Autor Thema: Goldfund in der Kiesgrube  (Gelesen 84554 mal)

Topas

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #165 am: März 15, 2011, 16:30:07 Nachmittag »
Meinte natürlich krallt sich einen raus.

Offline Aurum

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #166 am: März 16, 2011, 12:10:09 Nachmittag »
Ja die kleinen Sachen .

Hier in Düsseldorf ist man nicht gerade Goldverwöhnt .
Ich erinnere mich das vor einigen Jahren mal jemand in in einer Kiesgrube bei Köln einen winzigen Flitter gefunden hatte , das gab ein riesen Bhuhei hier in der Gegend.
Ich habe mich wie ein Schneekönig gefreut das ich überhaupt mal was am Rhein gefunden habe .
Wenn du die winzigen Flitter zum " wachsen" wieder in den Bach gibst ,ok. Das zeigt nur das es bei dir mehr Gold als bei uns gibt .

Ich freue mich über alles was ich finde , egal ob ein Nuggt von 1g oder einem Mikroflitter .

Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

Berggold

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #167 am: März 16, 2011, 22:51:02 Nachmittag »
Das sehe ich genau so mit den kleinen Sachen!

Es kommt immer auf den Fundort an ob Gold klein oder groß ist.
Nicht jeder kann die Nuggets vor der Haustür haben.
Bei mir freue ich mich über Flitter und im Hochgebirge über Körner.

Also Glückwunsch zu den Kiesgrubenfunden!

In diesem Sinne Berggold  :hut:

Offline agategerd

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #168 am: Juli 08, 2011, 18:52:20 Nachmittag »

Offline Drache

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #169 am: August 16, 2011, 14:18:28 Nachmittag »
Hallo Goldfinder,
ich habe jetzt eine Zugangsberechtigung zu einem Kieswerk für die Herstellung von Transportbeton.
Abgebaut wird alter Rheinkies.

Die Grube fördert trockenes Flußsediment, d. h. über dem Grundwasserspiegel gelegene Kiese etc.
Der Verarbeitungsprozeß hat einen geschlossenen Wasserkreislauf, das Spülwasser wird gesammelt, gereinigt (auch in einer "biologischen" Kläranlage) und danach dem Prozeß wieder zugeführt.
Sie gewinnen im Durchschnitt 900.000,00 Tonnen unterschiedlicher Körnung im Jahr. Vergleichswerte kenne ich ich nicht, aber wenn ich mir die Bewegungen in dem Werk ansehe, bekomme ich mit meiner Pfanne fast Minderwertigkeitsgefühle.

Aufgrund des geschlossenen Wasserkreislaufes tropft es fast nirgendwo in der Anlage und die Wasserflüsse sind tatsächlich gekapselt. D. h. sie sind nicht einsehbar und es ist auch keine gefahrlose - einfache - Probenentnahme möglich.

Vereinfachter Ablauf: trockener Abbau der Sedimente - erste Klassifizierung trocken - Wasch- Reinigungseinheit des Sandes (bis 0,01 m) mit Wasser, danach die größeren Sande/ Kiese ebenfalls naß gereinigt. Danach laufen die unterschiedlichen Körnungen über Förderbänder zur Abwurfstelle. Dieses Material ist etwas mehr als Erdfeucht, an diesen Bändern (max. Länge 20 m) tropft es nicht. Die Sand- und Kiesanhäufungen unter den Transportbändern enthalten so gut wie keinen Blacksand.

Aus den aufgeschütteten Bergen tritt ein bißchen Sickerwasser aus, das setzt auch sofort BlackSand ab. Dieser ist aber extrem fein und die Ablagerungen werden bei der Kiesentnahme durch Schaufelbagger und Radlader mit verladen.
Es gibt somit keine monatelange Konzentration des BlackSand.

Der BlackSand aus dem gewaschenen Kies enthält Gold. Mit meiner Schüssel habe ich mit dem Auge sichtbare Flitter gefunden.

