Autor Thema: UREILITE  (Gelesen 18364 mal)

Offline Dirk

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UREILITE
« am: April 05, 2009, 07:30:08 Vormittag »
Hallo Freunde  :winke: ,

gerne würde ich in diesem Thread zusammen tragen wollen, was wir eigentlich über Ureilite wissen und natürlich, was für Ureilite wir/Ihr in Euren Sammlungen habt. Auch würde ich gerne etwas mehr über die Einteilung/Klassifizierung von Ureiliten erfahren. Ich habe die Erfahrung gemacht, das man bei der Anschaffung eines Ureiliten nur wenig über die genaue Klassifizierung seines neuen Stückes erfährt. Es heisst dann meist, es sei ein "ganz normaler Feld-Wald-Wiesen-Ureilite"  :laughing: .

Ich habe schon mal ein bischen recherchiert. Aktuell gibt es im MetBul 248 Ureilite (150 ohne Antarktik). Das Gesamt-TKW aller bekannten Ureilite auf der Erde beträgt grob überschlagen ca. 120kg (wobei auf die Antarktik nur 20kg fallen). Im MetBul werden 16 (6,45% aller Ureilite) als polymikte Ureilite benannt. Insgesamt wurden nur 5 Fälle beobachtet (ca. 2% aller Ureilte).

Ureilite sollen die zweithäufigsten Achondriten sein (wohl nach der HED-Gruppe, schätze ich mal).

Einteilung/Klassifizierung:
Verschiedene Quellen berichten über verschiedene Einteilungen. Auf den ersten Blick ist das ziemlich verwirrend.

Der "neue Norton (Field Guide ...,2008)" berichtet von drei Hauptgruppen - Olivin-Pigeonite; Olivin-Orthopyroxene; Polymikte Ureilite.

David Weir unterteilt auf seiner website zwischen "Monomict/Unbrecciated" und "Polymict" - die "Monomict/Unbrecciated"Gruppe teilt er noch in drei mineralogische Typen ein: 1.Olivine-Pigeonite (z.B. Novo Urei, Kenna, DaG 084, DaG 868), 2.Olivine-Orthopyroxene (z.B.LEW 85440, MET 010185), 3.Olivin-Augite (z.B. HaH 064).

In einem allumfassenden Text von C.A.Goodrich (1992)in:Meteoritics 27-4, 1992, 327-352 - mit dem Titel:"Invited Review - Ureilites: A critical review" (vielen Dank an thinsection, der mir diesen Text geschickt hat  :super: ) werden monomicte Ureilite von den polymicten Ureiliten unterschieden. Die Monomicten werden dann noch mal eingeteilt in "typical ureilite" (die große Mehrheit) und "poikilitic ureilite" (ein paar wenige).
Typical Ureilite: Textur ist charakterisiert durch große Olivine und Pigeonite (Korngröße ca. 1mm), die als "triple junction"-Anordnung vorliegen (120°-Verbindungen).
Poikilitic Ureilite: Poikilitic bedeutet, das die Olivine durch Pigeonite eingeschlossen oder umschlossen werden. In einigen URE mit poikilitischer Textur kommen auch Orthopyroxene und/oder Augite zusätzlich vor, manchmal auch anstelle des Pigeonite.
Polymicte Ureilite: das sollen fragmentale Brekzien sein, die aus monomict ureilitischen Klasten und verschiedenen nicht-ureilitischen Klasten bestehen, die eingebettet sind in einer Matrix aus kleinen Mineralfragmenten, Kohlenstoff, Metall,Sulfide, Eisensilikat, Chromit und Apatit.

Einige wenige Ureilite zeigen auch eine Mischung beider Texturen (typical und poikilitic), was man als bimodale Erscheinungsform bezeichnet.

Andere Ureilite haben eine mosaikartige Struktur (mosaicised ureilites) als Folge starker Schockeinwirkunng und anschliesender Rekristallisation.


 :prostbier:
Dirk





« Letzte Änderung: April 05, 2009, 08:07:48 Vormittag von Dirk »

Offline Dirk

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Re: UREILITE
« Antwort #1 am: April 05, 2009, 07:48:14 Vormittag »
....hier habe ich noch eine website gefunden, auf der eine weitere Klassifizierungsmöglichkeit für Ureilite beschrieben wird:

http://www4.nau.edu/meteorite/Meteorite/Book-Ureilite.html

Die Autoren beschreiben eine Einteilung von Ureiliten nach "Degree of Reduction", die von R1 bis R4 geht.

