Autor Thema: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!  (Gelesen 390620 mal)

Offline karmaka

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #900 am: März 25, 2013, 14:14:59 Nachmittag »
Heute gab es eine Pressekonferenz der Uralischen Föderalen Universität

VIDEO-LINK

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Zitat
Ekaterinburg, 25. März (New Region, Tatiana Pashkova) - ein Fragment eines Meteoriten "Chelyabinsk" interessierte ausländische Wissenschaftler. Teil eines Himmelskörpers wird nach Japan zu gehen, sagte heute auf einer Pressekonferenz Michael Oshtrakh, Doctor of Science, Chef-Forscher am Institut für Physikalische Methoden und Instrumente der Qualitätssicherung UFU. Weiter, um die Fragmente des Meteoriten in der Ural-High-School zu studieren, aber nach Oshtraha in Japan haben die Ausrüstung für detaillierte Isotopenanalyse. In Russland ist eine solche Ausrüstung nicht in jeder Stadt. Oshtrakh sagte auch, dass im Prinzip das Interesse ausländischer Wissenschaftler "Tscheljabinsk" ziemlich hoch. Aber natürlich Hand aus Stücken von Auto jeder ist unmöglich. Zum Beispiel, weil es einige Schwierigkeiten bei der Beförderung des Meteoriten über die Grenze. Das Interesse an den südlichen Ural brach Himmelskörpers durch seine gewisse Einzigartigkeit. In Bezug auf die Zusammensetzung, sagt Michael Oshtrakh, "Tscheljabinsk" ist ziemlich typisch für diese Klasse von Meteoriten, wird kein Gefühl seiner Studie zu bringen. Aber es ist interessant, dass die Kfz-Teile noch nicht von der korrosiven Umgebung der Erde beeinflusst werden, wie auch das Labor fast unmittelbar nach dem Sturz. So haben Wissenschaftler eine Chance, "frisch" Meteorit, und nicht eine, die auf der Erde lagen Tausende von Jahren zu erforschen. Wie bei den bereits gewonnenen Daten Ural Wissenschaftler haben Studien bestätigten schließlich - "Chelyabinsk" ist typisch für Chondriten, Steinmeteorit mit extrem geringem Eisengehalt. Auch "Chelyabinsk" enthält Sulfide und Silikate, ein von Silikaten auf der Erde gefunden ist extrem selten. Der Meteorit besteht aus einer Anzahl von Fragmenten, vielleicht das ist, warum er brach im Herbst. Michael Oshtrakh sagte, dass eine solche Explosion in den Himmel über dem Chelyabinsk war noch nicht ein Meteorit in Teile aufgrund ihrer "composite"-Struktur aufgeteilt. "Wenn es einen Eisenmeteoriten, er könnte genauso gut nicht gebrochen haben," - sagte Oshtrakh. Darüber hinaus sagte der Wissenschaftler, dass die Version, dass der Meteorit unten wurde Ausländer erschossen, ist nicht stichhaltig. "In Bezug auf die Ballistik, nicht abreißen den Körper, fliegen mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Sekunde. Und es gibt keine Fremdkörper aus einem Körper, dass Streiks ein Meteorit sein würde, haben wir nicht gefunden ", - sagte Michail Oshtrakh. "Chelyabinsk" weiterhin aus verschiedenen Perspektiven zu lernen. Als die Forscher die umfassendsten Daten zu erhalten, bereiten sie für die Veröffentlichung in wissenschaftlichen Zeitschriften.

Gleichzeitig diskutiert man unter anderem, ob in Russland genug über Astronomie gelehrt wird:

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Offline steinbeisser

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #901 am: März 26, 2013, 12:14:15 Nachmittag »
Hallo karmaka,

danke für Ihre vielen und stets aktuellen Hinweise zur Berichterstattung vom Meteoritenfall aus russischen Medien!
Die Übersetzungen (offenbar von Google) sind oft nicht ganz so zutreffend, aber dadurch teilweise auch erheiternd.
Sollte es noch nicht bemerkt worden sein: das Wort "Bolide" für Feuerball, das leider auch als Synonym für schnelle Autos verwendet wird, wird hier demzufolge fast immer sinnwidrig als "Auto" oder Bruchstücke davon als "Kfz-Teile" deklariert. Wer sich mit dem Thema befasst, wird das aber auch selber gemerkt haben...
Und
Zitat
Gleichzeitig diskutiert man unter anderem, ob in Russland genug über Astronomie gelehrt wird:
das sollte man sich bei unsern Kultusministerien auch fragen!

