Autor Thema: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden  (Gelesen 18366 mal)

Offline gsac

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #30 am: Juli 21, 2011, 10:29:45 vorm. »
Wobei ich mir nicht sicher bin, ob 30 t. selbst von einem ziemlich aktiven Gletscher so ohne weiteres bewegt werden können.
Ja, vom Gewicht her geht das ohne Probleme. Wenn man das Gewicht nur mal eben mit dem Gewicht diverser Findlinge in Deutschland vergleicht....

Dazu fallen mir spontan die Externsteine bei Detmold ein. Das sind ja auch riesige hingeschobene Klötze...

P.S. @ Martin: Die Gibeons in Windhoek rosten gar nicht so stark - konnte sie ja selbst schon in Augenschein nehmen. Dem Hoba geht es da sehr viel schlechter.

Dem Hoba sollte man im Boden dieses Amphitheaters wenigstens eine ordentliche Drainage verschaffen,
damit das Regenwasser abfliessen kann. Das ist doch wirklich nicht mit viel Aufwand verbunden.

Alex

MilliesBilly

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #31 am: Juli 21, 2011, 10:31:44 vorm. »
Ist der Meteorit an dieser Stelle gefallen? M.E. unwahrscheinlich. 30 t. Eisen (oder Steineisen) ziemlich ungebremst in die Landschaft, das dürfte eine hübsche Impaktstruktur ergeben.

Nicht unbedingt! Man denke an Hoba mit ca. 60 Tonnen Gewicht!

Bernd :hut:

Das ist richtig. Umgekehrt hat im Falle Gebel Kamil eine wesentlich geringere Masse einen veritablen Krater ausgestanzt, freilich bei unterschiedlichen geologischen Bedingungen.

Ein weiteres Indiz für einen glazialen Transport könnte der Felsbrocken sein, der auf dem Meteoriten aufruht.

Herr Raptor: interessanter Hinweis auf die Findlinge, hat mich überrascht.

Herr Gren: Ihr Zutritt zu meiner Sammlung kann inskünftig nur nach eingehender Kontrolle und Entfernung sämtlicher als Schreib- oder Ritzgerät infrage kommender Gegenstände erfolgen :-)

Offline gsac

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #32 am: Juli 21, 2011, 11:02:42 vorm. »
....Ihr Zutritt zu meiner Sammlung kann inskünftig nur nach eingehender Kontrolle und
Entfernung sämtlicher als Schreib- oder Ritzgerät infrage kommender Gegenstände erfolgen :-)

Huschende Schatten im nächtlichen Dunkel......  :weissefahne:

Ich muß es mal wieder tun, es geht an dieser Stelle gar nicht anders:
"Das Buch vom Stein", Texte aus fünf Jahrtausenden, Hrsg. Matthias
Bärmann, 2005 Jung und Jung, ISBN 3-902497-02-05 und hoffentlich
dann bald/irgendwann eine erweiterte Neuauflage

PS: der "Alte Schwede" am Strand von Ovelgönne (Hamburg) lohnt einen
Besuch. Siehe Ingos Hinweis auf die Findlinge!

Offline herbraab

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #33 am: Juli 21, 2011, 11:56:24 vorm. »
Ich könnte sie ja würgen diese Spinner, die nichts anderes zu tun haben, als irgendwelche Graffiti (wie auf dem Video zu sehen) in solche Objekte zu ritzen.

Solche Spinner gab's vor 200 jahren auch schon. :einaugeblinzel: Ich zitiere mal die "Kleine Meteoritenkunde" von Heide:

"In das seit 1600 bekannte Eisen von Morito ist mit einem Meißel die nachfolgende Inschrift eingraviert worden:
Solo Dios con su poder Este fierro destruira, Porque en el mundo no habra Quien lo puede deshacer. A°. 1821.
Auf deutsch etwa: Nur Gott mit seiner Macht kann dieses Eisen zertrümmern, denn die Menschheit hat kein Mittel, es in Stücke zu zerteilen."


Grüße, Herbert
"Daß das Eisen vom Himmel gefallen sein soll, möge der der Naturgeschichte Unkundige glauben, [...] aber in unseren Zeiten wäre es unverzeihlich, solche Märchen auch nur wahrscheinlich zu finden." (Abbé Andreas Xaverius Stütz, 1794)

MilliesBilly

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #34 am: Juli 21, 2011, 12:17:12 nachm. »

Dazu fallen mir spontan die Externsteine bei Detmold ein. Das sind ja auch riesige hingeschobene Klötze...

Ich glaube, die Externsteine sind autochthon, Alex; senkrecht gekippte Gesteinspakete, rausgewittert.

