Autor Thema: Brahin unter dem Stereomikroskop  (Gelesen 8048 mal)

Offline paragraf

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Brahin unter dem Stereomikroskop
« am: März 16, 2007, 01:54:31 vorm. »
Hallo,

hier mal ein Stück Brahin in 40facher Vergrößerung (das Verschwommene unten ist die Spitze eines Zahnstochers):


Oder besser hier: http://www.berru.de/SM-XX40Brahin.jpg

Mich interessiert jetzt dieses dunkle Olivin-Dreiieck: Wie und wann ist das entstanden? Die Grenzlinien deuten auf Risse im Olivingefüge hin. Wie alt sind die? Warum diese Verfärbung?

Gruß
Bernd

Offline MetGold

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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #1 am: März 16, 2007, 07:31:04 vorm. »
Hallo Bernd,

wann die Brüche entstanden sind müssen andere beantworten. Die Verfärbungen sind vermutlich nur optische Täuschung, da die Lichtbrechung/Reflexion an den Kanten stattfindet und bei einem Bruch sie in einer anderen Tiefe und einem anderen Winkel ist. Könntest du nachvollziehen, indem du an einer bereits fotografierten Stelle einen neuen Bruch selbst bewerkstelligst. Bernd - hau drauf !  :laughing:

 :winke:  MetGold   :alter:
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Offline Haschr Aswad

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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #2 am: März 16, 2007, 11:08:31 vorm. »
an den Grenzlinien zwischen Eisen und Olivin ist eine beginnende Oxydbildung sichtbar. Wird nichts unternommen, dann löst sich der Olivinkristall im Bild durch Vollumenvergrößerung der betroffenen Eisenbereiche. Ich empfehle ein mehrtägiges Bad in einer 30%igen NaOH Lösung, um die Chloride zu neutralisieren. Am besten unter Vibration, z.B. auf einer laufenden Waschmaschine. Dannach das übliche Programm, Alkoholbad und Trocknen im Umluftofen.

Grüße

Offline Aurum

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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #3 am: März 16, 2007, 11:39:10 vorm. »
Hallo Haschr Aswad

Ich bin ja nun nicht der Chemiker aber ein mehrtägiges Bad in 30 % Natronlauge , ich weiß nicht ob das so gut für das Eisen wäre  :gruebel:
Da das Zeug ja ätzend ist würde es doch auch das Eisen im Brahin angreifen .
Warscheinlich wieder mal eine Anfängerfrage aber sorry ich mußte sie Stellen . Zumal ich ja in meinem Langzeit Versuch einen anderen Weg beschritten bin um dem Meteoriten seine Chloride zu Entziehen .

Bis dann Lutz  :winke:
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Offline paragraf

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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #4 am: März 17, 2007, 02:38:24 vorm. »
Hallo Aschr Aswad,

aber Umluftföhnen der Tolle muss nicht sein, oder?

(Wo ist Dein Problem? Wie kann man nur SO frustriert durch diesen Raumsektor taumeln?)  :laughing:

Gruß
Bernd

ironmet

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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #5 am: März 17, 2007, 04:50:54 vorm. »
Oh,oh,oh,

Vorsicht Bernd!! :ehefrau:

Keine voreiligen Witzigkeiten Haschr Asward gegenüber!!!

Sei zufrieden das hier nicht alle so gefrustet sind und Dir einen gut gemeinten Tip,zu Deiner,sich auflösenden Brahin Scheibe geben!

Erst überlegen,dann schreiben!
Und wenn geschrieben,dann nochmals überdenken! :fluester:

Viele liebe Grüße Mirko :prostbier:




Offline paragraf

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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #6 am: März 17, 2007, 12:36:11 nachm. »
Höh?

destruktives potential war ja wohl vorhanden... leider wurde es nicht formuliert...

seis drum

die stücke sind heute hier wohlbehalten eben angekommen...endzeitmäßig verfpackt! LOL

vrerpackt für diie ENDZEIT -  vielen wilden DANK!

gruß
bernd

Mettmann

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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #7 am: März 17, 2007, 14:47:35 nachm. »
Das war doch nur ein ernstgemeinter, ein wohlgemeinter Rat.
Wenn man da schon die Rostbildung sieht, muß man eingreifen, sonst geht Dir das Stück recht schnell übern Jordan.
Die Fälle, wo die Olivine aus Brahin rauspoppen, weils rostet sind Legion
und wennde nix unternimmst, bleibt Dir am End ein rostiges Skelett, wasde im hintersten Eck der tiefsten Schublade verstecken wirst, um seiner nimmer ansichtig werden zu müssen.
Der Hadschi hat schon gewaltige Brahinscheiben in der Hand gehabt.
Man muß doch auch mal nen Rat annehmen können.

Mettmann

Offline Haschr Aswad

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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #8 am: März 18, 2007, 01:23:00 vorm. »


Da das Zeug ja ätzend ist würde es doch auch das Eisen im Brahin angreifen .