Das Spülwasser wird zusätzlich zu den klassifizierten Kiesen in Förderschnecken geleitet. Die Wasserabflüsse der Schnecke liegen ca. 0,80 m über dem Boden (der tiefsten Stelle) der Trommel (Durchmesser ca. 2,00 m). Eine Reinigung der Trommeln wird nicht mehr durchgeführt.

Ich will in den Bodenablagerungen (wenn vorhanden) der Trommel und den Auffang-/ Absetzbecken suchen.

Gibt es bessere Stellen?

Hat schon jemand Erfahrung in dieser Richtung?

Wie kann ich am einfachsten Proben entnehmen?
 
Soll ich eine Handpumpe mit Rückschlagventil und T-Auslaß benutzen?

Ich habe eine selbstgebaute Rinne (1,00 m lang, ca. 0,37 m breit). Als Fänger habe ich Autofußmatten.Gibt es preiswerte Alternativen?

Goldige Grüße,

Volker



       

Berggold

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #170 am: August 18, 2011, 13:58:19 Nachmittag »
Du hast alles was man für die Kiesgrube braucht. Handpumpe bedingt, braucht viel Wasser.

So, dann warten wir mal auf die Erfolge.

Viel Glück Berggold  :hut:

Offline Drache

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #171 am: August 18, 2011, 23:11:15 Nachmittag »
Hallo Berggold,
ich habe weiter in der Kiesgrube gesucht/ aufgepaßt. 0,01 m ist die erste Körnung die ausgewaschen wird.
In allen Spülwassern sind nur minimale Anteile von Black Sand. Außer in dem (Wasser-) Austrittsbereich der 0,01 m Körnung, ich finde keine weiteren Ausspülungen auf dem Gelände. In dem Austrittswasser des 0,01 dafür um so mehr.

Wenn ich meine Schüssel nur zu einem Drittel befülle, schiebe ich schon BlackSand in die oberste Riffelung meiner Pfanne.
Beim Auswaschen finde ich in den oberen Riffelungen auch noch Flitter.
Habe ich noch nie gehabt vorher. Die Flitter darin schwimmen fast sofort auf.
Sind Automatten fein genug?
Kann man sich irgendwo eine Zentrifuge für Testzwecke leihen?
Was kann ich anders machen?
Haben Sie Ideen zu anderen Möglichkeiten?
 
Habe die Ehre,
Drache

Offline lithoraptor

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #172 am: August 18, 2011, 23:18:29 Nachmittag »
Moin!

Etwas Spülmittel in der Pfanne hilft das Aufschwimmen der Flitter zu vermeiden, da die Oberflächenspannung damit zunichte gemacht wird.

Gruß

Ingo

Offline ironmet

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #173 am: August 18, 2011, 23:56:27 Nachmittag »
Hallo Drache,

angesteckt durch Dave´s Kiesgrubenbeitrag war auch ich in unserer örtlichen Kiesgrube um mal zu schauen ob es Gold gibt oder nicht.
Ich habe scheinbar eine absolut identische Situation wie Du.
Auch hier wird der Kies in einer großen Trommel gewaschen.
In die Maschine kommt man selbst nicht rein, bzw. lege ich es nicht darauf an.
Das was Du aber schreibst, das die Flitter in der oberen Rille haften bzw. sofort aufschwimmen, lässt bei mir
irgendwie den Verdacht aufkommen, das Du vielleicht auch auf kleine Glimmerstücke hereingefallen bist.
Bei mir glitzerte auch alles schön golden und das meiste lag oben auf.
Sehr untypisch aber für Gold.
Schau Dir dochmal solch einen Flitter unterm Mikroskop an.
Zudem lässt sich auch Glimmer durchleuchten.
Also einfach mal die Lampe für das Durchlicht an und geschaut.

Viele Grüße Mirko

Offline lithoraptor

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #174 am: August 19, 2011, 01:02:34 Vormittag »
Moin Mirko!