Ansonsten: guter Tip, danke :-)

Offline gsac

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #35 am: Juli 21, 2011, 12:52:38 nachm. »
Ich könnte sie ja würgen diese Spinner, die nichts anderes zu tun haben, als irgendwelche Graffiti (wie auf dem Video zu sehen) in solche Objekte zu ritzen.

Solche Spinner gab's vor 200 jahren auch schon. :einaugeblinzel: Ich zitiere mal die "Kleine Meteoritenkunde" von Heide:

"In das seit 1600 bekannte Eisen von Morito ist mit einem Meißel die nachfolgende Inschrift eingraviert worden:
Solo Dios con su poder Este fierro destruira, Porque en el mundo no habra Quien lo puede deshacer. A°. 1821.
Auf deutsch etwa: Nur Gott mit seiner Macht kann dieses Eisen zertrümmern, denn die Menschheit hat kein Mittel, es in Stücke zu zerteilen."


Ja, Herbert, wobei allein schon das Vorliegen dieser Inschrift und deren Erwähnung im Buch von
Heide an sich wieder einen gewissen kulturellen Rang hat, wenn man so will. Oder andersherum:
Die Spinner von gestern liefern die Zitate für heute!  :belehr: (*)

Alex

(*) Affinitäten zu einem gewissen aktuellen Kartenspiel mit einem gewissen Zitat bei gewissen
Kartenblättern, rückführbar auf den Autor des Zitats, sind jetzt natürlich rein zufällig...  :einaugeblinzel:

« Letzte Änderung: Juli 21, 2011, 13:13:07 nachm. von gsac »

Offline gsac

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #36 am: Juli 21, 2011, 12:58:25 nachm. »
Ich glaube, die Externsteine sind autochthon, Alex; senkrecht gekippte Gesteinspakete, rausgewittert.

Hast recht, hatte ich irgendwie aus meiner Schulzeit anders in Erinnerung und
jetzt fix vorschnell rausgekramt ohne Nachschau - halt sehr lange her...

Aber die von Ingo erwähnten Findlinge sprechen ja eine klare Sprache. Dieser
chinesische Meteorit kann durchaus transportiert worden sein. Interessant die
Frage, von woher....

MilliesBilly

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #37 am: Juli 21, 2011, 13:21:21 nachm. »
Ich glaube, die Externsteine sind autochthon, Alex; senkrecht gekippte Gesteinspakete, rausgewittert.

Hast recht, hatte ich irgendwie aus meiner Schulzeit anders in Erinnerung und
jetzt fix vorschnell rausgekramt ohne Nachschau - halt sehr lange her...

Aber die von Ingo erwähnten Findlinge sprechen ja eine klare Sprache. Dieser
chinesische Meteorit kann durchaus transportiert worden sein. Interessant die
Frage, von woher....

Jedes Nicht-Googeln ehrt. Lieber mal ehrenhaft danebenliegen. So halt ich's meistens auch :-)

Klar, wenn transportiert, die Frage: woher? Keine Ahnung, ob und wie man das rauskriegen könnte. Okay, das Relief gibt den groben Rahmen vor. Aber Spuren, noch dazu in einem solchen Environment, dürfte man wohl vergessen, sicher alles längst überformt. Ich denke, man könnte nur weiterkommen, wenn man 1. den Zeitpunkt des Falls ungefähr bestimmen und 2. die seitdem wirksam gewordenen geomorphologischen Prozesse, die zur Versetzung eines solchen Klotzes geführt haben könnten, rekonstruieren würde.



Jepara

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #38 am: Juli 21, 2011, 13:38:14 nachm. »
http://newscontent.cctv.com/news.jsp?fileId=113849

Hier bewegte Bilder. Für mich sieht aber der Schnitt nicht nach Olivinen aus. Die Meldungen im Netz aus China sind sehr unterschiedlich, offizielle nachrichten sprechen von stony-iron, mehr wissenschaftliche Information sagen nur Iron. 

Offline gsac

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #39 am: Juli 21, 2011, 13:49:59 nachm. »
Ich denke, man könnte nur weiterkommen, wenn man 1. den Zeitpunkt des Falls ungefähr
bestimmen und 2. die seitdem wirksam gewordenen geomorphologischen Prozesse, die zur
Versetzung eines solchen Klotzes geführt haben könnten, rekonstruieren würde.