Gruß
K.W. :hut:

Offline Gibeon2010

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #902 am: März 26, 2013, 12:31:43 Nachmittag »
Was bedeutet denn dann dieser Satz?  :nixweiss:

Darüber hinaus sagte der Wissenschaftler, dass die Version, dass der Meteorit unten wurde Ausländer erschossen, ist nicht stichhaltig.
Viele Grüße
Jens

MilliesBilly

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #903 am: März 26, 2013, 13:02:23 Nachmittag »
Was bedeutet denn dann dieser Satz?  :nixweiss:

Darüber hinaus sagte der Wissenschaftler, dass die Version, dass der Meteorit unten wurde Ausländer erschossen, ist nicht stichhaltig.

Anfänglich stand das Gerücht im Raum, die Amerikaner hätten da eine neue Geheimwaffe eingesetzt: Meteorit, von unten erschossen, durch Ausländer : - )

Offline steinbeisser

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #904 am: März 26, 2013, 13:17:39 Nachmittag »
Zitat
Was bedeutet denn dann dieser Satz?  nixweiss

Zitat von: karmaka am Gestern um 14:14:59
Darüber hinaus sagte der Wissenschaftler, dass die Version, dass der Meteorit unten wurde Ausländer erschossen, ist nicht stichhaltig.

... da ich des Russischen nur in Ansätzen mächtig bin, bin ich auch rätselnd-schmunzelnd auf diese Formulierung gestossen.
Es ist jedenfalls nicht gemeint, dass Ausländer erschossen wurden, weder durch Meteoritenteile noch anderweitig!
Hier mein unverbindlicher Erklärungs-/Übersetzungsversuch:
"Ausserdem meinte der Wissenschaftler, die Version darüber, dass Fremde den Meteorit abgeschossen hätten, halte keiner Kritik stand." Der führt dann im nächsten Satz sinngemäß aus, dass es ballistisch kaum möglich sein dürfte, ein mit einem Tempo von 20 km/s fliegendes Ziel abzuschießen. Und es gäbe keine (Geschoss-) Fremdspuren in/auf den Meteoritenteilen.
Manche der russischen Verschwörungstheoretiker glaubten ja offenbar, die Amerikaner hätten ihnen die zerborstenen Fensterscheiben eingebrockt.

Wie die russischen Wissenschaftler den Fall behandeln, scheint aber generell recht effektiv und transparent zu sein. Früher wäre nicht so viel Information ausser Landes gedrungen.

Gruß
K.W

Offline Greg

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #905 am: März 26, 2013, 14:30:55 Nachmittag »
Eben habe ich kurz die Mailing-List überflogen.

Sehr interessant fand ich ein Posting von Michael Farmer.
http://www.mail-archive.com/meteorite-list@meteoritecentral.com/msg112060.html
Zitat
The very bright mass easily seen flying out of the terminal cloud in the videos
is estimated by Russian scientists to have been at least 10 metric tons and
flown 180-200 km past lake Chebarkul. By no means is that little hole in the
lake the "main mass".
That should have survived intact since it was intact after the detonations and
went into dark flight. It is now likely in the Ural Mountains.

Nach dieser Meinung ist das vordere Bruchstück nicht in den Chebarkul See gefallen, sondern noch knapp 200 km weiter geflogen.


Gibt es mittlerweise eine Grafik bzw. Landkarte, auf der folgende Daten des Meteors eingetragen sind?

- Erlöschungspunkt /Flugbahn des kleineren, vordersten Fragmentes über Grund.
- Position des großen Explosionpilzes über Grund.
- Position der größten Helligkeit über Grund.

Mich würde das brennend interessieren. Leider kann ich es nicht selber berechnen.

Die größte Helligkeit soll in 23,5 km Höhe über Korkino gewesen sein. Der Feuerball wurde zwar abgebremst, aber er flog noch ein Stück glühend und brodelnd weiter. Der Bereich der großen Rauch/Staub-Säulen müsste doch eigentlich über Grund gesehen ungefähr über Deputatskiy (dem bisherigen Fundgebiet) oder noch etwas westlicher liegen (?)  :gruebel:

Viele Grüße
Greg

Offline karmaka

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #906 am: März 26, 2013, 15:28:12 Nachmittag »
Die Übersetzungen (offenbar von Google) sind oft nicht ganz so zutreffend, aber dadurch teilweise auch erheiternd.

Hallo K.W.,

da stimme ich dir zu, die automatischen Übersetzungen sind zumeist sogar hundsmiserabel, aber sie ermöglichen immerhin ein ungefähres Verständnis,
denn so sehr ich den Klang des Russischen auch mag, ich verstehe kein einziges Wort. Somit habe ich keine andere Möglichkeit die Originaltexte zu verstehen.
Übrigens, ganz besonders amüsant ist es immer bei der automatischen Übersetzung aus dem Chinesischen. Ich denk auch, dass Google beim Übersetzen aus einer Sprache immer erst ins amerikanische Englisch und dann erst ins Deutsche übersetzt. So lassen sich manche Übersetzungs- und Syntaxfehler wie in diesem Satz erklären:
"Der Meteorit besteht aus einer Anzahl von Fragmenten, vielleicht das ist, warum er brach im Herbst."