Von R1 bis R4 ....
- nimmt der Volumenanteil von Graphit/Metall in % ab
- nimmt der Anteil von reduzierten Olivin zu
- nimmt die Härte des Ureiliten zu
- nimmt der Anteil an Diamanten zu

 :user:
Dirk
« Letzte Änderung: April 05, 2009, 08:08:43 Vormittag von Dirk »

Allende

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Re: UREILITE
« Antwort #2 am: April 05, 2009, 09:52:15 Vormittag »
Hoi Dirk

Sehr schöne Kurzfassung inklusive des informativen Internet Link!  :super:

Hast Du denn auch ein oder zwei Ureilite, die Du im Forum als Abbildung zeigen möchtest? Ich werde heute später auch meinen schönesten Ureilit aus den Sammlungskästen herauskramen und hier als Bild hier einstellen. Die nächsten Stunden ist aber keine Zeit, Maria hat mich zum Hausputz eingeteilt...  :ehefrau:

Gruss, Allende  :hut:

Offline gsac

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Re: UREILITE
« Antwort #3 am: April 05, 2009, 12:06:00 Nachmittag »
Sehr gute Initiative, Dirk - bin mal gespannt, was da noch so zusammenkommt...!!! :super:

Ureilite sind faszinierend aufgrund ihrer möglichen Genese und der Zusammensetzung.
In der englischsprachigen Literatur findet sich zuweilen das sehr passende Wort "enig-
matic". Bei den Händlern/Sammlern/Wissenschaftlern, die Ureilite sägen müssen, sind
sie rein praktisch eher nicht so beliebt.. - dazu mögen die Spezialisten hier was sagen!  :einaugeblinzel:

Eine weitere Quelle zu den schon genannten ist z. B. Hutchison, "Meteorites - A
Petrologic, Chemical and Isotopic Synthesis" von 2004, speziell Seiten 257-267. Dort
findet sich u. a. folgender Text:

"The literature reflects the controversy that has surrounded the group for the past
30 years: are the ureilites products of planetary melting or of nebular processes?
Their mineralogy, texture, lithophile element contents and radiometric ages suggest
the former, but their oxygen isotopic rations and high noble gas contents have been
deemed to favor a nebular origin...."

PS: bei mir in der Sammlung befinden sich ein kleines 5.5-g-Scheibchen des Kenna-
Ureiliten mit Glenn-Huss-Provenienz/Label, ein paar Krümelchen vom Namensgeber
Novo Urei sowie samples von NWA 2624, 4896 und noch ein unklassifiziertes sample.


:winke: Alex


Offline Dirk

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Re: UREILITE
« Antwort #4 am: April 05, 2009, 12:08:24 Nachmittag »
 ...... so, bin wieder zurück.  Hoi Allende  :winke: ....hihi, bei mir zu Hause gibt es auch eine Maria, die mich auf Trab hält - die ist aber erst 5 Jahre alt  :laughing: . Wir haben in den letzten zwei Stunden erstmal 10 Eier ausgeblasen und angemalt. Jetzt schnell hier weiter machen bis zum Mittagessen  :einaugeblinzel: .

Ich freue mich schon auf Deinen schönsten Ureiliten. Die Hässlichen kannst Du aber auch gerne zeigen  :einaugeblinzel: - Schönheit ist ja nicht alles. Wir wollen ja möglichst viele unterschiedliche Erscheinungsformen und Ausprägungen sehen. Auch alle anderen hier im Forum sollten jetzt mal die Uris rauskramen und zeigen !!!!

Ich selber habe insgesamt 6 verschiedene Ureilit-Funde in der Sammlung:

- NWA 3140; TKW 750g, gefunden 2004. Ich habe ein kleines 4,2g schweres Fragment.
- NWA 4896 (prov.); TKW 220g, gefunden 2007. Hier bin ich stolzer main-mass-holder. Mein angeschnittenes Individual wiegt 201,7g.
- NWA 5391 (prov); TKW 205,6g; s=low/w=low. Habe 2 Teilscheiben (2,21g und 2,16g) und ein viertel endcut mit 2,68g.
- NWA 5555 (prov); TKW 274,4g; s=low/w=low, gefunden 2008. Habe eine 8,94g schwere halbe Scheibe.
- Shisr 007; TKW 9,02kg; gefunden am 09.April 2001; moderat geschockt - die Olivine zeigen mosaikartige Strukturen. Besitze eine 5,1g schwere Teilscheibe.
- Dhofar 1303; TKW 404g; s=3/w=4; gefunden 2002. In meiner Sammlung ist eine kleine 1,16g Vollscheibe.