Hier sind wieder Geo-Spezialisten gefragt. Ingo, Ulrich, Harald, Manfred et al...??!! Kann man
aus dem Verwitterungsgrad des Meteoriten, aus der Inspektion dessen oberster Schicht,
wenigstens grobe Schlüsse ziehen und wie geht das (Schleifspuren, chemische Analyse...)?
Macht denn eine Isotopenanalyse noch Sinn bei vermutlich schon hoher irdischer Verweildauer?
Man wird das Eisen in seiner speziellen Fundsituation auch ganz gewiss in den Kontext setzen
müssen zu den geomorphologischen Prozessen der Umgebung, wie Milly schreibt. Wie kommt
man da weiter? Ist das offensichtlich entlegene geografische Gebiet schon einigermassen
erforscht, gibt es dazu geologische Karten?

Ich stelle mir vor, hier könnten die Erfahrungen aus den früheren Recherchen um die Cape-York-
Meteorite von einiger Bedeutung sein.

Offline lithoraptor

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #40 am: Juli 21, 2011, 14:20:04 nachm. »
Moin!

Für mich sieht aber der Schnitt nicht nach Olivinen aus.

Ich kann da auch keine Olivine oder andere Silikate erkennen. Das gesamte Individual sieht für mich auch eher nach einem klassischen Eisen aus und nicht nach einem Palli oder Meso. Sehr erstaunlich finde ich, dass es trotz des sicheren Ni-Gehaltes offensichtlich einige Flechten geschafft haben, auf diesem Stück Fuss zu fassen.

Kann man aus dem Verwitterungsgrad des Meteoriten, aus der Inspektion dessen oberster Schicht, wenigstens
grobe Schlüsse ziehen und wie geht das (Schleifspuren, chemische Analyse...)? Macht denn
eine Isotopenanalyse noch Sinn bei vermutlich schon hoher irdischer Verweildauer?

Über den Verwitterungsgrad definitive Rückschlüsse über die Verweildauer des Stücks auf der Erde zu schließen ist sehr schwer. Letztlich bräuchte dies (nebst chemischer Analyse des Materials selbst) exakte Wetterdaten vom Fundort (und da bezweifle ich, dass es die gibt) und man muss davoan ausgehen, dass diese Bedingungen seit dem Aufschlag konstant geblieben sind. Das bedeutet in der Quintessenz: Das geht nicht - ist zu ungenau bzw. ist nur unter Laborbedingungen möglich.
Man bedint sich sich also besser diverser Radionukleide, eben solchen mit kurzen Halbwertszeiten für Material mit nur geringen terrestrischen Altern oder eben lang HWZ für altes Material. Schaust mal schnell hier rein: http://www.meteoroids.de/wiss_met_e.htm

Man wird das Eisen in seiner speziellen Fundsituation auch ganz gewiss in den Kontext setzen müssen
zu den geomorphologischen Prozessen der Umgebung, wie Milly schreibt. Wie kommt man da
weiter? Ist das offensichtlich entlegene geografische Gebiet schon einigermassen erforscht,
gibt es dazu geologische Karten?

Das ist eine sehr gute Frage. Wenn man mehr über die Dynamik der Gletscher und die Geographie in diesem Gebiet weiß, dann wird man sicher sehr schnell einen groben Bereich für das potentielle Fallgebiet ausmachen können. Fraglich ist dann natürlich, ob es nicht einfach ein Einzelobjekt war - muss ja nicht immer ein Schauer gewesen sein. Ob man also noch mehr finden wird? :gruebel: Ich denke eher nicht...

Was mich auch etwas verwundert: So ein Eisenklotz ist doch, wenn er schon länger bekannt war, eine sehr willkommene Rohstoffquelle - gerade in einer solchen Gegend. Die Grönlandmassen wurden, wenn ich recht informiert bin, von den Inuit ja auch genutzt. Warum finden sich hier denn dann keine Spuren einer solchen Nutzung?
Könnte es sein, dass das hier schnee- und eisfreie Gelände noch gar nicht so lange schnee- und eisfrei ist? Könnte es sein, dass dieser Bote aus dem Asteroidengürtel quasi erst "kürzlich" (ggf. durch die Klimaerwärmung) freigelegt wurde? Dies würde im Umkehrschluss ggf. bedeuten, dass man hier über die Geologie und Geographie noch gar nicht so viel wissen muss bzw. kann.