Nee, das kann schon wirklich Gold sein (muss aber natürlich nicht). Die Oberflächenspannung von Wasser reicht auf alle Fälle völlig aus um kleine Flitterchen zu tragen - die gehen dann schnell verloren.
Wenn Kids Gold waschen - auf einer Börse etwa - ist das immer ein größeres Problem. Da gibt man dann auch einfach etwas Spüli ins Becken und schon ist das Problem beseitigt. Besonders gut zu durchschauen ist der Spülitrick übrigens immer dann, wenn jemandem die Flasche ausgerutscht ist - dann wirft das Wasser immer so schöne Bläschen! :einaugeblinzel:

Gruß

Ingo

Offline ironmet

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #175 am: August 19, 2011, 01:12:59 Vormittag »
Hi Ingo,

ja, ich kenne die Problematik.
Ich habe auch etwas Spüli in die Pfanne gegeben und nichts hat sich geändert.
Im Black Sand habe ich keine sichtbaren Glodflitter gefunden.
Habe alles im trocknen Zustand auf einem Trägerglas unterm Mikroskop angschaut.
Nebenbei bemerkt, auch der Black Sand sieht unterm Mikroskop sehr beeindruckend aus!!
Und da die Flitter bei mir immer oben geschwommen sind, dachte ich, jetzt aber unters Mikroskop damit.
Und siehe da....Glimmer....im Auflicht schon leicht zu erkennen und dann der Durchlichttest...durchgefallen.
Ausser Glimmer habe ich aus unserer hiesigen Kiesgrube noch nichts in der Pfanne gehabt.
Daher dachte ich, vielleicht ist es bei Drache das selbe Verwirrspiel, da er auch im Black Sand nichts gefunden hat.

Viele Grüße Mirko :prostbier:

Offline lithoraptor

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #176 am: August 19, 2011, 01:54:11 Vormittag »
Nebenbei bemerkt, auch der Black Sand sieht unterm Mikroskop sehr beeindruckend aus!!

Jau, Sande können eine sehr spannende Sache sein. Sollte es mich mal wieder nach Berlin verschlagen, dann bringe ich mal ein paar Proben mit - Du wirst staunen...

Gruß

Ingo

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #177 am: August 19, 2011, 16:08:32 Nachmittag »
Hallo Alle


Wenn ich meine Schüssel nur zu einem Drittel befülle, schiebe ich schon BlackSand in die oberste Riffelung meiner Pfanne.
Beim Auswaschen finde ich in den oberen Riffelungen auch noch Flitter.
Habe ich noch nie gehabt vorher. Die Flitter darin schwimmen fast sofort auf.


Nachdem was Volker hier schreibt habe ich auch zweifel das das Material Gold ist . :gruebel:
Den das beschriebene Verhalten trifft eher auf Glimmer zu als auf Gold , vielleicht habe ich auch was Falsch verstanden .
Volker hast du das Material , bevor diu es in den Riffeln verteilst geschüttelt mit reichlich Wasser ?
Wenn ja dann Zweifel ich sehr stark daran das es Gold ist , aber sicher kann ich nur sein wenn ich die Teilchen mal sehe .

Bis dann Lutz  :winke:
Aller Anfang ist schwer !!