Übrigens war der Namensgeber der Ureilite Novo-Urei , ein russischer Fall aus dem Jahre 1886 in Zental-Russland.
Mehrere Steine wurden damals von den Bewohnern des Dorfes Novo-Urei geborgen. Ein Stein wurde von den Leuten damals aufgegessen in dem Glauben, das diese Himmelssteine als göttliches Geschenk (Manna, Himmelsbrot) eine heilbringende Wirkung haben müssten. Etwas Ähnliches passierte auch beim afrikanischen Fall Mbale (1992 in Uganda). Stücke davon wurden als Heilmittel gegen AIDS von den Einheimischen gegessen.



Offline gsac

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Re: UREILITE
« Antwort #5 am: April 05, 2009, 12:28:27 Nachmittag »
Ich werde heute später auch meinen schönesten Ureilit aus den Sammlungskästen
herauskramen und hier als Bild hier einstellen...

Sali Allende (J´t)!

Na, da kommt doch Freude auf. Ich glaube, Du hast mir eine "passende Geschichte dazu"
mal vor Jahr und Tag, d. h. inzwischen eigentlich eher vielen Jahren als Tagen, erzählt, dort
wo man sich immer traf und schöne Geschichten zu erzählen hatte, na Du weißt schon... :einaugeblinzel:

Freue mich auf ein Foto-Wiedersehen mit dem Stück...
:winke: A´p :prostbier:


Pittiplatsch

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Re: UREILITE
« Antwort #6 am: April 05, 2009, 13:34:17 Nachmittag »
Hallo Zusammen,

schön, dass sich mal jemand des Themas Ureilite annimmt. Vermutlich gehören diese zu den eher unterschätzten Achondriten, vielleicht ja wegen des eher unscheinbaren Äusseren. Für mich persönlich haben aber gerade die Ureilite einen grossen ästhetischen Reiz, eine schön poliert Schnittfläche kann bei diesen Meteoriten wirklich sehr hübsch aussehen. Allerdings können Ureilite Präperatoren manchmal in den Wahnsinn treiben, da sie nicht selten reich an winzigen Diamanten und damit extrem hart sind. In kürzester Zeit kann da ein teures Sägeblatt ruiniert sein. Dann gibts aber auch solche Ureilite, die sich ganz problemlos schneiden lassen. Unten habe ich mal zwei Bilder von Ureiliten aus unserem Fundus, die Hauptmasse von NWA4389, eines sehr frischen Ureiliten. Das zweite Stück ist ein aktueller Fund, der noch auf eine endgültige Klassifikation wartet. Ebenfalls ein recht frisches Stück mit schöner Kruste.

Gruss,
Stefan

Offline MetGold

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Re: UREILITE
« Antwort #7 am: April 05, 2009, 15:38:42 Nachmittag »
Hallo,

hier ein nicht geade großer  :crying:, aber eben der Namensgeber!  :wow:


 :winken:   MetGold
Ein ereignisreicher Tag ist mehr als namenlose Jahre - (Spruch aus einem chinesischen Kalender)

Offline gsac

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Re: UREILITE
« Antwort #8 am: April 05, 2009, 15:52:18 Nachmittag »
Wobei: :auslach: Deiner ist tatsächlich noch (etwas) größer :wow: als meiner!!! :crying: :nd:

:prostbier: Alex
PS: aber letztlich zählt Qualität, nicht Größe oder Masse - Trost des "Unterlegenen"...!! :einaugeblinzel:

Hallo,

hier ein nicht geade großer  :crying:, aber eben der Namensgeber!  :wow:


 :winken:   MetGold

Offline Dirk

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Re: UREILITE
« Antwort #9 am: April 05, 2009, 16:52:36 Nachmittag »
Hallo Alex  :winke: ,

da musst Du aber unbedingt bei Gelegenheit mal ein Foto der Kenna-Scheibe mit Glenn-Huss-label zeigen  :wow: .

Und vom Namensgeber Novo-Urei hast Du und der Peter Material  :lechz: . Man kann echt froh sein, das die Leute damals nicht alles verspeist haben .... auf der anderen Seite .... :gruebel: ..... eigentlich müssten Ureilite doch unverdaulich sein, oder? Also ... ich meine .... seit Ihr sicher, das Eure Stücke ...äh .... frisch sind? Versteht mich jetzt nicht falsch .... das muss ja nicht schlecht sein, wenn so ein Brocken einmal durchs Gedärm wandert...... das würde selbst einen Novo-Urei noch aufwerten   :lacher: .... obwohl ders bestimmt nicht nötig hätte .... wäre auf jeden Fall in der Kategorie Hammer oder so ähnlich, einzuordnen  :lechz:  :lacher:  :lacher:  :lacher:

... bitte nicht  :aua:   :laughing:

 :prostbier:  :winke:
Dirk

PS: ... jetzt ist schon wieder Besuch gekommen - man kommt gar nicht dazu, mal seine Bilder zu posten. Aber später am Abend wirds bestimmt was.