Aus diesem Grund lasse ich die übersetzten Texte hier im Forum manchmal auch in der englischen Version stehen, da sie dann wenigstens noch einigermaßen zu verstehen sind.  :weissefahne:

 :hut:

Martin

Offline herbraab

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #907 am: März 26, 2013, 15:29:27 Nachmittag »
Zitat
The very bright mass easily seen flying out of the terminal cloud in the videos
is estimated by Russian scientists to have been at least 10 metric tons and
flown 180-200 km past lake Chebarkul.

Zunächst würde es mich doch sehr wundern, wenn die Schätzung der Meteor-Experten vom Ondrejov-Observatorium so weit daneben liegen würde. Borovicka, Spurny und Shrbeny haben die Masse des größten Stücks, das aus der Explosionswolke hervorgegangen ist, auf 200-500kg geschätzt/berechnet.

Darüber hinaus lässt sich die Hypothese, dass die Hauptmasse 180-200km weitergeflogen sei, ganz einach widerlegen: Der Eintrittswinkel des Meteors betrug 16,5⁰, die große Explosion ereignete sich in 31,7km Höhe. Selbst wenn man annimmt, dass das größte Fragment nach dieser Explosion einfach geradlinig weitergeflogen ist, würde es nach etwa 107km die Erdoberfläche erreichen. So ein geradliniger Flug würde aber voraussetzen, dass das Stück nichts an Geschwindigkeit verloren hat oder gar irgendwann in den freien Fall übergegangen ist - was aber nicht so gewesen sein wird, weil die Leuchterscheinung des Meteors ja einige Zeit nach der Explosion verblasst ist und auch das größte Stück somit in den Dunkelflug übergegangen ist.

 :hut:
Herbert
"Daß das Eisen vom Himmel gefallen sein soll, möge der der Naturgeschichte Unkundige glauben, [...] aber in unseren Zeiten wäre es unverzeihlich, solche Märchen auch nur wahrscheinlich zu finden." (Abbé Andreas Xaverius Stütz, 1794)

Offline Gibeon2010

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #908 am: März 26, 2013, 15:47:19 Nachmittag »
Vielen Dank, MilliesBilly und steinbeisser, für eure Erklärungen. Jetzt verstehe ich, was gemeint war.

@karmaka
Wenn ich selbst einen Text in eine andere Sprache übersetze, nehme ich z.B. die Google-Übersetzung und lasse den fremdsprachlichen Text von einem anderen Onlinetranslator zurück ins Deutsche übersetzen. Wenn da nichts Sinnvolles rauskommt, verändere ich die Formulierungen und den Satzbau im deutschen Text solange, bis es passt. Kurze Hauptsätze funktionieren meist auf Anhieb ganz gut.
Viele Grüße
Jens

Offline DCOM

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #909 am: März 26, 2013, 16:14:09 Nachmittag »
Zitat
The very bright mass easily seen flying out of the terminal cloud in the videos
is estimated by Russian scientists to have been at least 10 metric tons and
flown 180-200 km past lake Chebarkul.

Zunächst würde es mich doch sehr wundern, wenn die Schätzung der Meteor-Experten vom Ondrejov-Observatorium so weit daneben liegen würde. Borovicka, Spurny und Shrbeny haben die Masse des größten Stücks, das aus der Explosionswolke hervorgegangen ist, auf 200-500kg geschätzt/berechnet.

Darüber hinaus lässt sich die Hypothese, dass die Hauptmasse 180-200km weitergeflogen sei, ganz einach widerlegen: Der Eintrittswinkel des Meteors betrug 16,5⁰, die große Explosion ereignete sich in 31,7km Höhe. Selbst wenn man annimmt, dass das größte Fragment nach dieser Explosion einfach geradlinig weitergeflogen ist, würde es nach etwa 107km die Erdoberfläche erreichen. So ein geradliniger Flug würde aber voraussetzen, dass das Stück nichts an Geschwindigkeit verloren hat oder gar irgendwann in den freien Fall übergegangen ist - was aber nicht so gewesen sein wird, weil die Leuchterscheinung des Meteors ja einige Zeit nach der Explosion verblasst ist und auch das größte Stück somit in den Dunkelflug übergegangen ist.

 :hut:
Herbert

Hallo Herbert,

Du weißt aber nicht, welchen Neigungswinkel die übrig gebliebene Hauptmasse nach der Explosion angenommen hat. Durch die Detonation könnte sie tangential beschleunigt worden sein.