Offline Drache

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #178 am: August 20, 2011, 16:30:15 Nachmittag »
Hallo an Alle,
ich habe das Problem wohl falsch beschrieben.
Ich fülle die Pfanne zu einem Drittel mit Ausgangsmaterial. Nach dem Aufkochen beginne ich mit dem spülen.
Beim rechts/links Geschiebe konzentriert oder findet sich sowiel Black Sand, dass er sich aus der ersten in die zweite usw. Hinterschneidung bis in die höchste aufschiebt.
Bei anderen Waschorten habe ich den Ausfluß aufgefangen und nochmal gewaschen. Da war kein Gold drin. Es war zwar auch ein kleiner Anteil Black Sand in den oberen Hinterschneidungen, aber kein Gold.
Gold war nur auf dem Boden (minimale Funde in der nächsten Hinterschneidung).
In dem Material aus der Kiesgrube findet sich aber auch Gold in dem Black Sand der oberen Hinterschneidungen.
Ich habe auch hier das Ausflußmaterial aufgefangen und Kontrolle gewaschen. Es war Gold drin. Daraufhin habe ich das Material der oberen Hinterschneidungen ebenfalls zur Kontrolle gebeten: auch hier ist Gold! 
Ich habe folgenden Verdacht:
Da ich zuerst nur den Bodensatz Black Sand mit Ebbe- und Flutspiel weiter bearbeite, trocknet das Material in den oberen Hinterschneidungen. Wenn ich dieses mit Wasser an-, bzw. ausspüle habe ich den Aufschwimmeffekt.
Beim durchgängig nassen Material in dem Bodensatz fast nicht.
Mit Spülmittel kriegt man das wieder hin, der Effekt setzt aber erst nach einer kurzen Zeit/ intensiven Durchmischung des Wasser-/ Black Sandgemisches ein.
Zusammengefaßt: Vor der Kiesgrube war nur Gold im Bodensatz meiner Pfanne. Das Gold aus der Kiesgrube ist im Verhältnis dazu klein und geht eher in die Richtung Blattgold, d.h. geringes Volumen.

Unter der Vorraussetzung das ich richtig gewaschen habe, brauche ich eine effektivere Trennung Gold vom Black Sand.
Das befüllen der Pfanne mit noch weniger Ausgangsmaterial, um die Menge Black Sand zu reduzieren, damit dieser sich nicht in die oberen Hinterschneidungen aufschwemmt (das ist doch ein Anzeichen für meinen "richtigen" Waschprozeß)
würde den Zeitaufwand weiter erhöhen. Bei diesen "Riesenflittern" wäre das uninteressant.
Bin ich vielleicht an die Grenze einer Pfanne gestoßen?
Wenn die Flitter so klein/ dünn sind, das sie mit dem der Pfanne zwar vom Sand, aber nicht effektiv vom Black Sand getrennt werden können, bleiben welche Möglichkeiten?
Säuren etc. fallen sofort raus, wie sieht es mit Zentrifugen aus? Es sind Tonnen von Ausgangsmaterial vorhanden, aber ich müßte erstmal den Goldgehalt bestimmen, die Gewinnungsmethode und deren Kosten um eine "Kosten- Nutzenrechnung" durchzuführen. Der Besitzer hat grundsätzlich Interesse an einer Ausbeutung seines Abfalls und läßt mir freie Hand.

Zu der letzten mail: der Waschprozeß der 0,01 m Körnung scheint sehr effektiv zu sein, weder in den gröberen Körnungen noch in dem Waschwasser ist eine Konzentration von Black Sand, geschweige denn Gold nachweisbar.
Im Absetzbecken ist Black Sand, aber der ist so fein wie ich noch keinen gesehen habe. Gold konnte ich keines rauswaschen.

Wer hat/ kennt eine effektive Methode zur Trennung von Goldflittern/ BlackSand (hier geht es um Tonnen von Material) die ich probieren kann, bzw. zur Verfügung/ leihen ist?

Danke im voraus für Eure Nachrichten,

Drache
 
   

Berggold

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Re: Goldfund in der Kiesgrube
« Antwort #179 am: August 20, 2011, 19:14:55 Nachmittag »
Hallo Drache,

ich hänge Dir mal einen Link ran, die haben das was Du bei viel schwarzen Sand in der Kiesgrube brauchst.
Kostet halt paar €€€€€!!!
Das was ich in Deinen Fotos schon alles gesehen habe müßte sich das Teil aber für Dich rechnen!!!

Gruß Berggold  :hut:

http://www.outotec.com/pages/Page.aspx?id=8051&epslanguage=EN

 

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