also statt Schmelzkruste wäre mindestens so aussagefähig als Laienkriterium:  Ist der Stein dunkel oder brandfarben und liegen keine anderen solchen Steine am Fundort herum.

Feinere Kriterien für Dich wären z.B.:
Sind im Anbruch glitzi-blitzi Metallflöckchen zu sehen? Das ein oder andere Kugerl gar? Oder scharf abgegrenzte schwarze Zonen oder Äderchen?

Der von Dir verlinkte, der war der Machtenstein. Alles was in der Schnittfläche so gepunktelt weiß im Bild erscheint, sind glitzernde Eisenflöckchen und als H5 gehört er zum häufigsten Meteoritentyp.

 :prostbier:
 
"Grawutzi - Kapuzi" (Pezi "Bär" Petz *1949-1995)

 

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