Offline Mettmann

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Re: UREILITE
« Antwort #10 am: April 05, 2009, 17:15:09 Nachmittag »
Ja ich weiß schon, Themaverfehlung,
aber weil mans so selten sieht, hiern Bild einer der Hauptmassen von Novo-Urei:
http://www.geokhi.ru/~meteorit/opis/novo-urei-e.html

 :hut:
Martin
"If any of you cry at my funeral,
I'll never speak to you again."
(S.Laurel 1890-1965)

Allende

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Re: UREILITE
« Antwort #11 am: April 05, 2009, 17:15:17 Nachmittag »
So, die Frauen machen Pause, dann darf ich wieder an den PC...  :laughing:

Anbei 3 Bilder von meinem 76.5 g Kenna-Klotz (40 x 38 x 17 mm), den ich im Feb. 1989 im Tausch aus dem MPI-Mainz bekommen habe. Kenna war lange Jahre in der vor-NWA-Zeit so ziemlich der einzige Ureilit, den man hier und da mit etwas Glück bekommen konnte. Ich meine, dass Kenna auch heute noch als "Ureilit-Standard", zumindest in den "älteren" Sammlungen gilt.

Gruss, Allende  :hut:

Allende

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Re: UREILITE
« Antwort #12 am: April 05, 2009, 17:35:26 Nachmittag »
The server is temporarily unable to service your request due to maintenance downtime or capacity problems. Please try again later.

Ich probiere später nochmals die zwei weiteren Kenna-Bildlis hier reinzustellen.

Gruss, Allende  :winke:

astro112233

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Re: UREILITE
« Antwort #13 am: April 05, 2009, 17:49:14 Nachmittag »
Hallo Allende,

wie bedauerlich.  :crying:

Frauen immer nur feste  :kiss:  Aber Frauen niemals an deinen PC lassen.  :wow:

Dann versuxhe ich es später wieder. Bin noch total ureilitelos. Das ist schlimm, oder?

Gruß Konrad  :hut:

Offline gsac

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Re: UREILITE
« Antwort #14 am: April 05, 2009, 18:03:23 Nachmittag »
da musst Du aber unbedingt bei Gelegenheit mal ein Foto der Kenna-Scheibe
mit Glenn-Huss-label zeigen  :wow:

Bei Gelegenheit gern mal, aber ich hab ja das Problem der zwei Wohnsitze, und
dort, wo ich gerade bin, ist das Kennascheibchen und auch das Label leider
nicht. Das Stück habe ich übrigens 1994 von David New bekommen, wie so
manches andere in den Neunzigern...

Und vom Namensgeber Novo-Urei hast Du und der Peter Material  :lechz: . Man kann echt froh sein, das die Leute damals nicht alles verspeist haben .... auf der anderen Seite .... :gruebel: ..... eigentlich müssten Ureilite doch unverdaulich sein, oder? Also ... ich meine .... seit Ihr sicher, das Eure Stücke ...äh .... frisch sind? Versteht mich jetzt nicht falsch .... das muss ja nicht schlecht sein, wenn so ein Brocken einmal durchs Gedärm wandert...... das würde selbst einen Novo-Urei noch aufwerten   :lacher: .... obwohl ders bestimmt nicht nötig hätte .... wäre auf jeden Fall in der Kategorie Hammer oder so ähnlich, einzuordnen  :lechz:  :lacher:  :lacher:  :lacher:

Von dem Blood´schen Hammerkonzept halte ich überhaupt gar nichts, aber was
die Verköstigung von Meteoriten angeht, so sollte man das durchaus mal machen,
man kann sich ja auch an Verschnittmaterial aus NWA probieren. Knirscht etwas
beim kauen, aber hat Calcium für die Knochen und macht auch bei der Verdauung
keine Probleme, wenn man es tatsächlich bei Mikromengen beläßt, was ratsam ist.
PS: ich mag es gar nicht sagen, aber ich habe es letztlich sogar an "Steinbach"
probiert. Mein Scheibchen ist beim umlagern in zwei je gleichgroße Teilscheibchen
zerbrochen und den Bruchabfall, es hat sich wirklich um eine Mikromenge gehandelt,
mochte ich weder wegwerfen noch als ca-4.2 mg-Fragment neu verbuchen...  :einaugeblinzel:

Alex

 

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