@ Hallo Aurum,

der hohe pH-Wert der Entsalzungslösung schadet dem Eisen nicht -  im Gegeteil. Er bewirkt (besonders bei Zugabe von Natriumsulfit (Na2SO3)) einen Korrosionsschutz durch Passivierung von metallischem Eisen. Der Entsalzungseffekt kann durch Temperaturerhöhung und Badbewegung (Vibration) noch erhöht werden, da hierdurch die Diffusion als Mechanismus der Auswaschung erhöht wird. Vorstufen des Akaganeits (verwandt mit dem gemeinen Rost) wie Eisenchloridhydrate werden in wässrigen Lösungen auch ohne Zusatz von Alkalien bereits frühzeitig entfernt, während sich die Chloride aus dem Akaganeitgitter nur langsam lösen lassen.

Dennoch würde ich das Bad zeitlich beschränken und gerade bei Pallasiten achließend gut in Alkohol spülen. Diffundiert die Lösung in Kapillarrisse und dehnt sich dort später im Ofen aus, können  Schäden die Folge sein.

 


Offline paragraf

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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #9 am: März 18, 2007, 02:06:28 vorm. »
Hallo,

also moment mal! Mit mir kann man es ja machen, da ich in Sachen Chemie nur eine vage Ahnung von der Existenz der Periodendingsdatabelle habe..ABER: Ein Verfahren zu empfehlen, wo die Waschmaschine tagelang im Schleudergang laufen soll   - ENTSCHULDIGUNG! - wenn das nicht Kabarett ist, was dann?

Gruß
Bernd

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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #10 am: März 18, 2007, 06:36:04 vorm. »
Aber Bernd, :streichel: stell dich doch mal nicht so an!

Habe die Beiträge auch verfolgt und kann niergendwo das Wort "tagelang" finden und wenn du bei Waschmaschine nicht an Gehirnwäsche etc. denkst, dann wird wohl auch deine, vorausgesetzt du wäscht damit, beim Laufen fibrieren. Setz dich doch mal drauf - denn spürste's auch.

:ruelps: MetGold   :alter:
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Offline Aurum

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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #11 am: März 18, 2007, 06:37:53 vorm. »
Morgen Haschr Aswad

Danke für deine Erklärungen , das war  :super: ich habe hier im Forum ja einen Langzeit versuch am laufen  wie du sicher gelesen hat ich glaube ich werde dein vervahren , auch wenn es sich nicht um Palasiet handelt auch da mal anwenden . Danke !

Bernd wenn dir die Waschmaschiene zu teuer isz , was ich durchaus verstehen dann nimm doch ein Ultraschall Bad für die Brille . Ist billiger dürfte schneller gehen und verbracht wesentlich weniger Energie .

Bis dann Lutz  :winke:
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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #12 am: März 18, 2007, 06:42:39 vorm. »
Morgen Lutz,

auch schon aus dem Bett gefallen?  :laughing:  Ich weiß nicht, ich hätte bei "gesprungenen Olivinen" bei Pallasiten mit Ultraschall etwas Angst, habe es aber auch noch nicht probiert.

 :traurig2:  MetGold   :alter:

P.S. Übrigens ist ein Ultraschallbad meist teurer als eine Waschmaschine, da man es extra kaufen muß, die Waschmaschine hat man ja meistens schon und dreckige Wäsche auch.  :einaugeblinzel:

... Es gibt da noch eine absolute Energiesparvariante meist ohne Schleudergang  :dizzy: ... zu finden oft im Nachtschränkchen.   :laughing:
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Offline Aurum

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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #13 am: März 18, 2007, 06:49:13 vorm. »
Morgen Peter

hier hat mich so ein liebestoller Geier geweckt , der machte einen höllen Lärm vor meinem Fenster  :ehefrau:

was das Ultraschallbad angeht , da habe ich nicht wirklich angst die Krafte die da frei werden sind wesentlich geringer als bei der Waschmaschiene dafür gehen sie warscheinlich tiefer .
Ich schreibe hier nur von mechanischen  Kräften . Obwohl der Schalldruck kann schon ziemlich heftig sein  :gruebel:

Bis dann Lutz  :winke:
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Re: Brahin unter dem Stereomikroskop
« Antwort #14 am: März 18, 2007, 07:03:07 vorm. »
jo, jo,

Ultraschall wird meist benutzt um lästig haftende, störende Beläge zu entfernen - das "Waschmaschinengebrumm" soll nur sich bildende Ablöseprodukte etwas von der Ablösstelle wegtransportieren und unverbrauchte Lösung wieder an selbige hin.

 :winke:  MetGold   :alter:

P.S.  :fluester:  Aber vielleicht kommen wir bei dieser Diskussion zu nahe an Mirko's geheime Ätz-Rituale ran?  :wehe:
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