10 Tonnen scheinen mir auch nicht gerade viel zu sein, wenn die Ursprungsmasse 11.000 Tonnen betrug.

Viele Grüße, D.U.  :prostbier:

MilliesBilly

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #910 am: März 26, 2013, 16:49:22 Nachmittag »

Herbert, irgendwo weiter oben/vorn wurde das sehr instruktive Video aus den USA mit dem Spiel mit verschiedenen Trajectories gepostet. Da gab es unter den diversen Bahnverläufen zwar gewisse Abweichungen und Spielräume, aber alle schienen darauf hinauszulaufen, dass die größten Massen den Chebarkulsee locker überflogen haben dürften, in westlicher Richtung - vielleicht nicht gerade 200 km, aber so etwa 30-40 km schon.

Offline herbraab

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #911 am: März 26, 2013, 17:26:05 Nachmittag »
Du weißt aber nicht, welchen Neigungswinkel die übrig gebliebene Hauptmasse nach der Explosion angenommen hat. Durch die Detonation könnte sie tangential beschleunigt worden sein.

Grob gesagt müsste sich der Eintrittswinkel von 16⁰ auf 8⁰ halbiert haben, wenn das Fragment doppelt so weit fliegen soll. Eine Änderung um 8⁰ müsste auf den Fotos und Videos ganz deutlich zu sehen sein. Tatsächlich lässt sich meiner Anischt nach aus den mir bekannten Fotos/Videos keine nennenswerte Abweichung des Meteors von einer geradlinigen Flugbahn ausmachen. Und selbst wenn der Eintrittswinkel um 8⁰ nach oben geknickt worden wäre, würde das Bruchstück nur dann 200km weiterfliegen, wenn es diese geradlinige Flugbahn bis zum Auftreffen auf die Erde beibehält. Auch da sprechen die Beobachtungen (wie obenausgeführt) dagegen.

Auf Schwierigkeit, den Bewegungsvektor einer tonnen-schweren Masse, die sich mit mehreren Kilometern pro Sekunde durch die Luft bewegt, nennenswert zu "verbiegen", will ich gar nicht eingehen...

Da gab es unter den diversen Bahnverläufen zwar gewisse Abweichungen und Spielräume, aber alle schienen darauf hinauszulaufen, dass die größten Massen den Chebarkulsee locker überflogen haben dürften, in westlicher Richtung - vielleicht nicht gerade 200 km, aber so etwa 30-40 km schon.

Die Unsicherheiten bestehen hauptsächlich in Azimut (also der Himmelsrichtung, aus der der Meteor kam) und weniger im Eintrittswinkel. Darüber hinaus wurde in dem Video die Bahn im Dunkelflug auch einfach geradlinig weitergführt, was meiner Ansicht nach nicht haltbar ist und daher von einer kürzeren Strecke auszugehen ist.

Natürlich kann es sein, dass die Hauptmasse den Chebarkulsee nicht getroffen hat und hinausgeflogen ist (oder vielleicht auch davor niedergegangen ist). Ich halte es aber für unwahrscheinlich, dass das Ereignis ganz wesentlich anders verlaufen ist, wie bisher angenommen (Stichworte: 200km, 10 Tonnen)...

 :hut:
Herbert
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Offline karmaka

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #912 am: März 27, 2013, 12:13:27 Nachmittag »
Zur Zeit werden zwei Methoden diskutiert um die Meteoritenfragmente vom Seegrund zu holen

QUELLE

Zitat
Außerdem nach Ansicht der Wissenschaftler gibt es ein oder zwei große Fragmente mit einem Gewicht von mehr als 10 kg sind in der Nähe des Dorfes Trawniki gelegen, aber noch nicht gefunden worden.

In der Nähe von Travniki ( Травники ) werden also größere Fragmente vermutet.
Der Ort liegt hier: 54°54'30.73"N,  60°33'31.49"E

Und dann fand man noch tote Würmer unterhalb des Loches...

QUELLE
« Letzte Änderung: März 27, 2013, 12:37:43 Nachmittag von karmaka »

Offline herbraab

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #913 am: März 27, 2013, 13:14:00 Nachmittag »
In der Nähe von Travniki ( Травники ) werden also größere Fragmente vermutet.

Das haben Borovicka et al. ja schon am 24. März geschrieben: "One or two meteorites of the mass of several tens of kg can be expected not far from the village Travniki". (Quelle: CBET 3423)

Weiss jemand, wo das bisher größte Stück mit 1,8kg Masse gefunden wurde, und ob das dieser Prognose hier entspricht: "One piece of mass approximately 1 kg may have landed to the northwest of Shchapino."
:gruebel:

 :hut:
Herbert
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Offline Haschr Aswad

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Re: METEOR, 15.2.13, ~9.22 Ortszeit, Tscheljabinsk, Tjumen, Swerdlowsk, Russland !!!
« Antwort #914 am: März 27, 2013, 13:56:38 Nachmittag »
Die 1,8 kg Masse wurde nahe Deputatsky gefunden.

 

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