Gruß

Ingo

Jepara

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #41 am: Juli 21, 2011, 16:39:40 nachm. »
http://www.chinadaily.com.cn/photo/2011-07/19/content_12932999.htm

Chinadaily, welches eine angesehene Tageszeitung ist, zitiert die Wissenschaftler "stony-iron"

Offline Thin Section

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #42 am: Juli 21, 2011, 16:49:29 nachm. »
Guten Tag Miteinander,

Über den Verwitterungsgrad definitive Rückschlüsse über die Verweildauer des Stücks auf der Erde zu schließen ist sehr schwer

Hierzu ein Artikel aus Meteoritics, der sich diesem Thema ein wenig widmet:

GOLDEN D.C. et al. (1995) Chemistry and mineralogy of oxidation products on the surface of the Hoba nickel-iron meteorite (Meteoritics 30-4, 1995, 418-422).

und, ... was das terrestrische Alter des Hoba angeht, so findet man in diesem Artikel und bei Buchwald auf Seite 648:

"Hoba is believed to have fallen about or before 80,000 years ago (McCorkell et al., 1968) in what is now Namibia. The terrestrial age was estimated* from the 59Ni, a spallation product nuclide."

*
das müsste bei dem chinesischen Eisenmeteoriten doch auch anwendbar sein können. Ausserdem gibt es inzwischen wahrscheinlich (noch) bessere Methoden und Möglichkeiten, das terrestrische Alter zu bestimmen.

Bernd  :hut:
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Offline Mettmann

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #43 am: Juli 21, 2011, 17:01:54 nachm. »
Zitat
gerade in einer solchen Gegend. Die Grönlandmassen wurden, wenn ich recht informiert bin, von den Inuit ja auch genutzt. Warum finden sich hier denn dann keine Spuren einer solchen Nutzung?

Vermutl. weils a bisserl weit vom Schuß, gar verborgen unter andern Fels und Geröll.
Und zudem er, der Eskimo oder Inuk (man weiß ja nie was bulitsch korrekt ist), nur die Kalteisenverarbeitung gekannt - Kunststück, mit was sollt er den auch verhütten dort. - Das soll ja auch der Grund sein, warum man in Australien überdurchschnittl. mehr Eisen findt als in der Sahara, weils der Aborigine nicht zur Erzverhüttung und Eisenverarbeitung gebracht hat.

Die Morakos/Seeläsgens sollen ja auch ganz schön durch die Gletschers herumgeschoben worden sein.

(Warum aber dieses Eisen dann äußerlich, sieht ja aus noch teilweis wie olle Regmaglypten, noch so gut beinand ist und nicht abgerollt?).

 :prostbier:
Mettmann
"If any of you cry at my funeral,
I'll never speak to you again."
(S.Laurel 1890-1965)

Offline Thin Section

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Re: 25.000 kg Eisenmeteorit in Xinjiang gefunden
« Antwort #44 am: Juli 21, 2011, 17:25:32 nachm. »
Für Hoba nimmt man auch an, dass er nicht mehr am Einschlagsort liegt und ggf. durch Gletscher transportiert wurde.

Hallo Ingo und Forum,

Hierzu folgende Passage aus Buchwald:

BUCHWALD V.F. (1975) Handbook of Iron Meteorites, Volume 2, p. 649:

 "No crater and no crushed rocks have been found associated with the impact site. McCorkell et al. (1968) proposes that the meteorite, since its fall on the granite surface, has become almost covered by a layer of calcareous tufa (= a porous limestone) or surface limestone. "This probably formed by the evaporation of stagnant surface water, bearing calcium carbonate from the nearby Otavi dolomite. The region today is arid with an annual rainfall of only 500 to 750 mm and little runoff. Thus, it seems probable that a period of moister climate occurred in the region during the last 80,000 years, probably at the time of the last pluvial and glacial period in the Northern Hemisphere. The oxidation crust or iron shale that covers the bottom and sides of Hoba contains Fe, Ni, and Co in the same proportions as does the metal (Spencer 1932), indicating that the oxidation occurred with no leaching. The oxidation probably took place rapidly during the moist period in which the surface limestone formed."

Die Tatsache, daß weder ein Einschlagskrater noch zertrümmertes Gestein gefunden wurde, könnte natürlich als Indiz dafür dienen, daß die Masse transportiert worden ist. Andererseits "klingt" der nachfolgende Text ("since its fall on the granite surface") so, als ob der Fundort des Hoba auch der Ort des Einschlags gewesen ist. Dann aber folgt die Textstelle "at the time of the last pluvial and glacial period" ... da müssten die Geologen unter uns aufklären, ob Gletscher während der letzten Eiszeit Material transportierten, das geographisch so weit südlich liegt wie der Hoba. Könnte mir auch statt Eismassen so weit südlich sintflutartige Regenfälle vorstellen, die ja auch enorme Energie freisetzen können, wie von Berichterstattungen aus Überschwemmungsgebieten bekannt ist.

Bernd  :hut:
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